DD141857A1 - Einrichtung zur sicherung von fernwaerme-abnehmeranlagen - Google Patents

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DD141857A1 DD21124579A DD21124579A DD141857A1 DD 141857 A1 DD141857 A1 DD 141857A1 DD 21124579 A DD21124579 A DD 21124579A DD 21124579 A DD21124579 A DD 21124579A DD 141857 A1 DD141857 A1 DD 141857A1
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Frank Foerster
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Frank Foerster
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Sicherung von Fernwärmeanlagen mit den Wärmeträgern Dampf und Heißwasser, insbe» sondere ira Störungsfall. Die Anwendung kann in Fernwärme“Abnehmer« anlagen erfolgen, in denen aus störungstechnischen Gründen Magnetventile in den Hauptleitungen nicht eingesetzt werden und Differenzdruckregler oder Mengenbegrenzer und/oder Druckregler ohne Hilfsenergie eingesetzt sind. Unter Verwendung eines Bypaß zum Regler, bestehend aus einer variablen Drossel, einer festen Drossel, einer Druckentnahme zwischen den Drosseln und einer verbindenden Rohrleitung wird erfindungsgemäß der Widerstand der variablen Drossel in Abhängigkeit vom Betriebszustand der Abnehmeranläge auf einen hohen Wert für den Normalfall eingestellt. Damit ist im Störungsfäll über die feste Drossel dem Regler ohne Hilfsenergie ein Druckistwert zuführbar, so daß bei Überschreitung des Sollwertes das Stellglied eines Reglers schließbar ist.

Description

Titel der Erfindung
Einrichtung zur Sicherung von Fernwärme-Abnehmeranlagen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Sicherung von Fernv/ärmeanlagen mit Wärmeträgern Dampf oder Heißwasser, insbesondere im Störungsfall. Die Anwendung kann in Fernwärme-Abnehmeranlagen erfolgen, in denen aus strömungstechnischen Gründen Magnetventile in den Hauptleitungen nicht eingesetzt werden und Differenzdruckregler oder Mengenbegrenzer und/oder Druckregler ohne Hilfsenergiezuführung eingesetzt sind.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Bekannte Einrichtungen zur Sicherung von Fernwärme-Abnehmeranlagen ermöglichen im Störungsfall, insbesondere beim Ausfall von Elektroenergie, den Durchfluß des Primär-Wärineträgers durch die Anlage zu unterbrechen. In Abnehmeranlagen, in denen pneumatische oder hydraulische Hilfsenergie zur Betätigung der Stelleinrichtungen einer BMSR-Anlage eingesetzt ist, können definierte Schließfunktionen im Störungsfall auch nach Ausfall der Hilfsenergie ausgeführt werden. In Abnehmeranlagen mit dem Wärmeträger Dampf können Magnetventile die Schließfunktion im Störungsfall ausführen. Es ist bekannt (DE-PS 1 094- 428), daß zwischen der Vor- und Rücklaufheißwasserleitung eines Heißwasser-Warmwasser-Umforiaers eine luftgekühlte Kurzschlußleitung mit einem Thermostaten angeordnet ist. Der Thermostat steuert in'Abhängigkeit von der Temperatur in dieser Leitung daa Ein- und Ausschalten der Pumpenmotore der Warmwasserheizungsanlage derart, daß bei einer Inbetriebnahme
der Fernheizungsanlage, d. h. bei steigender Temperatur in der Steuerleitung, ein- und bei stillgesetzter Fernheizungsanlage, d. h. bei fallender Temperatur in der Steuerleitung, ausgeschaltet wird. Nachteil dieser Lösung ist es, daß in Fernwärme-Abnehmeranlagen, in denen die Ausführung eines Schließbefehles im Störungsfall nicht von hydraulischen oder pneumatischen Stellantrieben der im Primärkreislauf angeordneten Stellglieder übernommen werden kann, für diese Aufgabe ein separates Stellglied installiert und mit Hilfsenergie versorgt werden muß.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, den Aufwand für eine Sicherheits~ absperrung erforderlichen Stelleinrichtungen im Primärkreislauf zu vermindern und auf die Bereitstellung von Hilfsenergie in Fernwärme-Abnehmeranlagen weitgehend verzichten zu können.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Ausführung eines Schließbefehles im Störungsfall von hydraulischen oder pneumatischen Stellantrieben der im Primärkreislauf angeordneten Stellglieder zusätzlich zur Stellfunktion eines Regelkreises übernehmen zu lassen. Unter Verwendung eines Bypaß zum Regler, bestehend aus einer variablen Drossel, einer festen Drossel, einer Druckentnahme zwischen den Drosseln und einer verbindenden Rohrleitung wird die Aufgabe erfindungsgemäß gelöst, indem der Widerstand der variablen Drossel in Abhängigkeit vom Betriebszustand der Abnehmeranlage auf einen hohen Wert für den Störungsfall und einen niedrigen Wert für den Normalfall einstellbar ist. Damit ist im Störungsfall über die feste Drossel dem. Regler ohne Hilfsenergie ein Druckistwert zuführbar, so daß bei Überschreitung des Sollwertes das Stellglied eines Reglers schließbar ist oder durch Verringerung des Widerstandes der variablen Drossel die Abnehmeranlage betriebsbereit wird.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigt:
Fig. 1 das Rohrleitungsschaltbild einer Fernwärme-Abnehmerstat ion mit indirekter Einspeisung und Anordnung der Druckteilerstrecke im Primärrücklauf sowie Ansteuerung eines Differenzdruckreglers/Mengenbegrenzers
Fig. 2 das Rohrleitungsschaltbild bei direkter Einspeisung, Anordnung der Druckteilerstrecke im Primärvorlauf und Ansteuerung eines Druckreglers
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, durchströmt im Normalbetrieb das Primärwasser einen 7/ärmeübertrager 1 und wird in seiner Menge durch das Stellglied 3 eines Temperaturreglers 2 eingestellt. Der Druck vor dem Stellglied 3 dient als Plus-Impuls für den Differenzdruckregler/Mengenbegrenzer 4.- Nach Verlassen des Stellgliedes 3 strömt das Primärheizwasser über das Stellglied des Differenzdruckreglers/Mengenbegrenzers 4 zum Primärrücklauf. Eine sehr geringe Menge strömt im Bypaß über eine variable Drossel 5 und eine feste Drossel 6 der Druckteilerstrecke. Als variable Drossel 5 wird im Ausführungsbeispiel ein Magnetventil verwendet. Die Druckteilerstrecke ist so eingestellt, daß bei geringem Widerstand der variablen Drossel 5 der Druck zwischen den Drosseln 5; 6 praktisch dem Druck nach dem Stellglied 3 entspricht. Dieser Wert wird als Minus-Impuls auf den Differenzdruckregler/Mengenbegrenzer 4 aufgeschaltet. Dieser hält damit je nach Sollwerteinstellung den Differenzdruck über das Stellglied 3 konstant oder verhindert das Überschreiten des Maximaldurchflusses durch dieses Stellglied. Im Störungsfall ist durch Schließen der variablen Drossel 5» welche vorzugsweise ein bei Ausfall der Elektroenergie bzw. bei einem Ausschaltimpuls ausschaltendes Magnetventil ist, als Minus-Impuls der Rücklaufdruck des Primärnetzes über die feste Drossel 6 dem Differenzdruckregler/ Mengenbegrenzer 4 zuführbar. Dadurch liegt der Istwert wesentlich über dem Sollwert, wodurch das Stellglied schließt und den Wärmeträgerdurchfluß sperrt.
Eine weitere Ausführungsmöglichkeit zeigt Fig. 2. Im Normalbetrieb strömt das Primärwasser über das Stellglied des Druckreglers 7 und wird durch diesen auf den erforderlichen Nachdruck gedrosselt. Der Druckimpuls des Druckreglers 7 wird zwischen den Drosseln der Druckteilerstrecke entnommen.' Die Druckteilerstrecke ist so eingestellt, daß bei sehr geringer Durchflußmenge und geringem Widerstand der variablen Drossel 12 dieser Druck praktisch gleich dem Nachdruck des Druckreglers 7 ist. Im Störungsfall ist durch Schließen einer variablen Drossel 12 der Primär-Vordruck über eine feste Drossel dem Druckregler 7 zuführbar. Dadurch liegt der Istwert wesentlich über dem Sollwert, wodurch das Stellglied schließt und den Wärmeträgerdurchfluß sperrt.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    1. Einrichtung zur Sicherung von Fernwärme-Abnehmeranlagen mit einem Bypaß zum Regler, wobei der Regler insbesondere ein Druck- bzw· Differenzdruckregler ist, bestehend aus einer variablen Drossel, einer festen Drossel, einer Druckentnahme zwischen den Drosseln und einer verbindenden Rohrleitung, gekennzeichnet dadurch, daß der Widerstand der variablen Drossel (5; 12) in Abhängigkeit vom Betriebssustand der Abnehmeranlage auf einen hohen Wert für den Störungsfall und einen niedrigen Wert für den Normalfall einstellbar ist, womit im Störungsfall über die feste Drossel (6; 13) dem Regler ohne Hilfsenergie ein Druckistwert zuführbar ist, so daß bei Überschreitung des Sollwertes das Stellglied eines Reglers schließbar ist oder durch Verringern des Widerstandes der variablen Drossel (5; 12) die Betrieb sbereitsciiaft der Abnehmeranlage herstellbar ist.
    Hierzu yf Seite , Zeichnung
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