CH98759A - Verfahren zur Herstellung künstlicher Gebilde aus Viskose. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung künstlicher Gebilde aus Viskose.

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  Verfahren zur Herstellung künstlicher Gebilde aus Viskose.    Man kann bekanntlich künstliche Fäden,  Bänder, Films, Platten und dergleichen her  stellen, indem man Viskose durch entspre  chend geformte Öffnungen in eine     Erstar-          rungsflüssigkeit,    in der Technik     Fällbad        ge-          rtannt,    eintreten     lässt.    Als solche     Fällbäder     werden in der Regel freie Mineralsäure ent  haltende Lösungen von Sulfaten,     Bisulfaten,          Sulfiten        usw.    verwandt.  



  Neuerdings ist in der britischen     Patent-          selirift        Nr.    145629 vorgeschlagen worden,       Sulfitzellulosea.blauge,    -und zwar vorzugs  weise     Natronsulfitzelluloseablauge,    an Stelle  der genannten     Salzlösungen    in Mischung mit  einer entsprechenden Menge freier Säure oder       sa,urer    Salze zu verwenden.

   Die in der     Sulfit-          zelluloseablauge    enthaltenen Stoffe     enistam-          men    der eigentlichen Holzsubstanz und  dürften als     Sulionsäuren,        "%-lde-Ilydsulfite    und  dergleichen ihre günstige Wirkung auf den       Fällungsprozess    ausüben.

   Es wurde nun ge  funden,     dass    auch in der Rinde und den Na  deln von Koniferen Stoffe, und zwar wasser  lösliche Stoffe, wahrscheinlich     Coniferin    und  ihm nahestehende Verbindungen, enthalten    sind, die im     Fällbad,    an Stelle von Salzen  angewandt,     Zellulosegebilcle    von technisch  hervorragenden Eigenschaften ergeben. Ihre  Isolierung ist nicht notwendig; vielmehr ge  nügt es, wenn man Reisig oder Rinde von  Koniferen einige Stunden mit Wasser aus  kocht und den so gewonnenen Absud mit       31ineralsäuren    oder sauren Salzen ansäuert  und als     Fällbad    verwendet.  



  Beispielsweise kocht man Tannenreisig  drei Stunden mit oder ohne Druck mit Was  ser,     lässt    die dunkelbraune,     emulsionsartige,          tiübe    Flüssigkeit ablaufen, dampft sie.. wenn  nötig, auf<B>3</B> bis<B>5</B>     Graci-    B6 ein und setzt  zu<B>90</B> Teilen des     Absuds   <B>8</B> bis<B>10</B> Teile  Schwefelsäure von<B>60</B> Grad B6 hinzu.

   Hier  bei nimmt die Flüssigkeit eine hellbraune  Farbe an und ist alsdann fertig- zum Ge  brauch als     Fällbad.    Von grossem Vorteil ist  es,     dass    dieser Bestandteil des     Fällbades    aus       dem        überall        erhältlichen        Reisig        g        oder        der     Rinde von Koniferen jederzeit von den Ver  brauchern selbst herzustellen ist und     dass,     wie sieh gezeigt hat, bei seiner Verwendung  weniger Wert     auf    die, genau-,

       Einhaltung         einer bestimmten Reifezeit für die Viskose  gelegt zu werden braucht. Auch zeichnen       sich#    so hergestellte     Zellulosegebilde,    wie  etwa künstliche Fäden, durch gleichmässiges  Anfärben auch in helleren Tönungen, hohe  Elastizität und grosse Zerreissfestigkeit aus.  t3

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von künst- liehen Gebilden aus Viskose, dadureh ge- ,kennzeichnet, dass man Viskose aus entspre- ehend geformten Offnungen. in den wässe rigen Absud aus Koniferenreisig oder -rinde treten lässt, dem man eine 3Eneralsäure oder ein saures Salz zugesetzt hat. el
CH98759D 1920-11-15 1921-11-09 Verfahren zur Herstellung künstlicher Gebilde aus Viskose. CH98759A (de)

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