CH95492A - Vorrichtung zum Bedrucken von Geweben. - Google Patents

Vorrichtung zum Bedrucken von Geweben.

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CH95492A
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Klinger Richard
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F17/00Printing apparatus or machines of special types or for particular purposes, not otherwise provided for
    • B41F17/003Special types of machines for printing textiles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description


      Vorrichtung    zum Bedrucken von Geweben.    Die Herstellung gebatikter Stoffe ist  bisher entweder mittelst der sogenannten  Knüpftechnik oder mittelst der Wachstechnik  erfolgt, also mit einem mehr oder weniger  grossen Aufwand von Handarbeit und persön  licher Geschicklichkeit des Arbeiters. Zur  Herstellung gebatikter Stoffe, welche sich in  ihrem äussern Aussehen von echten oder so  genannten javanischen     Batikstoffen    nicht  unterscheiden, kann man die     bekannten    Ein  richtungen für Zeugdruck nicht oder nur in  sehr unvollkommener Weise benutzen. Mit  denselben konnte das sehr weiche, konturen  lose Kolorit, welches in der Natur der Batik  liegt, nicht geschaffen werden.

   Auch     mittelst     der üblichen Vorrichtungen zum Mehrfarben  druck kann man die zarten Farbübergänge  von einer Grundfarbe zur andern oder zwi  schen den einzelnen Farbtönungen innerhalb  der gleichen Grundfarbe nicht erzielen.  



  Die Vorrichtung zum Bedrucken von Ge  weben gemäss der vorliegenden Erfindung  besitzt nun mindestens ein Druckwerkzeug  mit zur Aufnahme der Farbe bestimmten  Vertiefungen, welche abgestuft sind, wobei  die verschieden tief gelegenen     Stufen,    keine  bis zur     Druekwerkzeugoberfläche    gehenden    Erhöhungen aufweisen. Verschiedene Schat  tierungen oder     Farbtönungen    des zu drucken  den Musters können mit einem solchen Druck  werkzeug gedruckt werden, je nachdem mehr  oder minder tiefe Stufen der Vertiefungen       vorhanden    sind und je nachdem eine mehr  oder weniger grosse Anzahl von Stufen vor  handen ist.

   Die Vertiefungen können zum  Beispiel durch Ätzen, Schaben oder durch  Radieren hergestellt sein, wobei die Muster  mit Hilfe eines photographischen Kopier  verfahrens, zum Beispiel des Pigmentver  fahrens, auf die     Druckwerkzeugfläche    auf  getragen und nach und nach vertieft werden,  unter Vermeidung von bis zur Druckwerk  zeugoberfläche gehenden Rastererhöhungen  auf den Stufen.  



  .Die den Gegenstand der Erfindung bil  dende     Vorrichtung    ist in der Zeichnung in  einigen Ausführungsbeispielen schematisch  veranschaulicht.  



       Fig.    1 und 2 zeigen eine Vorrichtung  mit einem Druckwerkzeug und mit einer       Tüpfelwalze    in Ansicht.  



  Es ist 1 der in der Stoffdrucktechnik  Presseur genannte Zylinder, welcher der um  ihn herum laufenden und zu     bedruckenden         Stoffbahn 6 bei der     Bearbeitung    durch das  hier als Walze ausgebildete Druckwerkzeug 2  als Gegenlager dient. Die Druckwalze 2 be  sitzt mit Stufen versehene Vertiefungen, wie  dies in     Fig.    la durch die     Umrisslinien    der  Stufen und in vergrössertem     Massstabe    in       Fig.    2a durch einen Schnitt nach der Linie       _4-B    der     Fig.    la dargestellt ist.

   Die Druck  walze 2 hat also zur Aufnahme von Farbe       bestimmte    Vertiefungen, welch letztere zum  Beispiel in die Stufen<I>b, c, d</I> unterteilt sind.  Jede der Stufen<I>b, c, d</I> weist keinerlei bis  zur     Druckwalzenoberfläche        a    gehende Er  höhungen, sogenannte Raster, auf, wie solche  in Warzen-, Rippenform oder in Form sich  kreuzender Rippen bisher vorhanden waren.  Diese sollten bisher eine gleichmässige Ver  teilung der Farben gewährleisten und ver  hindern, dass die Farbe durch das bekannte       R.akel    oder     Abstreichmesser    aus den Ver  tiefungen herausgestrichen wird. Verschieden  heiten der Farbtönung wurden durch ver  schiedene Ausführungen des Rasters erzielt.

    Mit solchen bekannten     Druckwerkzeugen    liess  sich nicht vermeiden, dass in dem fertigen  Produkt die einzelnen Farbtöne durch ziem  lich genau ausgeprägte     Umrisslinien    vonein  ander geschieden sind, welche den die Batik  charakterisierenden Eindruck des weichen  oder fliessenden nicht entstehen lassen. Es  hat sich nun in der Praxis gezeigt, dass bei  dem     Druclzwerkzeug    der Vorrichtung nach  der vorliegenden Erfindung die Farbe durch  das     Rakel    nicht     herausgewischt    wird und  dass eine vorzügliche Übertragung der in den  Vertiefungen befindlichen Farbe auf das zu  bedruckende Gewebe stattfindet.

   Dabei wer  den die Töne innerhalb derselben Grundfarbe  um so tiefer und satter, je grösser die Ver  tiefung des     Werkzeuges    an der betreffen  den Stufe ist. Da die     Stufen    in jeder be  liebigen Schroffheit oder     Allmählichkeit    in  einander übergeführt werden können, lassen  sich mit derartigen Druckwerkzeugen sehr  feine Tönungsübergänge und     Farbtönungen     hervorrufen.  



  Der Druckwalze 2 wird unter Vermitt  lung einer Zwischenwalze 3 Farbe durch    eine Walze 4 zugeführt, welche in einem       Farbtrog    5 umläuft und den Zweck hat, der       Druckwalze    eine Farbe aufzutragen. Es kön  nen in der bei     Poulauxinaschinen    bekannten  Art um den     Presseurumfang    herum eine  Mehrzahl derartiger Druckwalzen 2 vor  gesehen sein, zum Beispiel zum Zweck eines       Mehrfarbendruclzes.     



  Die     Druclzwalze    2, welche auch mit Hilfe  von entsprechend ausgebildeten     Moletten,          1\latrizen    und     Prägestempeln    hergestellt sein  kann, kann allein schon dazu dienen, in einer  Vorrichtung Batik herzustellen, welcher un  merklich     ineinander    übergehende und ab  getönte     Farbschattierungen    besitzt.

   Bei dem  Ausführungsbeispiel der Zeichnung nach       Fig.    1 und 2     arbeitet    nun mit der Druck  walze 2 weiterhin zur Erhöhung des Batik  effektes eine eigenartig gestaltete zweite       Farbübertraguno,swalze    7 zusammen, welche  als     Tüpfclwalze    bezeichnet wird.

   Diese ist  über ihrem ganzen Umfang und über die  ganze Länge mit mehr oder minder     unregel-          m        'ssi",   <B>,</B>     begrenzten        Ansätzen        oder        Warzen     versehen, welche sich auf der Oberfläche der  Druckwalze 2 abwälzen und die von dem  Farbtrog 9 aufgenommene Farbe in Gestalt  von Farbtupfen auf die Druckwalze     \?    über  tragen. Die     Tüpfelwalze    7 greift in durch  Querwände getrennte Zellen des Farbtroges.  In den Zellen sind verschiedene Farben.  Die Druckwalze erhält also durch die Tüpfel  walze einen mehrfarbigen, klecksigen Auf  trag.

   Zwischen der     Tüpfelwalze    und dem  nach der     Bedruckungsstelle    verlaufenden       Trum    der Stoffbahn 6 sitzt das übliche R.a  kel, welches     überschüssige    Farbe von der  Druckwalze 2     abrakelt,    irgendwohin abführt  und zugleich die Konturen der von der       Tüpfel @alze    7 aufgebrachten Farbtupfen  ineinander übergehen lässt, unter gleichzeiti  ger Erzeugung der entsprechenden     Farbüber-          gänge.        Hierbei    stehen die Warzen der Tüpfel  walze entgegen der schematischen     Darstellung     in der Zeichnung so nahe beieinander,

       dati     ein     Ineinanderübergehen    der     Farbkleckse     erzielt werden kann. Man ist auf diese Weise  in der Lage, die Stoffbahn 6 in einem ein-           zigen    Arbeitsgang der Länge und Breite  nach mit einer grossen Anzahl     anscheinend     willkürlich hingeworfener     Farbtupfen    zu  versehen, welche allmählich ineinander Über  fliessen und die der Batik eigentümlichen       weichen    Töne hervorrufen.  



  Je nach dem gewünschten Muster kann       der    von der Druckwalze 2 bedruckte Stoff  unmittelbar fertig bearbeitet oder einer ent  sprechenden Weiterbehandlung, zum Beispiel  nach den Methoden des Mehrfarbendruckes,  unterzogen werden. Will man eine Batik her  stellen, welche ein Netz- oder Aderwerk von  verschiedenen Farben besitzt, so werden in  die Vorrichtung mehrere entsprechend gra  vierte Druckwalzen eingesetzt und jede die  ser Walzen mit der erforderlichen Farben  auftragsvorrichtung versehen.  



  Bei dem in     Fig.    4 und 5 dargestellten  Ausführungsbeispiel der Vorrichtung sind  die Zwischenwalze 3 und die Farbwalze 4  ersetzt durch eine Anzahl von in sieh ge  schlossenen     Farbübertragungsfilzen    10, wel  che in einzelnen     Abteilungen    des     Farbtroges    5  laufen, die wiederum mit verschiedenen Far  ben versehen sind. Diese Filze laufen einer  seits über eine gegen die Druckwalze  drückende Rolle 11, anderseits um Holzrollen  13 einer gemeinsamen Achse 14, welche den  dauernden Durchgang der Filze durch die  in den einzelnen     Farbtrogzellen    befindliche  Farbe sichern.

   Auch hier ist wieder die       Tüpfelwalze    7 mit ihrem eigenen, mehrzelli  gen     Farbtrog    vorgesehen.  



  Die Wirkungsweise dieser in den     Fig.    4  und 5 veranschaulichten Ausführungsform  ist im wesentlichen die gleiche wie diejenige  nach     Fig.    1 und 2, Dazu erfolgt in der Längs  richtung der Druckwalze 2 ein     streifen-          förmiger        Mehrfarbenauftrag,    dessen Kon  turen vor dem Farbenübergang auf die Stoff  hahn durch das     Rakel    verwischt und zum  allmählichen Übergang gebracht werden.

   Es       entsteht    auf diese Weise in Verbindung mit  der Wirkung der     Tüpfelwalze    ein streifen  artiges Gebilde von äusserster Zartheit, das  man gegebenenfalls mittelst weiterer Druck-    walzen in. der weiter oben angedeuteten Weise  weiter bedrucken kann.  



  Bei der Vorrichtung nach     Fig.    6 und 7  gelangt nur ein einziger entsprechend breiter  F     arbübertragungsfilz    zur     Anwendung,    wel  cher durch eine Gegenwalze 11 mit der Druck  walze 2 in Berührung gehalten, an der gegen  tiberliegenden Kehrstelle durch eine ähnliche  Walze 16 und zwischen beiden Kehrstellen  durch Holzwalzen 17 geführt wird.

   Das un  tere     Trum    des Bandes 15 arbeitet mit einer  Mehrzahl von     Tüpfelwalzen    7 zusammen,  welche auf einem gemeinsamen Gestell 18  angeordnet sind und mit Gegenwalzen 19 zu  sammen arbeiten, die die Anläge des Filzes  15 gegen die     warzenförmigen    Erhöhungen  der     Tüpfelwalzen    sichern. 20 ist eine wei  tere Walze, welche das Gegenlager für ein       Rakel    21 bildet, durch welches die auf dem  Übertragungsband 15 etwa noch     verbliebene     Farbe     abgerakelt    wird, bevor das Band 15  erneut in den Bereich der     Tüpfelwalzen    ge  langt.

   Der Auftrag der Druckfarbe auf die  Druckwalze 2 erfolgt im übrigen aus dem  Farbtrog 5 unter Vermittlung geeigneter       Farbübertragungsorgane    3, 4.  



  In     Fig.    8 und 9 ist eine weitere Vor  richtung gezeigt, um die Druckwalze 2  mit Farbe zu versehen. Hier sind auf einem  Brett 22 eine Anzahl von Farbbehältern 23  vorgesehen, welche durch Schläuche 24 mit  pneumatischen     Spritzapparaten    oder Zer  stäubern 25 verbunden sind. Die Hähne 26  aller Spritzapparate sind in die     Pressluft-          leitungen    eingebaut und sind an ein gemein  sames Gestänge 27 mit Handgriff 28 ange  schlossen. Mittelst dieser Vorrichtung kann  man in- Abständen sämtliche Spritzapparate  in gleichzeitige, ganz kurze Tätigkeit ver  setzen und die Druckwalze mit feinen, ver  schiedenfarbigen     Farbtropfen    bestäuben, was  auf dem bedruckten Tuch eine fein gespren  kelte Wirkung erzeugt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCH: Vorrichtung zum Bedrucken von Geweben mit mindestens einem Druckwerkzeug, da durch gekennzeichnet, dass das Druckwerk- zeug zur Aufnahme von Farbe bestimmte Vertiefungen aufweist, welch letztere ab gestuft sind und wobei die verschieden tief gelegenen Stufen keine bis zur Druckwerk- zeugOberfläche gehenden Erhöhungen auf weisen. lTNTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch mindestens ein Tüpfel werkzeug, um das Druckwerkzeug mit verschiedenfarbigen Tupfen zu versehen.
    _z. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer Mehrzahl von Farbauf- tra.gebändern für den streifenartigen Auf trag von Farben auf eine Druckwalze und mit Rakeln zur Entfernung des Farb- überschusses und zur Verwischung der Farbränder auf der Druckwalze versehen ist.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da.ss eine Mehrzahl von Tüpfelwerkzeugen für eine gemeinsame Druckwalze und ein einziges, in sich geschlossenes, von den Tüpfelwerkzeugen zu betupfendes Farb- übertragungsband vorgesehen sind, welch letzteres die verschiedenen Tüpfelungen auf die Druckwalze überträgt.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zum Farben auftrag auf das Druckwerkzeug periodisch zur ZVirkung bringbare Farbauftrags- spritzen vorgesehen sind, durch welche ein fein gesprenkelter, vielfarbiger Unter grund auf dem Stoff erzeugt werden kann.
CH95492D 1920-11-30 1920-11-30 Vorrichtung zum Bedrucken von Geweben. CH95492A (de)

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