CH95159A - Einrichtung zur Zeichenübermittlung mit elektrischen Wellen, die mittelst elektrischer Entladungsgefässe in Schwingungserzeugerschaltung erzeugt werden. - Google Patents
Einrichtung zur Zeichenübermittlung mit elektrischen Wellen, die mittelst elektrischer Entladungsgefässe in Schwingungserzeugerschaltung erzeugt werden.Info
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Description
Einrichtung zur Zeichenübermittlung mit elektrischen Wellen, die mittelst elektrischer Entladungsgefässe in Schwingungserzeugerschaltung erzeugt werden. Gegenstand der Erfindung ist eine Ein richtung zur Zeichenübermittlung mit elek trischen Wellen, die durch Entladungsgefässe in Schwingungserzeugerschaltung erzeugt werden.
Die Erfindung besteht darin, dass in Stromkreise der Sehwingungserzeugerschal- tung des Entladungsgefässes, welche die Stärke der ausgesandten Wellen beeinflussen, ein Mikrophon und in Stromkreise der Schwingungserzeugerschaltung, welche den verstärkten Strom führen, gleichzeitig ein Telephon geschaltet ist, so dass unmittelbares Gegensprechen ohne Umschaltung möglich ist.
Die Erfindung sei anhand der Zeichnung näher erläutert, welche einige Ausführungs beispiele im Schema zeigt.
In hig. 1 besteht die Station A aus einem Luftleiter 1, der über Abstimm- und Kopp lungselemente 2 bezw. 3 geerdet ist. 4 ist eine Vakuumröhre mit Anode 5, Gitter 6 und Glühkathode 7, welche durch Batterie 8 über Widerstand 9 geheizt wird. Im Anoden kreis liegt die Batterie 10 mit Parallelkonden sator 11. An den Glühfaden ist einerseits die Spule 3, anderseits eine Gitterspule 12 mit parallel geschaltetem abstimmbaren Konden sator 13 angeschlossen. Diese Schaltung er zeugt in an sich bekannter Weise Schwin gungen.
Um aus dieser Schaltung eine Schaltung zur drahtlosen Telephonie mit Gegensprechen zu machen, ist es nötig, die Schwingungs amplituden im Rhythmus der Sprache zu beeinflussen. Zu diesem Zwecke kann an einer einzelnen der mit Kreuzen 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20 bezeichneten Stellen (vornehmlich in Resonanzkreisen) ein Mikrophon oder eine mikrophonisch wirkende Vorrichtung in die betreffende Leitung eingeschaltet werden. Wird das Mikrophon an der Stelle 17 ein geschaltet, so ist es vorteilhaft, dasselbe durch eine Spule zu überbrücken. Die Einschaltung eines Telephons unter Parallelschaltung eines Kondensators kann an einer einzelnen der durch Kreise 21, 22, 23, 24, 25 angedeuteten Stellen erfolgen.
Die Gegenstation B (F'ig. 2) ist genau entsprechend ausgebildet, und es haben hier die gleichen Zahlen die gleiche Bedeutung wie bei Fig. 1. Es zeigt sich, dass mit Hilfe der gezeichneten Schaltung ohne weiteres ein drahtloses Gegensprechen möglich ist.
Ein Mikrophon an der Stelle 14 beein- flusst die Kathodentemperatur durch Ver änderung des Heizstromes, an den Stellen <B>15,</B> 16. 20 beeinflusst es den Widerstand des Anoden- bez-,v. Antennenkreises und damit die Amplitude der ausgesandten Energie, an den Stellen 17, 18 den Widerstand des Gitter hreises und damit die Grösse der Änderung der Leitfähigkeit der Röhre 4 und damit gleichfalls der erzeugten und ausgesandten Energie.
Wird ein Telephon an den Stellen 21, 22<B>23,</B> 24, 25 eingebaut, so wird bei tönendem Senden ohne weiteres und bei Hoch frequenz stets dann gehört, wenn die Eigen welle von der Empfangswelle etwas abweicht (Heterody ne). Selbst Telephonie kann derart aufgefangen werden. wenn die Eigenwelle nicht störend. gewählt wird. .
Ersichtlich liegt also das Mikrophon in der Leitung an Stellen, an denen die Ampli- lude der ausgesandten Schwingung beeinflusst werden kann, während das Telephon an Stel len liegt, an denen verstärkte Ströme fliessen, nämlich in Leitungen des Anodenkreises oder auch des Gitterkreises, wenn der letztere mit dem Anodenkreis rückgekoppelt ist und da her erhebliche Energie aus dem Anodenkreis empfängt.
Ersichtlich wird derart auch die Emp fangsenergie anodenseitiger dem Entladungs gefäss zugeführt, da eine Umschaltung nicht stattfindet, und die erfinderische Erkenntnis liegt zum Teil auch darin, dass eine solche wirksame Beeinflussung eines Entladungs gefässes durch ankommende Schwingungen auch dadurch möglich ist, da.ss letztere dem Anodenkreis zugeführt werden.
In der Fig. 3 ist speziell eine Schaltung zur Sprachübertragung gezeigt. Zu diesem Zweck ist an die Klemmen 14, 15 der Spule 13 eine Batterie 16 und ein Mikrophon 17 i <B>-</B> in-eschlossen. LI 'Wird in das Mikrophon ge- sprochen, so entstehen Spannungsschwankun gen an den Klemmen der Spule 13,
welche auf das Gitter 9 wirken und die Amplitude der erzeugten ungeclämpfteri Schwingungen entsprechend der Sprache beeinflussen. Die Batterie 16 kann iibrigezis fehlen, da auch die Widerstandsschwanhungen des Mikrophons selbst einen mehr oder minder starken Kurz schluss der Spule 13 herbeiführen und hier durch eine Amplitudenbeeinflussung ergeben. Die Wirkung ist unter Verwendung eines Batteriestromes besser; ,jedoch kann dieser Strom auch aus den Batterien 3 oder 7 ent nommen werden.
Es ist zit beachten, dass die Spule 13 von Einfiuss auf die Frequenz des ganzen Gitterschwingungskreises ist. Um Verzerrun- ben zu vermeiden, wird durch entsprechende Wahl der Selbstinduktion der Spule 13 bezw. des Widerstandes des an die Klemmen 1.4, 15 angeschlossenen äussern Kreises dafür gesorgt, dass die Frequenzschwankungen des Gitter kreises einige Prozent nicht übersteigen.
Die Schaltung hat den Vorzug, dass mit sehr ge ringer Energie eine starke Beeinflussung der Amplituden der Antennenschw ingungen er reicht wird. Ein Telephon kann beispiels weise an der Stelle 22) liegen, ebenso aber auch an einer andern Stelle entsprechend Fig. 1.
Wird statt der Spule 13 ein Kondensator benutzt, so ist darauf zu achten. dass die leitende Verbindung zwischen dem Gitter 9 und der Kathode 3 nicht aufgehoben wird, da sonst Aufladungen des Kondensators auf treten, welche ein Aussetzen der Schwingun gen herbeiführen. Unter Verwendung von Kondensatoren kann, wie Fig. 4 zeigt, ge schaltet werden. Die Ton- bezw. Sprach schwingungen werden dem Gitterkreise bei- spiels-,veise mittelst eines Transformators 18 zugeführt. Der in den Gitterkreis statt der Spule 1.3 geschaltete Kondensator ist hier in zwei Teile 19, 20 zerlegt. Es braucht jedoch nur einer derselben vorhanden zu sein.
Für die niederfrequenten Ton- bezw. Sprach schwingungen wirken die Kondensatoren 11, 19 und 20 als relativ hohe Widerstände. Die vom Transformator 18 herrührende Spannungsschwankung kommt daher auf das Gitter 9 voll zur Wirkung. Die metallische Verbindung zwischen dem Gitter 9 und der Kathode 2 besteht dann auf dem Wege über die Sekundärwicklung des Transformators 18. In diese Sekundärwicklung des Transforma tors 18 dringt die Hochfrequenzschwingung des Kreises 1.0 wegen der hohen Selbstinduk tion nicht ein. Es können jedoch auch noch besondere Drosselspulen angeordnet werden.
Die von dem Transformator 18 herrührende niederfrequente Spannung kann anderseits in den Schwingungskreis 10 wegen der Klein heit der dort vorhandenen Kapazitäten nicht eindringen. Die Hochfrequenz- und Nieder frequenzspannungen wirken daher völlig un abhängig voneinander auf das Gitter, addie ren jedoch hier ihre Wirkungen. Indem in den Anodenkreis ein Telephon, zum Beispiel bei 22, geschaltet wird, kann ohne weiteres, wie beim ersten Beispiel, Tonempfang oder Heterodyneempfang durchgeführt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Zeichenübermittlung mit elektrischen Wellen, die durch Entladungs gefässe in Schwingungserzeugerschaltung er zeugt werden, dadurch gekennzeichnet, dass in Stromkreise der Schwingungserzeuger- sehaltung des Entladungsgefässes, welche die Stärke der ausgesandten Wellen beeinflussen, ein Mikrophon und in Stromkreise der Sehwingungserzeugerscha.ltung, welche den verstärkten Strom führen, gleichzeitig ein Te- lephon geschaltet ist, so dass unmittelbares Gegensprechen ohne Umschaltung möglich ist.UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das mikropho nisch wirkende System in den Glühstrom kreis eingeschaltet ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Telephon in die Verbindungsleitung von Gitterkreis und Anodenkreis mit der Glühkathode ge legt ist. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, da.ss das Telephon unter Parallelschaltung eines Kondensa tors eingeschaltet ist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Mikrophon in den Gitterkreis über Spulen eingeschaltet ist. 5. 'Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Mikrophon in den Gitterkreis über Kondensatoren ein geschaltet ist. 6.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Mikrophon in den Gitterkreis selbst unter Aufrecht erhaltung einer leitenden Verbindung zwi schen dem Gitter und der Kathode ein geschaltet ist. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass an Stelle von Sprachschwingungen mit Hilfe eines Mi krophons Tonschwingungen mit Hilfe von Kopplungsorganen in das Schaltungs system eingeführt werden.
Applications Claiming Priority (2)
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH95159D CH95159A (de) | 1917-10-30 | 1920-10-16 | Einrichtung zur Zeichenübermittlung mit elektrischen Wellen, die mittelst elektrischer Entladungsgefässe in Schwingungserzeugerschaltung erzeugt werden. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH95159A (de) |
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1920
- 1920-10-16 CH CH95159D patent/CH95159A/de unknown
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