DD138365B1 - Automatische dosiereinrichtung fuer fluessigkeiten - Google Patents

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DD138365B1
DD138365B1 DD19897677A DD19897677A DD138365B1 DD 138365 B1 DD138365 B1 DD 138365B1 DD 19897677 A DD19897677 A DD 19897677A DD 19897677 A DD19897677 A DD 19897677A DD 138365 B1 DD138365 B1 DD 138365B1
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Juergen Butzlaff
Ulrich Lieske
Peter Matzke
Hans-Dieter Seibel
Claus-Dieter Voss
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Juergen Butzlaff
Ulrich Lieske
Peter Matzke
Seibel Hans Dieter
Voss Claus Dieter
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Description

198976
Titel der Erfindung Dosiervorrichtung für Flüssigkeiten
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ist für alle Flüssigkeitsdosierung und für Medien, insbesondere auch aggressive, geeignet, die eine Anwesenheit von Luft erlauben, und die eine maximale überäosierung von 10 % zulassen.
Unmittelbare Anwendungsbereiche sind vorzugsweise die Lebensmittelindustrie, Wasserwirtschaft und Landwirtschaft. Der Einsatz der Erfindung ist besonders für Desinfektionsvorrichtungen zweckmäßig, in denen zu einer infizierten Flüssigkeitsmenge (in der Kegel Abwasser) ein bestimmtes Volumen einer Desinfektionslösung zudosiert werden soll.
Charakteristik der bekannten technischen Lösung
Für Dosierungen, insbesondere für aggressive Medien, werden in der Begel Pumpen (Kolben-, Membran-, Flügel-, Strahlpumpen) und Einrichtungen, die über ein umfangreiches Ventil- und elektrisches Regelsystem andere Medien (Luft, Gase) als Fördermittel benutzen, eingesetzt. Mit der DD-PS 122 717 ist eine technische Lösung bekannt, bei der in eine strömende Flüssigkeit in Abhängigkeit der Durchflußmenge und bei Vorhandensein eines statischen Gegendruckes in der Flüssigkeitsleitung unter Einhaltung ganz bestimmter Druckbedingungen an den Aus- und EintrittsÖffnungen aggressive Medien in eine Flüssigkeit zudosiert wurden.
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Weil aber eine Durchmischung der gesamten Flüssigkeitsmenge mit dem Desinfektionsmittel nicht gewährleistet und die Einwirkdauer des Desinfektionsmittels für den vollen Entkeimungseffekt zu gering sind, erweist sich diese Lösung für den Einsatz in Desinfektionsvorrichtung en als völlig ungeeignet. Hinzu kommt eine ungenügende Funktionssicherheit bei geringer bzw. diskontinuierlichem Flüssigkeit sdurchflüß sov/ie beim Auftreten von Schwingungen, wenn die Dosierungsvorrichtung mit einer Anlage z.B. auf Schiffen, Schienenfahrzeugen oder in Flugzeugen installiert ist.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, mit geringem apparativen und Kostenaufwand durch eine geeignete Dosiervorrichtung eine sichere Entkeimung des geklärten Abwassers in z.B. Schiffsabwasserbehandlungsanlagen zu gewährleisten.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, eine Dosiervorrichtung zu schaffen, bei der unter Vereinfachung des apparativen Aufwandes durch eine neue Anordnung der Luft- und Dosierleitungen sowie der Steuer- und Regelorgane die automatische Abgabe einer definierten Menge Dosierflüssigkeit in Abhängigkeit der zu behandelnden Flüssigkeitsmenge erreicht wird.
Die Mängel der bekannten Lösung (DD-PS 122 717) sind in nachstehend aufgeführten Ursachen zu suchen: Die Dosierung des Desinfektionsmittels erfolgt periodisch in eine strömende Flüssigkeit hinein, dadurch werden die Flüssigkeitsmengen, die zwischen zwei Dosierimpulsen die Leitung passieren, nicht mit Desinfektionsmittel vermischt; bei diskontinuierlicher Durchlußmenge ist nicht gewährleistet, daß die Dosierung so erfolgt, daß die notwendige Menge Desinfektionsmittel für die entsprechende Flüssigkeit smenge eingespeist wi£d; der geringe auftriehsabhängige Dichtungsdrиск von Schwimmer-
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rückschlagventilengewährleistet beim Auftreten von Schwingungen nicht die Dichtheit des Systems, zumal alle Ventile dichten müssen, wenn keine Dosierung erfolgt;
falscher Einsatz eines Schwimmerrückschlagventils vor dem Austrittsrohr;
der Einsatz von Schwimmerückschlagventilen im Dosiermedium, das periodisch eine Beaufschlagung mit aggressiven Flüssigkeiten und Luft erhält, führt besonders im Dichtflächenbereich zur Auskristallisierung von Salzen durch die Lufteinwirkung auf Chemikalien (z.B. Natriumhypffochlorit als Desinfektionsmittel);
durch Kristallbildung und Wandbenetzung mit der Dosierflüssigkeit ist die Möglichkeit des Kurzschlusses des Kontaktpaares gegeben;
es sind viele bewegliche Teile im Ventilsystem vorhanden.
Unter Berücksichtigung der aufgezeigten Ursachen wird die gestellte Aufgabe zur Schaffung einer Dosiervorrichtung für Flüssigkeit, insbesondere aggressive Medien, bestehend aus einem Hohlzylinder, der über ein Rückschlagventil mit einem Vorratsbehälter für die Flüssigkeit verbunden ist und an dem eine mit einem Regelventil versehene Luftleitung und eine Dosierleitung für den Austritt der Flüssigkeit angeschlossen sind und weiterhin aus einem Mischraum mit Schalt- und Eegelorganen wobei die Luftleitung und die Dosierleitung innerhalb eines Schützrohres angeordnet sind, dadurch erfindungsgemäß gelöst, daß das Schutzrohr mit seinem einen Ende an dem Deckel einer vorzugsweise zylinderförmigen Dosierkammer und mit seinem anderen Ende an der Innenseite des Verschlußdeckels des Vorratsbehälters befestigt v/ird und Ausgleichsöffnungen im Schutzrohr sowie im oberen Bereich der Luftleitung nahe unter dem Verschlußdeckel eine Drossel oder ein Rückschlagventil vorgesehen werden, und weiterhin dadurch, daß in der Dosierkammer ein das Dosiervolumen verändernder Füllkörper eingebaut wird.
- 4 - 198976
Aq den nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen soll die Erfindung naher erläutert werden.
Es zeigen:
Abb. 1: Dosiervorrichtung in felxibler Ausführung als Bintaüchanlage für unterschiedliche Behälter
Abb. 2: Dosiervorrichtung in stationärer Ausführung
Wie die Zeichnungen zeigen, ist die Dosiervorrichtung in flexibler, einsetzbarer und in stationärer Ausführung zu verwenden.
Bei der felxiblen Ausführung ist die Dosierkammer 1 mit einem definierten Volumen durch den Deckel 2 verschlossen und über das Rückschlagventil 3 mit dem Vorratsbehälter für das zu dosierende Desinfektionsmittel verbunden und darin angebracht.
Durch die Wandung der Dosierkammer 1 werden die Luftleitung
4 und die Dosierleitung 5 in einem gemeinsamen Schutzrohr geführt. Das Schutzrohr 6 ist an seinen Befestigungen mit dem Dosierkammerdeckel 2 und dem Verschlußdeckel 7 mit Ausgleichsöffnungen 8 versehen.
Im oberen Bereich der Luftleitung 4 führt eine Drossel 9 oder ein Rückschlagventil 10 in den Vorratsbehälter 11 für Desinfektionsmittel.
Der Verschlußdeckel 7 des Vorratsbehälters 11 ist mit einem Entlüftungsrohr 12 versehen.
Die Innendurchmesser der Luftleitung 4 und der Dosierleitung
5 bewegen sich im Bereich d = 2 - 3 ит· Dadurch ist die Kappilarwirkung vernachlässigbar und der Dosierfehler infolge unterschiedlicher Flüssigkeitshöhe im Vorratsbehälter 11 gering.
In der Dosierkammer 1 ist durch Füllkörper 13 ein Anpassen an verschiedene Dosiervolumina möglich.
- 5 - 1 S 8976
Abb. 2 zeigt, wie eine Dosiervorrichtung als stationäre Anlage ausgeführt werden Kann.
Außerdem wird das dazugehörige Rohrleitungssystem mit Schaltern und Ventilen dargestellt, das für den Dosierund Füllvorgang sowohl für die Dosiervorrichtung nach Abb.1 und Abb. 2 notwendig ist.
Dosiervorgang
Durch das Signal des Schwimmerschalters 14 öffnet sich das Magnetventil 16 der Druckluftzufuhr 17 . Druckluft gelangt in die Luftleitung 4 . Durch die Drossel 9 bzw. das Rückschlagventil 10 wird ein unsymmetrischer Strömungswiderstand erzeugt.
Der Hauptstrom der Luft drückt über die Luftleitung 4 auf das flüssige Medium in der Dosierkämmer 1 und verschließt dadurch das Rückschlagventil 3· Die Dosierflüssigkeit wird über die Dosierleitung 5 ІД- die Misch- oder Desinfektionskammer 18 gebrückt.
Die Luftbeaufschlagung hält so lange an, bis die Dosierkammer mit Sicherheit geleert ist.
Dann wird durch das Zeitrelais 19 das Magnetventil 16 angeschlossen und der Füllvorgang setzt selbsttätig ein.
Füllvorgang
Über das Rückschlagventil 3 wird die Dosierkammer 1 mit dem Dosiermedium selbsttätig, aufgrund der Schwerkraft gefüllt. Die Luftleitung 4 ist im Hauptstrom durch das Magnetventil 16 versperrt. Die Eat luftung erfolgt über die Drossel 9 bzw. das Rückschlagventil 10 in den Vorratsbehälter 11, dieser wiederum entlüftet durch das Ent luftungsloch 12 im Behälterdeckel 7· Entsprechend des Flüssigkeitsniveau im Vorratsbehälter 11 stellen sich auch die Flüssigkeitshöhen in der Luft- und Dosierleitung 4,5 ein.
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Die Dosierkammer und die Durchmesser der Luft- und Dosierleitung 4,5 sind so ausgelegt, daß die sich einstellenden 'Wberschußvolumina" infolge unterschiedlichen Füllgrades gering gehalten werden.

Claims (2)

-τ- 198976 Erf ind ungsansprüche
1. Dosiervorrichtung für Flüssigkeiten, insbesondere aggressive Medien, bestehend aus einem Hohlzylinder, der über ein Rückschlagventil mit einem Vorratsbehälter für die Flüssigkeit verbunden ist und an dem eine mit einem Kegelventil versehene Luftleitung und eine Dosierleitüng für den Austritt der Flüssigkeit angeschlossen sind und weiterhin aus einem Mischraum mit Schalt- und fiegelorganen wobei die Luftleitung und die Dosierleitung innerhalb eines Schutzrohres angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet , daß das Schutzrohr (6) mit seinem einen Ende an dem Deckel (2) einer vorzugsweise zylinderförmigen Dosierkainmer (1) und mit seinem anderen Ende an der Innenseite des Verschlüßdeckels (7) des Vorratsbehälters (11) befestigt ist und Ausgleichsöffnungen (8) im Schutzrohr (6) sowie im oberen Bereich der Luftleitung (4) nahe unter dem Verschlußdeckel (12) eine Drossel (9) oder ein Rückschlagventil (10) vorgesehen sind.
2· Dosiervorrichtung für Flüssigkeiten nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Dosierkainmer (1) ein das Dosiervolumen verändernder Füllkörper (13) eingebaut ist.
HierzuJL-Seiten Zeichnungen
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