DD142361A1 - Verfahren zur herstellung von polymermischungsfolien geringer dichte - Google Patents

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DD142361A1
DD142361A1 DD21157979A DD21157979A DD142361A1 DD 142361 A1 DD142361 A1 DD 142361A1 DD 21157979 A DD21157979 A DD 21157979A DD 21157979 A DD21157979 A DD 21157979A DD 142361 A1 DD142361 A1 DD 142361A1
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polyamide
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polyester
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DD21157979A
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Hartmut Franz
Christoph Michels
Original Assignee
Hartmut Franz
Christoph Michels
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Polymermischungsfolien geringer Dichte aus organischen Polymeren. Ziel und Aufgabe der Erfindung bestehen in der Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung von Polymermischungsfolien geringer Dichte und hoher Festigkeit aus Polymermischungen mit Polyestern bzw. Polyamiden als Matrixkomponente. Erfindungsgemäß wird eine Granulatmischung, bestehend aus Polyester oder Polyamid als Matrixkomponente und verschäumtem und/oder triebmittalhaltigem Polyäthylen und/oder Polypropylen und/oder Polyamid und/oder Polyester als Fibrillenkomponente, extrudiert und zur Folie verformt. Die Erfindung ist besonders geeignet zur Herstellung von Polymermischungsfolien für Faserstoffe und Flächengebilde mit Dichten < 1 und hoher Festigkeit.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von Polymermischungsfolien geringer Dichte
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Polymermischungsfolien geringer Dichte aus organischen Polymeren für die Erzeugung von spezifisch leichten Flächen-" und Formgebilden aus Foliefaserstoffen für den Einsatz im technischen Sektor, insbesondere für Netze und Seilereiwaren.
Charakterisierung der bekannten technischen Lösungen
Zur Erhöhung der Spaltbarkeit von Polymerfolien sowie zur Verminderung ihrer Dichte ist es bekannt, Polymere wie Polyäthylen, Polypropylen oder Polystyrol unter Zusatz von Triebmitteln zu Folien oder Formkörpern zu extrudieren. Nach GBP 1 150 234 verwendet man Polypropylen unter Zusatz von 0,4 Massel Azodicarbonamid, nach GBP 1 149 631 Polyäthylen unter Zusatz von Wasser und Pigment und nach GBP 1 11*4 151 Polystyrol unter Zusatz von Butan und Siliziumdioxid. Weiterhin ist nach GBP 1 123 538 bekannt, neben Triebmitteln wie Butan und Isobutan zusätzlich anorganische Systeme vom Typ Natriumbikarbonat und Zitronensäure einzusetzen«
Nach den bekannten Verfahren werden Folien erhalten, die eine durchgehende Porenstruktur besitzen» Auf Grund dieser Porenstruktur besitzen sie, insbesondere nach dem Recken ein erhöhtes Spaltvermögen* Die Dichte des Materials betragt im allgemeinen 30-90 %,der Dichte des Ausgangsmaterials, das in allen bekannten Fällen ein Homopolymer darstellt· Diese Verfahren haben den Nachteil, daß Folien bzw. Fäden mit sehr geringen Festigkeiten entstehen und das bei Verwendung von Polyamiden bzw. Polyestern durch die Verschäumung die Spaltneigung in nur ungenügendem Maße verbessert wird. Bedingt durch diese Nachteile haben die vorgenannten Verfahren bisher keine technische Anwendung bei der Herstellung von Faserstoffen gefunden.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung von Polymermischungsfolien mit Polyester bzw» Polyamid als Matrixkomponente, die durch eine geringe
3 Dichte ( < 1,00 g/cm ) und hohe Festigkeit gekennzeichnet sind, wodurch diese in der Lage versetzt werden, auf dem Wasser zu schwimmen, was eine Voraussetzung für den Einsatz in speziellen technischen Gebieten ist«
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Erhöhung der Festigkeit und der Verminderung der Dichte bei gleichzeitig verbesserter Spaltbarkeit der Folien mit Polyester bzw. Polyamid als Matrixkomponente· Durch eine ausschließlich Verschäumung der Fibrillenkomponente soll die festigkeitsbestimmende Matrix unverändert erhalten bleiben, wodurch die Festigkeit der gereckten Folie um den Faktor 10 höher liegt als bei einer homogenen Ver-Schäumung,
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß man zur Extrusion der Polymerfolie eine Granulatmischung verwendet, die aus unverschäumtem, triebmittelfreiem Polyester oder Polyamid als Matrixkomponente und verschäumten und/oder triebmittelhaltigeiri Polyäthylen und/oder Polypropylen und/oder
Polyamid und/oder Polyester als Fibrillenkomponente besteht. Die Erfindung wird an folgenden Ausführungsbeispielen erläutert. Ausführungsbeispiel 1: .
Polyäthylengranulat (Schmelzindex 22) wird mit 0,5 Masse% Azodicarbonamid intensiv gemischt, einem Extruder zugeführt und bei max· 160 C aufgeschmolzen, homogenisiert und zu einem Strang von 2 mm Durchmesser verformt und anschließend zu einem Granulat geschnitten.
Eine Mischung von 75 Masse% Polyäthylenterephthalat (Lösungsviskosität in Phenol/Tetra 1,38) und 25 Masse% triebmittelhaltiges Polyäthylen werden als Granulat gemischt, in einem Einschneckenextruder bei Temperaturen bis max. 2850C aufgeschmolzen, dispergiert und homogenisiert. Ober eine Breitschlitzdüse von 200 mm Breite· wird-die Polymermischungsschmelze zur Flachfolie verformt, auf einem Chill-Roll intensiv gekühlt, in Streifen geschnitten, im Verhältnis 1:6 bei Temperaturen von max. 1700C gereckt, über rotierende Nadelwalzen fibrilliert und der fertige Faden aufgespult.
Der Faden ist gekennzeichnet durch ein tiefmattes Aussehen, eine Festigkeit von 30-35 cN/tex und eine Dichte von 0,95 g/cm3.
Ausführungsbeispiel 2:
Polyamid-6-Granulat (Lösungsviskosität in Schwefelsäure von 2,60) wird analog Beispiel 1 mit 0,5 Masse% Azodicarbonamid gemischt und durch Extrusion zu einem teilverschäumten Granulat verformt. 40 Masse% des teilverschäumten Polyamidgranulates werden mit 60 Masse% Polyäthylenterephthalatgranulat gemischt, durch Extrusion aufgeschmolzen, dispergiert, homogenisiert, zur Flachfolie verformt,in Streifen geschnitten, im Verhältnis 1:5,5 gereckt, über Nadelwalzen fibrilliert und aufgewickelt«, Es resultiert ein Faden mit 35-40 cN/tex Reißfestigkeit und einer Dichte von 0,96 g/cm .
Ausführunqsbeispiel 3; «
Polyäthylengranulat (Schmelzindex 16) wird mit 0,1 Masse% Ammoniumbicarbonat intensiv vermischt und durch Extrusion zu einem weitgehend verschäumien Granulat verfonnt· 70 Masse% Polyämid-6-Granulat (Lösungsviskosität in Schwefelsäure 3,0) wird mit 30 Masse% verschäumten Polyäthylengranulat gemischt und durch Extrusion zur Folie verformt* Die Folie wird in der gesamten Breite gereckt und als Kett-p· und Schußmaterial auf eine Nähwirkmaschine Typ Malifol direkt zum Flächengebilde
.· ' ../ ο
verarbeitet» Man erhält ein Flächengebilde mit der Dichte 0,9 g/cm ,

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch;
    Verfahren zur Herstellung von Polymermischungsfolien geringer Dichte aus organischen Polymeren gekennzeichnet dadurch, daß man eine Granulatmischung, bestehend aus unverschäumtem, triebmittelfreiem Polyester oder Polyamid als Matrixkomponente und verschäumtem und/oder triebmittelhaltigem Polyäthylen und/oder Polypropylen und/oder Polyamid und/oder Polyester als Fibrillenkomponente, extrudiert, zur Flachfolie verformt, in Streifen oder in der gesaraten Breite reckt und gegebenenfalls fibrilliert.
DD21157979A 1979-03-14 1979-03-14 Verfahren zur herstellung von polymermischungsfolien geringer dichte DD142361A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4981631A (en) * 1989-03-31 1991-01-01 The Goodyear Tire & Rubber Company Process for making lightweight polyester articles

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4981631A (en) * 1989-03-31 1991-01-01 The Goodyear Tire & Rubber Company Process for making lightweight polyester articles

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