CH96868A - Process for the production of dispersoids from solid colloid masses. - Google Patents

Process for the production of dispersoids from solid colloid masses.

Info

Publication number
CH96868A
CH96868A CH96868DA CH96868A CH 96868 A CH96868 A CH 96868A CH 96868D A CH96868D A CH 96868DA CH 96868 A CH96868 A CH 96868A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
dispersed
colloids
small amounts
dispersion
production
Prior art date
Application number
Other languages
German (de)
Inventor
Plauson Hermann
Original Assignee
Plauson Hermann
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Plauson Hermann filed Critical Plauson Hermann
Publication of CH96868A publication Critical patent/CH96868A/en

Links

Landscapes

  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  

  Verfahren zur Herstellung von     Dispersolden    aus festen     liolloldmasseu.       Es gibt eine Anzahl Verfahren<B>,</B> die den  Zweck haben, ans festen Kolloiden     (Gelform),     wie Lehn,     G'elatine,        Agar-Agar,        Tragaut,          G        ummi.    Stärke,     Dextrin,        Carragheenmoos        usw.,     oder Eiweissarten, wie Kasein, Albumin,     Hämo-          globiii,    Hefe, oder     Zelluloseester,    wie     Formyl-,

            Acetyl-,        Nitrozelluloseester    oder deren Homo  logen, fein verteilte, lösliche oder unlösliche  Pulver herzustellen.  



  Nach allen bis jetzt bekannten Verfahren       zur    Herstellung solcher Pulver wird zunächst  eine mehr oder weniger konzentrierte Lösung  von vorstehend genannten Kolloiden herge  stellt, um erst dann durch Zerstäuben oder       Emulgieren    der Lösung in den Kolloide nicht  lösenden Flüssigkeiten     inehr    oder weniger  fein verteilt zu werden.  



  Diese Ausführungsart hat aber den Nach  teil,     dass    bei der Herstellung solcher Pulver  stets zwei Flüssigkeiten erforderlich sind:  eine als Lösungsmittel und eine zweite als       Dispersionsmittel.    Letzteres     muss    die Eigen  schaft besitzen, die Kolloide nicht zu -lösen  oder zu quellen.     Zum    Beispiel ist es bei der  Herstellung von     Gelatinepulver    nötig, Wasser    als Lösungsmittel und einen organischen  Kohlenwasserstoff, wie Benzol, Petroleum,  Mineralöl     usw.,    als     Dispersionsmittel    für die  einzelnen     Gelatinepartikel    anzuwenden.  



  Infolge der Anwendung von zwei Flüs  sigkeiten besteht die Notwendigkeit, diese  voneinander und vom Pulver zu trennen, und  dann noch die Schwierigkeit, das Lösungs  mittel vollständig zu entfernen, ohne     dass    das  Pulver von neuem zusammenklebt.  



  Die den Gegenstand des Patentes bildende  neue Methode erfordert kein vorheriges Auf  lösen der Ausgangsstoffe und ist auf einfachem  maschinellen Wege, und zwar für den Gross  betrieb ausführbar.  



  Es wurde nämlich gefunden,     dass    die Her  stellung solcher Pulver zu erzielen ist, wenn  <B>die</B> vorgenannten festen     Kolloidstoffe    mit ge  nügenden Mengen praktisch nicht lösender,  :flüssiger Substanzen durch intensive mecha  nische Zerkleinerung in mit mehr als<B>300</B> m  Geschwindigkeit in der Minute laufenden Zer  kleinerungsvorrichtungen     dispergiert    werden  Lind das überschüssige     Dispersionsmittel        ent-          ,fernt    wird.

   Als     Zerkleinerunzsvorrichtung         eignen sich schnellaufende     Seblag-,    Kreuz-,       S'fift-,        Dismembrator-    oder ähnliche Mühlen,  welche mit     inehr    als<B>300</B>     ni    Geschwindigkeit,  am geeignetsten mit<B>2000-3000</B> in in der  Minute laufen.

   Das     Dispergieren    kann kürzere  oder längere Zeit bei gewöhnlicher oder bei  einer<B>60' C</B> nicht übersteigenden Temperatur       ei-folgen.    Das Entfernen des überschüssigen       Dispersionsmittels        kam)    zum Beispiel durch  Zentrifugieren geschehen.

       Zweckmässigerweise     wird der Rückstand bei niedriger Temperatur  im Vakuum unter fortwährendem Umrühren  oder Durchblasen von Luft oder Einleiten  neutraler Gase zu einem staubfreien Pulver  eingetrocknet, wonach aus diesem allein oder  gemischt mit beliebigen Füllstoffen auf  trockenem Wege Gegenstände aller Art durch       Vorpressen    geformt werden können, worauf  dann unter Erwärmung auf mehr oder weniger  hohe Temperaturen     nachgepresst    wird.  



  Die festen Kolloide lassen "sieh so in nicht  lösenden Flüssigkeiten in eine äusserst feine  Dispersion überführen, die sich wie ein     Or-          ganosol    verhält und in diesem Zustande lange  haltbar ist. Das Verfahren eignet sieh sehr  gut<B>für</B> den     Groflbetrieb.     



  Es hat sich gezeigt,     dass    es vorteilhaft  ist, bei einigen Kolloiden kleine Mengen  Seifen     (1-5"/o)    oder kleine     Alengen    lösende  oder quellende Flüssigkeiten als die Disper  sion beschleunigende -Mittel zuzusetzen, ob  wohl auch ohne diese Zusätze eine     Stispension     möglich ist.  



  <I>Beispiel<B>1</B></I>       In        100        Teilen        96%igeni        Alkohol        werden     <B>1</B> Teil neutrale Seife aufgelöst und dann<B>5</B>  bis<B>10</B> Teile zuvor grob zerkleinerte Gelatine  hinzugefügt. Dieses Gemisch wird in einem       Dismembrator,    welcher an<B>der</B> Achse durch  eine     Stoffbüchse    gedichtet ist,<B>2-5</B> Stunden  andauernd geschlagen.

   Das     Alkohol-Cxelatiiie-          gemisch    wird nach Durchlauf durch eine  Schlagmühle sofort mittelst einer Pumpe in  ein Gefäss, welches sich zweckmässig über der  Schlagmühle befindet, gepumpt     und    von     da     aus wieder der Schlagmühle zugeführt. Da  durch wird eine kontinuierliche Bearbeitung  der     Alkohol-Gelatinemischung    erreicht.    Man erhält im Laufe der Zeit eine äusserst  feine Dispersion von Gelatine in Alkohol.  Kleine Mengen Seife oder auch     -\Vasser    dienen  nur als die Dispersion beschleunigende Mittel.  



  Nachdem der gewünschte     Dispersitätsgrad     erreicht ist, wird der überschüssige Alkohol  durch Zentrifugieren entfernt oder auch nach  Hinzufügen kleiner Mengen in Alkohol lös  licher Salze oder Säuren und     Absetzenlassen     der Gelatine     abfiltriert.    War die Gelatine  rein, so kann sie sofort verbraucht oder in       Pastenform    in den Handel gebracht werden;  war sie aber mit Fett oder Harz verunreinigt,  so     muss    sie nochmals mit     wasserfreieni   <B>Al-</B>  kohol ausgewaschen werden (am besten auf  einer Zentrifuge), bis die löslichen Teile ent  fernt sind.

   Hierauf wird sie in ein     bomo-          genes    Pulver übergeführt, indem man unter  vermindertem Druck bei einer 80-40     C     nicht übersteigenden Temperatur und unter  fortwährendem Umrühren den restlichen<B>Al-</B>  kohol     abdestilliert.    Man erhält ein äusserst  feines gleichmässiges Pulver, welches für ver  schiedene Zwecke in der Nahrungsmittelin  dustrie, photographischen Industrie oder     phar-          inazeutischen    Chemie als Klebestoff,     als        Ap-          preturmittel        usw.    mit besonderem Vorteil  anzuwenden ist.

   Das Pulver     lässt    sich allein  oder mit verschiedenen     Füllstoff    en unter Druck  und durch Erhitzen auf<B>100-1250</B>     C    zu allen  möglichen Gegenständen pressen, ohne     dass     ein Zusatz von Bindemitteln nötig ist.  



  Statt Alkohol kann auch eine andere or  ganische     Dispersionsflüssigkeit    genommen -wer  den, z. B. Benzol und dessen     Honiologe,    Benzin,  Petroleum,     Chlorkohlenwasserstoffe,        Ketone     und     z(iletzt    auch     Ole.    Letztere müssen  aber durch     leie.litsiedende        Kohlenwasserstoffe     ausgelaugt und das     Auslaugenlittel    durch  Destillation unter vermindertem Druck     erit-          fernt    werden, da     inan    sonst keine pulverigen,

    sondern     pastenartige    Endprodukte erhält.  



       (2eichzeitig    kann man bei der Darstellung  von     Dispersoiden    aus festen Kolloiden die  Eigenschaften des zukünftigen Produktes ver  ändern, zum Beispiel kann Gelatine vor oder  nach der     Überführting    in den     dispersen    Zu  stand     wassertinlöslich    gemacht werden, ohne      die pulverige Eigenschaft einzubüssen. Dies  kann man dadurch erreichen,     dass    man -während  des Schlagens oder nachdem man     den_    ge  wünschten     Dispersitätsgrad    erreicht hat, einen  Stoff hinzufügt, der die Eigenschaft besitzt,  die Gelatine unlöslich zu machen.

   Solche  Stoffe sind, wie bekannt, Formaldehyd, dessen  Polymere, Alaune,     Chromate,    einige     Alu-          rniiiiumsulfatverbindungen,        Tannin    und der  gleichen. Am besten fügt man diese Sub  stanzen während des     Schlagens    oder noch  besser nach einer     Vorsuspension    bis zur ge  wünschten, Feinheit hinzu, ohne fürchten zu  müssen,     dass    dadurch der     Dispersitätsgrad    der  Endprodukte erheblich vermindert wird.

   Die  wasserunlöslichen     Dispersoide    eignen sich  direkt oder nach Hinzufügen von Harzen,       Olen    oder andern mineralischen oder     organi-          sehen    Pulvern und     Faserstoffen    als     Füllstoffe     zur Herstellung von wasserfesten     Gregenstän-          den    und können durch einfaches Pressen und  Erhitzen geformt werden.  



  Nach diesem Beispiel können ausser Gela  tine auch unter gleichen Bedingungen andere       ähn    liebe feste Kolloide, wie Leim,     Agar-Agar,          Tragant,    Gummi, Stärke,     Dextrin,        Carragheen-          inoos,        fernerKasein,    Albumin, Hefe, mehr oder  weniger gehärtete     Phenolkondensationspro-          dukte,    Hartgummi und dergleichen, zu feinen  Pulvern verarbeitet und aus letzteren allein  einzeln oder gemischt Gegenstände hergestellt  werden.  



  <I>Beispiel 2:</I>  <B>100</B> Teile Benzin und<B>10-15</B> Teile wasser  freies Eiweiss werden gemischt und wie in  Beispiel<B>1</B> ein bis zwei Stunden geschlagen.  Während dieser Zeit erhält man eine ge  nügend feine Dispersion von Eiweiss in Benzin.  War das Eiweiss rein, so kann durch Zentri  fugieren und     nachherige    Destillation unter  vermindertem Druck bei einer<B>300 C</B> nicht  übersteigenden Temperatur unterfortwähren  dem Umrühren direkt reines Eiweisspulver er  halten werden.

   Waren im Eiweiss Fette,  Seifen oder dergleichen Stoffe vorhanden,  dann     muss    das Eiweiss mit neuen     kengen     Benzin, Alkohol oder Äther so lange auf einer  Zentrifuge nachgewaschen. werden, bis die         Waschflüssigkeitklarabläuft.        SolchesWaschen     bei der Herstellung des Eiweisspulvers bewirkt  eine gleichzeitige     Raffinierung    desselben.  



  Fügt man vor oder nach der Dispersion  des Eiweisses Formaldehyd,     Tannin    oder an  dere     eiweisskoagolierende    Stoffe der     Benzin-          Eiweisslösung    hinzu, so wird gleichzeitig ein       Wasserunlöslichmachen,   <B>d.</B> h. eine Koagulation  des Eiweisses, erzielt. Dieses kann aber auch,  wenn     ho.chsiedendes    Benzin als     Dispersions-          mittel    genommen wird, durch Erwärmen auf  <B>60-800</B>     C    während des Schlagens erreicht  werden, ohne befürchten zu müssen,     dass    das  Pulver gröber wird.

   Das     Eiweisspulverkann     in. gleicher Weise und<B>für</B> dieselben Zwecke  wie das     Gelatine'pulver    angewendet werden.  Statt Benzin können Alkohole,     Ketone,    Benzol,       Xylol        usw.    und in vielen Fällen auch einige.       Chlorkohlenwasserstoffe    gebraucht werden.  



  Auf dieselbe Weise können auch Hämo  globin, Kasein, Hefe, Stärke, Mehlarten     usw.     zu homogen     dispersem    Pulver verarbeitet  werden.<B>--</B>  <I>Beispiel<B>3:</B></I>  <B>100 kg</B>     Xyloi,   <B>3-5 kg</B> Aceton und<B>5</B> bis  <B>10 kg</B>     acetonlöslicher        Zelluloseester    (z. B.       Formyl-    oder     Acetylzellulose)    werden wie in  Beispiel<B>1</B> einige Stunden zusammen ge  schlagen.  



  Während dieser Zeit ist der     Zelluloseester     in feinste Dispersion übergeführt. Nach der       weitern    Arbeitsweise wie in Beispiel<B>1</B> erhält  man ein staubfeines     Zelluloseesterpulver,    wel  ches als ausgezeichneter Stoff zur Herstellung  von Lack- oder Kunstleder     usw.    angewendet  -werden kann. Durch Pressen und Erhitzen  unter geeignetem Druck ohne oder mit Zu  satz anderer pulverförmiger homogener Stoffe,  wie Natur- oder Kunstharze, Asphalte, wasser  unlöslich gemachte     Kaseine,    Stärke, Albu  mine,     Hofearten        usw.,    können Gegenstände  von den verschiedensten Eigenschaften und  mannigfaltigstem Aussehen direkt hergestellt  werden.

    



  Anstatt     Formyl-    oder     Acetylzelluloseester     können auch     Nitrozelluloseester    oder deren  Homologe nach obigem Verfahren in feinste  Pulver umgewandelt werden. Bei in Aceton      unlöslichen     Zelluloseestern    können zur Be  schleunigung der Dispersion     Dichlorhydrin     oder     Tetrachloracetylen    in geringer Menge       zu-esetzt    werden.  



  An Stelle von     Xylol    können Benzol und  dessen Homologe, Benzin, Petroleum, Terpen  tinöl, flüssige Mineralöle     usw.    genommen  werden.  



       Chlorkohlenwasserstoffe,        Ketone,        Glykole,     Alkohole, Ester     usw.    können in     kleinen.Men-          gen    (1-3/o) als die Dispersion beschleuni  gende Mittel hinzugefügt werden.  



  Für feste     Kolloidmassen,    welche in Wasser  nicht löslich sind, kann auch dieses als     Dis-          persionsmittel    genommen werden. In diesem       Falle        können        auch        3-5        %        Aoeton        oder        Al-          kohol        und        1-2        %        Seife        als        die,

          Dispersion     befördernde und beschleunigende Mittel hin  zugefügt werden. Die Seifen können in diesem  Beispiel auch durch ein anderes als Schutz  kolloid, wirkendes Mittel, z. B.     em    wasser  lösliches Kolloid, wie Gelatine, Leim, Eiweiss,  Kasein, ersetzt werden.



  Process for the production of dispersol from solid liolloldmasseu. There are a number of methods <B>, </B> which have the purpose of producing solid colloids (gel form), such as Lehn, Gelatine, Agar-Agar, Tragaut, G ummi. Starch, dextrin, carragheen moss etc., or types of protein such as casein, albumin, hemoglobiii, yeast, or cellulose esters such as formyl,

            Acetyl, nitrocellulose esters or their homologues to produce finely divided, soluble or insoluble powders.



  According to all previously known methods for producing such powders, a more or less concentrated solution of the aforementioned colloids is first Herge, only then to be distributed in more or less finely divided liquids by atomizing or emulsifying the solution in the colloid-insoluble liquids.



  However, this embodiment has the disadvantage that two liquids are always required in the production of such powders: one as a solvent and a second as a dispersant. The latter must have the property of not dissolving or swelling the colloids. For example, in the manufacture of gelatin powder, it is necessary to use water as a solvent and an organic hydrocarbon such as benzene, petroleum, mineral oil, etc., as a dispersant for the individual gelatin particles.



  As a result of the use of two fluids, there is a need to separate them from each other and from the powder, and then there is the difficulty of completely removing the solvent without the powder sticking together again.



  The new method forming the subject of the patent does not require any previous dissolving of the starting materials and can be carried out by a simple machine, specifically for large-scale operations.



  It has been found that the production of such powders can be achieved if <B> the </B> aforementioned solid colloidal substances with sufficient amounts of practically non-dissolving: liquid substances by intensive mechanical comminution in with more than <B> 300 m speed per minute shredding devices are dispersed and the excess dispersant is removed.

   High-speed Seblag, Kreuz, S'fift, Dismembrator or similar mills are suitable as crushing devices, which run at more than <B> 300 </B> ni speed, most suitably at <B> 2000-3000 </B> run in a minute.

   The dispersion can take place for a shorter or longer time at an ordinary temperature or at a temperature not exceeding 60.degree. C.. The excess dispersant was removed, for example, by centrifugation.

       Conveniently, the residue is dried at low temperature in a vacuum with continuous stirring or blowing air or the introduction of neutral gases to a dust-free powder, after which objects of all kinds can be formed from this alone or mixed with any fillers by pre-pressing, whereupon under Heating to more or less high temperatures is pressed.



  The solid colloids can be converted into an extremely fine dispersion in non-dissolving liquids, which behaves like an organosol and is long-lasting in this state. The process is very suitable <B> for </B> large-scale operations .



  It has been shown that it is advantageous to add small amounts of soaps (1-5 "/ o) or small algae-dissolving or swelling liquids as the dispersion-accelerating agent to some colloids, although a suspension is also possible without these additives .



  <I>Example<B>1</B> </I> <B> 1 </B> part neutral soap is dissolved in 100 parts of 96% igeni alcohol and then <B> 5 </B> to <B> 10 parts previously coarsely chopped gelatin added. This mixture is beaten for <B> 2-5 </B> hours in a dismembrator, which is sealed on <B> the </B> axle by a cloth can.

   After passing through a hammer mill, the alcohol-carbon dioxide mixture is immediately pumped by means of a pump into a vessel which is conveniently located above the hammer mill and from there fed back to the hammer mill. This enables continuous processing of the alcohol-gelatin mixture. Over time, an extremely fine dispersion of gelatin in alcohol is obtained. Small amounts of soap or water serve only to accelerate the dispersion.



  After the desired degree of dispersion has been achieved, the excess alcohol is removed by centrifugation or, after adding small amounts of salts or acids soluble in alcohol and allowing the gelatin to settle, filtered off. If the gelatine was pure, it can be consumed immediately or put on the market in paste form; However, if it was contaminated with grease or resin, it must be washed out again with anhydrous alcohol (preferably on a centrifuge) until the soluble parts are removed.

   It is then converted into a homogeneous powder by distilling off the remaining Alcohol under reduced pressure at a temperature not exceeding 80-40 ° C. and with continuous stirring. An extremely fine, uniform powder is obtained which can be used with particular advantage for various purposes in the food industry, the photographic industry or pharmaceutical chemistry as an adhesive, as an agent, etc.

   The powder can be pressed alone or with various fillers under pressure and by heating to <B> 100-1250 </B> C to form all kinds of objects, without the need to add binders.



  Instead of alcohol, another or ganic dispersion liquid can be taken -wer the, z. B. Benzene and its honiologists, gasoline, petroleum, chlorinated hydrocarbons, ketones and, last but not least, oils. The latter, however, have to be leached with low-boiling hydrocarbons and the leaching agent removed by distillation under reduced pressure, since otherwise no powdery,

    but rather paste-like end products.



       (At the same time, when preparing dispersoids from solid colloids, the properties of the future product can be changed; for example, gelatin can be made water-soluble before or after being converted into the disperse state without losing its powdery properties. This can be achieved by that during whipping or after the desired degree of dispersion has been reached, a substance is added which has the property of making the gelatin insoluble.

   Such substances are, as is known, formaldehyde, its polymers, alums, chromates, some aluminum sulphate compounds, tannin and the like. It is best to add these substances during whipping or, even better, after a pre-suspension to the desired fineness, without having to fear that this will significantly reduce the degree of dispersion of the end products.

   The water-insoluble dispersoids are suitable, either directly or after adding resins, oils or other mineral or organic powders and fibers, as fillers for the production of water-resistant Gregenständ- and can be formed by simple pressing and heating.



  According to this example, in addition to gelatin, other similar solid colloids, such as glue, agar-agar, tragacanth, gum, starch, dextrin, carragheeninoos, casein, albumin, yeast, more or less hardened phenol condensation products, can also be used under the same conditions. Hard rubber and the like, processed into fine powders and objects made from the latter alone or mixed.



  <I> Example 2: </I> <B> 100 </B> parts of gasoline and <B> 10-15 </B> parts of water-free protein are mixed and mixed in as in example <B> 1 </B> beaten up to two hours. During this time, a sufficiently fine dispersion of protein in gasoline is obtained. If the protein was pure, pure protein powder can be obtained directly by centrifugation and subsequent distillation under reduced pressure at a temperature not exceeding <B> 300 C </B> while stirring.

   If there were fats, soaps or similar substances in the protein, the protein must be washed with new kengen gasoline, alcohol or ether on a centrifuge for a long time. until the washing liquid runs off. Such washing in the manufacture of the egg white powder causes the same to be refined at the same time.



  If formaldehyde, tannin or other protein-coagulating substances are added to the petrol protein solution before or after the protein has been dispersed, it is simultaneously rendered water-insoluble, <B> d. </B> h. a coagulation of the protein is achieved. However, if high-boiling gasoline is used as a dispersion medium, this can also be achieved by heating to <B> 60-800 </B> C during whipping, without having to fear that the powder will become coarser.

   The protein powder can be used in the same way and <B> for </B> the same purposes as the gelatine powder. Instead of gasoline, you can use alcohols, ketones, benzene, xylene, etc. and in many cases some. Chlorinated hydrocarbons are used.



  In the same way, hemoglobin, casein, yeast, starch, types of flour, etc. can also be processed into homogeneously dispersed powder. <B> - </B> <I> Example<B>3:</B> </I> <B> 100 kg </B> xyloi, <B> 3-5 kg </B> acetone and <B> 5 </B> to <B> 10 kg </B> acetone-soluble cellulose ester (e.g. Formyl - or acetyl cellulose) are beaten together for a few hours as in example <B> 1 </B>.



  During this time, the cellulose ester is converted into an extremely fine dispersion. Following the further procedure as in Example <B> 1 </B>, a dust-fine cellulose ester powder is obtained, which can be used as an excellent material for the production of patent leather or artificial leather, etc. By pressing and heating under suitable pressure without or with the addition of other powdery homogeneous substances, such as natural or synthetic resins, asphalt, water-insolubilized caseins, starch, albumin, courtyard types, etc., objects with the most varied of properties and the most varied of appearance can be produced directly will.

    



  Instead of formyl or acetyl cellulose esters, nitrocellulose esters or their homologues can also be converted into extremely fine powders using the above process. In the case of cellulose esters that are insoluble in acetone, small amounts of dichlorohydrin or tetrachloroacetylene can be added to accelerate the dispersion.



  Instead of xylene, benzene and its homologues, gasoline, petroleum, terpene tin oil, liquid mineral oils, etc. can be used.



       Chlorinated hydrocarbons, ketones, glycols, alcohols, esters, etc. can be added in small amounts (1-3 / o) as agents to accelerate the dispersion.



  For solid colloid masses that are not soluble in water, this can also be used as a dispersion medium. In this case 3-5% aoeton or alcohol and 1-2% soap can be used as the

          Dispersion-promoting and accelerating agents are added. In this example, the soaps can also be replaced by another protective colloidal agent, e.g. B. em water-soluble colloid such as gelatin, glue, egg white, casein, are replaced.

 

Claims (1)

PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Disper- soiden aus festen Kolloidmassen, dadurch ge kennzeichnet, dass feste Kolloide bei Gegen wart grösserer Mengen von diese Kolloide praktisch nicht lösenden Flüssigkeiten als Dispersionsmittel durch intensive mechanische Zerkleinerung in mit mehr als<B>300</B> m Ge schwindigkeit in der Minute laufenden Zer kleinerungsvorrichtungen dispergiert werden und das überschüssige Dispersionsinittel ent fernt wird. PATENT CLAIM: Process for the production of dispersoids from solid colloid masses, characterized in that solid colloids in the presence of larger quantities of liquids which practically do not dissolve these colloids are used as dispersants by intensive mechanical comminution in more than <B> 300 </B> Mining devices running at a rate of per minute are dispersed and the excess dispersing agent is removed. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer<B>60' C</B> nicht übersteigenden Temperatur dispergiert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anwesenheit ge ringer Mengen die Dispersion befördernder Mittel dispergiert wird. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anwesenheit ge ringer Mengen als Schutzkolloid wirkender Mittel dispergiert wird. 4. SUBClaims: <B> 1. </B> Method according to patent claim, characterized in that the dispersion takes place at a temperature not exceeding <B> 60 'C </B>. 2. The method according to claim, characterized in that in the presence of ge small amounts, the dispersion of conveying agents is dispersed. <B> 3. </B> Process according to patent claim, characterized in that, in the presence of small amounts, agents acting as protective colloids are dispersed. 4th Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anwesenheit die Kolloide wasserunlöslichmachender Stoffe dispergiert wird. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anwesenheit ge- . ringer Mengen eines Aufquellungsmittels dispergiert wird. Method according to patent claim, characterized in that in the presence of the colloids of substances which make them insoluble in water, they are dispersed. <B> 5. </B> Method according to claim, characterized in that when present. small amounts of a swelling agent is dispersed. 6.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anwesenheit<B>ge-</B> ringer Mengen eines Koagulierungsmittels dispergiert wird. <B>7.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Entfernung des Dispersionsmittels Füllstoffe zugesetzt werden. <B>8.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Rückstand bei niedriger Temperatur im Vakuum unter fortwährender Bewegung zu einem staub feinen Pulver eintrocknet. 6. The method according to claim, characterized in that in the presence of small amounts of a coagulant is dispersed. <B> 7. </B> Method according to claim, characterized in that fillers are added before the dispersant is removed. <B> 8. </B> Process according to patent claim, characterized in that the residue is dried at low temperature in a vacuum with continuous agitation to form a fine powder.
CH96868D 1918-08-29 1921-03-26 Process for the production of dispersoids from solid colloid masses. CH96868A (en)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE96868X 1918-08-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH96868A true CH96868A (en) 1922-11-16

Family

ID=5646055

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH96868D CH96868A (en) 1918-08-29 1921-03-26 Process for the production of dispersoids from solid colloid masses.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH96868A (en)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3687775T2 (en) POLYMER PARTICLES AND METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF.
DE1467418B2 (en) PROCESS FOR MANUFACTURING SOOT SLUSHERS FOR INCORPORATION IN RUBBER LATEX
CH96868A (en) Process for the production of dispersoids from solid colloid masses.
CH429395A (en) Method and device for slurrying and crushing solids or their non-pumpable mixtures with liquids
WO1988007381A1 (en) Blend polymers
DE337429C (en) Process for the production of dispersoids from solid colloid masses and objects of all kinds from them
AT93174B (en) Process for the production of dispersoids from solid colloid masses and objects of all kinds from them.
DE2404619B2 (en) Process for the production of ready-to-use vinyl chloride polymers and copolymers
DE2338285C3 (en)
DE278036C (en)
AT220746B (en) Process for the manufacture of a self-emulsifying nitrocellulose product
DE862368C (en) Process for the preparation of solutions of acrylonitrile polymers
DE1570185C (en) Process for the coagulation of rubber latices
DE574737C (en) Process for the production of preparations which can be converted into dispersions from water-insoluble or sparingly soluble dyes or dye intermediates
DE653330C (en) Process for the production of coagulates from aqueous rubber dispersions
DE69004727T2 (en) Process for producing an adhesive for corrugated cardboard and device for carrying out this process.
DE551402C (en) Dispersants
DE2557576A1 (en) Batchwise prodn. of sodium carboxymethyl cellulose - from cellulose, sodium hydroxide and sodium chloroacetate
DE653958C (en) Process for the production of durable, coarsely dispersed bituminous dispersions
DE221080C (en)
DE1160610B (en) Process for the production of polyethylene powder or aqueous dispersions of polyethylene
DE2300660A1 (en) METHOD FOR MANUFACTURING HEAT RESISTANT POLYMER LATEX
DE4409428A1 (en) Process for the preparation of sulphonated dispersing agents
DE301927C (en)
DE556191C (en) Process for the production of rubber compounds