DD142122A3 - Pulvergeschmiedeter synchronring und verfahren zu seiner herstellung - Google Patents

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DD142122A3
DD142122A3 DD20479378A DD20479378A DD142122A3 DD 142122 A3 DD142122 A3 DD 142122A3 DD 20479378 A DD20479378 A DD 20479378A DD 20479378 A DD20479378 A DD 20479378A DD 142122 A3 DD142122 A3 DD 142122A3
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DD20479378A
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Inventor
Peter Kuzmowicz
Siegmar Pannasch
Eberhard Thoss
Karl-Albrecht Behr
Fritz Bernau
Juergen Rathke
Original Assignee
Peter Kuzmowicz
Siegmar Pannasch
Eberhard Thoss
Behr Karl Albrecht
Fritz Bernau
Juergen Rathke
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen pulvergeschmiedeten Synchronring für Schaltgetriebe von Kraftfahrzeugen. Der Synchronring besteht aus Ringkörperabschnitten mit Anschlagflächen und aus Nocken mit Sperrschrägen. Ziel der Erfindung: wirtschaftlichere Herstellung von pulvergeschmie- .deten Synchronringen. Die Aufgabe besteht darin, einen Synchronring bei optimaler Gestaltung mit veränderter pulvergeschmiedeter Werkstoffstruktur und ein Verfahren zu dessen Herstellung aufzuzeigen. Als Wesen der Erfindung ist aufgezeigt, daß im Ringkörper in tangentialer Richtung eine periodisch schwankende Dichte zwischen 93¾ und 100% der theoretisch möglichen Dichte auftritt, wobei ein Schmieden des Synchronringes mit einer mittleren spezifischen Preßkraft zwischen 30 und 55 kN/cm2 vorgenommen wird.

Description

20 4 7 93 -*-
Titel der Erfindung
Pulvergeschmiedeter Synchronring und Verfahren zu seiner Herstellung
Anwendungsbereich der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen pulvergeschmiedeten Synchronring für Schaltgetriebe von Kraftfahrzeugen, bestehend aus Ringkörperabschnitten mit Anschlagflächen und aus Nocken mit Sperrschrägen, dessen umfang- und stirnseitig liegende Funktionsflächen mit dem Pulverschmieden fertig geschmiedet sind und ein Verfahren zur Herstellung dieses Synchronringese
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Pulvergeschmiedete Synchronringe sind ringförmige Bauteile, die Abschnitte mit Anschlagflächen für die Drehwegbegrenzung und außen Nocken mit Sperrschrägen besitzen· Diese Funktionsflächen werden durch Pulverschmieden fertiggestellt* Die Innenfläche ist zylindrisch oder konisch· Die Synchronringe bestehen aus geschmiedeten Eisen— oder Stahlpulverwerkstoff, der ein nahezu volle Dichte besitzt· Es ist bekannt, (9· Umformtechnisches Kolloquium, HFF-Kolloquiumsbericht Gesellschaft für Produktionstechnik /1977/, So 27 bis 42) Synchronringe durch Pulverschmieden herzustellen©
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Dazu wird durch Kaltpressen von Metallpulver eine poröse Ausgangsform hergestellt, die eine Massenverteilung aufweist» die der herzustellenden Schmiedeendform entspricht· Nach einer Erwärmung dieser Ausgangsform auf Umformtemperatur — in der Regel unter Schutzgas - wird durch Schmieden im geschlossenen Gesenk eine Verdichtung auf nahezu volle Dichte durchgeführt· Das Erreichen einer möglichen geringen Restporösität sichert maximale Eigenschaften des Pulverschmiedestückes· Es werden daher spezifische Preßkräfte in der Größenordnung von 60 ··· 80 KN/cm angewendete
In den meisten Fällen wird vor dem Erwärmen auf Umformtemperatur die kaltgepreßte Ausgangsform noch gesintert, wobei auch Verfahren bekannt sind, die bei der Herstellung von Zahnrädern das Sintern und das Erwärmen auf Umformtemperatur kombinieren· (US-PS 3 779 747, D&-AS 22 50 423)·
Nachteile des bekannten pulvergeschmiedeten Synchronringes mit fertiggeschmiedeten Funktionsflächen und des Verfahrens zu seiner Herstellung bestehen darin, daß durch die hohen spezifischen Preßkräfte zum Erreichen der hohen Verdichtung und damit der maximalen Eigenschaften, insbesondere bei großen Synchronringen, erhebliche absolute Preßkräfte und damit große Schmiedepressen erforderlich sind» Mit den hohen aufzuwendenden spezifischen Preßkräften ist verstärkt die Bildung von Grat am Synchronring sowie ein großer Werkzeugverschleiß und die Gefahr von Werkzeugbrüchen verbunden»
Ziel der Erfindung
Mit der vorliegenden Erfindung wird das Ziel verfolgt, einen pulvergeschmiedeten Synchronring unter weitgehender Verwendung von Metallpulver als Grundwerkstoff auf dem Wege des Pulverschraiedens wirtschaftlicher als bisher herzustellen, wobei gewährleistet sein soll, daß er allen auftretenden Beanspruchungen während seiner Verwendung im Kraftfahrzeug-Schaltgetriebe genügt.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Synchronring der eingangsgenannten Art mit veränderter pulvergeschmiedeter Werkstoffstruktur, spannungsmäßig optimaler Gestaltung und ein Verfahren zur Herstellung dieses pulvergeschraiedeten Synchronringes aufzuzeigen·
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Die Aufgabe, einen Synchronring mit veränderter pulvergeschmiedeter Werkstoffstruktur anzugeben, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im Ringkörper in tangentialer Richtung eine periodisch schwankende Dichte zwischen 93 % und 100 % der theoretisch möglichen Dichte vorliegt·
Eine Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß in den Ringkörperabschnitten zwischen den Nocken mit den Sperrschrägen eine Dichte von 93 bis 98 % der theoretisch möglichen Dichte vorliegt, während die Nocken die nahezu volle Dichte besitzen, und daß sich an die Nocken Übergangszonen anschließen mit einem Dichtegradienten, abfallend von der Dichte des Nockens bis auf die Dichte der Ringkörperabschnitte zwischen den Nocken»
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß innerhalb des Ringkörperabschnittes im jeweiligen Bereich der Anschlag- fläche für die Drehwegbegrenzung eine Dichte nahe der theoretisch möglichen Dichte mit Übergangszonen vorliegt· Ein weiteres Merkmal der Erfindung wird darin gesehen, daß sich die Sperrschrägen des Nockens als verlängerte Sperrschrägen bis in den Ringkörper der Übergangszone fortsetzen und durch schräge Flächen in die Stirnfläche des Ringkörpers übergehen· Das Verfahren zur Herstellung von pulvergeschmiedeten Synchronringen zeichnet sich dadurch aus, daß zum Kaltpressen in den Ringkörperabschnitten zwischen den Nockenabschnitten 93 % bis 99 % und in den Nockenabschnitten 99 % bis 100 % der Metallpulvermenge, die für die theoretisch mögliche Dichte dieser Abschnitte am fertigen Schmiedestück erforderlich ist, geschüttet wird und das spätere Schmieden des Synchronringes mit einer mittleren spezifischen Preßkraft zwischen 30 und 55 kN/cm erfolgt· Eine erfindungsgemäße Verfahrensvariante sieht vor, daß in den Nockenabschnitten und/oder in den Bereichen der Anschlagflächen bis zu 120 % geschüttet wird©
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Der wesentliche Vorteil des erfindungsgemäßen Synchronringes besteht darin, daß an den Flächen, wie z· Bo an den Sperrschrägen des Nockens, am denen während seines Einsatzes im Kraftfahrzeug- Schaltgetriebe hohe Flächenpressungen auftreten, maximale Werkstoffeigenschaften durch die hohe Dichte (in Verbindung mit der dem Schmieden folgenden Wärmebehandlung) vorliegen, während im übrigen Ringkörper die Eigenschaften den dort vorliegenden Beanspruchungen optimal angepaßt sind« Die wesentlichen Vorteile des Verfahrens zur Herstellung eines pulvergeschmiedeten Synchronringes bestehen in der Verringerung der erforderlichen Preßkräfte beim Pulverschmieden und der damit verbundenen Verminderung des Werkzeugverschleißes und der Gefahr von Werkzeugbrüchen sowie der Gratbildung am pulvergeschmiedeten Ring· Die Möglichkeit des Einsatzes von Schmiedepressen mit entsprechend geringeren Nennpreßkräften ist damit gegeben»
Die Erfindung soll nachstehend an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert werden· In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig· 1 Pulvergeschmiedeter Synchronring,
Fig· 2 Ausschnitt mit Nocken im vergrößerten Maßstab in der Ansicht X nach Fig· 1,
Figo 3 Verteilung der Dichte entlang der Abwicklung der Linie A-A nach Fig© 4 (schematisch),
Fig« 4 Vergrößerter Ausschnitt eines Synchronringes mit Nocken und Anschlagflächen für die Drehwegbegrenzung,
Fig· 5 Vergrößerter Ausschnitt eines Ringkörperbereiches mit Nocken,
Fig· 6 Ausschnitt mit Nocken in Ansicht Y nach Fig· 5,
Fig· 7 Ausgangsform für das Pulverschmieden eines Synchronringesο
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Beispiel 1 :
Herstellung eines pulvergeschmiedeten Synchronringes gem. Fig· 1 und Fig. 2 mit 96 % Dichte im Ringkörperabschnitt 1 zwischen den Nocken 2 mit den Sperrschrägen 3 und mit 99»5 % Dichte in den Nocken 2· .
B6i der Herstellung wird von einem mit 2 ?S Ni und o95 Jß Mo vor— legierten Eisenpulver ausgegangen, dem ca· 0,25 % Graphit beigemischt wurde und das eine Fülldichte von 2t8 g/cm hat· Mittels der in der Pulvermetallurgie üblichen Technik wird das Pulver in eine Kaltpreßmatrize dosiert gefüllt· Die Matrize besitzt die Form der in Fig· 7 gezeigten Synchronring-Ausgangsform und eine gleichbleibende Füllhöhe von 29 mm· Im Abschnitt 12 zwischen den Nockenabschnitten sind die verschiedenen Breiten des Ringkörpers so bemessen, daß die Querschnittsflächen den Querschnitten des geschmiedeten Synchronringes proportional sind aber nur 96 % der für das Erreichen der vollen Dichte notwendigen Pulvermenge in jedem beliebigen radialen Ringkörperabschnitt kleiner Dicke enthalten· Die Grundflächen der Nockenabschnitte 13» die aus den eigentlichen Nocken und den daran anliegenden Ringkörperabschnitten bestehen, sind so bemessen, daß bei der konstanten Füllhöhe von 29 mm und der angegebenen Fülldichte des Pulvers eine Pulvermenge enthalten ist, die für das Erreichen der vollen Dichte in diesem Abschnitt beim nachfolgenden Schmieden erforderlich wäre. Das auf die beschriebene Art lose geschüttete Pulver wird mittels eines
Preßdruckes von etwa 32 kN/cm auf die übliche Art zu einer Ausgangsform mit 13»6 mm Höhe und einer Dichte von 6,0 g/cm verdichtet.
Die Ausgangsform wird unter einer Ammoniakspaltgas-Atmosphäre auf 1200 C erwärmt und anschließend bei etwa 1150 C geschmiedet·
Dabei werden in den Nocken 2 spezifische Kräfte von etwa 65 kN/cm und in den Ringkörperabschnitten 1 zwischen den Nocken 2 spezi-
fische Kräfte von etwa 20 kH/cm aufgewendet. Auf Grund der Flächenanteile der einzelnen Abschnitte ergibt sich eine mittlere spezifische Preßkraft von 40 kN/cm2.
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Die Sperrschrägen 3 der Nocken 2 werden während des Schmiedens mit geformt· Im Ringkörperabschnitt hinter den Nocken 2 setzt während des Schmiedens ein Werkstofffluß von den Nockenabschnitten 13 der Ausgangsform in Richtung der Abschnitte 12 zwischen den Nockenabschnitten ein, der jedoch auf Grund der Wandreibung an den Werkzeugteilen nur wenige Millimeter umfaßt· Durch diesen begrenzten Werkstofffluß kommt es zu einem Ausgleich der Dichte in begrenzten Zonen und damit zur Bildung der Übergangszonen 4© Während in den Nocken 2 die Dichte von 99»5 "% der theoretisch
möglichen Dichte erreicht wird, kommt es in den Übergangszonen 4 zu einem Abfall der Dichte, beginnend an der Grenzfläche zum Nocken 2 mit 99,5 % und abfallend bis zur Grenzfläche zum Ringkörperabschnitt 1 zwischen den Nocken 2 auf 96 Im Ringkörperabschnitt 1 zwischen den Nocken 2 ist die Dichte etwa konstant bei 96 $·
Beispiel 2:
Herstellung eines Synchronringes gemäß Fig. 1 und Fig. 2» jedoch mit Sperrschrägen 3 an den Nocken 2» die sich in den Ringkörper der Übergangszone 4 hinein als verlängerte Sperrschräge 14 fortsetzen, gemäß Fig» 5 und Fig. 6 mit einer Dichte von 94 % in den breiten Partien des Ringkörperabschnittes 1 zwischen den Nocken und mit 97,5 % Dichte in den schmalen, zwischen den Anschlagflächen liegenden Partien des Ringkörperabschnittes 1 sowie mit 99,5 % Dichte in den Nockene
Die Herstellung erfolgt bis auf die nachfolgend aufgeführten Veränderungen wie im Beispiel 1e Die Ausgangsform wird in ihren Außen- und Innenabmessungen, wie sie in Fig. 7 dargestellt sind, genauso bemessen, wie bei der Herstellung eines Synchronringes mit durchgehend nahezu voller Dichte· Die erfindungsgemäße Massenverteilung wird hier durch unterschiedliche Füllhöhen und damit unterschiedliche Ausgangsformhöhen der einzelnen Abschnitte erreicht, wie aus folgender Aufstellung hervorgeht«
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Breite Partien Schmale Partien Nockendes Ringkörper— des Ringkörper-· abschnitt abschnittes 12 abschnittes 12 13
Füllhöhe 27*4 mm 28,4 mm 29 »0 mm
Ausgangsformhöhe 12 »0 mm 13 »0 mm 13 »6 mm
Dichte der . , . , ,
Ausgangsform 6,4 g/cm 6,1 g/cm 6,0 g/cm
Da die unterschiedlichen FUllhöhen durch entsprechende Abstufungen in der Stirnfläche des Unterstempels des Kaltpreßwerkzeuges ohne eine Unterteilung des Unterstempels erreicht werden, ergeben sich nach dem Verdichten des Pulvers die ebenfalls in der Aufstellung angegebenen unterschiedlichen Dichtewerte der Ausgangsform in den einzelnen Abschnitten· Die Übergänge von einer Höhenstufe zur anderen im Unterstempel sind mit Schrägen und Radien versehen·
Das Schmieden erfolgt mit spezifischen Preßkräften von etwa 13 kN/cm in den breiten Partien des Ringkörperabschnittes 1, mit 28 kN/cm2 in den schmalen Partien dieses Ringkörperabschnitts und mit 65 kN/cm im Nocken» Die mittlere spezifische Preßkraft beträgt etwa 38 kN/cm2. Die Ausbildung von Übergangszonen erfolgt auch in diesem Beispiel· Infolge des hohen Dichtegefälles zwischen dem·Nocken 2 und der breiten Partie des Ringkörperabschnittes 1 ist ein größerer Werkstofffluß vom Nocken zu diesem Ringkörperabschnitt zu erwarten, als im Beispiel 1« Um dem entgegenzuwirken, werden am'Schmiedewerkzeug die Partien, die die Sperrschrägen 3 formen, in Richtung Ringkörper verlängert, so daß am Schmiedestuck die verlängerten Sperrschrägen in die Übergangszone 4 hineinragen und damit ein zusätzliches
-.·' Hindernis für den. Werkstofffluß aus der Übergangszone 4 heraus darstellen» Die Übergänge der verlängerten Sperrschrägen 14 in die Stirnfläche 11 des geschmiedeten Synchronringes werden durch schräge Flächen 9 mit Neigung zur radialen Richtung und schräge Flächen 10 mit Neigung'zur tangentialen Richtung des Ringkörpers gebildet, um keine recht- oder gar spitzwinkligen Kanten entstehen zu lassen,
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die sowohl am Synchronring (Spannungsspitzen) als auch am Schmiedewerkzeug (Angriffsstellen fur den Verschleiß) nachteilig sind· Die Verlängerung der Sperrschrägen 3 durch die Flächen 14 besitzt - den zusätzlichen Vorteil, daß der rechtwinklige Übergang der Sperrschrägen 3 zur Mantelfläche des Ringkörpers (Fig· 1, Fig· 2, Fig· 4) entfällt (Fig· 5), so daß auch hier Spannungskonzentrationen beim Einsatz im Schaltgetriebe abgebaut werden· Aus diesem Grunde ist die Anwendung der verlängerten Sperrflächen 14 auch für herkömmliche Synchronringe mit konstanter Dichte sinnvoll·
Beispiel 3*
Herstellung eines Synchronringes gern· Figo 1, Fig· 2 und Fig. 4 mit einer Dichte von 96 % im Ringkörperabschnitt 1 zwischen den Nocken mit Ausnahme der Bereiche 5 mit den Anschlagflächen 6, wo eine Dichte von 99,5 % vorliegt, sowie mit einer Dichte von 99,5 % in den Nocken 2o
Die Herstellung des Synchronringes erfolgt analog Beispiel 1, wobei die erfindungsgemäße Massenverteilung wie im Beispiel 2 durch unter-."' schiedliche Füllhöhen des lose geschütteten Pulvers in der KaItpreßmatrize erreicht werden soll· Es ergeben sich im vorliegenden Fall folgende Verhältnisse·
Nockenabschnitt 13 und Übriger Ringkörper-Bereich der Anschlag- abschnitt 12 zwischen
flächen des Ring- den Nockenabschnitten
k'drperabschnitts 12
Füllhöhe 29*0 mm
Ausgangsformhöhe 13,6 mm
Dichte der
30 Ausgangsform 6,0 g/cm
28,0 mm
12,6 mm
6,2 g/cnr
Beim Schmieden werden in den Abschnitten mit 13,6 mm Ausgangsformhöhe etwa 65 kN/cm und in den Abschnitten mit 12,6 mm Ausgangsformhöhe etwa 20 kN/cm spezifische Preßkraft aufgewendete Die mittlere spezifische Preßkraft beträgt etwa 45 kN/cm2·
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Die sich ergebende Dichteverteilung über den in Fig· 4 gezeigten Ausschnitt eines geschmiedeten Synchronringes entlang der Linie A-A ist in Figo 3 schematisch dargestellt· Ähnlich wie im Ringkörper in Nähe des Nockens schließen sich an den Bereichen 5 mit den Anschlagflächen 6 beiderseitig äußere und innere Übergangszonen 7 und 8 mit dem typischen Dichtegradienten an· Dabei wurden in Fig· 3 folgende Bezugszeichen verwendet, die auch in Fig« 4 angegeben werden*
a) Außenfläche in Mitte des Nockens 2 b) Grenzfläche zwischen Nocken 2 und Übergangszone 4
c) Grenzfläche zwischen Übergangszone 4 und Ringkörperabschnitt
d) Beginn der äußeren Übergangszone 7 innerhalb des Ringkörperabschnittes 1
e) Grenzfläche zwischen äußerer Übergangszone 7 und Bereich 5 der Anschlagfläche 6 innerhalb des Ringkörperabschnittes 1
f) Grenzfläche zwischen Bereich 5 der Anschlagfläche 6 und . der inneren Übergangszone 8
g) Ende der inneren Übergangszone 8 innerhalb des Ringkörperabschnittes 1 "
h) Außenfläche in Mitte des Ringkörperabschnittes 1
• Der in diesem Beispiel angegebene Synchronring benötigt beim Schmieden etwas mehr Kraft, als der im Beispiel 1 angegebene, hat dafür aber den Vorteil, an den Anschlagflächen für die Drehwegbegrenzung eine höJiere Festigkeit zu besitzen» Diese Variante ist z· B. bei Synchronringen zweckmäßig', die hohe Schaltkräfte aufnehmen müssen»
Beispiel 4:
Herstellen eines Synchronringes gem» Fig» 1 und Fig· 2 mit 99»9 % Dichte im Nocken 2 und 98 % Dichte im Ringkörperabschnitt zwischen den Nocken»
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Die Herstellung des Synchronringes erfolgt bis auf die nachfolgend beschriebenen Besonderheiten wie im Beispiel 1·
Um die hohe Dichte im Nocken 2 zu erreichen, wird im Nockenabschnitt 13 in die Kaltpreßform eine Metallpulvermenge von 110 % der Menge gefüllt, die für das Erreichen der vollen Dichte notwendig ist» Da der Erhöhung der Breite und Länge des Nockenabschnittes 13 der Ausgangsform durch das notwendige Einlegespiel zum Schmiedewerkzeug Grenzen gesetzt sind, muß auch die Füllhöhe auf 31 mm vergrößert werden· Da die Ausgangsform nach dem Kaltpressen eine gleichmäßige Höhe von 14,5 mm (entspricht 6 g/cm ) besitzen soll, wird die Füllhöhe über dem gesamten Ring auf 31 mm erhöht und da<jftir die Breite des Ringes im Ringkörperabschnitt 12 derart vermindert, daß 98 % der für das Erreichen der vollen Dichte notwendigen Metallpulver— menge in jedem beliebigen radialen Ringkörperabschnitt kleiner Dicke enthalten sind·
Beim Schmieden ist hier ein spezifischer Preßdruck von etwa * 80 kN/cm im Nockenabschnitt 13 und von etwa 30 kN/cm im Ringkörperabschnitt 12 erforderlich· Der überschüssige Werkstoff muß dabei aus dem Nocken ausfließen und bildet eine etwas größere Übergangszone h als im Beispiel 1· Durch die hohe spezifische Preßkraft im Nockenabschnitt, verbunden mit dem höheren Werkstoff fluß, kommt es im Nocken zu einer Verdichtung bis nahe an den theoretisch möglichen Wert (99,9 ,%)« Die mittlere spezifische
Preßkraft beträgt bei diesem Beispiel 55 kN/cm2·

Claims (5)

204793 -μ- Erfindungsanspruch
1· Pulvergeschmiedeter Synchronring für Schaltgetriebe von Kraftfahrzeugen, bestehend aus Ringkörperabschnitten mit Anschlagflächen und aus Nocken mit Sperrschrägen, dessen umfang- und stirnseitig liegende Funktionsflächen mit dem Pulverschmieden fertig geschmiedet sind, dadurch gekennzeichnet, daß im Ringkörper in tangentialer Richtung eine periodisch schwankende Dichte zwischen 93 % und 100 % der theoretisch möglichen Dichte vorliegt·
2« Synchronring nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Ringkörperabschnitten (1) zwischen den Nocken (2) mit den Sperrschrägen (3) eine Dichte von 93 % bis 98 % der theoretisch möglichen Dichte vorliegt, während die Nocken (2) die nahezu volle Dichte besitzen und daß sich an die Nocken (2) Übergangszonen (4) anschließen mit einem Dichtegradienten, abfällend von der Dichte des Nockens (2) bis auf die Dichte der Ringkörperabschnitte (1) zwischen den Nocken (2)·
3· Synchronring nach Punkt 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Ringkörperabschnittes (1) im jeweiligen Bereich (5) der Anschlagfläche (6) für die Drehwegbegrenzung eine Dichte nahe der theoretisch möglichen Dichte mit Übergangszonen (7; 8) vorliegt» ' '
4« Pulvergeschmiedeter Synchronring für Schaltgetriebe von Kraftfahrzeugen, bestehend aus Ringkörperabschnitten mit Anschlagflächen und aus Nocken mit Sperrschrägen, dessen umfang- und stirnseitig liegende Funktionsflächen mit dem Pulverschmieden fertig geschmiedet sind, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Sperrschrägen (3) des Wockens (2) als verlängerte Sperrschrägen (14) bis in den Ringkörper der Übergangszone (4) hinein fortsetzen und durch schräge Flächen (9; 10) in die Stirnfläche (11) des Ringkörpers übergehen.
23;M1978*T21S5i.
-42 -
204793
5· Verfahren zur Herstellung von pulvergeschmiedeten Synchronringen nach Punkt 1 durch Kaltpressen von Metallpulver zu einer Ausgangsformι Erwärmen der Ausgangsform unter schutzgas auf Umformtemperatur, Schmieden im geschlossenen Werkzeug, wobei vor dem Erwärmen oder damit verbunden ein Sintern erfolgen kann, dadurch gekennzeichnet, daß zum Kaltpressen in den Ringkorperabschnitten (12) zwischen den Nockenabschnitten (13) 93 % bis 99 % und in den Nockenabschnitten (13) 99 % bis 100 % der Metallpulvermenge, die für die theoretisch mögliche Dichte dieser Abschnitte am fertigen Schmiedestück erforderlich ist, geschüttet wird und das spätere Schmieden des Synchronringes mit einer mittleren spezifischen Preßkraft zwischen 30 und 55 kN/cm erfolgt·
6e Verfahren nach Punkt 5» dadurch gekennzeichnet, daß in den Nockenabschnitten und/oder in den Bereichen der Anschlagflächen eine Metallpulvermenge bis zu 120 % geschüttet wird·
Hierzu_j3„„Sei!9n Zeichnungen
<~ J, JUli. I υ ι U * ί ά j_ 5 H
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4708912A (en) * 1984-07-18 1987-11-24 Sintermetallwerk Krebsoege Gmgh Sintered metal body with at least one toothing

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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