DD136589B1 - Verfahren zur herstellung von formkoerpern aus polyurethanschaumstoff,insbesondere weichschaumstoff - Google Patents

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DD136589B1
DD136589B1 DD20543978A DD20543978A DD136589B1 DD 136589 B1 DD136589 B1 DD 136589B1 DD 20543978 A DD20543978 A DD 20543978A DD 20543978 A DD20543978 A DD 20543978A DD 136589 B1 DD136589 B1 DD 136589B1
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Karsten Aehlig
Werner Menzel
Joachim Seltmann
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Forschungsinstitut Fuer Holztechnologie
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Description

Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von Formkö'rpern aus Polyurethanschaumstoff, insbesondere Weichschaumstoff
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Polyurethanschaumstoff, insbesondere Weichschaumstoff, wie sie für Polstermöbel, Matratzen und den Fahrzeugbau Anwendung finden. Bei diesen Verfahren werden Einlagen aus Holz, Holzwerkstoffen, Metall, Pappe usw. in eine Form eingebracht und von dem durch Polyadditionsreaktion entstehenden Polyurethanschaum vollkommen oder teilweise umschäumt.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Derartige Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Polyurethanweichschaumstoff, wie sie für Polstermöbel, Matratzen und den Fahrzeugbau Anwendung finden, die Einlagen aus Holz, Holzwerkstoffen, Metall, Pappe, Gummipreßhaarflor, Verbundschaum usw. enthalten, sind bereits bekannt (DD-PS 86 679, DE-PS 851 851, DE-OS 2 158 909)о
Es hat sich aber ergeben, daß durch solche Einlagen Verhärtungen im Formkörper durch Hautbildung des Sc'haumes auf der umschäumten Einlage entstehen, die die Qualität der Formkörper erheblich
beeinflussen und einen höheren Materialeinsatz erfordern· Außerdem zeigte sich, daß durch die Einlagen die Fließwege des aufschäumenden Systems verlängert v/erden und Querschnittsverengungen entstehen; die Folge ist, daß verstärkt Fehlstellen und Einfallstellen im Formkörper auftreten (DE-OS 2 036 501). Es ist weiter bekannt, daß Einlagen zur Verbesserung der Fließfähigkeit des Schaumsystems mit einer Polyäthylenfolie beschichtet werden· Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß es schwer gelingt, eine einwandfreie Haftung der Einlagen mit dem geschäumten Plastwerkstoff zu erhalten· Es bilden sich auch hier Verhärtungen im Formkörper auf der Einlage, so daß wiederum verstärkt Fehlstellen und Einfallstellen auftreten und ein höherer Materialeinsatz erforderlich ist. Außerdem i3t dieses Verfahren nur für Einlagen von einfacher Konstruktion anwendbar. Deshalb wurde bereits vorgeschlagen, die Einlagen vor dem Einbringen in die Form mit einer Lösung des schäumfähigen Plastwerkstoffes zu behandeln (DE-OS 2 309 287). Das Verfahren hat den Nachteil, daß es nur für solche schäumfähige Plastwerkstoffe anwendbar ist, die unter Wärmezufuhr aufschäumen.
Ziel der Erfindung
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, ein Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Polyurethanschaumstoff, insbesondere Polyurethanweichschaumstoff, mit Einlagen zu entwickeln, bei welchem die Verhärtungen auf den Einlagen im Formkörper sowie verstärkte Fehl- und Einfallstellen nicht mehr auftreten und eine feste Haftung der Einlagen mit dem geschäumten Plastwerkstoff auch dann erzielt wird, wenn die Einlage nicht allseitig umschäumt ist. Y/eiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, eine Materialeinsparung zu erzielen und die Möglichkeit zu schaffen, beliebig konstruierte Einlagen zu verwenden.
-ъ-
Darlegung des Wesens der Erfindung
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Einlagen vor dem Einbringen in die Form mit einem Überzug eines Polyviny!derivates, insbesondere Polyvinylacetat, versehen werden. Das Überziehen der Einlagen mit Polyvinylderivaten kann nach den bekannten Verfahren wie Spritzen, Streichen, Tauchen u· a. erfolgen, da diese Polyvinylderivate in Form von Aufschwemmungen in wässrigen Flüssigkeiten unter Zusatz geeigneter Stabilisatoren handelsüblich sind. Anschließend sind die überzogenen Einlagen abzustapeln und nach bekannten Verfahren zu trocknen» Danach können sie bis zu ihrer Verwendung unter Norma!bedingungen gelagert werden.
Gegenüber den bereits bekannten Verfahren werden folgende Vorteile erreicht:
Das Eindringen von Polyurethanschaumstoff in den Werkstoff der Einlage wird verhindert. Die Schaumbildungsreaktion in der Grenzzone "Schaumsystem-Einlage" verläuft schneller, da eine starke Abkühlung des Reaktionsgemisches vermieden wird« Außerdem erhöht sich die Fließgeschwindigkeit des Schaumsystem3 in o# ge Grenzzone, da die Viskosität herabgesetzt v/ird und sich die Adhäsionskräfte verringern« Somit v/erden durch die vorliegende Erfindung die Verhärtung im Formkörper, bisher durch Hautbildung des Schaumes auf der Einlage hervorgerufen, beseitigt und eine feste Haftung der Einlage mit dem geschäumten Plastwerkstoff erreicht sowie das verstärkte Auftreten von Fehl- und Einfallstellen vermieden. Weiterhin wird eine Materialeinsparung von Polyurethanweichschaumstoff bis zu 15 % erzielt.
Die Erfindung soll nachstehend an Ausführungsbeispielen näher erläutert v/erden;
1«, Ausf ührungsbeispiel
Das Einlegeteil, bestehend aus einer Faserplatte mittlerer Dichte und einer zu umschäumenden Oberfläche von 24 dm , wurde
mittels Pinsels mit der PVAс-Aufschwemmung (als Latex-Bindemittel im Handel) beschichtet (Auftragsmenge 16O ... 180 g/m ). danach wurde es bei 40 0C 3 Stunden getrocknet, in ein Aluminiumformwerkzeug der Abmessung 600 χ 400 χ 100 mm eingelegt und unter Laborbedingungen mit dem Polyurethanweichschaumsystem SWK 6307 umschäumt. Der so erhaltene Formkörper zeigte keine Verhärtungen durch die Hautbildung auf der Einlage, und der Materialeinsatz konnte gegenüber Formkörpern mit unbeschichteten Einlagen unter analogen Bedingungen um 9 % reduziert werden, ohne daß sich die Stauchhärte ändert,
2« Ausführungsbeispiel
Das Einlegeteil, bestehend aus einer Paserplatte mittlerer
ρ Dichte und einer zu umschäumenden Oberfläche von 32 dm , wurde mit einem Pinsel mit der PVAc-Aufschwemmung beschichtet (Auftragsmenge I60 »., 180 g/m ). Danach wurde es bei ca» 20 C 4 Stunden getrocknet, in ein Epoxidharzformwerkzeug einer industriellen Schäumanlage eingebracht und mit dem Polyurexhanweichschaumsystem SV/K 6307 umschäumt· Der so erhaltene Formkörper zeigte keine Verhärtungen durch die Hautbildung auf der Einlage, und der Materialeinsatz konnte gegenüber Formkörpern mit unbeschichteten Einlagen unter analogen Bedingungen um 7 % reduziert v/erden, ohne daß sich die Stauchhärte änderte oder Fehlstellen und Einfallstellen auftraten·
3» Ausführungsbeispiel
Entsprechend Ausführungsbeispiel 1 wurde das Einlegeteil mit einer PVC-Aufschwemmung (K-Wert 59) beschichtet, getrocknet und umschäumt♦ Der so erhaltene Formkörper zeigte nur geringe Verhärtungen durch Hautbildung auf der Einlage, und der Materialeinsatz konnte gegenüber Formkörpern mit unbe3chichteten Einlagen unter analogen Bedingungen um 6 % reduziert werden, ohne daß sich die Stauchhärte änderte oder Fehlstellen und Einfallstellen auftraten-

Claims (2)

Erf indun^s artg pruch
1« Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Polyurethan-Schaumstoff,, insbesondere Weichschaumstoff, für Polstermöbel, Matratzen und den Fahrzeugbau, bei dem Einlagen auo HoIs, Holzwerkstoffen, Metall, Pappe, Verbundschaum, Gummipreßhaarflor, Vliesen und textilem Material in die Form eingebracht und von dem durch Polyadditionsreaktion entstehenden Polyurethanschaum vollkommen oder teilweise umschäumt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlagen vor dem Einbringen in die Form mit einem Überzug aus Polyvinylaerivaten versehen werden.
2, Verfahren nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Polyvinylüberzug in Form von Aufschwemmungen von Polyvinylacetat und Polyvinylchlorid in wässrigen Flüssigkeiten unter Zusatz geeigneter Stabilisatoren erfolgt.
DD20543978A 1978-05-18 1978-05-18 Verfahren zur herstellung von formkoerpern aus polyurethanschaumstoff,insbesondere weichschaumstoff DD136589B1 (de)

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CS290483A CS223558B1 (en) 1978-05-18 1983-06-03 Method of producing the shaped products from the foam polyurethan

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DD136589A1 DD136589A1 (de) 1979-07-18
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