CH98416A - Einrichtung zur Beeinflussung des elektrostatischen Feldes bei elektrischen Hochspannungs-Durchführungen. - Google Patents
Einrichtung zur Beeinflussung des elektrostatischen Feldes bei elektrischen Hochspannungs-Durchführungen.Info
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Description
Einrichtung zur Beeinflussung des elektrostatischen Feldes bei elektrischen Hochspannungs-Dur cliführungen. Beim Betrieb von Hochsp,aunungs-Duröh- führungen mit Isolierkörper und Befesti gungsflansch zeigen sich bei steigender Span- nung zunächst Sprüherscheinungen und Gleitentladungen in der Nähe .des Flansches, während Isolierteile, die weiter vom Flansch entfernt sind, nicht glimmen. Diese Erschei nung ist darauf zurückzuführen, dass die Spannungsverteilung in der Längsrichtung sehr ungleich ist.
Es sind verschiedene Mittel bekannt, um bei Hoehspannungs-Durchführungen die elek trische Beanspruchung zwischen Befesti- g@.ingsflans@eh und Durchführungsbolzen,also in radialer Richtung möglichst gleich auf die einzelnen Schichten zu verteilen, während n1 der Längsrichtung eine gleichmässige Vertei lung durch die bisher bekannten Mittel nicht erreicht werden kann.
Man hat sich bisher dadurch geholfen, dass man sowohl den Durch messer, als auch die Länge .des Isolierkörpers weit über das eigentlich auf Grund der zu lässigen elektrischen Beanspruchung nötige Mass erhöhte, oder, wie bei Kondensator Durchführungen, den Spannungsgradienten in Längsrichtung durch reichliche Unterteilung der Beläge zu vergleichmässigen suchte.
Fig. 1 -ddr Zeichnung zeigt, wie man sich bei einer Hochspannungs-Durehführung den ungleichen Spiannungsgradieriten in ider Längsrichtung erklären kann. Zwischen dem Durchführungsbölzen A und dem Befesti- gungsflansch B am Isolierkörper C liegt,die Hochspannung an.
Es fliesst nun zwischen Bolzen und Flansch durch das Isoliermaterial ein Verschiebungsstrom, .der ,durch die Grösse der Teilkapazitäten zwischen Bolzen und Flansch gegeben ist. In der Fig. 1 seien einige dieser Teilkapazitäten auf der obern Seite angedeutet und -mit c,. bis c, bezeichnet.
Da diese Kapazitäten vornehmlich zwischen Bolzen A und dem Umfang des Isolierkör pers C liegen, so tritt an dem Flanschende in axialer Richtung der Durchführung eine Summation der einzelnen Kapazitätsströme i, bis i, ein.
Es wird also direkt am Flansüh eine Felddichte eintreten, die .durch die Summe der Kapazitätsströme gegeben ist. Der Verlauf der Spaanung ist in der 'zu Fig. 1 gehörigen Kurve D wiedergegeben. Am untern Flanschende tritt eine analoge Spannungsverteilung auf. M .an erkennt, dass der Zuwachs an Spannung bezogen auf die Längsrichtung, in der Nähe des Flansches erheblich ist und bald stark: abnimmt. Zieht man zu dem steilen Anstieg der Kurve D die gestrichelte.
Tangente 1, so schneidet diese bei dem Punkt F die maximale Spannung 0 F .atis, welche die Durchführung bei gleich mässiger Verteilung bezüglich der Längsrich tung aushalten könnte, während sie durch die ungleichmässige Spannungsverteilung in Wirklichkeit nur die Spannung 0, ;T ver trägt. Die vorliegende Erfindung beliebt nun diesen Fehler.
Sie erreicht,flies :dadurch, dass um den Isolierkörper der Durchführung ein leitendes Ringgebilde von solcher Ausbildung angeordnet ist, dass an den Stellen des stärk sten Spannungsgradienten längs der Meri- dianlinie -die Kapazität des Durchführungs bolzens gegen Stellen andern Potentials er höht und dadurch zwangsweise eine gleich- # <B>-</B> Verteilung des Spannungsabfalles m ässi,e, <I>;
n</I> längs der Meridianlinie der Durchführung herbeigeführt wird.
Fig. 2 der Zeichnung dient zur Erläute rung des Erfindungsged,a.nkens,- während Fig. 3, 4, 5, 6 und 7 verschiedene pralitisehe Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen- standes darstellen.
In Fig. 2 ist au.f dem Befestigungsfla,nscli B der Durchführung ein nach oben trichter förmig sieh erweiternder Ringaufsatz aufge baut, der erhebliche zusätzliche Kapazität gegen den Bolzen A hat.
Die so erhaltenen, mit ci bis cJ bezeichneten zusätzlie-hen Teil- kapazitä.ten sind in Reihe mit den bereits vorhandenen Teillzapazitäten c, bis <B>c</B>;
ge- scha.ltet, so d.ass die Verschiebungsströme i., bis i; @an dem Isolierzylinder C. die bisher durch das Isoliermaterial nach dem Flansch B ihren Verlauf nahmen, nunmehr grössten teils nach dem Trichteraufsatz übergehen.
Infolgedessen wird :die Felddichte in der Längsrichtung im Bereiche des Flanschendes so reduziert, dass die zulässige Spannung :der Durchführung entsprechend erhöht werden kann.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform bei einer Luftmanteldurchführung, wo um den Isolierkörper C der Durchführung ein vom Befestigungsflansch B derselben ausgehender Ringtrichter ca angeordnet ist. Man ist durch geeignete Formgebung des Trichters in der Lage, die Spannungsverteilung in der Längs richtung -der Durchführung nach Wunsch zu beeinflussen.
Soll mir cliei Feldverteilung in nächster Nähe des Befesti.gungsfla.nsches B gesteuert werden, so kann ein kurzer Trichter, ähnlich wie in Fig. 4, verwendet werden. Die Er findung kann mit Vorteil auch zum Beispiel bei Kondensatordurchführungen verwendet werden. Bei diesen kann die Zahl der Beläge speziell im Bereiche des Befestigmngsflan- sches reduziert weiden.
Die Schutzwirkung oder Stabilisierung tritt auch dann ein, wenn statt eines inassi- vcn Trichters ein solcher aus einem Metall sieb, aus Drahtgeflecht oder Spiralen ver wendet wird. Auch kann im Falle der Ver wendung eines massiven Trichters dieser am untern Ende gelocht oder mit Durchbreeliun- gen versehen sein, um eine Staubablagerung im Trichter möglichst zu vermeiden. Analog kann auch das Unterteil der Durchführung mit einem Trichter versehen sein.
Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform mit vom Befestigungsflansch B ausgehendem Stabilisierungstrichter a,, "indessen Rand ein zylinclrisclier Aufsatz cc,2 angebraeht ist, der den Zweck hat, eine günstige Schirmwirkung auszuüben und gleichzeitig bei einem Aussen übersehlag einen bestimmten Einschlagweg für die Entladung gibt, namentlich dann, wenn er mit einer scharfen Kante ver sehen ist.
An Stelle der Tricliterform kann man <B>z</B> auch ein Gebilde aus einzelnen Ringen ver- wenclen, die isoliert angeordnet sind und deren Abmessung mit Rücksicht auf die ver langte Ka.p,azität und die Höhe der angeleg ten Spannung erfolgt. Fig. 6 zeigt eine Aus führung dieser Art mit isoliert angebrachten Stabilisierungsringen<I>b,</I> b1, <I>b</I><B>'</B><I>,</I> deren Poten tial entsprechend gesteuert wird.
Diese Steuerung kann- bei Durchführungen von Hochspannungstransformatoren dadurch er folgen, dass besondere Hilfsklemmen b", ho', ho\ angeordnet werden, die entsprechend pas send gestufte Teilspannungen herausführen und welche an die entsprechenden Ringe b, b', b\ elektrisch. angeschlossen sind. Die Durchführung sei für beispielsweise 200 K. V. bestimmt und mit dem Befestigungsflansch B, z. B. auf dem Deckel eines Transforma tors, montiert.
Zur Erzielung eines gleich mässIgen Spannungsgradienten längs ider Au ssenfläche der Durchführung wird der isoliert angebrachte Ring b nächst dem Flansch B .durch die Hilfsklemme ho auf eine passende Potentiallage von zum Beispiel 50 K. V., der nächste Ring b' durch die Hilfsklemme b,' axif ein Potential von zum Beispiel 100 K. V.
und der dritte Ring b2 durch die Hilfsklemme boz auf ein Potential von zum Beispiel 150 K. V. gebracht. Je nach der Höhe der Span- nung wird man,die Zahl der Stabilisierungs ringe wählen.
Natürlich können die Hilfsklemmen oder Hilfsdurchführungen selbst auch noch mit Ringen o-cler Schirmen versehen werden, um möglichst kleine Dimensionen zu erhalten. Je nach der Anordnung kann es auch vorteil haft sein, den untersten Ring an das Flansch potential zu lagen, oder auch gleichzeitig noch einen Schutztrichter gemäss Fig. 4 anzuord- nen.
Selbstverständlich könnte die Potential steuerung in Wegfall kommen, wenn die Ringe zur Erreichung der passenden Poten tiallage in Längsrichtung der Durchführung die geeignete Kapazität gegeneinander erhal ten. Diese kann ,duroli richtige Wahl des Ringdurchmessers und des Querschnittes, so wie < auch des Abstandes der Ringe erreicht werden.
An Stelle der ,geschilderten Ringe können auch Scheiben -angeordnet werden, die @am Aussenmantel der Durchführung anliegend derart dimensioniert sind, dass sie die passen den Kapazitäten gegeneinander erhalten, welche ebenfalls in axialer Richtung der Durchführung einen gleichmässigen Span nungsgradienten gewährleisten.
Erhalten diese Scheiben eine genügende Kapazität gegeneinander, so werden die eingangs ge schilderten Kapazitätsströme, die zwischen diesen Scheiben verlaufen, eine entsprechende Verminderung der Felddichte am Befesti- gungsflansch der Durchführung zur Folge haben.
Ein Beispiel mit Stabilisierungsscheiben ist in Fig. 7 .angedeutet, wo auf dem Isolier- körper C der Durchführung drei. Scheiben d, cd', <I>d </I> angeordnet sind, die je einen ringförmi gen Randwulst tragen; um Glimmerscheinun- gen zu verhindern. Zur Erzielung einer ähn lichen Wirkung wie in Fig. 5 können natür lich eine oder mehrere dieser Scheiben mit einem zylindrischen Aufsatz mit scharfer Kante versehen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Beeinflussung des elek trostatischen Feldes bei elektrischen Hoch spannungs-Durchführungen,dadurch gekenn- zeichnet,,dass um den Isolierkörper derselben ein leitendes Ringgebilde von solcher Aus.bildun.g angeordnet ist, dass an den Stellen des stärksten Spannungsgradienten längs der tlleridianlinie die Kapazität des Durchfüh rungsbolzens gegen Stellen ,andern Potentials erhöht und dadurch zwangsweise eine "gleich- mässi:ge Verteilung des Spannungsabfalles längs der 1Meri < lianlinie der Durchführung herbeigeführt wird.UNTERANSPRVGHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da- .durch gekennzeichnet, dass das Ring gebilde in einem nach dem Ende der Durchführung sich erweiternden Trichter besteht. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, .dass der Trichter mit Durchbrechungen versehen ist.ü. Einrichtung nach Patentanspruch, da- Jurch gekennzeichnet, da.ss das Ringgebilde aus einer Spirale besteht. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet,,class das Ringgebilde ,aus Drahtgeflecht besteht. 5. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, ,dadurch gekennzeichnet, d,ass der Trichter beim freien Ende mit einem zylindrischen Aufsatz mit scharfer Kante versehen ist. G.Einrichtung nach Patentanspruch, da, durch gekennzeichnet, dass ,das Ringgebilde aus verschiedenen Ringen besteht, die, voneinander isoliert, mittelst einer elektri schen Steuerung auf Potentiallagen ge bracht werden, die einen .gleichmässigen Spannungsgnadienten längs ider Durchfüh rung erzwingen. 7.Einrichtung nach Patentanspruch, iI.a- durch gekennzeichnet, dass das Ringgebilde .aus zur Erhöhung der Kapazität gegen einander dienenden Scheiben besteht, die so dimensioniert sind, dass sie infolge ihrer Kapazität eine möglichst lineare Span nungsverteilung an der Durchführung er zeugen. 8'. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheiben einen ringförmigen Randwulst haben. 9.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 7 und 8, dadurch .ge kennzeichnet, d:ass eine oder mehrere der Scheiben mit einem zylindrischen Aufsatz mit scbarfer Kante versehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH98416T | 1921-08-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH98416A true CH98416A (de) | 1923-03-16 |
Family
ID=4356229
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH98416D CH98416A (de) | 1921-08-19 | 1921-08-19 | Einrichtung zur Beeinflussung des elektrostatischen Feldes bei elektrischen Hochspannungs-Durchführungen. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH98416A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1102229B (de) * | 1959-06-30 | 1961-03-16 | Licentia Gmbh | Isolator fuer hohe und hoechste Spannungen |
-
1921
- 1921-08-19 CH CH98416D patent/CH98416A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1102229B (de) * | 1959-06-30 | 1961-03-16 | Licentia Gmbh | Isolator fuer hohe und hoechste Spannungen |
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