CH98512A - Verfahren und Ofen zur Herstellung eines Mischgases aus Steinkohlengas und anderen Gasen. - Google Patents

Verfahren und Ofen zur Herstellung eines Mischgases aus Steinkohlengas und anderen Gasen.

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CH98512A
CH98512A CH98512DA CH98512A CH 98512 A CH98512 A CH 98512A CH 98512D A CH98512D A CH 98512DA CH 98512 A CH98512 A CH 98512A
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gases
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Inventor
Didier Stettiner Chamo Vormals
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Stettiner Chamotte Fabrik Akti
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      Verfahren    und Ofen zur Herstellung eines     Nischgases    aus Steinkohlengas  und anderen Gasen.    Bei mangelnder Steinkohle     liat    man sich  zur Deckung des     Gasbedarfs        dadurch    ,gehol  fen, dass man den durch die     Entgasung    der  Steinkohle     gewonnenen    Gasen andere Gase       beimengte.    Diese Gase erzeugte man in von  dem     Steinkohlengas-EI        rzeugungsofem    getrenn  ten Anlagen, indem man in besonderen Ofen       Steinkohlenkoks    vergaste oder auch minder  wertige Brennstoffe entgaste.

   Nicht nur die  Anlage- und Betriebskosten sind bei dieser  Art der Erzeugung der     beizumischenden    Gase  sehr hoch, und die ganze Anlage zur Her  stellung des Mischgases erfordert einen gro  ssen Raum, sondern auch die Wärmeausnut  zung der verschiedenen verwendeten Brenn  stoffe     ist    infolge der Trennung der     Erzeu-          gtuigsstätten    der einzelnen Gasarten unwirt  schaftlich.  



       Die          Erfindung        betrifft    nun  ein Verfahren zur Herstellung eines     Misch-          gases    aus     .Steinkohlengas    und andern Gasen  und einen Ofen zur Durchführung     dieses    Ver-         fahrens,    wobei diese Übelstände vermieden       sind.    Das Verfahren     besteht    darin, dass in  einem mit     Entgasungsräumen    für Steinkohle       versehenen    Ofen durch Entgasen und Ver  gasen minderwertiger Brennstoffe, wie z. B.

    Holz,     Braunkohle,    Torf, in     Entgasungs-          und    Vergasungsräumen (Retorten, Kammern       bezw.        Generatoren)        des    Ofens Zusatzgase er  zeugt werden, die dem     Steinkohlendestilla-          tionsgas        beigemischt    werden.  



  Der Ofen     zur    Durchführung dieses Ver  fahrens zeichnet sich dadurch     aüs,    dass in  einem Ofenkörper sowohl     Entgasungsräume     für     Steinkohle,    als auch     Entgasun.gs-    und  Vergasungsräume für minderwertige Brenn  stoffe     vorhanden    und ferner Mittel vorgese  hen sind,

   um die aus letzteren erzeugten Zu  satzbase dem aus der Steinkohle erzeugten       Destillationsgas        beizumischen.    Durch die Zu  sammenfassung der     Erzeugungsstätten    für  die einzelnen zu mischenden     Gasarten    in  einem einzigen     Ofenkörper    sind die Wärme-      v     erluste        geringer,    ,die Anlage- und Betriebs  kosten erniedrigt und der Raumbedarf der  Anlage ist erheblich kleiner.  



  V     arteilha.ft    erfolgt die     Beheizung    des  Ofens mittelst eines Teils der durch     Ver-          gasu    na     der        minderwertigen;    Brennstoffe er  zeugten Gase, indem der     Vergasungsraum    für  diesen Brennstoff einerseits mit den Ablei  tungen der     Destillationsgase    der Steinkohle  und des minderwertigen Brennstoffes und an  derseits mit :

  den Heizzügen des Ofens in Ver  bindung     stblit.    Während ein beträchtlicher  Teil der Gase     als    Zusatz zum     Steinkohlen-          destillationsgas    zur     Verfügung    steht, kann  durch die Ausnutzung des andern Teils dieser  Gase als Heizgas insbesondere auch erreicht  werden,     Üass    man ohne Verwendung von       Steinkohlenkoks    für die     Beheizung,des    Ofens  auskommt, also die gesamten     anfallenden          Koksmengen    für .andere Zwecke frei werden,  z.

   B. für den Hausbrand, für den der     Stein-          kohlenkoks    insbesondere bei Zentralheizungen  einen wertvolleren Brennstoff     -darstellt.     



  Soll     Idie    Entgasung der minderwertigen       Brennstoffe    in -den für Steinkohlenentgasung  üblichen     Entgasungsräumen    (Retortenkam  mern) vorgenommen werden, so ist die Ent  ladung dieser Räume :mit Gefahren für die       BedienungsMannschaft    verbunden, da, die       Entgasungsrüekstände    dieser Brennstoffe in  folge ihrer porösen Beschaffenheit bei der       Berührung    mit. Luft leicht entflammen  und infolge ihres geringen Gewichtes Flug  feuer bilden.  



  Diese Gefahren können     vorteilhaft    da  durch vermieden werden, dass sich der     Ent-          gasungsrau.m    für den minderwertigen Brenn  stoff unmittelbar an -den für dasselbe vorge  sehenen     Vergasungsraum        anschliesst,    wie dies  bei     Steinkohlengaserzeugungsöfen    bekannt  ist, bei denen die     Entgasungsrüchstände    der  Steinkohle einzelner Retorten oder     Kammern          unmittelbar    in den Generator übergeführt  werden.

   Eine Entladung der     Entgasungs-          räume        ist    dann nicht mehr erforderlich, da  die     Entgasungsrückstän.de    des     minderwerti-          gen        Brennstoffes    unmittelbar in den Ver  gasungsraum übertreten.

   Hierbei wird     auch       die     Wänm.e    der     U,ntgasungsrückstände    voll  ausgenutzt,     insbesondere    indem     die    als Zu  satz zum     Steinkohlendestillationsgas    dienen  den Gase einen kleineren Gehalt ,an Kohlen  säure haben, also reiner sind, .als wenn der  Generator mit kaltem     Brennstoff    beschickt  werden würde.  



  Um nach Möglichkeit zu verhüten.     dass     durch     ä@tzentle    Bestandteile, die insbesondere  in den bei der Entgasung .der minderwertigen  Brennstoffe     erzeugten    Gasen enthalten sind,  die am Ofen     vorharnden.en    Armaturen ange  griffen werden, können .die     Entgasungsräume     für die Steinkohle und den     minderwertigen     Brennstoff, sowie der     Vergasungsraum    für  letzteren unmittelbar     a,nu    Ofen     gar    eine     .ge-          meinsame        .Ableitung    angeschlossen werden.

    Die durch Entgasung des minderwertigen       Brennstoffes    gewonnenen Gase können dann  fast     unmittelbar        n.ath    ihrer     Bildung    in Räu  me treten, in welchen sich     schon    Steinkohlen  destillationsgas befindet, das die     schädlichen     Gase verdünnt und ein Schutzgas für die  Rohrleitungen usw. bildet.  



  Auf der Zeichnung sind mehrere beispiels  weise     Ausführungsformen        eines    zur     Durch-          führ-ting    des Verfahrens dienenden Ofens mit  Vertikalretorten dargestellt.  



       Fig.    1     zeigt    eine Ausführungsform des  Ofens im senkrechten Längsschnitt     nach    der  Linie     A-B    der     Fig.    ?, die     ein    Querschnitt  nach der Linie     C-D    der     Fig.    1 ist;     Fig.    3  und 4 zeigen eine andere     Ausführungsform     des Ofens;

       Fig.    5     ist    ein     Längsschnitt    durch  eine dritte Ausführungsform nach der     Linie          E-F    der     Fig.    6, die ein Querschnitt nach  der Linie     G-H    der     Fig.    5     ist.     



  Bei den     tla.rgestellten        Ausführungsformen          sind    in     Odem        Ofenkörper    1 zehn     Entgasun    s  räume, nämlich die senkrechten _Retorten 2,  und ein Vergasungsraum, nämlich der Gene  rator 3,     vereinigt.    Während die Retorten  in     ider    üblichen Weise oben mit der Ableitung  4 für die erzeugten Gase in     'Verbindung    ste  hen, ist     aucli    der Generator 3 oben durch  einen Kanal 5      < Zn    eine     Verlängerung,der    Ab  leitung 4 angeschlossen.

   Die Ableitung führt  in der bekannten     Weise    zur Teervorlage 6.           Dem    Generator 3 wird die Verbrennungsluft  unter dem Rost 7 zugeführt.  



  Angenommen, es sei nur soviel     Steinkohle          vorhanden,    um sieben Retorten 2 füllen zu  können,     dann    werden zum Beispiel die drei       mittleren        Retarten    2a der inneren Retorten  reihe mit     einem    minderwertigen Brennstoffe,  wie z. B.

   Holz, Braunkohle .oder Torf,     be-          sthickt,    und auch der Generator 3 wird mit       einem    dieser Brennstoffe     mittelst    ,der     Be-          schickungsvorrichtung    8 gefüllt, während die  übrigen sieben Retorten 2 des Ofens mit       Steinkohle    beschickt werden.  



  Die     ,durch    die Entgasung der Steinkohle  in den sieben Retorten 2 erzeugten     Destilla-          t:ionsgase    treten     in    die Ableitung 4 über,     in     die auch -die     Destillationsgase    des in     3den    Re  torten 2a     entgasten        .minderwertigen    Brenn  stoffes,

   sowie wenigstens ein Teil der  durch Vergasung     minderwertigen    Brenn  stoffes im Generator 3 gewonnenen Gase       strömen.    In der Ableitung 4 mischen sich  diese Gase und     .gelangen    gemeinsam zur     Vor-          lage    6, so dass lalle     in    diesen Gasen enthal  tenen Nebenerzeugnisse gewonnen werden  können.

   Durch ätzen-de     Bestandteile    der :aus  dem minderwertigen Brennstoffe insbeson  dere in den Retorten 2a erzeugten Gase wird  die Ableitung 4 und deren     Zubehörteile        nicht     angegriffen, da.     sich    in der Ableitung ständig       etwas        Steinkohlendestillationsgas        befindet,     durch welches das einströmende     Destillations-          gas        aus    den     Retorten    2a sofort verdünnt wind.  



  Die     Beheizung    der Retorten 2, 2a erfolgt  bei     ider        Ausführungsloiun    nach     Fig.    1 und 2  durch ausserhalb des Ofens, z. B. in einem       Zentralgenerator    durch Vergasen von     Stein-          kohlenkoks        erzeugte        Heizgase,    ,die     durch        eine     Leitung 9     zugeführt    werden, durch die     Ka.-          näle    10, 11, 12 strömen und sich mit der  durch die Kanäle 13, 14 zugeführten Ver  brennungsluft in ,

  den Heizzügen 15 der Re  torten     mischen.    Die gesamten, im Generator  3 :gebildeten Gase dienen bei dieser     Ausfüh-          rungsform    :als Zusatz zu den     hochwertigen          Destillationsgasen        aus,den    Retorten 2 und 2a,  indem dieselben oben durch den     hunal    5 in  die Ableitung 4 entweichen.

      Bei der     Ausführungsform    nach     Fig.    3       und    4 dient ein Teil :der im Generator 3 ge  bildeten Gase zur     Beheizun:g    der     Retorten,     indem der Schacht des     Generators    3 durch  Kanäle 16 an die     G.asüberführungska-näle    11  für die Heizgase     -angeschlossen    ist.  



       'Während        ein        Teil    der Gase aus dem Ge  nerator 3 durch den     Kanal    5 in die Ableitung  4 strömt und ein     Streckmittel    für die     Destil-          lations        gase    ,aus den Retorten 2 und 2a bildet,  strömt ein Teil     durch    ,die Kanäle 16,

   11 und  12 in die     Heizzüge    15 der     Retorten    und be  heizt     idiese.    Der gesamte anfallende     Stein-          kolilenkoks        kann    daher von den Gaswerken  verkauft oder in bereits bestehenden Anlagen  vergast werden.  



  Der Schacht des     Generators    3 ist bei der  Ausführungsform nasch     Fig.    5 und 6 überdies  noch durch einen Kanal 17     unmittelbar    an  das untere Ende einer der mit dem     minder-          wenigen    Brennstoff     beschickten    Retorten 2a  angeschlossen.  



  Die     Entgasungsrückstände,    z. B. des  Torfs, können hierbei aus der mit dem Gene  rator 3 in Verbindung stehenden Retorte 2a  durch den Kanal 17 in     glühendem    Zustande  in     -diesen    übertreten, wo sie vergast werden.  Die durch die Vergasung gewonnenen Gase  strömen zum Teil in -die Ableitung 4 und die  nen als Zusatz zu den     Destillationsgasen    aus  den Retorten 2 und 2a, zum Teil treten diese  Gase durch die Kanäle 16, 11, 12 in die  Heizzüge 15 und dienen :als Heizgase für die       Retorten.     



  Die mit     .dem    Generator     in    Verbindung  stehende Retorte 2a braucht nicht entladen  zu werden, so     dass    Flugfeuer durch die     Ent-          gasungsrückstände    der     minderwertigenBrenn-          stoffe    :dieser Retorte vermieden ist.

   Die aus  dem Generator 3     in    die     Ableitung    4 tretenden  Gase sind ferner     reiner    als bei den Ausfüh  rungsformen     nach        Fig.    1 bis 4, bei denen der  Generator nur von aussen mit kaltem Brenn  stoff beschickt wird, da die     Kohlensäure-          menge    nicht     zur        Entstehung        kommt,    die bei  der Erhitzung     des    Brennstoffes auf die Tem  peratur der     Entgasungsrückstände    gebildet  wird.

        Das Verfahren zur Herstellung des Misch  gases eignet sich auch für liegende Retorten  und Kammern. Zur Vergasung im Generator  3 können" vorteilhaft auch die beim Ofenbe  trieb entstehenden     Koksabfälle    verwendet  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Herstellung eines Misch gases aus Steinkohlengas und andern Ga sen, daidurch gekennzeirhnet"dass in einem .mit Entgasungsräumen für Steinkohle versehenen Ofen durch Entgasen und -Vergasen minderwertiger Brennstoffe in Entgasungs- und Vergasungsräumen des Ofens Zusatzgase erzeugt werden, die dem Steinkohlendestillationsgas beige- mischt werden.
    II. Ofen zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, , dadurch ge- kennzei4chnet, d.a13 in einem Ofenkörper ,sowohl E.ntgasungsräume für Steinkohle, als auch Entgasungs- und Vergasungs räume für minderwertige Brennstoffe vor handen und ferner Mittel vorgesehen sind, um die .aus letzteren erzeugten Zusatz gase dem aus der Steinkohle erzeugten Destillationsgas beizumischen. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Ofen nach Patentanspruch 1I, ,dadurch gekennzeichnet, class ein Vergasungsraum für minderwertigen Brennstoff einerseits mit einer Ableitung für die Destillations- gase der Steinkohle und für Zusatzgase Baus idem minderwertigen Brennstoff und anderseits mit Heizzügen des Ofens ' in Verbindung steht.
    Ofen nach Patentanspruch IL dadurch gekennzeichnet, da.ss sich ein Entgasungs- raum für minderwertigen Brennstoff un mittelbar an einem Vergasungsraum für denselben .anschliesst, derart, da.ss die Entgasungsrückstäde ohne weiteres in ,den Vergasungsraum übertreten können. 3.
    Ofen nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Entgasungs- räume für Steinkohle und für minder wertigen Brennstoff, sowie ein Verga- sungsra.um für letzteren am Ofen an eine gemeinsame Ableitung angeschlossen sind.
CH98512D 1920-09-27 1921-09-23 Verfahren und Ofen zur Herstellung eines Mischgases aus Steinkohlengas und anderen Gasen. CH98512A (de)

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