CH94914A - Verfahren zur Ausnutzung der bei der Oxydation von Metalloidwasserstoffverbindungen zu Säuren frei werdenden Energie. - Google Patents
Verfahren zur Ausnutzung der bei der Oxydation von Metalloidwasserstoffverbindungen zu Säuren frei werdenden Energie.Info
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Description
Verfahren zur Ausnutzung der bei der Oxydation von litetalloidwasserstoffverbindun;en zu Säuren frei werdenden Energie. Bei der bekannten Oxydation von Metall- oidwasserstoffverbindungen, wie Schwefel wasserstoff, Ammoniak, Phosphorwasserstoff und andere zu den entsprechenden Säuren Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure und andere werden recht erhebliche Wärme mengen frei, deren Ausnutzung bisher eine höchst unvollkommene war, oder gänzlich ausser acht gelassen wurde.
Das vorliegende Verfahren zur Ausnutzung der bei der Oxy dation von Metalloidwasserstoffverbindungen zu Säuren frei werdenden Energie besteht darin, da.ss man das zu oxydierende Gas mit Sauerstoff enthaltendem Gas in solchen Men gen mischt, dass ein explosives Gemenge ent steht, und dieses Gemenge in dem Explo sionszylinder eines Gasmotors zur Explosion bringt.
Da das Reaktionsprodukt den Auspuff des Motors mit hoher Temperatur verlässt9 oft auch in noch reaktionsfähigem Zustande, so kann man die Wärmeausbeute dadurch erhöhen, dass man die Abkühlung und Kon densation der Abgase zwecks Erzeugung von Abwärmekraft in einem Oberflächenkonden- sator als Abwärmeverwerter vornimmt.
Das bei der explosiven Oxydation von Schwefel wasserstoff entstehende Gasgemisch besteht aus S03 und H20 mit einer Temperatur von etwa<B>500'.</B> Leitet man diese Gase beispiels weise in die Heizröliren eines Dampfkessels, so vereinigen sie sich dort zu einer abgekühl ten Schwefelsäurelösung und geben ausser .der ihrer Wärmekapazität entsprechendenWärme- menge noch -die Kondensationswärme des Wassers und die Lösungswärme des S03 in Wasser ab,
womit Dampfkraft erzeugt wer den kann- Erfahrungsgemäss arbeiten die Gasmoto ren am günstigsten, wenn der Energiegehalt des ihnen zugeführten Gasgemisches ein. be stimmter, oder wenigstens ein innerhalb ge wisser Grenzen liegender ist, und zwar rech net man mit durchschnittlich ungefähr<B>600</B> Kalorien auf den Kubikmeter Zylinderinhalt. Um diesen Wert auch bei vorliegendem Ver fahren innezuhalten, mischt man vorteilhaft zu solchen Explosionsmischungen, die zu gro ssen Energieinhalt haben, indifferente Gase, z. B. Luft, im Überschuss; zu Explosionsge- mischen, die zu schwach sind, kann man zwecks Verstärkung andere brennbare Gase mit der entsprechenden Menge Sauerstoff. z.
B. ein Gemisch von Kraftgas und Luft, zu fügen.
Beispiel <I>1:</I> 1000 m3 HIS werden mit<B>11,000</B> m3 Luft semischt und dem Explosionszylinder zuge führt. Die theoretische Luftmenge von 8(i75 m3 würde<B>760</B> Kalorien per Kubikmeter Zylinderinhalt geben, also einen zu hohen Wert. Bei einer Ausnutzung von 27,5 % der zugeführten Verbrennungswärme iin Motor bekommt man rund 2110 Kurstunden unmit telbare Energie, da die Reaktionsenergie rund 61!- Millionen Kalorien beträgt.
Die Hälfte letztgenannter Wärmemenge geht mit den Auspuffgasen fort und kann zusammen mit etwa 13/n Millionen Kalorien Lösungswärme und 0,5 Millionen Kalorien Kondensations wärme mit etwa 15 % Ausbeute in<B>170</B> KW- stunden Dampfkraft verwandelt werden. Es geben somit 1000 m3 H.S neben 4400 kg H380, rund 2900 Kurstunden.
<I>Beispiel Z:</I> 1000 m3 Ammoniak werden mit 1140 m3 reinem Sauerstoff und 4000 m3 Luft gemischt und nach dein Explosionszylinder geführt. Eine Mischung von 1000 m' NH3 und der entsprechenden Luftmenge von<B>9600</B> m" würde eine Mischung von 342 Kalorien per Kubikmeter geben, also unter Umständen eine Mischung mit zu geringem Ergebnis an Ener gie.
Wie oben. kann man aus der Verbren nungswärme von rund 3'J2 Millionen Ka lorien eine unmittelbare Kraftausbeute von 1160 Kurstunden berechnen, aus den Abga sen wären dann 350 KWstunclen erhältlich, so (lass man bei der Oxydation von 1000 m3 NH3 ausser 3633 kg HNO3 zu 45 Be. 1500 K)iTstunden Energie bekommen kann.
Beispiel <I>3:</I> <B>1000</B> in' NH3 und 10v0 m" H_ werden mit 5000 m3 Luft und 2500 ms 0_ gemischt und zur Explosion gebracht. Man bekommt neben 4500 kg HNO; von 39 Be einen Energie betrag von<B>2600</B> K Wstunden. .
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Ausnutzung der bei der Oxydation von Metalloidwasserstoffverbin- ciungen zu den entsprechenden Säuren frei werdenden Energie, dadurch gekennzeichnet, dass man das zu oxydierende Gas mit Sauer stoff enthaltenden Gasen in solchem Verhält nis mischt, dass ein explosives Gemisch ent steht und dieses Gemisch in dein Explosions zylinder eines Gasmotors zur Explosion bringt.UNTERANSPRUCH 1: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die entweichenden Atispuffga>,e in einem Oberflächenkonden sator als Abwärmev erwerter zwecks Erzeu gung von Abwärmekraft abkühlt und kon- clensiert. UNTERANSPRUCH 2: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gel@ennzeielinet, dass man durch Zufügung in differenter Gase die Explosivität des Ge misches abdämpft.UNTER.ANSPR,UCFI 3 Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Zuftiguno, eines stärkeren explosiven Gemisches die Explosivität des Gemisches erhöht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEB93270D DE421665C (de) | 1920-03-09 | 1920-03-09 | Verfahren zur Ausnutzung der bei der Oxydation von Metalloidwasserstoffverbindungen zu Mineralsaeuren frei werdenden Energie |
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| Publication Number | Publication Date |
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|---|---|---|---|---|
| US2415904A (en) * | 1942-11-26 | 1947-02-18 | Lion Oil Co | Method of oxidizing hydrogen sulfide |
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| DE421665C (de) | 1925-11-16 |
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