DD139741A5 - Schlauchpumpe - Google Patents
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Description
Berlin, den 9.11.1978
54 072 23
AP P 04 B/ 208 424
Schlauchpumpe
Arovend-ungsgebiet__aer Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Schlauchpumpe zur Förderung flüssiger Medien, die nicht verunreinigt werden dürfen. Sie vdrd insbesondere in der Medizin und Chemie angewendet*
Charalgteristik„der bekannten- technischen Lösungen
Es ist eine Schlauchpumpe bekannt (DS-GM 1 984 906), bei der über zueinander winkelversetzte Exzenter Druckelemente betätigt werden, die in Längsrichtung eines Schlauches nebeneinander angeordnet sind und bei umlaufenden Exzentern wellenförmig phasenverschoben den Schlauch periodisch quetschen, '
Bei dieser Lösung sind die Druckelemente Stempel, die mit ihren dem Schlauch abgekehrten Enden auf Exzenternocken aufruhen und durch diese gegen die Kraft von Eückholfedern gegen den Schlauch bewegt werden,. Das Bewegen der Stempel in die den Schlauch freigebende Stellung erfolgt bei dieser Anordnung also nicht durch den Exzenter selbst, sondern durch die genannten Eückholfedern. Dieser bezüglich der Bewegung "unsjTametrische" Aufbau macht die Pumpe wenig ausbaufähig und bedingt'darüber hinaus einen erheblichen Aufwand an Bauelementen»
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Zlgl^^erJBrflndung
Ziel der Erfindung ist es, den Aufwand an Bauelementen zu reduzieren und die Pumpleistung wesentlich zu erhöhen«,
Darlegung des Wesen_s_d_er_^rfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, e3ne Schlauchpumpe zu schaffen, die die Bewegungssteuerung der Druckelemente mit wenig Bauteilen ermöglicht, eine pulsationsarme Strömung des zu fördernden Mediums gewährleistet und mit der gleichzeitig mehrere Medien gefördert werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß. die Druckelemente als durch die Exzenter auf den Schlauch zu und von diesem weg zwangsbewegte Kulissenschieber ausgebildet sind. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sitzen die Exzenter dabei in in den Kulissenschiebern ausgebildeten öffnungen und wirken mit den dem Schlauch zu- und abgekehrten Teilen der Wände der öffnungen zusammen« Beispielsweise kann hierbei jeder Kulissenschieber als eine seitlich senkrecht zum Schlauch gefünrtes im wesentlichen rechteckige Platte-ausgeführt'-sein, die in ihrem Inneren ein im wesentlichen rechteckiges Loch auf γ; eist, dessen Seiten denen der Platte parallel sind und das den Exzenter aufnimmt. Der Exzenter ist dabei bezüglich des Kulissenschiebers in Führungsrichtung ohne Spiel und mit Spiel senkrecht dazu eingebaut, so daß sich eine senkrecht zur Führungsrichtung verl&iif ende Bewegung des Exzenters auf den Kulissenschieber nicht überträgt«,
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Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Exzenter benachbarter Kulissenschieber jeweils um einen gleichen Winkel gegeneinander versetzt, wobei bevorzugt jeder Exzenter zv/ei achsparallele Bohrungen mit vorgegebener Lage zur Exzentrizität aufweist und benachbarte Exzenter jeweils durch einen einander nicht entsprechende Bohrungen durchsetzenden Stift miteinander verbunden sind«
V/egen der Zwangssteuerung des Kulissenschiebers in beiden Bewegungsrichtungen läßt sich die erfindungsgemäße Schlauchpumpe ohne Schwierigkeiten bevorzugt so ausgestalten, daß auf der in Bewegungsrichtung des Kulissenschiebers dem Schlauch abgekehrten Seite desselben in seinem Bewegungsbereich ein weiterer Schlauch vorgesehen ist. Auf diese Weise wird ohne erheblichen Mehraufwand eine Verdoppelung der Pumpleistung erreicht·
Gemäß einer besonderen bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Schläuche sowohl eingangsseitig als auch .ausgangsseitig der Pumpes vorzugsweise über T-Stücke, miteinander verbundene Da wegen der Bewegungsweise der Kulissenschieber die Förderung in den beiden
ο '
Schläuchen um 180 phasenverschoben erfolgt, wird auf diese Weise eine pulsationsarme Strömung des geförderten Mediums erreicht.
Zur weiteren Steigerung der Förderleistung der Pumpe können bevorzugt die Kulissenschieber in ihrer Erstreckung quer zur Bewegungsrichtung breiter als der Durchmesser eines Schlauches und mehrere Schläuche nebeneinander vorgesehen sein.
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Im folgenden -wird eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schlauchpumpe näher erläuterte In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
FigU 1s eine' schematische Seitenansicht wesentlicher Teile dieser Schlauchpumpe,
Fig* 2: einen Schnitt längs der Linie H-II au3 Fig. 1·
e 1 zeigt sechs nebeneinander angeordnete Kulissenschieber 1, welche auf einer Welle 2 so exzentrisch gelagert sind, daß die Richtungen der Exzentrizitäten für zwei benachbarte Kulissenschieber 1 jeweils um den gleichen Winkel versetzt sind« Die Kulissenschieber haben, wie in Fig· 2 zu sehen« einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt und sind in ihrer Mitte mit einem im wesentlichen rechteckigen Loch 3 versehen, welches von der Welle 2 durchsetzt wird. Unmittelbar auf der Welle 2 sitzt für jeden Kulissenschieber 1 ein Exzenter 4- in einem Kugellager 5» dessen Durchmesser gleich der Höhe des rechteckigen Loches 3 ist. Die Breite des Loches 3 ist dagegen so groß gewählt, daß sich das Kugellager 5 im Rahmen der Exzenterbewegung darin frei in horizontaler Richtung bewegen kann. Dadurch und durch die !führung der Kulissenschieber 1 in vertika ler Richtung durch vier horizontale, parallel zur Welle 2'verlaufende Stäbe 6 wird erreicht, daß sich bei Drehen der Welle 2 durch einen "nicht gezeigten) Elektromotor eine reine Auf»- und Abwärtsbewegung der
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einzelnen Kulissenschieber 1 ergibt.
Jeder Exzenter 4 weist zwei Bohrungen 8 auf, die, gerechnet von der Exzenterachse, im Winkelabstand von 60° zueinander liegen und für alle Exzenter 4 die gleiche Lage bezüglich der Richtung der Exzentrizität haben. Auf diese Weise erhält man ohne schwierige Justierarbeit eine 60°-Versetzung benachbarter Exzenter 4 dadurch $ daß zwei einander nicht entsprechende Bohrungen 8 zweier Exzenter 4 aufeinander ausgerichtet V/erden und durch sie ein Stift gesteckt -wird. Für die mit um 60° versetzten Exzentern 4 auf der Welle 2 montierten Kulissenschieber ergibt sich beim Drehen der Welle 2 eine wellenförmige Bewegung der Einhüllenden der Oberseiten 9 und der Unterseiten 10 der Kulissenschieber 1.
Die Kulissenschieber 1 wirken mit ihren Oberseiten 9 gegen einen Schlauch 11 und mit ihren Unterseiten 10 gegen einen Schlauch 12, die beide in etwa in Richtung der Wellenachse geführt sind, und drücken diese stellungsabhängig mehr oder weniger gegen Widerlagerplatten 13 zusanmien. Die wellenförmige Bewegung der Einhüllenden der Oberseiten 9 bz?je der Unterseiten 10 bewirkt dabei, daß sich die Quetschstellen in Richtung der Achsen der Schläuche 11; 12 vorwärts bewegen, so deß es zu einem Plüssigke.itstransport kommt« Der obere Schlauch 11 und der untere Schlauch 12 können eingangsseitig sowie ausgangsseitig jeweils durch ein (nicht gezeigtes) T-Stück miteinander verbunden seine Aus Fig* 1 ist leicht ersichtlich» daß die Quet ochste Ilen, des unteren Schlauches 12 bezü* lieh denen des oberen Schlauches 11 um 180° phasenver-
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schoben laufen«, Dadurch fällt ein Förderma^imum in dem einen Schlauch zeitlich mit einem Förderminimum in dem anderen Schlauch zusammen, so daß in der durch das ausgangsseitige T-Stück zusammengeführte Strömung Pulsationen weitgehend vermieden sind. Außerdem wird durch das bei der erf indungsgeiaäßen Schlauchpumpe zwsnglos mögliche Verwenden zweier Schläuche 11; 12 -an gegenüberliegenden Seiten der Kulissenschieber 1 die Pumpleistung gegenüber einer einsöitigen Ausführung verdoppelte
Die Durchmesser der verendeten Schläuche 11; 12 liegen in der Größenordnung von einem halben bis zu einigen Millimetern, so daß bei noch handlicher Größe der Kulissenschieber 1 ein Nebeneinanderanordnen von mehreren Schläuchen auf beiden Seiten der Kulissenschieber möglich ist« Auf diese Weise läßt sich die Förderleistung für ein Medium weiter erhöhen, oder aber es kann jeweils ein Schlauch von der Oberseite und ein Schlauch von der Unterseite des Kulissenschiebers über ein ΐ-Stück zusammengefaßt werden, so daß mehrere Medien pulsationsarm gleichzeitig gefördert werden können«
Wie in Fig. 1 zu sehen, ist die Welle 2 in Kugellagern 14- geführt, die in vertikalen Stirnwänden 15 sitzen. Die Stirnwände 15 tragen auch, die Führungsstäbe 6 zur vertikalen Führung der Kulissenschieber 1 sowie die Widerlagerplatten 13, gegen die die Schläuche 11; 12 durch die Kulissenschieber 1 zusammengedrückt werden. Zwischen den Stirnwänden 15 verlaufen nicht gezeigte Gehäuseplatten die den Bewegungsmechanismus der Pumpe nach außen abdecken»
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Claims (2)
- 9· 11ο 197854 072 23Έ 04 B/ 208 424Erf indung s ansp rue h1» Schlauchpumpe mit über zueinander Winkelversetzte Exzenter betätigten Druckelementen, welche in Längsrichtung eines Schlauches nebeneinander angeordnet sind und bei umlaufenden Exzentern wellenförmig phasenverschoben den Schlauch periodisch quetschen, gekennzeichnet dadurch, daß die Druckelemente als durch die Exzenter (4) auf den Schlauch (11) zu und von diesem weg zwangsbewegte Kulissenschieber (1) ausgebildet sind»2c Schlauchpumpe nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Exzenter (4) in in den Kulissenschiebern (1) ausgebildeten Löchern (3) sitzen und mit den dein Schlauch (11) zu- und abgekehrten Teilen der Wände der Löcher (3) zusammenwirken«3© Schlauchpumpe nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch» daß Führungen zum Führen der Kulissenschieber (1) senkrecht zum Schlauch vorgesehen sind*4. Schlauchpumpe nach einem der Punkte 1 bis 3t gekennzeichnet dadurch, daß die Exzenter (4) benachbarter Kulissenschieber (1) jeweils um einen, gleichen Winkel gegeneinander versetzt sind.5* Schlauchpumpe nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch,u P, «.
- 9. ti. 1978 54 072 23CTdaß jeder Exzenter (4) zwei achsparallele Bohrungen (8) mit vorgegebener Lage zur Exzentrizität aufweist und daß benachbarte Exzenter jeweils durch einen einander nicht entsprechenden Bohrungen durchsetzenden Stift miteinander verbunden sind.5« Schlauchpumpe nach einem der Punkte 1 bis 5» gekennzeichnet dadurch j daß auf den in Bewegungsrichtung der Kulissenschieber (1) dem Schlauch (11) abgekehrten Seite der Kulissenschieber (1) ein weiterer Schlauch (12) vorgesehen ist.7* Schlauchpumpe nach Punkt 6, gekennzeichnet dadurch* daß die Schläuche (11; 12) soYvohl pumpeneingangsseitig als auch pumpenausgangsseitig miteinander verbunden sind»8-· Schlauchpumpe nach Punkt 7» gekennzeichnet dadurch, daß zur Verbindung T--Stücke vorgesehen sind,9e Schlauchpumpe nach einem der Punkte 1 bis 8, gekennzeichnet dadurch, daß die Kulissenschieber (1) in ihrer Erstreckung quer zur Bewegungsrichtung breiter als der Durchmesser eines Schlauches (11; 12) sind und daß mehrere Schläuche nebeneinander vorgesehen sind«,Hierzu Ί SSeite Zeichnungen
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