CH96559A - Einrichtung zum Fernschalten eines mit einer Hauptstromwicklung und einer Spannungswicklung versehenen Überstromschalters. - Google Patents
Einrichtung zum Fernschalten eines mit einer Hauptstromwicklung und einer Spannungswicklung versehenen Überstromschalters.Info
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Description
Einrichtung zum Fernschalten eines mit einer Hauptstromwicklung und einer Spannungswiclauug versehenen Überstromschalters. Die Erfindung bezieht sich auf einen mit einer Hauptstromwicklung und einer Span nungswicklung versehenen Überstromschalter, dessen Wiedereinschaltung beim Verschwin den des Stromes in der Spannungswicklung unter der Wirkung eines Kraftspeichers vor sich geht. Die Erfindung bezweckt, eine Ein richtung zu schaffen, die es ermöglicht, einen Überstromschalter der angegebenen Art aus der Ferne zu schalten und sich dabei durch grosse Einfachheit auszeichnet.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes in Ver bindung mit einem Gleichstromerzeuger und einem von diesem gespeisten Motor schema tisch dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 das Ausführungsbeispiel bei ge schlossenem Überstromschalter, und Fig. 2 dieselbe Anordnung wie Fig. 1; jedoch bei geöffnetem Überstromschalter. Von einem Gleichstromerzeuger _4 werden zwei Fernleitungen<I>B B 1</I> gespeist, an welche in Reihe mit einem Anlasser C ein Gleich strommotor D angeschlossen ist.
In der posi- tiven Fernleitung B liegen in der Nähe des Motors<I>CD</I> die Hauptstromwicklung E und die durch ein festes Stromschlussstück e 1 und ein bewegliches Stromschlussstück e2 gebildete Unterbrechungsstelle eines Ü ber stromschalters, der ausser der Hauptstromwicklung E noch eine mit dieser im gleichen Sinne wirkende, sogenannte Spannungswicklung E3 besitzt.
Die mit ihrem einen Ende an die positive Sammelschiene B angeschlossene Spannungs wicklung E3 ist an ihrem andern Ende mit einem Widerstande F verbunden, und der aus Spannungswicklung E3 und Widerstand F bestehende Stromzweig ist zu dem die .Hauptstroniwicklung E und Unterbrechungs stelle e' e 2 enthaltenden Stromzweige parallel geschaltet.
Der Überstromschalter ist mit zwei weiteren Stromschlussstücken e 4 und e 5 versehen, von denen das eine, e4, ebenso wie das Stromschlussstück e 1 fest angeordnet und das andere, e 5, mit dem beweglichen Strom schlussstück e2 starr verbunden und so an geordnet ist, dass es bei, geschlossenem Über stromschalter das zugehörige Stromschluss- stück e4 berührt.
Die Stromschlussstücke e4 und e 5 stellen daher einen sich gleichzeitig mit dem Überstromschalter öffnenden und schliessenden Hilfsschalter dar. Zu dem Hilfs schalter e4 e ' ist eine Glühlampe J parallel geschaltet.
Der Hilfsschalter e 4 e 5 liegt im Zuge einer Fernleitung G, die das an den Widerstand F angeschlossene Ende der Spannungswick lung E3 mit dem negativen Pole des Strom erzeugers A verbindet und ausserdem zwei in der Nähe des Stromerzeugers A angeord nete, hintereinander liegende Schalter g1 und g 2 besitzt. Von den erwähnten beiden Schal tern ist im Ruhezustande der eine,<B><I>g l,</I></B> ge schlossen und der andere, g 2, geöffnet. Parallel zum Schalter g 2 liegt eine Glühlampe-H.
Die beiden Wicklungen E und E3 des Überstromschalters sind auf einen (nicht dar gestellten) Magnetkern aufgewickelt, an dein eine den Wicklungen entgegenwirkende (eben falls nicht dargestellte) Feder angreift, die den Überstromschalter so lange geschlossen hält, als nicht die Stromstärke in der Haupt stromwicklung einen bestimmten Grenzwert überschreitet.
Dabei ist die Spannungswick lung E3 so bemessen, dass sie bei geöffneten Schaltern e4 e. ' und g , also eingeschalteten Glühlampen J und H, den Magnetkern in der Ausschaltstellung festzuhalten, dagegen ihn aus der Einschaltstellung, d. h. bei kurz geschlossener Glühlampe J, in die Ausschalt stellung nur zu bringen vermag, wenn auch die Glühlampe H kurzgeschlossen ist.
Die Glühlampen<I>H</I> und<I>J</I> sind so gewählt, dass, wenn beide Glühlampen hintereinander ge schaltet sind, die Glühlampe J hell, die Glühlampe H dagegen halb hell leuchtet, während die Glühlampe H bei Kurzschluss der Glühlampe J hell leuchtet.
Bei der Erläuterung der- Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung soll von der aus Fig. 1 ersichtlichen Stellung aller Einzelteile ausgegangen werden, bei der ins besondere der Anlasser C sich in der Null stellung befindet, der D1otor D also keinen Strom aufnimmt, und der Überstroirischalter e.1 e2 nebst Hilfsschalter e4 e' geschlossen ist. Dabei ist die Glühlampe J kurzgeschlossen und demzufolge dunkel.
Der Schalter g 1 ist geschlossen und der Schalter g ' geöfFnet. Es fliesst also ein Strom im Stromkreise -+- <I>A</I> B E3 e 5 e 4<I>G g 1 H A</I> - und die Glühlampe<I>H</I> leuchtet hell. Das helle Leuchten der Glüh lampe H ist für den Bedienungsmann des Generators A ebenso wie das Nichtleuchten der Glühlampe J für den Bedienungsmann des Motors D ein Zeichen, dass der Ü ber- stromschalter e 1 e 2 nebst Hilfsschalter e 4 e 5 geschlossen ist.
Zwecks Inbetriebnahme des Alltors D wird der Anlasser C in Fahrstellung gebracht (Fig. 2). Löst der Überstroinschalter ele= nach Inbetriebnahme des Motors D infolge Überlastung aus, so öffnet sich gleichzeitig mit dem Überstromschalter auch der Hilfs schalter e 4 e 5, und die Glühlampe J leuchtet nunmehr hell, während die Glühlampe H nur noch halbhell brennt. Der durch die Span nungswicklung E3 fliessende Strom reicht da bei noch aus, den Überstromschalter entgegen der Wirkung der zugehörigen Feder in der .Ausschaltstellung festzuhalten.
Ein Wiedereinschalten des Überstrom- scbalters vom Orte des Stromerzeugers aus ist erst nach dem Zurückbringen des An lassers C in die Nullstellung möglich. Wird nämlich durch vorübergehendes Öffnen des Schalters g 1 versucht, den Ü berstromschalter wieder einzuschalten;
solange der Anlasser C noch nicht in seine Nullstellung zurückge bracht ist, so schaltet sich der Überstrom schalter nicht ein, weil der im Stromkreise -{- <I>A</I> B E3 I' <I>C D</I> B <I>1 A -</I> fliessende Strom bei der gewählten Bemessung des ''Widerstandes noch ausreicht, die Spannungswicklung E3 so stark zu erregen,
dass der Überstromschalter entgegen der Wirkung seiner Zugfeder in der Öffnungsstellung festgehalten wird. So bald aber der Anlasser C in die Nullstellung gelangt, so dass der 'Motor D stromlos ist; wird beim Öffnen des Schalters g 1 nicht nur die Fernleitung C, sondern auch die Span nungswicklung E3 stromlos, und der Über stronischalter gelangt infolgedessen in die Einschaltstellung. Dabei erlischt die Glüh- Lampe J, und die Glühlampe H leuchtet wie der hell auf.
Soll aus irgend einem Grunde der Über stromschalter vom Orte des Stromerzeugers A aus ausgeschaltet erden, so schliesst der beim Stromerzeuger r1 befindliche Bedienungs mann vorübergehend den Schalter g 2, wobei die Glühlampe H ebenfalls vorübergehend er Vischt. Der die Spannungswicklung E3 durch fliessende Strom wird nun infolge des vor übergehenden Kurzschliessens der bis dahin vorgeschalteten Glühlampe H so stark, dass die Kraft der Zugfeder überwunden und der Überstromschälter e 1 e 2 nebst Hilfssehalter e 4 e 5 geöffnet wird. Das Eintreten dieses Zu standes wird daran erkannt, dass dann die Lampe J hell, die Lampe H halbhell brennt.
Natürlich könnten, ohne dass an der Er findung etwas geändert wird, statt eines Motors D nebst Anlasser C auch mehrere Motoren und mehrere Anlasser vorgesehen sein, denen nur ein einziger Überstromschalter zugeordnet ist. Das Öffnen des Schalters g i bewirkt in diesem Falle nur dann ein Wieder einschalten des Überstromschalters, wenn alle Anlasser sich in der Nullstellung befinden.
Wäre nämlich auch nur ein einziger Anlasser :noch eingeschaltet, so bliebe über diesen und den zugehörigen Bl:otor ein die Spannungs wicklung E3 enthaltender Stromkreis ge schlossen, und der Magnetkern des Überstrom Schalters würde durch die Spannungswicklung E 3 in seiner Ausschaltstellung festgehalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH; Einrichtung zum Fernschalten eines mit .einer Hauptstromwicklung und einer Span- nungswicklungversehenen Überstromschalters, der sich beim Verschwinden des Stromes in -der Spannungswicklung unter der Wirkung eines Kraftspeichers selbsttätig wieder ein schaltet, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungswicklung mit dein Stromerzeuger durch eine Leitung verbunden ist., die einen in der Nähe des Stromerzeugers angeordneten, durch einen parallel geschalteten Wider stand überbrückten,in der Ruhestellung offenen - Schalter und einen durch einen parallel geschalteten Widerstand überbrück ten Hilfsschalter. enthält, dessen beweglicher Teil mit dem beweglichen Teile des Über stromschalters derart zwangsläufig verbunden ist, dass sich der Hilfsschalter mit dem Über stromschalter zugleich öffnet und schliesst. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Spannungs wicklung ein Widerstand in Reihe ge schaltet ist, und dass der durch den Wider stand und die Spannungswicklung gebil dete Stromzweig und ein zweiter, aus der Hauptstromwicklung und der mit dieser in Reihe geschalteten Unterbrechungsstelle des Überstromschalters bestehender Strom zweig in Parallelschaltung miteinander ver bunden sind. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zu den Schaltern parallel geschalteten Widerstände durch. Glühlampen gebildet werden. 3.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nähe des Strom erzeugers in Reihenschaltung mit dem im Ruhezustande offenen Schalter ein im Ruhe zustande geschlossener Schalter vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE536622X | 1920-08-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH96559A true CH96559A (de) | 1922-10-16 |
Family
ID=6557380
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH96559D CH96559A (de) | 1920-08-20 | 1921-06-11 | Einrichtung zum Fernschalten eines mit einer Hauptstromwicklung und einer Spannungswicklung versehenen Überstromschalters. |
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|---|---|
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1921
- 1921-06-10 FR FR536622D patent/FR536622A/fr not_active Expired
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- 1921-06-11 AT AT92392D patent/AT92392B/de active
- 1921-06-14 GB GB16331/21A patent/GB168040A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| FR536622A (fr) | 1922-05-06 |
| GB168040A (en) | 1922-06-29 |
| AT92392B (de) | 1923-04-25 |
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