DD142957B1 - Laengsstabilisierung in hochregallagern - Google Patents
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Description
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Titel der Erfindung Längsstabilisierung in Hochregallagern
Anwendungsgebiet der Erfindung
Oie Erfindung betrifft die Längsstabilisierung in Hochregal?agern. Die Anwendung ist bei allen Hochregallagerkonstruktionen in Stahlbauweise möglich·
Charakteristik dor bekannten technischen Lösungen
Die Längsstabilisierung von Hochrogallagern in Stahlbauweise wird bei bekannten Konstruktionen außerhalb oder innerhalb der Regale vorgenommen« Bei Längsstabilisierungskonstruktionen werden meist Fachwerkkonstruktionen, die entweder als räumliche Stabilisierungen im Regal oder außerhalb des Regales angeordnet sind, oder als ebene Stabilisierungen, die die Horizontalkräfte von jeder horizontalen Stabilisierungsebene vertikal bis zur Verankerungskonstruktion ableiten, angewendet· Vertikale Stabilisierungen werden vorzugsweise in der Mittelebene eines jeden - in Querrichtung gesehenen - beidseitig belegbaren Regalen angeordnet. Diese Bauweise garantiert bei geringem Materialeinsatz für die Stabilisierungskonstruktion die geringsten Verformungen der Regalkonstruktion bei Einwirkung von horizontalen Kräften in Längsrichtung des Regalese Um die Regalbreiten möglichst klein zu halten, werden schlanke Stäbe zur Stabilisierung, die jeweils nur auf Zug beansprucht werden, eingesetzt· Die Distanz zwischen den funktionell zugeordneten Regalbediongerätefahrschienen und der Stabilisierungskonstruktion in der Mittelebene des Regales muß so groß gewählt werden, daß unter Beachtung dee noxuendigen Ausfahrmaßes des
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des Lastaufnahmemittel des Regalbediengerätes der einzulagernden Ladeeinheiten, der zu erwartenden Abweichungen von den Sollmaßen bei Ein- und Auslagerung und den Abweichungen von der Sollage der Stabilisierungskonstruktion keine Kollision sowohl zwischen Lagerungsmittel und Stabilisierungskonstruktion als auch Lastaufnahmemittel und Stabilisierungskonstruktion eintreten kann· Auf die Lagegenauigkeit der Stabilisierungskonstruktion wirken sich Meß- und Absteckfehler, Vorfertigungs- und Montagefehler aus· Aus ökonomischen Gründen ist der notwendige Freiraum zu minimieren· Mit der Reduzierung des Freiraumes steigen die Genauigkeitsansprüchee daß, sowohl hoher ingenieur-geodätischer Aufwand zur Erreichung der erforderlichen geometrischen Parameter notwendig ist, als auch eine hohe Vorfertigungsgenauigkeit verlangt werden muß· Bei bekannten Hochregallagern mit Längsstabilisierungsverbänden ist ein durch Summierung der Fehleranteile des Bauwesens und der Anfahrfehler des Lastaufnahmemittels gefundener Abstand zwischen den Längsstabilisierungsstäben und den Fahrschienen gewählt, welcher mit zunehmender Höhe der Regalkonstruktion vergrößert werden muß·
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die aus den Abmaßen von Regalkonstruktion und Ausfahrgenauigkeit des Lastaufnahmemittels und Lagerungsmittels erforderlichen Abstände in Lastaufnahmemittel» ausfahrrichtung zu reduzieren, um somit umbauten Raum und Stahl einzusparen und Systemmaße in Regalquerrichtung zu realisieren, die eine montagegerechte Gestaltung der Hüllkonstruktion ermöglichen«
Ziel der Erfindung ist es weiterhin, die Vorfertigungsgenauigkeit äer Regalkonstruktionselemente sowie den Montageaufwand durch Reduzierung der Genauigkeitsansprüche zu senken«
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch ein an geometrisch funktionell relevanten Parametern orientiertes Messen und Lageorientieren von justierbaren vertikalen Längsstabilisierungen den für Toleranzen des Baues und den für systematische Einlagerungsfehler erforderlichen Raum einzusparen« Die Längssta-
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bilisierungskonstruktion?, die vorzugsweise aus zugbeanspruchten Diagonalen besteht, wird an die vertikalen Haupttragelemente, den Mittelstützen der Regale im Festpunktbereich*, orthogonal zur Stabilisierungsebene justierbar angeschlossen* Der Anschluß der Stabilisierungsstäbe muß so erfolgen, daß die Lagevariabilität in erforderlichen Grenzen gegeben ist«
Durch die Erfindung sollen weiterhin die Aufwendungen, die zur Einhaltung der bisher geforderten hohen Genauigkeiten an die Vorfertigung und die Montage der Stabilisierungseleraente von Hochregallagern gestellt wurden, vermindert werden« Desweiteren sollen durch die Erfindung Regale bei minimaler Breitendimensionierung mit großer Höhe hergestellt werden·
Bei der Montage und der Nutzung bekannter Hochregallager besteht zwischen der Längsatabilisierung, welche in der Mittelebene der Regale angeordnet ist·, und der Genauigkeit der Lage der vertikalen Haupttragelemente eine direkte geometrische Abhängigkeit« Diese stellt vor allem in horizontal zugeordneten funktionell abhängigen Bereichen hohe Genauigkeitaansprüche, wobei die zu erwartenden Abmaße der Einlagerung der Baukonstruktion, das heißt die zu berücksichtigenden Abstände zwischen Fahrschienenachse und Vorderkante Stabilisierungokonstruktion bedeutsam sind«
Das Niveau der angewendeten technologischen Verfahren bei der Vorfertigung und der Montage von Hochregallagern einschließlich dor angewandten geodätischen Meßdisziplinen bei der Fertigungsvorbereitung und Montageabsteckung beeinflußt die Abweichung vom Sollwert der geometrischen Parameter« Die Einhaltung der passungstechnisch zu ermittelnden geometrischen Parameter von Regalkonstruktionen und von Anfahrgenauigkeiten der Regalbediengeräte ist bei bekannten Lösungen das entscheidende funktioneile Kriterium« Die Anfahrgenauigkeiten der Regalbadiengeräte werden durch verschiedene geometrische Genauigkeitskomponenten, zufälligen und systematischen Charakters, stimuliert« Einige wesentliche genauigkeitsbeeinflussende Komponenten treten am gleichen Ort in gleicher Größe und in gleichem Richtungssinn auf« Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß diese Korn-
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ponenten in ihren funktionsnachteiligen Wirken durch gerichtete Lagekorrekturen der Längsstabilisierungsstäbe eliminiert werden· Die Abweichungen der vertikalen Haupttragelemente von ihrer Sollage und die Fehler der angeschlossenen Stabilisierungskonstruktionen werden durch abmaßausgleichende Oustierung der Stabilisierungsdiagonalen unwirksam. Das Verfahren und die Vorrichtung ermöglichen die Lage der Stabilisierungsdiagonalen generell an der jeweiligen Lastaufnahmemittelausfahrstellung, unabhängig von der Höhe, zu bestimmen. Die Lagepräzisierung der Längsstabilisierungsdiagonalen wird hierbei regalbediengerätespezifisch vorgenommen· Dadurch werden unter funktioneilen Aspekt erstens der Anfahrgenauigkeitsanteil und zweitens die Abmaße aus Bauprozeß- und Absteckungsarbeiten und Lageveränderungen der Stabilisierungsdiagonalen, insbesondere durch Setzungsdifferenzen der Regalteile, eliminiert· Die Längsstabilisierungskonstruktion wird dabei durch Druck auf quer zur Stabilisierungsebene verschiebbar ausgebildeten Knotenblechen kraftschlüssig, also unter Beibehaltung der Stabilisierungsfunktion quer zur Tragrichtung um das erforderliche Maß verschoben· Die notwendige Kraft zur Überwindung der Haft- und Gleitreibung zwischen beweglichen und festen Elementen, die die Stabilisierungsdiagonale mit dem Regal verbinden, wird vorzugsweise durch eine Schraubvorrichtung eingeleitet« Die Schraubvorrichtung kann an jedem Verbindungselement zwischen beweglichen Längsstabilisierungsverbund und Regal angeordnet sein, oder als transportable Oustiervorrichtung in Form eines Stellgliedes ausgebildet sein·
Beim Dustieren sind Anschlagvorrichtungen zu verwenden, die an das ausgefahrene Lastaufnahmemittel angelegt und das erforderliche Distanzmaß realisieren· Das Verfahren liefert bei geringstem Montage- und Absteckungsaufwand auch die unter funktionelllem Aspekt geometrisch besten Parameter und größte Funktionssicherheit·
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Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen: Figur 1: Die Dustiervorrichtung im Horizontalschnitt Figur 2: Die Dustiervorrichtung im Vertikalschnitt. Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Möglichkeit der konstruktiven Gestaltung eines justierbaren Längsverbandes für Hochregallagerkonstruktionen·
Der Regalmittelstielsteg 1 erhält im Bereich der Längsverbandsknoten Langlöcher 12 für die Verbindungsschrauben 2 zwischen Haltewinkel 6, Regalmittelstielsteg 1 und Gegenblech 5* Die Haltewinkel 6 und Gegenblech 5 werden mittels Verbindungsschraube 2 und Mutter 4 bei der Vormontage mit dem Regalstiel verschraubt. Zur Abminderung der Biegebeanspruchung im Haltewinkel 6 wird die Aussteifung 7 eingeschweißt· Des weiteren befindet sich an der ebenen Seitenfläche der Aussteifung 7 der Ansatzpunkt für das Stellglied 14· Der Diagonalstab des Längsverbandes 8 wird ebenfalls am Vormontageplatz in die Konstruktion eingebaut. Die Diagonalstäbe des Längsverbandes 8 sind, um Abweichungen bzw· Vorverformungen von der Stabachse gering zu halten, vorzugsweise als Rohrprofile auszubilden* Bei diesem Spezialprofil für den Diagonalstab ist es konstruktiv erforderlich, die Stabenden mit einem speziellen Endstück 9 zu versehen· Zwischen die justierbaren Haltewinkel 6 wird bei der Montage das Endstück 9 geschoben und mittels Blindschraube 10 als Montagehilfsverbindung befestigt. Nach dem Ausrichten der Konstruktion wird als kraftschlüssiges, spielfreies Verbindungsmittel die Paßschraube 11 eingebaut. Das Gegenblech 5 wird vor dem Zusammenbau des justierbaren Knotens gefettet, ura in der gefetteten Gleitfläche 13 beim Dustieren die Reibungskräfte zu minimieren* Der Abstand zwischen der Außenkante des Knotens und der Innenkante des Regalmittelstielsteges 1 muß so groß wie die zu erwartenden, passungstechnisch ermittelten Abmaße der Baukonstruktion und der zu berücksichtigenden systematischen Anteile der Einlagerungsabmaße zuzüglich der Bauhöhe des Stellgliedes 14 sein. Der Längsverband wird durch das Stellglied 14 zur praktischen Mittelebene so eingestellt, daß die Außenseite der Diagonalstäbe des Längsverbandes 8 in Quer-
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richtung ausgemittelt liegt· Zur Lagefixierung des justierbaren Knotens wird das Stellglied 14 den jeweiligen Erfordernissen entsprechend eingesetzt und nach erfolgter Lagepräzisierung abgebaut, um für die Korrekturen an anderen Stellen des Längsverbandes eingesetzt zu werden« Dabei wird vorzugsweise jeweils im Knotenbereich der Diagonalstäbe des Längsverbandes 8 die erforderliche passungstechnische Distanz zwischen Lastaufnahmemittelstirnseite und Vorderkante Diagonalstab mittels einer Distanzlehre eingestellt· Vor Beginn des Oustiervorganges sind die Muttern 4 der Verbindungsschrauben 2 so einzustellen, daß keine Vorspannkräfte vorhanden sind, um damit die zum Verschieben notwendige Kraft so gering wie möglich zu halten· Die Arretierung der Sollstellung des justierbaren Knotens erfolgt durch straffes Anziehen der Muttern 4 und Aufdrehen der Sicherungsmuttern auf die Verbindungsschraube 2· Das Stellglied 14 darf erst nach abgeschlossenem Arretierungsvorgang entfernt werden·
Claims (1)
- ErfindungsanspruchLängsstabilisierung in Hochregallagern, dadurch gekennzeichnet, daß justierbare Längsverbandkonstruktionsteile, welche in unmittelbarer Nachbarschaft zum Einlagerungsraum angeordnet sind, vorzugsweise auf Zug beanspruchte Diagonalen sind, deren Lage am ausgefahrenen Lastaufnahmemittel des Regalbediengerätes orientiert werden, wobei das ausgefahrene Lastaufnahmemittel als Lehrenbezugsbasis dient und somit das funktionsnachteilige Wirken gerichteter Abmaße, sowohl der Baukonstruktion, als auch der Lastaufnahmemittelanfahrt in Größe des systematischen Fehleranteiles, eliminiert werden und für die Lageorientierung der justierbaren Längsverbandskonstruktion keine ingenieurgeodätischen Meßverfahren zur Anwendung kommen, brauchen und dadurch eine Reduzierung der Breitendimensionierung der Regale ermöglicht wird, in dom die Längsstabilisierungskonstruktion beim Oustiervorgang durch Druck oder Zug auf quer zur Stabilisierungsebene verschiebbar ausgebildeten Knotenblechen kraftschlüssig, also unter Beibehaltung der Stabilisierungsfunktion quer zur Tragrichtung um das erforderliche Maß-, vorzugsweise mit Hilfe eines Stellgliedes (14) verschoben wird» wobei die Dustierbarkeit relativ zu den Regalstielen der Regalkonstruktion in Regalquerrichtung realisiert ist und die Lagearretierung der Längsstabilisierungskonstruktion (5, 6, 7, 8, 9) vorzugsweise durch lösbare Verbindungen (2, 3, 4) erfolgt·HierzuJ§LSeiten Zeichnungen
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