DD140873A1 - Verfahren zur trocknung von aromatischen kohlenwasserstoffgemischen - Google Patents

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aromatic hydrocarbons
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hydrocarbon mixtures
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DD21004178A
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Inventor
Guenter Schober
Peter Scharf
Harald Sichtig
Felix Lippold
Juergen Klempin
Hans-Georg Doms
Wilfried Masche
Klaus-Dieter Orschel
Christa Lueder
Guenter Ewers
Original Assignee
Guenter Schober
Peter Scharf
Harald Sichtig
Felix Lippold
Juergen Klempin
Doms Hans Georg
Wilfried Masche
Orschel Klaus Dieter
Christa Lueder
Guenter Ewers
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein destillatives Verfahren zur Trocknung von vorzugsweise Cg-Aromatengemischen. Es soll mit geringem Aufwand an Apparatur und Betriebskosten ein trockenes Aromatengemisch mit einem Wassergehalt von < 50 ppm erzeugt werden. Erfindungsgemäß erfolgt die Trocknung destillativ mit nichtaromatischen bzw. aromatenenthaltenden nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen, die in den Aromatengewinnungs- und -aufbereitungsanlagen anfallen.

Description

Verfahren zur Trocknung von aromatischen Kohlenwasserstoff ge mis ehe η
C 07 c 7/06
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur destillativen Trocknung von aromatischen Kohlenwasserstoff gemischen, die durch herkömmliche Prozesse der kataIvtischen StoffWandlung wie Reformierung oder der thermischen Stoffwandlung wie Pyrolyse erzeugt, über Destillations- und Isomerisierungsschnitte weiterverarbeitet und aus denen durch Separationsprozesse wie z. B. Tieftemperaturkristallisation und/oder Adsorption an selektiven Adsorbentien bestimmte Komponenten isoliert werden können· Zum störungsfreien Betreiben dieser Separationsprozesse, insbesondere der Tieftemperaturkristallisation, ist es nötig, den Wassergehalt des Einsatzproduktes, der zwischen 100 und 500 ppm liegen kann, auf Werte unter 50 ppm abzusenken. Höhere Wasserkonzentrationen verursachen durch Eisbildung Verstopfungen in der Kristallisationsanlage, die verstärkt in Regelventilen, Zentrifugen und Rohrleitungen auftreten bzw« zur negativen Beeinflussung der Aktivität des Adsorbens führen können·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt,, zur Trocknung von Kohlenwasserstoffgemischen auf destillativem Wege binäre Azeotropbildner wie Benzol oder Toluol einzusetzen· Diese Verfahrensweise gestattet jedoch nur eine Absenkung des Wassergehaltes auf ca» 1000 ppm, der für Einsatzprodukte der Tieftemperaturkristallisation nicht ausreichend ist. Andere Möglichkeiten zur Trocknung von Kohlenwasserstoffgemischen bis unter 50 ppm bestehen im Einsatz von Molekularsieben« Solche Prozesse sind jedoch bezüglich Prozeßgestaltung, -führung und Ökonomie den destillativen Verfahren unterlegen· Die auf der Grundlage von Ionenaustauschern arbeitenden Verfahren zur Reinigung aromatischer Kohlenwasserstoffe ermöglichen eine maximale Absenkung des Wassergehaltes auf ca. 300 ppm (DD-Wp 124376)«
Ein weiteres Verfahren zur Reinigung von aromatischen Kohlenwasserstoffen durch Destillation eines aromatischen KohlenwasserstoffÖls, bestehend aus Benzol, Toluol oder Xylol und Verunreinigungen an nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen mit höheren Siedepunkten als die der zu reinigenden Aromaten bei Dosierung von Azeotropbildnern wird in der DE-AS 1518240 publiziert. Die hier verwendeten Azeotropbildner, bestehend aus vorwiegend paraffinischen oder naphtheneschen Kohlenwasserstoffen, werden mindestens in der 0,15-fachen Menge, vorzugsweise in der 0,5 - 7-fachen Menge des zu reinigenden Produktes dem bei 150 - 250 0C siedenden Kohlenwasserstofföl zugeführt. Zum anderen müssen die Siedepunkte der Azeotropbildner mindestens um 20 C höher als die Siedepunkte der zu reinigenden Aromaten liegen«
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, bei geringem Aufwand an Apparatur und Betriebskosten aromatische Kohlenwasserstoffe auf destillativem Wege zu trocknen. Es soll ein aromatisches Einsatzprodukt, welche.s sich vorzugsweise für den Einsatz in die Tieftemperaturkristallisation zur Gewinnung von p-Xylol eignet, mit einem Wassergehalt von kleiner 50 ppm entstehen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine einfache technische Lösung zur destillativen Trocknung von aromatischen Kohlenwasserstoffen zu finden«
Ausgehend vom bekannten Stand der Technik, aromatische Kohlenwasserstoffe mit nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen zu reinigen, wurde überraschenderweise gefunden, daß nichtaromatische bzw. aromatenenthaltende nichtaromatische Kohlenwasserstoffe mit Siedepunkten im Siedebereich bis zu 140 0C, die tiefer als die der zu trocknenden aromatischen Kohlenwasserstoffe, vorzugsweise der Cg-Aromatengemische, liegen, polvnäre Azeotrope mit Wasser bilden und somit zur Trocknung geeignet sind. Solche Verbindungen sind z. B. in Produktströmen von Aromatengewinnungsanlagen und Aromatenaufbereitungsanlagen in für die Trocknung wirksamen Konzentrationen enthalten«
Erfindungsgemäß erfolgt die Trocknung von aromatischen Kohlenwasserstoffgemischen bis auf einen Wassergehalt von -^ 50 ppm durch azeotrope Destillation bei Dosierung eines Zusatzgemisches, bestehend aus nichtaromatischen bzw« aromatenenthaltenden nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen in einem Mengenverhältnis <C 15 Vol,-% vom Gesamteinsatz und Sumpfproduktentnahme des getrockneten Produktes,, Die Zugabe des Zusatzgemisches kann dabei direkt zum Einsatzprodukt und/oder auf jeweils einem Boden der Ober- oder Untersäule der Destillationskolonne erfolgen» Die infolge Azeotropbildung entstandenen Wasser-Kohlenwasserstoffgemische werden destillativ über Kopf und/oder Seitenentnahme in der Obersäule abgetrieben und entweder direkt dem Raffineriebetrieb zugeführt oder im Phasentrennbehälter in die organische und wäßrige Phase getrennt. Die anfallende wäßrige Phase besteht praktisch aus reinem Wasser, deren Menge durch den zu erzielenden Trocknungseffekt (Einsatzgemisch - Sumpfprodukt) bestimmt wird*
Gleichermaßen kann die Trocknung über die polynären Azeotrope der nichtaromatischen bzw· aromatenhaltigen nichtaromatischen Kohlenwasserstoffe mit Wasser so erfolgen, daß die für die Trocknung erforderlichen Konzentrationsverteilungen im Siedebereich < 140 0C im Einsatzgemisch durch die Prozeßbedingungen vorgeschalteter Prozeßstufen realisiert werden·
Ausführungsbeispiel .
Anhand"des nachfolgenden Ausführungsbeispiels soll die Erfindung näher erläutert werden: Ein Einsatzgemisch 7 wurde mit einem Zusatzgemisch 8, im Verhältnis 95:5 Vole-%, in einer Siebbodenkolonne zur Co-Aromatentrocknung eingesetzt* Die Konzentration der Einsatzgemische und der erreichten* Ziel-, produkte 15, 11 a und 12 a (Kopfentnahme) sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt (Angaben in Gevu-%):
Komponente 7 8 15 11a 12 a
C3-C5 0,1 11,1 13,7 0,9 16,8
i-c6 18,9 7,0 0,4 14,4
n-C6 48,3 3,0 0,1 6,2
Cg-Naphthene Benzol 19,9 0,8 3,1 11,1 1,2 6,8
0,9 17,5 19,2 37,3
n-C~ 0,8 6,6 47,1 8,9
Ογ-Naphthene Toluol 251 2,9 27,5 19,4 2,8 3,3
i-c8 12,9 0,8 1,8
n-C8 2,4 0,8 -
Cg-Naphthane AB 0,2 0,5 29 0,1
pX 0,3 .0,1
mX 0,5 0,3
oX 0,1
i-c9
n-C9
H2O /ppm/ 63
99,95 Ma.-S
Destillationskolonne 1 = 30 einflutige Siebboden; der Zulauf teilt die Kolonne im Verhältnis 1:1 (Obersäule:Unteraäule)·
β- 2 10 041
Die Mengenverhältnisse, bezogen auf das Einsatzgemisch 9, nehmen folgende Werte an: '
zu trocknendes Gemisch 7: ca· 95
Zusatzgemisch (Vordestillat
von MitteIbenzinreformat) 8: ca. 5 Vol,-%
getrocknetes Gemisch 15: ' ca« 97»6 Vo1·-%
organische Phase/
Kopfprodukt 11 a: ca« 2,4 Vol.-%
wäßrige Phase/Kopfprodukt 12'a: ca» 0,02 Vol«-%
Rücklaufverhältnis (14 a/11 a): ca«15:1 Kopfdruck 1 at
Dosierungsvariante: 16 a -: ohne Rückführung
17
Temperatur- und Wasserkonzentrationsprofile:
Boden Sumpf 4 9 14 19 24 29 Kopf oP/
P I I J „ , III I—.· ι lllllHIB <l Il KIBIBlI !Ul Il I Il I > _. I I B1H Il Il Il Il I >. <« IWWIIII I -IIP«-«!.. — IV-IU - I IB ΠΙ-ΙΙΙ _-^
Temp,/ 0C/ 140 137 131 121 117 105 91 64 VI.l. Wasser- 29 30 32 45 81 146 394 63/99,75 kons,
) /ppm/
Durch die erfindungsgemäße Lösung ist es möglich, bei geringem Aufwand an Apparaten und Betriebskosten (geringe Kopfproduktmengen, geringe Mengen an leicht beschaffbaren Zusatzgemischen, geringer Trennaufwand bezüglich Rücklaufmenge und Wärmebedarf usw«) aromatische Kohlenwasserstoffgemische mit Wassergehalten ·<" 50 ppm zu erzeugen·

Claims (1)

  1. — ?-
    Erfindungsanspruch
    Verfahren zur destillativen Trocknung von aromatischen Kohlenwasserstoffen, vorzugsweise von Cg~Aromatengemischen gekennzeichnet dadurch, daß ein Zusatz, ge misch (8), bestehend aus nichtaromatischen bzw. aromatenenthaltenden nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen, deren Siedepunkte tiefer als der des zu trocknenden aromatischen Kohlenviasserstoffes (7) im Siedebereich bis zu 140 C liegen, in einem Mengenverhältnis von
    <C 15 Vol#~% vom Gesamteinsatz direkt zum Einsatzprodukt (7) und/oder als Strom (16) auf einen Boden der Ober- und Untersäule der Destillationskolonne (1) zudosiert wird bei Sumpfproduktentnahme des getrockneten Produktes (15), die gebildeten polynären Azeotrope mit Wasser über Kopf und/oder Seitenstromentnahme (10) abgetrieben und direkt dem Raffineriebetrieb (11) zugeführt oder im Phasentrennbehälter (3) aufgetrennt werden.
    Hierzu /I Seite Zeichnung
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