Verfahren zur Behandlung von wasserhaltigen flüssigen Seifen durch Erhitzen unter Druck zwecks Geruchsverbesseruung. Es ist bekannt, wasserhaltige Seifen zur Verbesserung ihres C eruches unter Druck auf Temperaturen von 200 bis<B>2500</B> zu er wärmen. Hierbei wurden die zu behandeln den Seifen im Autoklaven unter direkter Feuerung erhitzt, wobei in den Gefässen ein Druck von etwa 40 Atmosphären entstand. Nach längerer Einwirkung wurden die Massen abgefüllt, und das Verfahren mit neuen Men gen begonnen.
Dieses Verfahren leidet zunächst an dem Übelstande, dass nicht kontinuierlich gearbeitet werden kann. Es zeigte sich ferner, dass die Bedingungen, unter denen die erstrebte Qua litätsverbesserung der Seifen zu erreichen ist, je nach der Zusammensetzung der zu behan delnden Seifen wiederholt geändert werden müssen. So sind insbesondere der Druck, die Temperatur und die Reaktionsdauer jedesmal den besondern Verhältnissen anzupassen. Da es sich zudem um die Verarbeitung ziemlich zähflüssiger Massen handelt, die nur sehr langsäm durch die ganze Masse hindurch die gleiche Temperatur annehmen, so ergeben sich bei der Verarbeitung grösserer Mengen im Autoklaven bedeutende technische Schwie rigkeiten.
Cxemäss vorliegender Erfindung werden diese Übelstände dadurch behoben, dass man die Seifenmassen nicht in einem gewöhnlichen Autoklaven erhitzt, sondern sie kontinuierlich durch ein auf bis 250 erhitztes Rohr presst. Man erhält auf diese Weise in allen Fällen vollständig gleiche Enderzeugnisse.
Es hat sich hierbei ferner überraschender weise ergeben, däss es bei gewissen, 'den schlechten Geruch hartnäckig festhaltenden Seifen von grossem Wert ist, die Reaktion in zwei Stufen durchzuführen, indem man die Seifen zunächst durch einen niedriger, z. B. auf 200 , erhitzten Teil des Rohres und dann durch einen zweiten höher, z. B. auf 250 , erhitzten Teil des Rohres presst. Zu diesem Zwecke kann man die Röhren, durch die die Reaktionsmasse hindurchgedrückt wird, durch zwei verschiedene, direkt oder indirekt wir kende Heizvorrichtungen erhitzen, wobei die zweite für die Erhitzung des zweiten, höher zu erhitzenden Teils des Rohres dient.
Hier bei kann man die Temperatur im zweiten Teil des Rohres erheblicher erhöhen, als dies beim Arbeiten in einem Autoklaven überhaupt möglich ist, wodurch die Geruchsverbesserung beschleunigt wird. Da die Masse in der Röhre sehr schnell durch und durch erwärmt wird, kann die Dauer der Erhitzung so kurz sein, dass eine störende Bildung vou Zersetzungs produkten noch nicht eintritt.
Es hat sich ferner herausgestellt, dass es vorteilhaft ist, die Reaktion in der zweiten Stufe bei höherer Alkalität vor sich gehen zu lassen.
<I>Beispiel:</I> Eine heisse Transeife von etwa 60 % Fett- säuregehalt wird in einem 11/22-zölligen Rohr, das in einem Ölbad von 230 0 ruht, auf 220 0 erhitzt. Das Rohr geht weiterhin in ein zweites Ölbad von 310 0, in dem die Seifenmasse auf 300 0 erhitzt wird.
Man presst beim Übertritt in das zweite Ölbad in die Seifenmasse durch eine besondere Zuleitung Natronlauge von 40 0 -B6 in der Menge von 1/2o der durchgepress- ten Seifenmasse. Die Masse wird mittelst einer Druckpumpe durch den Apparat beför dert und das Austrittsventil so eingestellt, dass der Druck etwa 70 Atmosphären beträgt. Die Seife hat durch die Behandlung ihren unangenehmen Trangeruch und die dunkle Farbe verloren.
Process for the treatment of water-containing liquid soaps by heating under pressure for the purpose of odor improvement. It is known that water-containing soaps can be heated under pressure to temperatures of 200 to 2500 to improve their C eruches. The soaps to be treated were heated in the autoclave with direct firing, whereby a pressure of around 40 atmospheres was created in the vessels. After prolonged exposure, the masses were filled and the process started with new men.
This method initially suffers from the disadvantage that it cannot be operated continuously. It was also found that the conditions under which the desired quality improvement of the soaps can be achieved must be repeatedly changed depending on the composition of the soaps to be treated. In particular, the pressure, the temperature and the reaction time have to be adapted to the particular circumstances each time. Since it is also about the processing of rather viscous masses that only very slowly assume the same temperature through the whole mass, significant technical difficulties arise when processing larger amounts in the autoclave.
According to the present invention, these inconveniences are remedied by not heating the soap masses in an ordinary autoclave, but pressing them continuously through a tube heated to 250. In this way, completely identical end products are obtained in all cases.
It has also surprisingly been found that with certain soaps which stubbornly retain the bad odor it is of great value to carry out the reaction in two stages by first passing the soaps through a lower, e.g. B. to 200, heated part of the tube and then through a second higher, z. B. to 250, heated part of the tube is pressed. For this purpose, the tubes through which the reaction mass is pushed through can be heated by two different, directly or indirectly we kende heating devices, the second being used to heat the second, higher heated part of the tube.
Here at you can increase the temperature in the second part of the pipe considerably more than is possible when working in an autoclave, which accelerates the improvement in odor. Since the mass in the tube is heated through and through very quickly, the duration of the heating can be so short that a disruptive formation of decomposition products does not yet occur.
It has also been found that it is advantageous to allow the reaction in the second stage to proceed with a higher alkalinity.
<I> Example: </I> A hot trans soap with a fatty acid content of around 60% is heated to 220 ° in an 11/22 inch tube that is placed in an oil bath at 230 °. The tube goes into a second oil bath of 310 °, in which the soap mass is heated to 300 °.
When passing into the second oil bath, you press caustic soda of 40 0 -B6 in the amount of 1/2 of the pressed soap mass through a special feed line. The mass is conveyed through the apparatus by means of a pressure pump and the outlet valve is adjusted so that the pressure is about 70 atmospheres. The soap has lost its unpleasant smell and dark color as a result of the treatment.