DD141945A5 - Roststab,insbesondere fuer mechanisch bewegte schuerroste von grossfeuerungen - Google Patents
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Description
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Roststab, insbesondere für mechanisch bewegte Schürroste von Großfeuerungen
Die Erfindung its t bei Schür rosten von Großfeuerungen anwendbar.
Bei Rostfeuerungen müssen zwischen den einzelnen Roststäben Zwischenräume bzw. Luftspalte vorhanden sein, um einerseits eine ausreichende Wärmedehnung zu ermöglichen und andererseits die als Unterwind zugeführte Verbrennungsluft in die Brennschicht einführen zu können. Dabei · ist es unvermeidbar, daß Teile aus der Brennschicht in diese Zwischenräume gelangen und sie zu erweitern suchen. Die durch das Abdrängen aus ihrer normalen Arbeitslage eintretende Verschiebung einzelner Roststäbe kann die Ursache zum Verklemmen ganzer Roststufen und zum Hochsteigen einzelner Roststäbe'sein. . iv .
Um ein Hochsteigen der Roststäbe zu vermeiden, ist es bekannt, an jedem Roststab zumindest einen seitlichen Ansatz anzuformen, der in eine öffnung des benachbarten Roststabes oder unter eine Rippe des benachbarten Roststabes greift, wodurch die Roststäbe zumindest in Höhenrichtung, d.h. in einer etwa senkrecht zum Rostbelag und eventuell auch in einer in Richtung der Roststab-Bewegungsrichtung liegenden Ebene miteinander verkuppelt sind. Das seitliche Ausweichen der
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Roststäbe wird beispielsweise durch eine Seitenkraft mittels beweglicher seitlicher Begrenzungsplatten zu verhindern versucht. Es ist auch bekannt (DE-PS 911 317), benachbarte Roststäbe mittels einer hakenartigen Kupplungseinrichtung zu verbinden, wodurch nicht nur ein Hochsteigen einzelner Roststäbe, sondern auch ein gegenseitiges Auseinanderrücken vermieden wird. Greift dabei die als Haken ausgebildete Kupplungseinrichtung in einen Längs schlitz eiiaes benachbarten Roststabes ein, so ist eine gegenseitige Relativverschiebung benachbarter Roststäbe möglich, die vorgesehen ist, um die Luftspalten zwischen benachbarten Roststäben von eingedrungenen Fremdkörpern zu säubern. Dabei ist jeweils einer der Roststäbe am Tragrahmen unverschiebbar eingehängt, während der benachbarte Roststab mit Bewegungsspiel auf dem gemeinsamen Tragrahmen aufliegt.
Wenn Fremdkörper zwischen benachbarten Roststäben die freie Beweglichkeit des beweglichen Zwischenstabes verhindern, kann es vorkommen, daß sich das lose auf dem Tragrahmen aufliegende Ende des beweglichen Roststabes anhebt. Da die Kupplungseinrichtung, die benachbarte Stäbe zumindest in Höhenrichtung miteinander verbindet, entweder in der vorderen Hälfte oder in der Mitte des Roststabes vorgesehen ist, entsteht dabei ein Schereneffekt, da benachbarte Roststäbe wie die Teile einer Schere um einen gemeinsamen Drehpunkt, der durch die Kupplungseinrichtung gebildet wird, gegeneinander verschwenkbar sind. Hierdurch kann das dem Einhängeende gegenüber liegende Ende des fest eingehängten Roststabes von dem darunter liegenden Roststab abheben. Zwischen die gegeneinander verschwenkten Roststäbe können dann weitere Teile aus der Brennschicht eindringen, die ein Absenken des am Einhängeende angehobenen Roststabes verhindern. In diesem Zustand kann die betreffende Roststufe nicht ordnungsgemäß arbeiten und es besteht die Gefahr, daß diese Roststufe blockiert und unter Umständen zerstört wird.
Ziel der Erfindung ist es, bei Großfeuerungen die Störanfälligkeit beim Rostbelag zu verringern und die Wirksamkeit dieser Anlage zu erhöhen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Roststäbe und somit auch einen aus den Roststäben aufgebauten Rostbelag so auszugestalten, daß der weiter oben erwähnte Schereneffekt vermieden wird, bei welchem der lose am Tragrahmen aufliegende Roststab an seinem Einhängeende und der fest am Tragrahmen eingehängte Roststab an dem gegenüberliegenden Ende aus ihrer normalen Betriebslage verschwenkt werden.
Diese Aufgabe wird, ausgehend von einem Roststab der eingangs erläuterten Art, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeder Roststab zusätzlich in der Nähe seines Einhängeendes mittels einer Kupplungseinrichtung mit einem benachbarten Roststab zumindest in Höhenrichtung, d.h. im wesentlichen senkrecht zum Roststabrücken, verbindbar, bzw. in bezug auf seine Relativbewegung in dieser Richtung gegenüber einem benachbarten Roststab sperrbar ist.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung können jede der beiden Kupplungs· einrichtungen allein oder zusammen mit dem Roststab relativ zu einem benachbarten Roststab in Längsrichtung des Roststabes verschiebbar sein.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Kupplungseinrichtung am Einhängeende aus zumindest einem an einer Seite des Roststabes vorspringend angeordneten Finger oder Ansatz bestehen, der unter einen Teil des benachbarten Roststabes oder in eine öffnung des benachbarten Roststabes einführbar ist.
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Es ist auch in weiterer Ausgestaltung der Erfindung möglich, daß die Kupplungseinrichtung am Einhängeende durch eine öffnung im Roststab gebildet ist, in die ein Querriegel einschiebbar ist, der mit zumindest einem weiteren Roststab zusammenwirkt.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die Kupplungseinrichtungen mit hakenartigen Vorsprüngen versehen sind, die benachbarte Roststäbe zusätzlich in Querrichtung miteinander kuppeln.
Vorteilhafterweise können die Roststäbebei einem Rostbelag für mechanisch.bewegte Schürroste von Großfeuerungen mit aus einzelnen Roststäben zusammengesetzten Roststufen verwendet werden, bei welchen die Roststäbe mit einem Ende an einem Tragrahmen eingehängt oder auf einem Tragrahmen aufgelegt sind und mit ihrem anderen Ende auf den Roststäben der nachfolgenden oder darunter liegenden Roststufe aufliegen und bei welchen benachbarte Roststäbe in ihrem, dem Einhängeende gegenüber liegenden, etwa bis zur Roststabmitte reichenden Bereich zumindest in Höhenrichtung gekuppelt sind, wobei der besondere Vorteil sich daraus ergibt, daß die Roststäbe einer Roststufe untereinander zusätzlich in der Nähe ihrer hinteren, dem Tragrahmen zugeordneten Enden zumindest in Höhenrichtung, d.h. senkrecht zum Roststabrücken, mittels einer Kupplungseinrichtung verbunden sind, da hierdurch ein gegenseitiges Verschwenken benachbarter Roststäbe nach Art einer Schere vermieden ist«
Die Erfindung soll nachstehend an Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch einen Roststab und eine Ansicht auf einen benachbarten Roststab eines bekannten Rostbelages;
Fig. 2 einen Schnitt durch eine erste erfindungsgemäße Ausführungsform eines Roststabes innerhalb eines Rostbelages;
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie IH-III in Fig. 2;
Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine zweite Ausführungs form eines Roststabes innerhalb eines Rostbelages;
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 4;
Fig. 6 einen Längsschnitt durch eine dritte Ausführungsform eines Roststabes innerhalb eines Rostbelages;
Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 6;
Fig. 8 einen Längsschnitt durch eine vierte Ausführungs form eines Roststabes innerhalb eines Rostbelages;
Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie IX-IX in Fig. 8;
Fig. 10 einen Längsschnitt durch eine fünfte Ausführungs form eines Roststabes innerhalb eines Rostbelages; und
Fig. 11 einen Schnitt nach der Linie XI-XI in Fig. 10.
In Fig. 1 sind zwei Roststäbe eines bekannten Rostbelages dargestellt, die mit 1 und 1 bezeichnet sind. Der Roststab 1 ist in seiner Längsrichtung geschnitten. Beide Roststäbe weisen ein Einhängeende 2 bzw, auf, mit dem die Roststäbe auf einer Einhängeschiene 4 eines nicht dargestellten Tragrahmens einhängbar sind. In dem dem Einh:£ngeende 2 bzw. 3 gegenüberliegenden Bereich sind die Roststäbe 1 und 1'
durch eine Kupplungseinrichtung in Form eines Bolzens 5 derart gelenkig miteinander verbunden, daß sie keine gegenseitige Höhenverschiebung, also senkrecht zur Roststab-Längsrichtung und senkrecht zur Oberfläche des Roststäbes, gestatten. Diese Kupplungseinrichtung ist der Schwenkpunkt, um den die beiden Roststäbe 1 und 1' gegeneinander wie Teile einer Schere bewegbar sind, wenn ein Kippmoment auftritt, welches den lose auf die Einhänge schiene 4 aufgelegten Roststab 1 an seinem Einhängeende anhebt.
Dieses scherenartige Auseinanderspreizen benachbarter Roststäbe wird durch die Erfindung vermieden, die an Hand der verschiedenen Ausführungsbeispiele gemäß den Fig. 2 bis 11 näher erläutert ist.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 2 und 3 sind benachbarte Roststäbe 6, die einen T-förmigen Querschnitt aufweisen, mittels eines jeweils an einer Seite des Roststabes an der Unterseite des Roststabrückens 7 angeformten Fingers 8 miteinander in Höhenrichtung, d.h. senkrecht zur Längsrichtung des jeweiligen Roststabes und senkrecht zur Oberfläche des Roststabrückens 7, gekuppelt. Der Finger 8 greift dabei unter den Roststabrücken 7 des benachbarten Roststabes 6. Da der Finger 8 sich am Einhängeende 9 des Roststabes 6 befindet, ist der im Zusammenhang mit Fig. 1 erläuterte Schereneffekt unterbunden.
Da der Finger 8 des Roststabes 6 unter den Roststabrücken 7 des benachbarten Roststabes greift, ist er gegenüber diesem verschiebbar, so daß diese Aus ftihrungs form sowohl bei relativ zueinander bewegbaren Roststäben als auch bei in Längsrichtung unverschiebbaren Roststäben zur Anwendung kommen kann. ·
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 4 und 5 sind sämtliche Roststäbe H einer Roststufe durch einen Quer riegel 12 miteinander ver-
Ί\ U
bunden, der durch öffnungen 13 in den Rippen 14 der Roststäbe 11 hindurchgeführt ist. Die öffnungen 13 können dem Querschnitt des Querriegels 12 angepaßt sein, wenn es sich um in Längsrichtung unverschiebbare Roststäbe handelt. Ist dagegen jeder zweite Roststab relativ gegenüber seinem benachbarten Roststab in Längsrichtung verschiebbar, so ist die öffnung 13 dieses Roststabes als Langloch ausgebildet, wie dies in Fig. 4 mit strichpunktierten Linien angedeutet ist.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 6 und 7 sind innerhalb einer Roststufe zwei unterschiedlich ausgebildete Roststäbe 15 und 16 angeordnetj die einen U-förmigen Querschnitt aufweisen. Die Roststäbe 16 weisen in der Nähe des Einhängeendes eine Lasche 17 auf, die mit einer öffnung 18 versehen ist, durch welche ein Querriegel 19 hindurchgesteckt ist, der unter die Schenkel 20 benachbarter Roststäbe. 1 5 greift, die an dieser Stelle eine der Lasche 17 entsprechende Lasche nicht aufweisen. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Roststäbe 15 fest auf der nicht dargestellten Einhängeschiene eingehängt, während die Roststäbe 16 gegenüber den Roststäben 1 5 in Längsrichtung dieser Roststäbe bewegbar ander Einhänge schiene aufgelegt sind. Aufgrund der Anordnung des Querriegels 19 ist jedoch ein Abheben des jeweils mit Bewegungsspiel aufgelegten Roststabes 16 von der Einhängeschiene nicht möglich, da der Querriegel 19 unter die Schenkel 20 der fest eingehängten, d.h. nicht abhebbaren Roststäbe 15 faßt.
Bei der Variante nach den Fig. 8 und 9 sind die Roststäbe in bezug auf ihre Verkupplung am Einhängeende gleich ausgeführt und deshalb jeweils mit dem gleichen Bezugszeichen 21 versehen«, Diese Roststäbe sind im Querschnitt U-förmig ausgebildet und weisen in einem Schenkel 22 eine öffnung 23 und am anderen Schenkel 24 einen Finger 25 auf. Im zusammengesetzten Zustand der Roststäbe greift der Finger 25 des einen Roststabes in die öffnung 23 des benachbarten Roststabes ein. Wenn Roststäbe, die
gegenüber der Einhänge schiene bewegbar sind und damit auch gegenüber dem benachbarten Roststab relativ verschiebbar sind, mit fest an der Einhängeschiene eingehängten Roststäben abwechseln, so ist es erforder lich, daß die Öffnungen 23 als Langlöcher ausgebildet sind, wie dies mit strichpunktierten Linien in Fig. 8 gezeigt ist.
Mit 25' ist ein hakenartiger Vorsprung bezeichnet, der in Fig. 9 strichpunktierten Linien angedeutet ist und zum Kuppeln benachbarter Roststäbe in Querrichtung dient.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 10 und 11 weisen'sämtliche Roststäbe einen T-förmigen Querschnitt auf, wobei fest eingehängte Roststäbe 26 mit relativ hierzu verschiebbaren Roststäben 27 abwechseln. Die Stege bzw. Rippen 28 der verschiebbar eingehängten Roststäbe 27 sind mit einer Öffnung 29 versehen, durch die ein Querriegel 30 geschoben ist, der mit seinen überstehenden Enden unter die Roststabrücken 31 benachbarter, feststehender Roststäbe greift, so daß der lose auf die Einhängeschiene aufgelegte Roststab 27 im Bereich seines Einhängeendes nicht abgehoben werden kann.
Sämtliche in den Fig. 2 bis 11 dargestellte A us führungs form en von Roststäben sind in ihrem, dem Einhängeende gegenüberliegenden Bereich mittels einer Kupplungseinrichtung 5 entsprechend der bekannten Ausgestaltung gemäß Fig. 1 untereinander verbunden.
Claims (5)
1 U 7UO - 9 -
E r findungs ans pruch:
1. Roststab, insbesondere für mechanisch bewegte Schürroste von Großfeuerungen, der an einem Ende mit einer Aussparung zum Einhängen an einem Tragrahmen und in seinem, diesem Einhängeende gegenüberliegenden, etwa bis zur Roststabmitte reichenden Bereich mit einer Kupplungseinrichtung versehen ist, durch die benachbarte Roststäbe einer Roßtstufe zumindest in Höhenrichtung untereinander kuppelbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Roststab (6; 11; 15,16; 26, 27) zusätzlich in der Nähe seines Einhängeendes mittels einer Kupplungseinrichtung (8; 12, 13; 18, 19; 23, 25; 29, 30) mit einem benachbarten Roststab zumindest in Höhenrichtung verbindbar ist.
2. Roststab nach Punkt "1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der beiden Kupplungseinrichtungen (5 bzw. 8, 12, 19, 25, 30) allein oder zusammen mit dem Roststab relativ zu einem benachbarten Roststab in Längsrichtung des Roststabes verschiebbar ist.
3. Roststab nach Punkt 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die" Kupplungseinrichtung am Einhängeende aus zumindest einem an einer Seite des Roststabes vorspringend angeordneten Finger (8, 25) oder Ansatz besteht, der unter einen Teil (7) des benachbarten Roststabes oder in eine öffnung (23) des benachbarten Roststabes einführbar ist
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4. Roststab nach Punkt 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungseinrichtung am Einhängeende durch eine öffnung (13, 18, 29) im Roststab gebildet ist, in die ein Querriegel (12, 19, 30) einschiebbar ist, der mit zumindest einem weiteren Roststab zusammenwirkt.
5. Roststab nach einem oder mehreren der Punkte 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungs einrichtungen mit hakenartigen Vorsprüngen (25') versehen sind, die benachbarte Roststäbe zusätzlich in Querrichtung miteinander
' kuppeln.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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