CH96257A - Verfahren und Vorrichtung zum Erneuern elektrischer Glühlampen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Erneuern elektrischer Glühlampen.

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CH96257A
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  Verfahren und Vorrichtung zum Erneuern elektrischer Glühlampen.    Der Erneuerung des Leuchtkörpers in aus  gebrannten elektrischen Glühlampen haben  sich bei den bisherigen Verfahren Schwierig  keiten in der Durchführung entgegengestellt.  Man brachte bei den bekannten Verfahren  den     Leuchtkörper    durch eine     Öffnung    an der  Spitze der Birne in bügelförmigen Stücken  in dieselbe, um diese dann an die Halterung  und Elektroden zu kitten, oder man versuchte  den     Leuchtdraht    in das Innere der Glasbirne  auf das Traggestell zu spinnen und hat schliess  lich, da diese Arbeit zeitraubend und prak  tisch zu schwierig war, die Glasbirne geteilt,  um sie später, nach Erneuerung des     Leucht-          drahtes,

      wieder zusammenzuschmelzen.  



  Das vorliegende Verfahren überwindet  diese Schwierigkeiten. Im Nachfolgenden ist  ein Ausführungsbeispiel desselben beschrieben,  und zwar anhand der Zeichnung, welche Aus  führungsbeispiele einer Vorrichtung zur Durch  führung des Verfahrens zeigt.  



  Die Birne wird, wie bekannt, an der Spitze       geöffnet,    die obern, schwachen Fadenhäkchen  werden nach unten an den     Glasstengel    ge  bogen, die alten Fadenreste entfernt. Zwecks    Entfernung des Beschlages im Innern der  Glasbirne wird nun ein ringförmiges Luft  kissen h (Fis. 2) in Verbindung mit einem  Gummisack     j    in das Innere der Birne ge  bracht und über das Traggestell gestülpt.  Nach Einblasen von Luft dichtet dieses Kissen  im untern Teil der Birne das Traggestell von  der übrigen Glasbirne ab, so dass nun eine  Spülung der Lampe vorgenommen werden  kann, ohne die Halterung zu beschädigen.  Nach Trocknung wird die Luft aus dem  Kissen entfernt und die Schutzhülle heraus  genommen.

   Hierauf wird die pneumatische       Aufbringevorrichtung    des Leuchtdrahtes an  die Glasbirne montiert (Fis. 1). Dieselbe weist  eine Anzahl von Haken b auf, welche an  einem Ring a ausserhalb der Birne federnd  oder beweglich gelagert sind und durch die  Öffnung an der Spitze der Lampe in das  Innere derselben ragen. Vermittelst eines ring  förmigen Luftkissens c, an welchem die Ha  ken anliegen, werden dieselben durch Ein  blasen, respektive Auslassen von Luft in die  erforderliche Lage gebracht.

   Zur Verstellung  der Haken b in Richtung der Birnenase, zwecks      Bestimmung der     Leuchtdrahtlä ge,    dienen im  Ring     a    befindliche federnde Stellschrauben e  mit nachgiebigem gern f, während die Häk  chen     b    durch eine ringförmige Federspirale d  an das Luftkissen gepresst sind. Nunmehr  wird in bekannter Weise der     Leuchtdraht    auf  die Halterung gebracht und an den Elektro  den befestigt.

   Ist dies geschehen, so wird  die Birne, am Sockel axial verstellbar und  stromleitend gefasst, mit ihrer     Öffnung    in das       Quecksilberbad    der     Glüh-        bezw.    Formvorrich  tung     (Fig.    3) getaucht, deren     Überlaufrohr     mit dem     Quecksilberspiegel    abschneidet. Die  Formvorrichtung besteht im wesentlichen aus  einer Glasschale Z, in deren Mitte sich ein       Lberlaufrohr    in befindet. Durch dieses wird  ein Röhrchen     a    bis an den Sockelboden der  Lampe geführt und gepresstes indifferentes       (gas    hindurchgeleitet.

   Durch den Stutzen zieht  die durch das Gas verdrängte Luft ab. So  bald eine Abzugsprobe zeigt, dass die Lampe  keine Luft mehr enthält, wird die Lampe  mit     Strom    beschickt und beim Erglühen des  Leuchtdrahtes zu dessen     Straffung    etwas Luft  aus     -dein    Kissen abgelassen. Nach dieser For  mung wird die Birne auf die Stellschrauben  gestellt und leicht gegen diese     gedrückt.    Da  die Kerne f federnd nachgeben, so werden  dabei die Häkchen durch die Feder     d    vom  Leuchtdraht abgehoben. Nun wird die Luft  aus dem Kissen entfernt, wobei sich die frei  gewordenen Haken an die Birnenwandung  legen.

   Nach     Herausnahme    der     Aufbringevor-          richtung    werden die abgebogenen Häkchen  des     Glasstengels    in den Bügeln des Leucht  drahtes zur Auflage gebracht, worauf die  Birne in bekannter Weise evakuiert und die  Lampe fertiggestellt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zum Erneuern elektrischer Glüh birnen, dadurch gekennzeichnet, dass ver mittelst einer pneumatisch abdichtenden, das Traggestell schützenden Hülle der Beschlag aus dem Lampeninnern entfernt, der neue Leuchtdraht mit Hilfe einer pneumatisch beeinflussbaren Aufbringevor- richtung ersetzt und mit ihrer Hilfe unter. Quecksilberabschluss im indifferenten Gas strome pneumatisch gestrafft wird. II. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch ein ringförmiges Luftkissen mit Mitteln zum Zu- und Abführen von _ Gasen.
    UN TERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch einen Gummihohlring, welcher den Rand eines an ihn ange schlossenen Gummisackes bildet, zum Zwecke, beim Entfernen des Beschlages im Lampeninnern den das Traggestell enthaltenden Lampenraum vom übrigen Hohlraum vollkommen dicht abtrennen zu können. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, ge- kennzeichnet durch einen mittelst Stell schrauben mit nachgiebigen Spitzen auf das äussere Birnenende aufzusetzenden Ring, welcher durch eine Öffnung in die Birne ragende Haken für die provisorische Aufnahme der neuen Glühfäden trägt, welche Haken unter dem Einfluss des Luftkissens und von Federn. stehen. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch eine mit Quecksilber gefiillte -und mit achsialem Überlaufrohr versehene Glas schale, zum Zwecke, die Birne mit ihrer Öffnung über das Überlaufrohr stülpen und durch letzteres ein Röhrchen für die Zufuhr von indifferentem Gas in die Birne einführen zu können.
CH96257D 1920-11-26 1921-09-02 Verfahren und Vorrichtung zum Erneuern elektrischer Glühlampen. CH96257A (de)

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