R#uchervorrichtung zur Yertreibung von Insekten.
Bekarmtlich werdeu in der heissen Jahres- zeit die Zugtiere von Bremsen und Mücken beliistigt. Seit vielen Jahren hat man zur Abwehr dieser Insekten Rauch verwendet und zwar hatte man zu diesem Zwecke bisher hauptsächlich sogenannte Räucherkessel, die mittelst Bügel an der Deichsel des Fuhr werkes angehängt wurden und in denen man allerlei Material, von dem man wusste, dass es beim Verbrennen starken Rauch entwickelt, vie z. B. Lumpen, Torf, alte Schuhe etc. verbrannt. Diesen Räucherkesseln hafteten jedoch verschiedene Nachteile an.
Da sie nicht gegen Warme isoliert waren, wurden sie beim Gebrauche so heiss, dass sie nieht zwischen den Zugtieren selbst, sondern nur vor oder hinter denselben angebracht werden konnten. Waren diese Räucherkessel vorn an der Deichsel angehängt, so stieg der aus denselben qualmende Rauch den Zugtieren in Auges und Nase und belästigte sie dadurch und beim Fahren schlug der Räucherkessel den Zugtieren an die Beine. Kamen seitliehe Windstosse, so wurde der Rauch fortgetragen, ohne dass er wirksam sein konnte.
Waren die Räucherkessel jedoch hinten an der Deichsel angehängt, so kam es häufig vor, daB' das auf dem Fuhrwerk befindliche Ladegut, wie z. B. Eeu oder Garben entzündet wurde.
Beim Fahren wurde nur das Fuhrwerk, nicht aber die Zugtiere vom Rauch bestrichen.
Diesen Übelstauden soll durch die vor liegeude Erfindung abgeholfen werden. Dieselbe bezieht sich auf eine Räuchervorrich- tung zur Vertreibung von Insekten, die sich von bekannten Räuchervorriehtungen dadurch unterscheidet, dass dieselbe ein lösbar in einer Umhüllung angeordnetes Aufnahmeorgan f#r das Räuchermaterial aufweist, das gegen Wärme isoliert ist. Durch diese Ausbildung wird ermöglicht, die Räuchervorrichtung zwi- schen den Zugtieren selbst anzubringen, so da# sich die Rauchwelle an der bestgeeig neten Stelle befindet, wo sie auch vor seitlichen Windstössen durch die Körper der Zugtiere geschützt ist.
Auf beiliegender Zeichnung sind fünf Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt und zwar zeigt :
Fig. 1 eine Seitenansicht der an einem nur teilweise gezeichneten Deichsel ange brachten Vorrichtung gemäss dem ersten Aus- führungsbeispiel,
Fig. 2 eine Ansicht von links gesehen ;
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung gemäss dem ersten Ausführungsbeispiel, wobei einzelne Teile weggelassen sind,
Fig. 4 eine Vorderansicht des Räucher materialbeh#lters,
Fig. 5 einen Horizontalschnitt durch das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1,
Fig. 6 einen Längsschnitt durch die Vor- richtung gemäss dern zweiten Ausführungs- beispiel,
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie Z-Z der Fig. 6,
Fig. 8 ein Horizontalsehnitt durch die Vorrichtung gemäss dem dritten Ausführungsbeispiel,
Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie ZI-Zf der Fig. 8,
Fig.
10 eine Seitenansicht der an einer nur teilweise gezeichneten Deichsel angebrach- ten Vorrichtung gem## dem vierten Ausfüh- rungsbeispiel,
Fig. 11 eine Ansicht hiervon von links gesehen,
Fig. 12 eine Draufsicht mit teilweisem Schnitt auf die Vorrichtung nach Fig. 11,
Fig. 13 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 11,
Fig. 14 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 11,
Fig. 15 eine Ansicht mit teilweisem Schnitt der an einer nur teilweise gezeichneten Deichsel angebrachten Vorrichtung gemäss dem fünften Ausf#hrungsbcispiel,
Fig. 16 eine Draufsicht hiervon,
Fig. 17 schematisch die Anbringung der Vorrichtung an einer Deichsel bezw. an einem Deichselarm.
Die Vorrichtung gemäss dem Ausführungs- beispiel nach den Fig. 1-5 besitzt ein aus den U-förmigen Schienen a (Fig. 3-5) und den Längsstäben b gebildetes Aufnahmeorgan, das zur Aufnahme des Räuchermaterials dient.
Die Längsstäbe b sind einerends durch den Quersteg c miteinander verbunden. An letz terem ist durch nicht näher bezeichnete lllit- tel der Handgriff cl befestigt. Ungefähr in der Längsmitte der U-förmigen Schienen a ist mittelst Nieten e die in Richtung der Längsmittellinie verlaufene WinlSelsehiene f befestigt. Dieselbe besitzt an ihrem, dem Handgriff abgekehrten Ende einen recht- winklig nach untel abbebogenen Lappen g und einen Fortsatz A, dessen Zweek später beschrieben ist. Das Aufnahmeorgan ist in der Umhüllung i, die z.
B. aus Blech bestehen kann, untergebracht, die von solchem Durchmesser gew#hlt ist, da# sie, wenn sie an der Deichsel eines Fuhrwerkes angebracht ist, seitlich nicht über dieselbe vorsteht. Die Umhüllung i ist mit L#chern k versehen, die der Luft den Zutritt und dem Rauch den Austritt gestatten.
Auf der Oberseite der Umhiillung i sind mittelst Nieten l die einen Enden der S-förmig gebogenen, federnden Arme ou befestigt, deren andere Enden mit nach aurez gerichteten Spitzen n vei-selieil sind. o bezeichnet einen um die Umhüllung gelegteu und durch nicht näher bezeichnete Mittel an dieser befestigten Bügel, mit dessen beiden, zu #sen ausgebildeten Enden die Enden der Bänder p verbunden sind, mittelst welchen die Vorrichtung z. B. an einer Deichsel D (aus Fig. 1 der Zeichnung nur teilweise ersichtlich) befestigt werden kann.
Die Umhüllung i ist einerends zur Einführung des Aufnahmeorganes offen ; anderends besitzt sie eine Wand q, an deren Innenseite das eine Ende der Flachfeder r befestigt ist, deren anderes Ende um einen gewissen Betrag von der Wand q absteht und bestimmt ist, auf den Fortsatz h zu wirken. Am Quersteg c ist durch nicht n#her bezeichnete Mit- tel ein Bolzen z befestigt, der mit einem aus der Zeichnung nicht ersichtlichen Winkelschlitz der Umhüllung i lSorrespondiert.
Die Gebrauchs- und Wirkungsweise der beschriebenen Iiauchervorrichtung ist folgende :
Angenommen, der zur Aufnahme des Räuehermaterials dienende Aufnahmeorgan sei aus der Urnlhüllung i herausgenommen und die Umhüllung sei durch Anziehen der beiden Riemenhälften p an der Deichsel D befestigt, so dass die Zaken rt in die Unterseite der Deichsel eingreifen und dadurch ein Verdrehen oder Verschieben der Umhüllung i verhindern und man wolle die Vorrichtung in Tätigkeit setzen, so legt man das Räuchermaterial, z. B. eine Räucherpatrone, in das Aufnahmeorgan.
Will man den Raucher- apparat während einer verhältnismässig langen Zeit benützen, so f#llt man beide Hälften des Aufnahmeorganes mit Räuchermaterial, so da# nach Verbrennen des Inhaltes der einen H#lfte der Inhalt der andern H#lfte verbrennt und Rauch entwickelt.
Nach er folgter Einfüllung und Anzündung'desRäu- chermaterials schiebt man das Aufnahmeor- gan wieder in die Umhüllung i und zwar soweit, daR der Fortsatz h an das freie Ende der Flachfeder r anzuliegen kommt und der Bolzen s in das geschlossene Ende des aus der Zeichnung nicht ersichtlichen Winkel- schlitzes zu liegen kommt, worin das Auf nahmeorgan infolge Wirkung der Flachfeder r gegen Herausfallen gesichert wird. Der sich entwickelnde Rauch tritt alsdann durch die Locher Ic aus der Umhüllung i und h#lt die Insekten, wie Bremsen und Mücken etc.
von den Zugtieren fern. Indem zwischen dem zur Aufnahme des Räuchermaterials die- nenden Behälter und der Umhüllung i ein Luft-Isolationsraum besteht, ist die Umhüllung gegen Wärme isoliert, so dass die Vorrichtung z. B. in der Mitte der Deichsel zwischen den Zugtieren selbst angebracht werden kann, ohne dass sich die Zugtiere brennen können.
Das Ausführungsboispiel nach den Fig. 6 und 7 unterscheidet sich von dem vorbeschrie- benen im Wesentlichen dadurch, da# das zur Aufnahme des Räuchermaterials dienende Organ aus einer Stange s'besteht, die auf ihrem Umfange eine schraubenförmig verlau- fende Rippe t besitzt. Das beschriebene Auf- nahmeorgan dient hauptsächlich zur Aufnahme von langfaserigem Räuchermaterial, das clann auf die Stange s'aufgewickelt wird. Auf diese Weise ist es möglich, eine verh#ltnis- mässig grosse Menge Räuchermaterial in dem Behälter unterzubringen.
Die Umhüllung i ist von solchem Durchmesser gewählt, dass zwischen derselben und dem Aufnahmeorgan f#r das Räuohermaterial ein Luft-Isolationsraum besteht.
Die Vorrichtung gemäss dem Ausführungs- beispiel nach den Fig. 8 und 9 besitzt ein Aufnahmeorgan M von U-förmigem Querschnitt.
Die beiden Längswände des Aufnahmeorga- nes besitzen eine Anzahl in Abständen voneinander angeordnete parallel zueinander ver- laufende Querwände zu, die abwechselnd an einer der beiden Seitenwände des Behälters befestigt sind und die nicht ganz bis zur andern Seitenwand reichen. Diese Querwände w bilden Kammern zur Aufnahme des R#u- cherrnaterials, welche Kammern miteinander in Verbindung stehen.
Durch diese Ausbil dung des Aufnahmeorganes wird die Verwendung von kurzfaserigem Räuchermaterial ermöglieht. Indem die Querw#nde w beim Verbrennen des Räuchermaterials eigentliche Chikanen bilden, findet eine verhältnismässig langsame Verbrerinung des Räuchermaterials statt. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel besteht zwischen der Umhüllung i und dem Aufnahmeorgan f#r das Räuchermaterial ein Luft-Isolationsraum.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig.
10-14 besitzt sowohl die Umhüllung i wie auch das Aufnahmeorgan x runde Querschnittsform. Das Aufnahmeorgan x ist vorn und hinten mit je einem Umfangsring z versehen, der von etwas gr##erem Durchmesser gewählt ist als das Aufnahmeorgan selbst, so dass das letztere in gewissem Abstand von der Umhüllung gehalten wird, wodurch zwischen Aufnahmeorgan und Umhüllung ein Luft Isolationsraum gebildet wird. Das Aufnahme- organ x ist mit einer Anzahl Lochera y versehen, die der Luft den Ein-und dem Rauch den Austritt gestattet.
An der Umhüllung i ist mittelst nicht näher bezeichneten Mitteln das eine Ende der Feder z'befestigt, deren anderes Ende mit dem Federteller a'ver bunden ist, der bestirnmt ist, auf das dem Handgriff d abgekehrte Ende des Aufnahme- organes x zu wirken, wenn sich dasselbe in der aus den Fig. 10 und 13 ersichtlichen Lage befindet. In dieser Lage wird der Stift s an das geschlossene Ende des Winkel- sehlitzes s" (Fig. 12) angedrückt, so dass das Aufnahmeorgan nicht aus der Umhüllung i herausfallen kann.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig.
15 und 16 ist nahe dem einen Ende des Aufnahmeorganes x das eine Ende der Flash- feder o# befestigt, deren anderes, nach oben abgebogenes Ende einen Bolzen o# tr#gt, der nahe dem freien Ende der Feder eine Scheibe 'und am andern Ende, in gewissem Ab- stand von der genannten Scheibe entfernt, einen Knopf p# tr#gt. Die Umh#llung i ist mit einem Längsschlitz q# versehen, der von solcher Weite gewählt ist, dass der zwischen der Scheibe p# und dem Knopf p# befindliche Teil des Bolzens o# darin seine F#hrung findet.
Der Längsschlitz q'ist am einen Ende zu einer Ausnehmung erweitert, deren Durchmesser dem Durchmesser der Scheibe p# entspricht. Will man das Aufnahmeorgan x @ in die Umh#llung i einf#hren, so drückt man den Knopf p"soweit nacli abwarts, bis der zwischen Knopf pound Scheibe p'be findliche Teil des Bolzens o"mit dem in der Umh#llung vorgesehenen L#ngsschlitz q# kor- respondiert.
Befindet sich die Scheibe p# unterhalb der Ausnehmung r#, so l##t man den Knopf p# los, worauf die Scheibe p# unter dem EinBuss der Feder o'in die Aus- nehmung r# gedr#ckt wird und dadurch das Aufnahmeorgan gegen ungewolltes Heraus- fallen sichert. Zwischen Umh#llung und Auf- nahmeorgan ist, wie bei den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen, ein Luft-Isolationsraum vorhanden.
Die Innenseite der Umh#llung wie die Aussenwand des Aufnahmeorganes sind zudem noch mit einer Asbestschicht t# belleidet, wodurch die Wärme-Isolation noch erhuht wird.
Die Vorrichtung nach den beschriebenen Ausf#hrungsbeispielen kann, wie aus Fig. 17 ersichtlich, entweder unterhalb der Deichsel D oder den Deichselarmen A angebracht werden.
Die Vorrichtung nach den beschriebenen Ausführungsbeispielen k#nnte auch anders als gezeichnet ausgebildet sein, ohne dass dadurch das Wesen der Erfindung beeinträch- tigt w#rde.