CH96194A - Verfahren zur Veredlung des Tones bei Musikinstrumenten. - Google Patents

Verfahren zur Veredlung des Tones bei Musikinstrumenten.

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  Verfahren zur Veredlung des Tones bei Musikinstrumenten.    Der Hersteller eines Saiten- oder Metall  zungeninstrumentes, wie zum Beispiel Geige,  Cello,     Guitarre,    Laute, Mandoline, Zither,  Klavier, Harmonium usw., dessen Wirkung  durch Resonanzkörper zur Geltung kommt,  kann selbst bei sorgsamster Arbeit und bei  Auswahl des besten Materials und bei An  wendung von Edelhölzern nie voraussagen,  ob dasselbe tonlich fehlerfrei ausfallen und  eine reine und weiche Klangfarbe aufweisen  wird. Vielfach fällt die Ansprache schwer  oder mittelschwer aus, und der Ton ist in  manchen Lagen derart ordinär, dass von einer  harmonischen Tonwirkung keine Rede sein  kann.

   Sehr oft treten einzelne Töne oder Ton  gruppen aus den sonst leidlich gut klingende  direkt 'störend     hervor,    weil der Resonanz  körper gerade an dem     Schwingen    dieser Töne  in ungleicher Weise beteiligt ist. Es ist des  halb schwer, besonders bei Geigen, die     ton-          lich    überragenden Eigenschaften zu erlangen,  wie wir sie zum Beispiel bei den alten italie  nischen Meistergeigen vertreten finden.  



  Was von den hier, angeführten Instru  menten gesagt wurde, gilt auch von Instru-         mententeilen,    wie zum Beispiel von besonders  aus Holz hergestellten Orgelpfeifen.  



  Man hat durch mancherlei     Hilfsmittel     eine Veredlung des Tones zu erreichen ver  sucht, namentlich bei Geigen. Aber alle dies  Massnahmen erwiesen sich als ungenügend  und führten nicht zu dem erstrebten Ziele,  ein     geringwertiges    Instrument zu einem     ton-          lich    fehlerfreien Meisterinstrument mit edler  Klangfarbe und leichter Ansprache in allen  Tonlagen zu machen.  



  Dieses Ziel     wird    der Erfindung gemäss da  durch erreicht, dass man die Resonanzflächen  ganz oder teilweise mit Kautschuk oder einer       kautschukhaltigen    Substanz und hierauf     ge-          wünschtenfalls        mit        einem    Anstrich aus Lack,  Leim oder Politur überzieht, der mit     denn     Resonanzkörper in feste Verbindung kommt.

    Am zweckmässigsten ist es, eine Kautschuk  haut durch einen     dünneren    oder stärkeren  Anstrich einer     Kautschuklösung    zu bilden,  die gegebenenfalls auch noch andere Substan  zen,     wie    zum Beispiel Leinöl, enthalten kann,  die     finit    der Kautschuklösung mischbar sind.  Ist die     Kautschukhaut    trocken,     dann    kann der      Körper in üblicher Weise mit Lack, Leim,  Politur oder dergleichen behandelt werden.  



  Durch die Kautschukhaut wird der Re  sonanzkörper veranlasst, der Tonhöhe und Ton  fülle entsprechend an den     Tonschwingungen     gleichmässig     teilzunehmen    und dadurch einen  wunderbaren Adel in der Qualität und Klang  farbe des Tones zu erzeugen, gleichviel ob der  Ton durch Strich, Schlag, Zupfen, Anreissen  oder Windstrom hervorgerufen wird.  



  Man kann auch bereits im Gebrauch be  findliche Instrumente auf diese Weise tonlich  verbessern, ohne dass es notwendig ist, die  eventuell vorhandene Lack- oder Politur  schicht von dem Resonanzkörper zu entfernen.  Bei einem Klavier oder Harmonium wird es  weniger darauf ankommen, das äussere  Schmuckgehäuse mit der Kautschukhaut     ziz     überziehen; vielmehr ist dies in der     Haup#I-          sache    bei dem     innern    Resonanzboden     bezw.     Träger der den Ton erzeugenden Saiten und  Metallzungen vorzunehmen.  



  Bei Orgelpfeifen kann die in     Schwingung     geratende Pfeifenwand nach dem Verfahren  gemäss Erfindung behandelt werden.  



  Die praktische Anwendung des Verfahrens  hat ergeben, dass selbst Geigen der bescheiden  sten Ausführung und Bauart, die sonst  harte, kahle oder spitze Töne ergeben, nach  diesem Verfahren behandelt, von allen     ton-          lichen    Fehlern befreit und in Meisterinstru  mente mit leichter Ansprache umgewandelt    werden können, deren Ton völlige     Ausgegli-          chenheit    aufweist, glockenrein ist und mit       mächtiger    Tragweite ausfällt, wie dies selbst  bei alten italienischen     Meistergeigen    in glei  chem Masse nicht erreicht werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Veredlung des Tones bei Musikinstrumenten, dadurch gekennzeichnet, dass man die Resonanzflächen ganz oder teil weise mit Kautschuk oder einer kautschuk- haltigen Substanz überzieht. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Resonanz flächen ausserdem mit einem Anstrich über zieht. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kautschuk bezw. die kautschuk- haltige Substanz in gelöster Form auf getragen wird. ä. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man der Kautschuk- oder kautschukhaltigen Lösung noch andere Substanzen hinzufügt
CH96194D 1921-01-11 1921-05-20 Verfahren zur Veredlung des Tones bei Musikinstrumenten. CH96194A (de)

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