CH95229A - Verfahren zur katalytischen Überführung von Kohlenstoffverbindungen in Carbonylverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur katalytischen Überführung von Kohlenstoffverbindungen in Carbonylverbindungen.

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CH95229A
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    • C07B35/00Reactions without formation or introduction of functional groups containing hetero atoms, involving a change in the type of bonding between two carbon atoms already directly linked
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Description


      Yerfahren    zur     katalytischen        Überführung    von     Kohlenstoffverbindungen    in       Carbonylverbindungen:       Es wurde gefunden, dass die katalytische  Oxydation von     Kohlenstoffverbindungen        mit-          telst    freien     Sauerstoffs    unter Gewinnung von  wertvollen     Carbonylverbindungen,    Aldehyden,       Ketonen    und Säuren in guter Ausbeute aus  geführt werden kann, wenn man bei Tempe  raturen unterhalb Rotglut und unter Ver  wendung von Katalysatoren nichtbasischen  Charakters,

   die dabei durch freien     Sauerstoff     regeneriert werden, arbeitet.     Man    verwendet  zweckmässig Metalloxyde, die unterhalb Rot  glut in     Säureanhydride    oder nichtbasische       Sauerstoffverbindungen    übergeführt werdet),  so dass die gebildeten     Carbonylverbindungen,     insbesondere     Carbonsäuren    zum Beispiel nicht  durch Neutralisation absorbiert werden.

   Als  Beispiele derartiger Katalysatoren seien vor  allein     Vanadinsäure,    ferner     Molybdänsäure,          rransäure    in Form des gelben     Kaliumuranats,          Chromsäure    als     Bichromat    und dergleichen  genannt. .  



  Oft ist es von besonderem Vorteil, Schwer  metallsalze der     genannten    Katalysatoren an  zuwenden, zum Beispiel Salze von Kupfer,  Silber, Blei,     Thallium,    Platin,     Cer,    Nickel,         Cobalt    usw. mit     Vanadinsäure,    Chromsäure,       Molybdänsäure,        LTränsäure,    Zinnsäure, Arsen  säure     etc.    Beispielsweise sind     Silbervanadat     und     Kupfervanadat    hervorragend als Kataly  satoren geeignet.

   Die Benutzung solcher Salze  erlaubt die Anwendung einer niedrigen Re  aktionsternperatur, was der Bildung wert  voller     Oxydationsprodukte    förderlich ist.  Natürlich müssen für jeden einzelnen Kata  lysator die günstigsten Bedingungen bezüg  lich Temperatur und Gasgeschwindigkeit für  eine bestimmte wirksame Schicht,     Sauerstoff-          und    Feuchtigkeitsgehalt des übergeleiteten  Gases, sowie Konzentration an     oxydierbarer     Substanz usw, festgestellt werden. Auch  kann bei erhöhtem oder vermindertem Druck  gearbeitet werden und die Oxydation der       Kohlenstoffverbindungen,    sowie eine etwaige  Regeneration des Katalysators in gesonderten  Wechselschichten ausgeführt werden.  



       Zweckmässig    wird der Katalysator in  möglichst dünner Schicht und möglichst gleich  mässig auf geeignete Träger, z. B. Bimsstein,  verteilt. Beispielsweise kann man zu diesem  Zweck die     VanadinsäuÜe    aus ihrer kolloidalen      wässerigen Lösung durch Tierhohle nieder  schlagen, oder auch feingepulvertes     Bichro-          inat    z. B. durch Schütteln auf Bimsstein, der  zuvor mit einer     Gummilösung        getränkt    und  getrocknet war, fein verteilen.  



  <I>Beispiel</I>     r:     Wird Luft über auf etwa 200   er  wärmtes, geschmolzenes     Anthracen    geleitet  und das so entstandene     Antliracendampf-          Luft-Gemisch    über mit     Vanadinoxyden    über  zogenes     Bimssteinpulvei-    geführt, so ist schon  bei 250       Kataly        satortemperatur    im über  gehenden     Anthracen        Anthrachinon    enthalten,       Cber    400   geht reines     Anthr;lchinon    über.

         Anthrachinon    entsteht zum Beispiel auch,       wenn    man     Triphenylmethan    in     dieser    Weise  behandelt.     Toluol    liefert     Benzaldehyd    und       Benzoesäure.        Teerfraktionen,    die aromatische       Kohlenwasserstoffe    mit Seitenketten enthalten,  liefern     Gemenge    von Aldehyden und Säuren,  andere     hochmolekulare,        ungesiittigte        Kohlen-          wasserstoffe,    wie zum Beispiel die im Braun  kohlenteer enthaltenen,

   werden zu     Säuren          oxydiert.     



  <I>Beispiel 2:</I>       Orthovanadinsaures        Natron    (aus     1.00    g       Vanadinsäure)    wird     finit    der berechneten       .Menge        Silbernitrat    (560     g)    gefällt und der  ausgewaschene und abgesaugte Niederschlag  durch mechanisches Schütteln auf 4 kg ge  körnten Bimsstein verteilt, der zuvor mit 2  Liter einer     5-prozentigen    Gummilösung ge  tränkt und getrocknet      @ar.    Nach etwa       4-stündigem    Erhitzen auf 300   im Luftstrom  ist der Katalysator gebrauchsfertig.

   Er liefert  zum Beispiel im     Sauerstoff-Anthracendampf-          stroin    unter dauernder     Regeneration    des Ka  talysators bei 280   fast reines     Antlirachinon     ohne Verluste durch Verbrennung, wenn     der          Sauerstoffstrom    genügend rasch und die Kon  zentration des     Anthracendampfes    genügend  niedrig ist.  



       Beispiel   <I>3:</I>  Ein Katalysator, der     vanadinsaures    Kupfer  enthält, kann dargestellt werden,' indem 1       Mol.        Vanadinsäure        (V;;        0c)    in 6 Äquivalenten  Alkali gelöst und mit 3     .Tol.    einer Kupfer  salzlösung gefällt wird.

   Der     grünlichgelbe       Niederschlag wird ausgewaschen und abge  saugt,     schliesslichaufBiinsstein,der        mitCumnii-          lösung        getränkt    und getrocknet ist, durch  mechanisches Schütteln     gleichmäf.)ig    verteilt  und im Luft- oder     Sauerstoffstrom    bis zum  Verschwinden der organischen Substanz ge  linde erhitzt. Die Oxydation von     Anthracen     zu     Antlirachinon    erfolgt schon bei     Teinpera-          tuien    von 1S0-190   ab.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur katalytischen Lberführung von Kohlenstoffverbindungen in Carbonylver- bindungen durch Oxydation mit freiem Sauer stoff, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Behandlung bei Temperaturen unterhalb Rot glut und unter Verwendung von Katalysatoren nichtbasischen Charakters. die dabei durch freien Sauerstoff regeneriert werden, ausführt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man unter Verwendung einer vanadinsäurehaltigen Kontaktmasse arbeitet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nian unter Verwendung einer molybdänsäurehaltigen hontaktniasse arbeitet.
    <B>3 3 .</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daf@ man unter Verwendung einer saure Uramte enthaltenden Kontakt- masse arbeitet. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man unter Verwendung einer saure Chromate enthaltenden Kontakt masse arbeitet. 5.
    Verfahren gemäP, Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nian unter Verwendung einer Kontaktmasse arbeitet, die ein Schwer metallsalz eines nichtbasischen Katalysators enthält. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unter- anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,- dass inan unter Verwendung einer Kontakt masse, die Silbervanadat enthält, arbeitet.
CH95229D 1916-06-22 1921-03-16 Verfahren zur katalytischen Überführung von Kohlenstoffverbindungen in Carbonylverbindungen. CH95229A (de)

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