CH95846A - Verfahren zur Behandlung von wasserhaltigen flüssigen Seifen durch Erhitzen unter Druck zwecks Geruchsverbesserung. - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von wasserhaltigen flüssigen Seifen durch Erhitzen unter Druck zwecks Geruchsverbesserung.Info
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Description
Verfahren zur Behandlung von wasserhaltigen flüssigen Seifen durch Erhitzen unter Druck zwecks Geruchsverbesseruung. Es ist bekannt, wasserhaltige Seifen zur Verbesserung ihres C eruches unter Druck auf Temperaturen von 200 bis<B>2500</B> zu er wärmen. Hierbei wurden die zu behandeln den Seifen im Autoklaven unter direkter Feuerung erhitzt, wobei in den Gefässen ein Druck von etwa 40 Atmosphären entstand. Nach längerer Einwirkung wurden die Massen abgefüllt, und das Verfahren mit neuen Men gen begonnen.
Dieses Verfahren leidet zunächst an dem Übelstande, dass nicht kontinuierlich gearbeitet werden kann. Es zeigte sich ferner, dass die Bedingungen, unter denen die erstrebte Qua litätsverbesserung der Seifen zu erreichen ist, je nach der Zusammensetzung der zu behan delnden Seifen wiederholt geändert werden müssen. So sind insbesondere der Druck, die Temperatur und die Reaktionsdauer jedesmal den besondern Verhältnissen anzupassen. Da es sich zudem um die Verarbeitung ziemlich zähflüssiger Massen handelt, die nur sehr langsäm durch die ganze Masse hindurch die gleiche Temperatur annehmen, so ergeben sich bei der Verarbeitung grösserer Mengen im Autoklaven bedeutende technische Schwie rigkeiten.
Cxemäss vorliegender Erfindung werden diese Übelstände dadurch behoben, dass man die Seifenmassen nicht in einem gewöhnlichen Autoklaven erhitzt, sondern sie kontinuierlich durch ein auf bis 250 erhitztes Rohr presst. Man erhält auf diese Weise in allen Fällen vollständig gleiche Enderzeugnisse.
Es hat sich hierbei ferner überraschender weise ergeben, däss es bei gewissen, 'den schlechten Geruch hartnäckig festhaltenden Seifen von grossem Wert ist, die Reaktion in zwei Stufen durchzuführen, indem man die Seifen zunächst durch einen niedriger, z. B. auf 200 , erhitzten Teil des Rohres und dann durch einen zweiten höher, z. B. auf 250 , erhitzten Teil des Rohres presst. Zu diesem Zwecke kann man die Röhren, durch die die Reaktionsmasse hindurchgedrückt wird, durch zwei verschiedene, direkt oder indirekt wir kende Heizvorrichtungen erhitzen, wobei die zweite für die Erhitzung des zweiten, höher zu erhitzenden Teils des Rohres dient.
Hier bei kann man die Temperatur im zweiten Teil des Rohres erheblicher erhöhen, als dies beim Arbeiten in einem Autoklaven überhaupt möglich ist, wodurch die Geruchsverbesserung beschleunigt wird. Da die Masse in der Röhre sehr schnell durch und durch erwärmt wird, kann die Dauer der Erhitzung so kurz sein, dass eine störende Bildung vou Zersetzungs produkten noch nicht eintritt.
Es hat sich ferner herausgestellt, dass es vorteilhaft ist, die Reaktion in der zweiten Stufe bei höherer Alkalität vor sich gehen zu lassen.
<I>Beispiel:</I> Eine heisse Transeife von etwa 60 % Fett- säuregehalt wird in einem 11/22-zölligen Rohr, das in einem Ölbad von 230 0 ruht, auf 220 0 erhitzt. Das Rohr geht weiterhin in ein zweites Ölbad von 310 0, in dem die Seifenmasse auf 300 0 erhitzt wird.
Man presst beim Übertritt in das zweite Ölbad in die Seifenmasse durch eine besondere Zuleitung Natronlauge von 40 0 -B6 in der Menge von 1/2o der durchgepress- ten Seifenmasse. Die Masse wird mittelst einer Druckpumpe durch den Apparat beför dert und das Austrittsventil so eingestellt, dass der Druck etwa 70 Atmosphären beträgt. Die Seife hat durch die Behandlung ihren unangenehmen Trangeruch und die dunkle Farbe verloren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Behandlung von wasser haltigen flüssigen Seifen durch Erhitzen unter Druck zwecks Geruchsverbesserung, dadurch gekennzeichnet, dafi man die Seifen kontinuier lich durch ein auf bis 250 0 erhitztes Rohr presst. UNTERANSPRVCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch; dadurch gekennzeichnet, dass man die Behandlung der Seifen in zwei Stufen durchführt, in dem man die Seifen zunächst durch einen niedriger erhitzten Teil des Rohres und dann durch einen höher erhitzten Teil des Rohres presst. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den zu behandelnden Seifen vor der zweiten Behandlung unter höherer Tem peratur Alkali zufügt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE29779X | 1920-12-16 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH95846D CH95846A (de) | 1920-12-16 | 1921-02-28 | Verfahren zur Behandlung von wasserhaltigen flüssigen Seifen durch Erhitzen unter Druck zwecks Geruchsverbesserung. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH95846A (de) |
| DK (1) | DK29779C (de) |
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1921
- 1921-01-08 DK DK29779D patent/DK29779C/da active
- 1921-02-28 CH CH95846D patent/CH95846A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DK29779C (da) | 1922-06-19 |
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