CH96194A - Verfahren zur Veredlung des Tones bei Musikinstrumenten. - Google Patents
Verfahren zur Veredlung des Tones bei Musikinstrumenten.Info
- Publication number
- CH96194A CH96194A CH96194DA CH96194A CH 96194 A CH96194 A CH 96194A CH 96194D A CH96194D A CH 96194DA CH 96194 A CH96194 A CH 96194A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- rubber
- tone
- refining
- sound
- musical instruments
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 9
- 238000007670 refining Methods 0.000 title claims description 3
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 5
- 239000003973 paint Substances 0.000 claims 1
- 239000003292 glue Substances 0.000 description 2
- 239000004922 lacquer Substances 0.000 description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 2
- 239000011295 pitch Substances 0.000 description 2
- 210000002105 tongue Anatomy 0.000 description 2
- 208000023514 Barrett esophagus Diseases 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 235000021388 linseed oil Nutrition 0.000 description 1
- 239000000944 linseed oil Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
- 239000002966 varnish Substances 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Landscapes
- Stringed Musical Instruments (AREA)
Description
Verfahren zur Veredlung des Tones bei Musikinstrumenten. Der Hersteller eines Saiten- oder Metall zungeninstrumentes, wie zum Beispiel Geige, Cello, Guitarre, Laute, Mandoline, Zither, Klavier, Harmonium usw., dessen Wirkung durch Resonanzkörper zur Geltung kommt, kann selbst bei sorgsamster Arbeit und bei Auswahl des besten Materials und bei An wendung von Edelhölzern nie voraussagen, ob dasselbe tonlich fehlerfrei ausfallen und eine reine und weiche Klangfarbe aufweisen wird. Vielfach fällt die Ansprache schwer oder mittelschwer aus, und der Ton ist in manchen Lagen derart ordinär, dass von einer harmonischen Tonwirkung keine Rede sein kann.
Sehr oft treten einzelne Töne oder Ton gruppen aus den sonst leidlich gut klingende direkt 'störend hervor, weil der Resonanz körper gerade an dem Schwingen dieser Töne in ungleicher Weise beteiligt ist. Es ist des halb schwer, besonders bei Geigen, die ton- lich überragenden Eigenschaften zu erlangen, wie wir sie zum Beispiel bei den alten italie nischen Meistergeigen vertreten finden.
Was von den hier, angeführten Instru menten gesagt wurde, gilt auch von Instru- mententeilen, wie zum Beispiel von besonders aus Holz hergestellten Orgelpfeifen.
Man hat durch mancherlei Hilfsmittel eine Veredlung des Tones zu erreichen ver sucht, namentlich bei Geigen. Aber alle dies Massnahmen erwiesen sich als ungenügend und führten nicht zu dem erstrebten Ziele, ein geringwertiges Instrument zu einem ton- lich fehlerfreien Meisterinstrument mit edler Klangfarbe und leichter Ansprache in allen Tonlagen zu machen.
Dieses Ziel wird der Erfindung gemäss da durch erreicht, dass man die Resonanzflächen ganz oder teilweise mit Kautschuk oder einer kautschukhaltigen Substanz und hierauf ge- wünschtenfalls mit einem Anstrich aus Lack, Leim oder Politur überzieht, der mit denn Resonanzkörper in feste Verbindung kommt.
Am zweckmässigsten ist es, eine Kautschuk haut durch einen dünneren oder stärkeren Anstrich einer Kautschuklösung zu bilden, die gegebenenfalls auch noch andere Substan zen, wie zum Beispiel Leinöl, enthalten kann, die finit der Kautschuklösung mischbar sind. Ist die Kautschukhaut trocken, dann kann der Körper in üblicher Weise mit Lack, Leim, Politur oder dergleichen behandelt werden.
Durch die Kautschukhaut wird der Re sonanzkörper veranlasst, der Tonhöhe und Ton fülle entsprechend an den Tonschwingungen gleichmässig teilzunehmen und dadurch einen wunderbaren Adel in der Qualität und Klang farbe des Tones zu erzeugen, gleichviel ob der Ton durch Strich, Schlag, Zupfen, Anreissen oder Windstrom hervorgerufen wird.
Man kann auch bereits im Gebrauch be findliche Instrumente auf diese Weise tonlich verbessern, ohne dass es notwendig ist, die eventuell vorhandene Lack- oder Politur schicht von dem Resonanzkörper zu entfernen. Bei einem Klavier oder Harmonium wird es weniger darauf ankommen, das äussere Schmuckgehäuse mit der Kautschukhaut ziz überziehen; vielmehr ist dies in der Haup#I- sache bei dem innern Resonanzboden bezw. Träger der den Ton erzeugenden Saiten und Metallzungen vorzunehmen.
Bei Orgelpfeifen kann die in Schwingung geratende Pfeifenwand nach dem Verfahren gemäss Erfindung behandelt werden.
Die praktische Anwendung des Verfahrens hat ergeben, dass selbst Geigen der bescheiden sten Ausführung und Bauart, die sonst harte, kahle oder spitze Töne ergeben, nach diesem Verfahren behandelt, von allen ton- lichen Fehlern befreit und in Meisterinstru mente mit leichter Ansprache umgewandelt werden können, deren Ton völlige Ausgegli- chenheit aufweist, glockenrein ist und mit mächtiger Tragweite ausfällt, wie dies selbst bei alten italienischen Meistergeigen in glei chem Masse nicht erreicht werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Veredlung des Tones bei Musikinstrumenten, dadurch gekennzeichnet, dass man die Resonanzflächen ganz oder teil weise mit Kautschuk oder einer kautschuk- haltigen Substanz überzieht. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Resonanz flächen ausserdem mit einem Anstrich über zieht. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kautschuk bezw. die kautschuk- haltige Substanz in gelöster Form auf getragen wird. ä. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man der Kautschuk- oder kautschukhaltigen Lösung noch andere Substanzen hinzufügt
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE96194X | 1921-01-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH96194A true CH96194A (de) | 1922-09-16 |
Family
ID=5645787
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH96194D CH96194A (de) | 1921-01-11 | 1921-05-20 | Verfahren zur Veredlung des Tones bei Musikinstrumenten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH96194A (de) |
-
1921
- 1921-05-20 CH CH96194D patent/CH96194A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE202016005454U1 (de) | Chromatische Handpan Musikinstrument, bestehend aus zwei sphärischen Hälften, auf denen zwölf Klangflächen, entsprechend den Halbtönen C bis H eingearbeitet sind | |
| CH96194A (de) | Verfahren zur Veredlung des Tones bei Musikinstrumenten. | |
| DE360766C (de) | Verfahren zum Veredeln des Tones von Musikinstrumenten | |
| US1602355A (en) | Method of treating sounding boards of stringed instruments | |
| DE360764C (de) | Verfahren zur Veredelung des Tones bei Streichinstrumenten | |
| DE2654367A1 (de) | Bodenplatte fuer streichinstrument | |
| DE361364C (de) | Verfahren zur Verbesserung des Tones bei Saiteninstrumenten | |
| AT93657B (de) | Verfahren zum Verbessern des Tones von Saiteninstrumenten. | |
| US1622484A (en) | Process for improving the tone of stringed instruments | |
| AT85324B (de) | Verfahren zur Veredlung des Tones von Streichinstrumenten und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. | |
| DE365672C (de) | Verfahren zur Tonveredlung bei Musikinstrumenten mit Resonanzkoerper und Membraninstrumenten | |
| DE146274C (de) | ||
| DE351045C (de) | Verfahren zum Grundieren von Resonanzboeden | |
| CH241920A (de) | Verfahren zur Verbesserung der Tonqualität von Streichinstrumenten. | |
| DE102004007613B3 (de) | Streichinstrument | |
| DE611716C (de) | Tastensaiteninstrument | |
| DE7310479U (de) | Bassklangsystem | |
| US149426A (en) | Improvement in processes for treating sounding-boards | |
| DE690503C (de) | Streichinstrument, insbesondere Geige | |
| DE409519C (de) | Mandoline oder aehnliches Zupfinstrument | |
| US1083510A (en) | Violin and process of making the same. | |
| DE371946C (de) | Musikinstrument mit im Innern angeordneten Hilfssaiten | |
| DE376984C (de) | Musikinstrument | |
| Chabrier | New Developments in Arabian Instrumental Music | |
| DE3930346A1 (de) | Mechanisch bedienbare elektronische schlagzeuganordnung |