DD132008B1 - Verfahren und vorrichtung zur montage von lagerungsmittelauflagekonstruktionen in hochregallagern - Google Patents
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Description
199357
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur 1ontage von Lacerungsmittelauflagekonstruktionen in Hochregallagern. Die Anwendung ist in Hochregallagern möglich, deren konstruktive Gestaltung einen relativ zu den vertikalen Hau pttragelementen in Grenzen lagevariablen Einbau der Lagerungsmittelauflagekonst rukt ionen ermöglicht. Die lagevariable Einbaumöglichkeit der Lacerungsmittelauflacekonstruktionen ist konstruktionsabhängig in drei, zwei bzw. einer Raumkoordinate zu realisieren .
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die Lagerungsmittelauflagekonstruktionen, welche sich balkenartig ν on Auflager zu Auflager spannen, werden bei bekannten Hochregaliagern, bedingt durch die konstruktive Gestaltung der vertikalen Haupttragelemente, an lagefixierten Orten montiert oder ihre Lace wird durch geodätische Meßverfahren festgelegt. Die Lagerungsmittelauflacekonstruktionen sind aus fördertechnologischen Gründen meist mit Auflagefuttern für die Lagerungsmittel versehen, um die für Ein- und Ausfahrt des Lastaufnahmemittels im unbelasteten Zustand erforderliche lichte Höhe zwischen Oberkante des horizontalen Tragwerkes der Lagerungsmittelauflagekonstruktion und Unterkante des Lagerungsnittels zu schaffen. Die Auflagefutter begrenzen in Regallängsrichtunn die Lastaufnahmemitteleinfahrräurne und sind somit ein funktionelles Kriterium In Regalquerrichtung sind die Abstände der Auflage futter zur Gangachse im Hinblick auf die erforderliche minimal zulässige Auflagerfläche der Legerungsmittel ebenfalls funktionell bedeutsam. Bei manuell aber vor allem bei automatisch betriebenen Hochregallagern erfordsrt aas ZusaTimenspiel zwischen Regalbediengerät, Lacerungsmittel und Regalkonstruktion für die Lage der Lagerungsmittelauf laqekons t rukt ion die Einhaltung hohar, im Bauwesen іт, allgemeinen nicht üblicher geometrischer Genauigkeiten.
199357
Die Genauigkeitsansprüche an die Lagergeometrie der Lagerungsrnit telauflagekonstruktionen steigern sich bei Verzicht auf eine automatische regalfachspezifische Feinanfahrt, so daß hoher ingenieurgeodätischer Aufwand zur Erreichung der erforderlichen geometrischen Parameter notwendig ist, und hohe Vorfertigungsgenauigkeiten mit damit verbundenen Aufwand erforderlich werden. Eine automatische regalfachspezifische Feineinfahrt ist jedoch wiederum im Verhältnis zur zweicodepositionierenden Anfahrt der Regalfächer, durch großen elektrisch-elektronischen sowie getriebetechnischen Aufwand und damit auch größerer Störanfälligkeit der Regal bediengeräte gekennzeichnet .
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die automatische Regalfachanfahrt mit der relativ einfachen Zweicodepositionierung auch für große Recalhöhen anzuwenden. Weiterhin soll die Vorfertigungsgenauickeit der Regalkonstruktionselemente und damit verbunden der Konstruktions- und Fertigungsaufwand als auch der Montageaufwand gegenüber den bisher getriebenen Aufwand reduziert werden. Die für die Zweicodepositionierung erforderliche Genauigkeit soll auch bei Stahlbetonkonstruktionen bei reduzierten Aufwand erreicht werden.
Durch Einhaltung einer idealen Belastungsgeometrie ist der Stahlverbrauch gegenüber bisherigen Konstruktionen zu senken.
Dabei soll dar ingenieurgeodätische Aufwand bei Montageabsteckungen und Revisionsmessungen entscheidend verringert werden. Die Oustierbarkeit der Anordnung ist dabei über die gesamte Betriebszeit des Hochregallagers zu gewährleisten, um funktionsnachteilige Lageränderungen, zum Beispiel aus Baugrundeinflüssen oder neu installierten Regalbediengeraten, die andere systematische Fehler aufweisen, korrigieren zu können.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bisher angewendeten geodätischen Meßverfahren durch Messung der direkten Lace-beziehung zwischen Lagerungsmittelauflacekonsгruktion und ausgefahrenen Lastaufnahmemittel zu ersetzen.
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Die Lagerungsmittelauflagekonstruktionen werden durch lösbare Verbindungen mit den vertikalen Haupttracelementen verbunden und sind so auszubilden, daß Lagevariabilität in erforderlichen Grenzen gegeben ist . Durch die Erfindung sollen weiterhin die Aufwandungen, die zur Einhaltung der bisher geforderten hohen Genauigkeit bei der Vorfertigung der Konstruktionselemente und der Montage erforderlich sind, vermindert werden. Des weiteren sollen durch die Erfindung bei Anwendung der automatischen Steuerung von Regalbediengeräten mit der relativ einfachen Zweicodepositionierung Regale größerer Höhe als bisher betrieben werden können .
Bei der Montage und dem Betreiben bekannter Hochregallager besteht zwischen den Lagerungsmittelsuflagekonstruktionen und der Genauigkeit der Lage oar vertikalen Haupttragelemente eine direkte geometrische Abhängigkeit. Diese Abhängigkeit stellt vor allern in horizontal zugeordneten funktionell abhängigen Bereichen hohe Genauigkeitsansprüche.
Die Einhaltung der passungstechnischen zu ermittelnden geometrischen Parameter von Reoalkonstruktionen und Anfahraenauiqkeiten der Regalbediengeräte jst bei bekannten Lösungen das entscheidende funktioneile Kriterium.
Die hohen Anforderungen an die Konstruktion und die Qualität der technologischen Verfahren, um die notwendigen geometrischen Genauigkeiten zu realisieren, sind mit großen ökonomischen Aufwand verbunden. Die ökonomischen Aufwendungen setzen letztlich den erreichbaren Genauigkeiten oer Regalkonstruktionen Grenzen. Ebenso sind damit auch den Möglichkeiten der automatischen Steuerung bei Anwendung der relativ störunempfindlichen und wartungsfreundlichen Zweicoc'epositionierunq Grenzen, vor allem bezüglich der Regalhöhendimensionierung, gesetzt .
Die Anfahrgenauigkeiten der Regalbediengerate werden durch verschiedene geometrische Genauigkeitskomporsnten zufälligen und systematischen Charakters bestimmt. Einige wesentliche genauigkeitsbeeinflassenden Komponenten treten am gleichen Ort in Gleicher Größe und Richtung auf.
Erfindungscemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß diese Komponenten in ihrem funktionsnachteiligen V'irken durch gerichtete Lagekorrekturen der Lagerungsnittelauflagekonstruktionen beseitigt werden. Die Bautoleranzen der vertikalen Haupttragelemente der Regalkonstruktion werden durch toleranzausgleichende Justierung der Lagerungsmittelauflagekonstruktionen unwirksam. Das Verfahren ermöglicht, die Lagerungs;nittelauflagekonstruktionen sowohl in der Phase der Erstnontaqe als auch nach beliebiger Betriebszeit in den justierbar gestalteten Richtungen an der jeweiligen Last aufnahmemittellage in jeder Arbeitshöhe zu orientieren. Die Lagepräzisierung der Lagerungsnittelauflagekonstruktionen vjird hierbei auf das eingesetzte Regalbediengerät bezogen. Dabei werden die systematischen Fehler der Anfahrt des Lastaufnahmemittels sowie die Abmaße aus Bau- und Vermessungsarbeiten funktionell unwirksam. Während der Betriebszeit auftretende Laceveränderungen der Lacerungsmittelauflagekonstruktionen und Veränderungen der geometrischen Anfanrtparameter können auf gleiche Weise ausgeglichen wsrcsn. Bei Anwendung des Verfahrens kann die Montage in dar unteren Regalzeile eines Regalganges beginnen, und die jeweils cecenüberliegeno'en Lagerungsmit telauf lagekonst rukt ionen können justieri werden. Hierbei sind Anschlagvorrichtungen zu verwenden, die er, das ausgefahrene Lastaufnahmemittel angelegt werden. Um Verformuncswerte des Regalbeciengerätes, die in Abhängigkeit der Belastung und Höhenlage des Last aufnahmemitteltisches auftreten, und Trächeitseinflüsse beim Bremsvorgang suszumittaln wird vorgescnlagen, den Tisch des Regalbedicngerätes beim üustiervorqang mit 50 ^ dar vorgesehenen max. Bruttomasse dor Ladeeinheit zu belasten. Nach Justierung der Lagerungsnittelauflagekonstruktionen in dar unteren Regalebene kann mit der nächst höheren in analorer '"eise verfshrsn werden. Die Lagerungsmittelauflagekonstruktionen der jeweils unteren Ebene können hierbei als Arbeits^uhnenunterzüge verwendet werden und das Regalbediengerät als Transport- und Mont age ceccrt für die Lacerungs"iittelauflcgekonstruktionen zum Einsatz kommen. Das Verfahren liefert bei geringstem Montage- und VeriiessungsaufA'and die unter funktianellen Aspekt geometrisch besten Parameter.
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Ausführungsbeispiele
Die Erfindung soll nachstehend εη einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: den Teilgrundri3 einer Regalebene eines Hochregallagers, dessen vertikale Haupttragelemente in Stahlbauweise errichtet sind
Fig. 2: Prinzipdarstellung der Justierung
Fig. 3: einen Teilquerschnitt eines Hochregallagers, dessen vertikale Haupttragelemente in Stahlbetongleitbauweise ausgeführt sind
Fig. 4: eine Teilansicht der justierbaren Lagerungsoiittelauflagekonstruktionen in einem Hochregallager, dessen vertikale Haupttragelemente in Stahlbetongleitbauweise ausgeführt sind
Fig. 5: eine Teilansicht der justierbaren Lagerungsmittelauflagekonstruktionen in einem Hochregallager, dessen vertikale Haupttragelemente in Stahl ausgeführt sind
Figur 1 zeigt das Grundprinzip des Verfahrens in einem Hochregallager in Stahlbauweise.
Vertikale Haupttragelemente 6 von Hochregailarern in Stahlbauweise weisen in Richtung quer zum Regalgang kaum funktionsnachteilige Abmaße auf. Ebenso sind die funktionell zulässigen Höhenabmaße bei entsprechender Vorfertigungs- und Montacecenauigkeit ohne größere Schwierigkeiten einhaltbar. Das Genauigkeitsproblem stellt sich vcr allem in der Lagegenauigkeit der Lagerungsmittelauflagefutter 2 längs zum Gang. Daher werden bei Hochregallagern in Stahlbauweise die LagerungsmittelauFlaoekonstruktionen vorzugsweise in einer Raumkoordinate längs zum Gang justiert, indem die Auflagefutterkonstruktion auf de.n horizontalen Hau pttraqelement 1 längsverschoben und nach Erreichen der
geforderten Lage durch Schrauben 3 justierbar befestigt werden. Beim dustiervorgang ist jede Auflagefutterkonstruktion eines Recalfaches an öer Lege des ausgefahrenen Last aufnahmemirtels 4 des Regalbadiengerätes 5 zu orientieren.
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Die Figur 2 zeigt eine mögliche Dustierrichtung und die möglichen Dustierrichtungssinne der durch das horizontale Hauprtraoelement 1 getragenen Lagerungsmittelauflagekonstruktion 2 einer Hochregallagerkonstruktion, dessen vertikale Haupttragelemente 6 in Stahlbauweise errichtet sind. Als Oustierlehre der Lagerungsmittelauf lagefutter dient das ausgefahrene Lastaufnahmemittel 4 des Regalbediengerätes. Die Figur 3 zeigt eine Ausführungsmcglichkeit justierbarer Lagerungsmittelauflagekonstruktionen 2 mit aufgeschweißten Auflagefuttern. Die Lagerungsmittelauf lagekonst rukt ionen 2, bestehend aus U-Profilen, werden auf Konsolen 7 aufgelegt. Die Höhenjustierung erfolgt, indem die Konsolen 7, nach fflivellement bzw. Höhenorientierung an der Lastaufnahmemittellage des Regal bediengerat es 5, an die Stahlbleche 8 angeschweißt werden. Die horizontale, Justierung der Lagerungsmittelauf lagekonst ruktionen in Regalquerrichtung wird durch Verschieben der U-Profile auf der Konsole 7 realisiert. In Regallängsrichtung können die U-Profile, welche Stegrücken an Stegrücken golegt werden, ebenfalls verschoben werden. Im Auflagerbereich überschneiden sich die Laqerungsmittelauflagekonstruktionen 2. Die Lage präzisierung erfolgt, indem das Lastaufnahmemittel 4 des Regalbediengerät es 5 als Lehrenanschlag Verwendung findet. Die Arrettie· rung erfolgt, indem durch eine Klemmvorrichtung 9 die Lagsrungsmittelauflagekonstrukticnen 2 jeweils im Auflagerbereich befestigt werden. Die Pfeile weisen in zwei der möglichen drei Oustierrichtungen.
Figur 4 zeigt eine Teilansicht der Lacerungsmittelauflagekonstruktionen 2 in einem Hochregallacer, dessen vertikale Haupttragelemente 6 in Stahlbetonglaitbauweise ausgeführt sind. Die Pfeile weisen in eine oar möglichen zwei horizontalen Dustier™ richtungen. Auf die Lagerungsmittelauflagekonstruktionen 2 sind die Lacerungsmittelauflagefutter oeschrei 3 t. Die Lanerungsmittelauflagekonstruktionen 2 bestehen aus U-Profilen, welche Stegrücken sn Stegrücken auf der Konsole 7 aufliegen und durch eine Klemmvorrichtung 9 larefixiert werden. Die Konsolo 7 ist an ein cinbaublec'n S anceschweiSt .
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Die Lageorientierung der Lacerungsrnittelauf lacekonst rukt ionen 2 erfolgt, indem das Lastaufnahmemittel des Regalbediengerätes als Lehranschlag Verwendung findet.
Figur 5 zeigt eine Teilansicht der justierbaren Lagerungsmittelauflagekonstruktion 2 in einem Hochregallager, dessen vertikale Haupttragelemente 6 in Stahl ausgeführt sind. Die Auflagefutter sind durch Kaltverformung aus Blechen profiliert. Das Profilblech der Lagerungsmittelauflagekonstruktion 2 ist auf die Oberseite des horizontalen Haupttragelementes 1 aufgelegt und durch Schrauben und in das Profilblech gestanzten Langlöchern 3 mit diesen, in Regallängsrichtung justierbar, verbunden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Montage, von Lagerungsmittelauflagekonstruktionen vorzugsweise in Hochregallagern, dadurch gekennzeichnet, daß justierbaren Lagerungsmittelauflagekonstruktionen (2) bei ihrer Lagepräzisierung das ausgefahrene Lastaufnahmemittel (4) des Regal bediengerät es (5) als Lehrenbezugsbasis dient«
2, Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Justieren in den jeweils erforderlichen Raumkoordinaten relativ zu den vertikalen Haupttragelementen (6) der Regalkonstruktion erfolgt, um Ungenauigkeiten der Reaalkonstruktion und des Reaalbedienoerätes nicht funktionsnachteilig wirken zu lassen.
3c Anordnung nach Punkt 2 dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierung der Lagerungsmittelauflagekonstruktion (2) durch lösbare Verbindungen (3,9) erfolgt.
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