DD140219A5 - Drahtheftvorrichtung - Google Patents
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Description
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Drahtheftvorrichtung,, bestehend aus einem rotierenden Klammerschließ- und rotierenden Heftzylinder mit externer Heftmittelzufuhr, zum Heften vereinzelter Exemplare. Die Erfindung kann z, B· im Anschluß an 3?alzapparate für Rollenrotationsdruckmaschinen angewendet werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Drahtlängshef.tvdrrichtungen sind bekannt geworden« Sie werden vor allem zur Heftung von gefalzten Exemplaren verwendet. Hierbei werden entweder die Exemplare während des Heftvorganges gehalten, oder der Heftkopf wandert eine Zeitlang mit dem zu heftenden Exemplar mit. Mit derartigen Vorrichtungen lassen sich jedoch nur Heftgeschwindigkeiten bis zu 12.000 Heftungen pro Stunde erreichen.
Ziel der Erfindung . .
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung einer Drahtheftvorrichtung, die gegenüber den bekannten Drahtheftvorrichtungen eine wesentlich höhere Produktivität besitzt.
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Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Drahtheftvorrichtung zur Längsheftung von vereinzelten Produkten zu schaffen, wobei die Heftklammerbildung bzw· Übergabe der Heftklammer e^uer zur Laufrichtung des Heftzylinders erfolgen soll, und die Heftdrahtzufuhr von außerhalb auf den Heftzylinder erfolgt.
Erfindungsgemäß· wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß auf dem Klammerheftzylinder, auf einer durch sein Zentrum gehenden Geraden, eine sich mit dieser Geraden um 90° ver· drehbare Klammertransport=· und -eintreibvorrichtung angeordnet ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß ein Eintreibstempel in einer drehbar gelagerten Verdrehbüchse verschiebbar gelagert ist, wobei die Verdrehbüchse konzentrisch zu einer durch das Zentrum des Klammerheftzylinders gehenden Geraden angeordnet ist.
Vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang, wenn der Eintreibßtempel über eine Treibstange mit einem Kolben formschlüssig verbunden ist»
Im Sinne der Erfindung ist auch, daß die Verdrehbüchse mit einem Zahnkranz versehen ist, daß mit dem Zahnkranz eine Verzahnung einer Zahnstange in Eingriff steht, daß eine Steuerrolle mittels eines Zapfens mit der Zahnstange formschlüssig verbunden ist, wobei die Steuerrolle in einer Schaltnut eines gestellfesten Schaltkurventrägers umlaufend angeordnet ist.
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Vorzugsweise ist zwischen einer Stirnfläche der Verarehbüchse und dem Kolben eine Druckfeder angeordnet·
Zweckmäßig ist weiterhin, wenn auf einer Kopffläche des Eintreibstempels ein Magnet angeordnet ist·
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß eine Längsheftvorrichtung mit externer Drahtzufuhr geschaffen worden ist, mit der Heftgeschwindigkeiten von über 30.000 Heftungen pro Stunde durchgeführt werden können·
Ausführungsbeispiel
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
Fig· 1:einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung, ohne Seitengestelle,
Pig. 2: einen Schnitt ΙΙ-ΪΙ durch Pig. 1,
Pig. 3i eine schematische Darstellung der Heftklammerbildung.
In Seitengestellen 1 ist eine Well« 2 gelagert, auf deren Wellenende 3 ein Zahnrad 4 aufgekeilt ist. Zwischen den beiden Seitengestellen 1 ist auf der Welle 2 ein Klammerheftzylinder 5 montiert. Mit ihm arbeitet ein Klammerschließzylinder 6 zusammen, der auf eine Welle 7 montiert ist. Auf das Wellenende 8 der Welle 7 ist ein Zahnrad 9 aufgekeilt9 das mit dem Zahnrad 4
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kämmt. Der Eintrieb auf die Heftvorrichtung erfolgt über das Zahnrad 4 von einem nicht dargestellten Hauptantrieb. In einer abgesetzten Bohrung 48 des Klammerheftzylinders 5 ist ein zylindrischer Einsatzkörper 10 eingepaßt und angeschraubt. Er dient zur Lagerung einer Verdrehbüchse 11, in der die Treibstange 12 und der mit ihr formschlüssig verbundene Kolben 13 verschiebbar gelagert sind# Die Verdrehbüchse 11 endet nach oben in den Stegen 14 und 15# Die Stege 14 und 15 dienen zur Führung des Eintreibstempels 16 und der Heftklammer 40· Der Eintreibetempel 16 hat den Querschnitt eines Kreises, von dem zwei zueinander parallele Führungsflächen weggeschnitten sind· Durch diese Querschnittsform kann er sich nicht innerhalb der Stege 14, 15 verdrehen und folgt daher der Drehbewegung der Verdrehbüchse 11· Die Verdrehbüchse 11 und damit der Eintreibstempel 16 sind verdrehbar um eine Gerade g, die durch die Rotationsachse 18 des Klammerheft zylinde rs 5 geht.
Parallel zur Rotationsachse 18 der Welle 2 ist im Klammerhef tzylinder 5 eine durchgehende Bohrung 13 vorgesehen« Sie dient zur Lagerung einer hin- und herverschiebbaren halbrunden Zahnstange 20 mit einer Verzahnung 21. Sie steht in Eingriff mit der Verzahnung des Zahnkranzes 22 der Verdrehbüchse 11· An ihrem freien Ende trägt die Zahnstange 20 einen Zapfen 23 mit einer Steuerrolle 24. Diese läuft in einer Schaltnut 25 eines konzentrisch zur Welle 2 angeordneten und am SeitengestelH mittels eines Flansches 28 angeschraubten Hohlzylinders 27 um. Die Schaltnut 25 ist so ausgelegt, daß pro Umdrehung des Klammerheftzylinders 5 die Zahnstange 20 eine Hin- und Herbewegung macht und dabei die Verdrehbüchse 11 jeweils
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um 90 um die Gerade g hin und her verdreht· Dieser Drehbewegung folgt auch der Eintreibstempel 16, Die Bohrung 29* in der der Kolben 13 hin und her bewegt werden kann, mündet in eine Sackbohrung 26 entläng der Rotationsachse 18 der Welle 2. Diese Sackbohrung 26 steht mit einem gesteuert zugeführten Treibmittel, z. B. komprimierter Luft in Verbindung. Zwischen der Stirnfläche 50 der Verdrehbüchse 11 und dem Kolben 13 ist eine Druckfeder 30 eingespannt. Sie hat die Aufgabe, bei Druckl'oswerden des Treibmittels den Kolben 13 in die Bohrung 29 zurückzutreiben.
In bekannter Weise wird der Heftdraht 33 von einer außerhalb des KlammerheftZylinders.5 angeordneten Vorratsrolle mittels der Transportrollen 31 ί 32 einer ebenfalls bekannten Drahtschneidvorrichtung 34 zugeführt $ die mittels des an den Klammerheftzylinder 5 angeschraubten Schaltnockens 35 betätigt wird. An einem gestellfesten Halter 36 ist ein Formstück 37 im Winkel Ct zur Horizontalen befestigt. Das Formstück 37 ist dabei so angeordnet, daß es während der Rotation des Klammerheftzylinders 5 zeitweise zwischen die zwei Stege 14 und 15 der Verdrehbüchse 11 zu liegen kommt«,
Bevor der Eintreibstempel 16 das Formstück 37 erreicht8 ist seine Querachse A-^A parallel zur Rotationsachse des Klammerheftzylinders 5 ausgerichtet. In dieser Stellung übernehmen die Mitnähmerspitzen 38; 39 derVerdrehbüchse'11 den mittels der Drahtsehneidvorrichtung 34 .abgeschnittenen Heftdraht 33 und transportieren ihn im Drehsinne des KlammerheftZylinders 5. Durch das schrägstehende Formstück 37 wird der Heftdraht 33 dabei zwi-
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sehen die zwei Stege 14 und 15 in den Eintreibstempel 16 gedrückt und dadurch eine Heftklammer 40 gebildet, die zwischen den Hartmetallplatten 41 j 42 festgehalten wird*,
Hierzu dient, ein Permanentmagnet 59t ä.©*" in. die Kopffläche 60 des Eintreibstempels 16 eingelegt ist· Hat nun der Eintreibstempel 16 mit der gebildeten Heftklammer 40 das Formstück 37 verlassen, so wird durch die Zwangsführung der Steuerrolle 24 in der Schaltnut 25 die Zahnstange'20 verschoben, und zwar so weit, bis der Eintreibstempel 16 maximal 90° um seine Längsachse verdreht istβ Die quer zur Rotationsrichtung des Klammerheftzylinders 5 gebildete Heftklammer 40 steht nun in Längsrichtung, d. h« also in Rotationsrichtung des Klamme rheftZylinders 5» Das zu heftende Exemplar 43 wird in bekannter Weise von Transportbändern 51;' 52 geführt und gelangt zwischen den Klammerheftzylinder 5 und Klammerschließzylinder 6, Im Ein!aufzwiekel 44 zwischen Klammerheftzylinder 5 und Klammerschließzylinder 6 ist eine gespaltene Leitzunge 45 gestellfest befestigt. Der Führungespalt 46der Leitzunge 45 ist so bemessen und ausgerichtet, daß nach Austritt der Heftklammerschenkel 53» 54aus den Stegen 14; 15 und ihrem Durchdringen des Exemplars 43 diese genau in den Führungsspalt 46 hineingetrieben werden. Der Kolben 13 wird -mit einem Treibmittel, z, B. komprimierter Luft, so rechtzeitig beaufschlagt, daß der Eintreibstempel 16 die Heftklammerechenkel 53» 54 im Bereich.des Führungsspaltes 46 der Leitzunge 45 das Exemplar 43 durchdringen läßt. Haben die Heftklammerschenkel 53» 54 erst einmal das Exemplar 43 durchdrungen, so ist es unmöglich, daß die
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Heftklammer 40 seitlich umfällt, weil die Heftklammer-BChenkel 53» 54 in dem Pührungsspalt 46 geführt werden. In dieser aufrecht stehenden Lage werden die Heftklammer schenkel 53» 54 der Klammerschließvorrichtung 49 zugeführt. Sie besteht im wesentlichen aus dem starren Klammerschenkelumbieger 55 und dem rotierenden Klammerschenkelumbieger 56. Beide Klammerschenkelumbieger 55» 56 sind auf dem Klammerschließzylinder 6 montiert. Der rotierende Klammerschenkelumbieger 56 ist auf eine Welle 57. aufgekeilt, deren freies Ende ein Ritzel 58 trägt, das mit der Verzahnung eines gestellfesten Zahnrades 61 in Eingriff steht.
Anstatt die Heftklammer 40 im Zusammenwirken mit dem Eintreibstempel 16 zu bilden, wäre es auch möglich, fertig vorgeformte Klammern dem Eintreibstempel 16 quer zur Laufrichtung des Klammerheftzylinders 5 zuzuführen.
Mit der oben beschriebenen Vorrichtung ist es also möglich, Heftdraht oder fertige Klammern quer zur Laufrichtung einem Heftzylinder zuzuführen und dann in Längsrichtung das Exemplar zu heften·
Claims (6)
1. Drahtheftvorrichtung, bestehend aus einem rotierenden Klammerschließzylinder und einem mit ihm zusamm.envd.r-» kenden rotierenden Klammerheftzylinder mit externer Heftdrahtzufuhr, zum Heften vereinzelter Exemplare, gekennzeichnet dadurch, daß auf dem Klammerheftzylinder (5)» auf einer durch sein Zentrum gehenden Gera- " den (g), eine sich mit dieser Geraden um 90° verdrehbare Klammertransport-» und -eintreibvorrichtung angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß ein Eintreibstempel (16) in einer drehbar gelagerten Verdrehbüchse (11) verschiebbar gelagert ist, wobei die Verdrehbüchse (11) konzentrisch zu einer durch das Zentrum des Klammerheftzylinders (5) gehenden Geraden (g) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß der Eintreibstempel (16) über eine Treibstange (12) mit einem Kolben (13) formschlüssig verbunden i.st.
4· Vorrichtung nach Punkt 1 bis 3» gekennzeichnet dadurch, daß die Verdrehbüchse (11) miteinem Zahnkranz
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(22) versehen ist, daß mit dem Zahnkranz (22).eine Verzahnung (21) einer Zahnstange (20) in Eingriff
steht, daß eine Steuerrolle (24) mittels eines Zapfens
steht, daß eine Steuerrolle (24) mittels eines Zapfens
(23) Bait der Zahnstange (20) formschlüssig verbunden ist, wobei die Steuerrolle (24) in einer Schaltnut (25) eines gestellfes^en Schaltkurventrägers umlaufend angeordnet ist·
5· Vorrichtung na.ch Punkt 1 bis 4» gekennzeichnet dadurch, daß zwischen einer Stirnfläche (50) der Verdrehbüchse (11) und dem Kolben (13) eine Druckfeder (30) angeordnet ist·
6· Vorrichtung nach Punkt 1 bis 5» gekennzeichnet dadurch, daß auf einar Kopffläche (60) des Eintreibstempels (16) ein Magnet (59) angeordnet ist·
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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Legal Events
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