DD142382A1 - Zuluftauslass zur erzeugung eines staub-und keimarmen arbeitsbereiches - Google Patents

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DD142382A1
DD142382A1 DD21144179A DD21144179A DD142382A1 DD 142382 A1 DD142382 A1 DD 142382A1 DD 21144179 A DD21144179 A DD 21144179A DD 21144179 A DD21144179 A DD 21144179A DD 142382 A1 DD142382 A1 DD 142382A1
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DD21144179A
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Reinhard Koch
Diethard Niehoff
Georg Raehder
Roland B Schaefer
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Reinhard Koch
Diethard Niehoff
Georg Raehder
Roland B Schaefer
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Klimatisieren von Gebaeuderaeumen, in denen gleichzeitig eine staub- und keimarme Zone geschaffen werden muss, vorzugsweise in Operationsraeumen. Ziel der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Erzeugung eines abwaerts gerichteten Zuluftstromes in eine Arbeitszone hinein, in der sich ein Taetigkeitsfeld befindet, welches bei Bedarf in den Grenzen der Arbeitszone verlagert werden kann. Freigesetzte Staubpartikel und Keime sollen verdraengt und ueber eine Abluftanlage abgefuehrt werden. Das Wesen der Erfindung ist ein Zuluftauslass 5 mit Druckkammer 12, Lochplatten 7 und seitlichem Zuluftkanal 6. Der Erfindungsanspruch bezieht sich auf die zweckmaessigste Anordnung von Lochreihen in den Lochplatten 7, welche zur Erzeugung eines abwaerts gerichteten Zuluftstromes bis in die Arbeitszone erforderlich ist. Anwendungsgebiete sind Operations- und Entbindungsraeume, Raeume mit aehnlichen Bedingungen im Gesundheitswesen sowie in der feinmechanischen, optischen und elektronischen Industrie. -Figur-

Description

-Ί-
Titel der Erfindung
Zuluftauslaß zur Erzeugung eines staub- und keimarmen Arbeitsbereiches
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Klimatisieren von Gebäuderäumen, in denen gleichzeitig eine staub- und · keimarme Zone geschaffen werden muß.
Der Zuluftauslaß kanu insbesondere in Operations- und Entbindungsräumen sowie auch in anderen Bäumen des Gesundheitswesens, der pharmazeutischen, feinmechanischen, optischen und elektronischen Industrie eingesetzt werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Da konventionelle Belüftungssysteme,'die nach dem Strahlprinzip arbeiten, die in verschiedenen Zonen des Baumes freigesetzten Staubpartikel im gesamten Baum verteilen und dabei das Arbeitsgut schädigen können, sind andere Systeme entwickelt worden, welche diesen Nachteil beseitigen sollen.
Eine bekannte Vorrichtung in Form einer Lochdecke benutzt einen Luftschleier, welcher die Arbeitszone umgibt und das Eindringen von Staubpartikeln in diese Zone verhindert (DT-AS 1 604 114-; DT-OS 2 130 256). In Operationsräumen und 'anderen Arbeitsräumen werden jedoch die meisten Staub-
- a- 21 144 1
partikel und Keime durch die in dieser Zone Beschäftigten freigesetzt.
Um diese Staubpartikel und Keime schnell abzuführen, wird mit einer anderen bekannten Vorrichtung eine turbulenzarme Verdrängungsströmung erzeugt, welche bei einer Luftgeschwindigkeit von 0,45 m/s einen Luftwechsel von 500 pro Stunde zur Folge hat. (Schicht, Whyte u. a.: Vorträge zum Internationalen Symposium für Beinraumtechnik, Zürich 1972). Dies erfordert einen sehr hohen Zuluftstrom, verbunden mit hohen Anlagen- und Betriebskosten.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, benutzen weitere bekannte Vorrichtungen eine Anzahl Düsen, um einen vorwiegend schrägen Stützstrahl in die Arbeitszone zu richten. Diese Düsen sind umgeben von einem loch- oder Schlitzplattenfeld, um eine Induktion von verunreinigter Eaumluft zu verhindern (DT-OS 2 260 380; DT-OS 2 457 9845 DT-OS 2 615 904). Der Nachteil dieser Lösungen ist eine räumlich eng begrenzte und fest fixierte Arbeitszone. Eine Lageveränderung dieser Zone ist damit ausgeschlossen. Werden Gegenstände, z. B. eine Beleuchtungseinrichtung, in den Stützstrahl geschv/enkt, so wird eine Belüftung der Arbeitszone weitgehend verhindert.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Erzeugung eines von der Raumdecke abwärts gerichteten Zuluftstromes in einem begrenzten Baumbereich. Die Arbeitszone, welche sich in diesem Bereich befindet, soll in ihrer gesamten Größe von dem Zuluftstrom erfaßt werden, so daß Verlagerungen des Tätigkeitsfeldes innerhalb dieser Arbeitszone ohne Einschränkung möglich sind.
Die in der Arbeitszone freigesetzten Staubpartikel und Keime müssen verdrängt und von einer Abluftanlage abgeführt werden, bevor sie das Arbeitsgut schädigen. Im Zuluftstrom
*-3- Q A A A Ä A
"befindliche unvermeidbare Störkörper, wie Beleuchtungseinrichtungen, dürfen die genannten Aufgaben der Vorrichtung nicht beeinträchtigen. Der zu fordernde Zuluftstrom muß in einer wirtschaftlich vertretbaren Größenordnung liegen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Bei bekannten Lochdecken zum Klimatisieren von Gebäuderäumen verschiedener Art ohne besondere Anforderungen an die Staub-oder Keimarmut wird entweder ein gleichmäßiges Lochstreifenbild verwendet, welches sich über die gesamte Raumdecke erstreckt, oder es wird eine gleichmäßig gelochte Fläche in einem begrenzten Bereich der Baumdecke gewählt. Bei beiden Lösungen treten unter dem gelochten Deckenbereich Luftwalzen und Aufwärtsströmungen auf, welche sich bis in die Arbeitszone erstrecken.
Diese in allgemeinen Arbeitsräumen mit Wärme- und Schadstoff entwicklung erwünschte Erscheinung soll gemäß dem Ziel der Erfindung vermieden werden.
Im Gegensatz zu den genannten Lösungen mit Luftschleier, Düsenstrahlen oder Verdrängungsströmung wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in einer an sich bekannten Lochdecke mit hygienisch einwandfreier Druckkammer die Luft-austrittsflache aus Lochreihen besteht, welche so angeordnet sind, daß das Ziel der Erfindung, eine über die gesamte Arbeitszone abwärts gerichtete stabile Luftströmung, erreicht wird.
,Die günstigste Anordnung der Lochreihen wurde durch Versuche ermittelt. Es zeigte sich, daß bei dieser Anordnung die Induktion von Raumluft über die gesamte Austrittsfläche nach einer kurzen Anlaufstrecke beendet ist und sich dann auf die Randbereiche beschränkt, welche außerhalb der Arbeitszone liegen sollen.
Die Lochplatten sollen die am meisten verwendete Größe 600 mm χ 600 mm besitzen.
Die der Einmündung des Zuluftkanals am nächsten gelegene lochplatten sollen eine besonders große Anzahl Lochreihen erhalten. Da an dieser Stelle der dynamische Druck der Horizontalströmung in der Druckkammer am größten ist, wird mit dieser Anordnung ein ausreichendes Abströmen nach unten · erreicht.
Weitere Lochreihen sind am Rande des Zuluftauslasses parallel zu diesem so anzuordnen, daß sie ein Rechtöck oder im Sonderfall ein Quadrat bilden. Innerhalb dieses Rechteckes oder Quadrates sind ebenfalls Lochreihen quer oder parallel zur genannten Horizontalströmung in einer solchen Anzahl anzuordnen, daß der größere Teil der Zuluftmenge durch diese Lochstreifen austritt.
Die benötigte Zuluftmenge richtet sich nach der dem Raum zugewendeten Oberfläche des Zuluftauslasses und soll minde-
o ρ
stens 0,075 m-ys pro m Oberfläche betragen. Die Temperatur der Zuluft muß gleich oder maximal bis 4 K niedriger als die der Raumluft in der Arbeitszone sein. Die Absaugung aus dem Gebäuderaum soll zu mindestens 75 % in Fußbodennähe erfolgen, bevorzugt an mehreren Stellen der Raumwände.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird nachfolgend an einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel erläutert.
Es zeigen:
EIg. 1 einen vereinfachten Längsschnitt durch einen Operationsraum mit Zuluftauslaß
21 1441
Fig. 2 die Unteransicht des Zuluftauslasses mit seitlichem Zuluftkanal
In Hg. 1 ist in einem Operationsraum 1 ein-Operationstisch mit dem Kopfende 3 dargestellt.
Über dem Operationstisch 2 ist eine Operationsleuchte 4 angeordnet. An der Baumdecke befindet sich ein erfindungsgemäßer Zuluftauslaß 5 > dem über den Zuluftkanal 6 klimatisierte Zuluft zugeführt wird, welche aus der Druckkammer 12 durch die Lochplatten 7 in den Operationsraum 1 strömt, wie durch senkrechte Pfeile angedeutet ist. Um die Operationsleuchte 4 an der Kaumdecke verankern zu können, besitzt der Zuluftauslaß 5 einen Durchführungsschacht 8.
Durch die Abluftöffnungen 9 und 10 wird die Abluft aus dem Operationsraum herausgeführt.
Die in Hg. 2 in größerem Maßstab dargestellte Unteransicht des Zuluftauslasses 5 zeigt die Anordnung der Lochplatten 7, wobei die gestrichelten Linien die Lage von Lochreihen 11 angeben, welche sich in unterschiedlicher Anzahl an den Luftaustrittsstellen 13> 14 und 15 befinden. Die größte Anzahl an Lochreihen 11 ist an der Luftaustrittsstelle 13 in der Nähe der Einmündung des Zuluftkanals 6 angeordnet. Eine der Lochplatten 7 besitzt einen LurchbruclL, welcher das untere Ende des Durchführungsschachtes 8 darstellt.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    Zuluftauslaß zur Erzeugung eines staub- und keimarmen Arbeitsbereiches, bestehend aus einer an einer Gebäuderaumdecke anzubringenden Druckkammer (12) mit seitlichem Zuluftkanal (6), an deren Unterseite Lochplatten (7) angeordnet sind, gekennzeichnet dadurch, daß eine stabile, nach unten gerichtete Luftströmung erzeugt wird, indem die der Einmündung des Zuluftkanals (6) am nächsten gelegenen Lochreihen (13) in ihrer Anzahl ein Vielfaches der Lochreihen an den weiteren parallel.dazu angeordneten Luftaustrittsstellen (14) betragen und zusätzlich zur Sicherung einer gleichmäßigen Luftströmung senkrecht zu den Luftaustrittsstellen (14) am Bande des Luftauslasses (5) Lochreihen (15) angeordnet sind.
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen
DD21144179A 1979-03-07 1979-03-07 Zuluftauslass zur erzeugung eines staub-und keimarmen arbeitsbereiches DD142382A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT408313B (de) * 1998-04-08 2001-10-25 Clima Tech Airconditioners Gmb Luftverteilerkasten für deckenmontage zur luftzuführung von steriler luft zum operationsbereich in operationsräumen

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AT408313B (de) * 1998-04-08 2001-10-25 Clima Tech Airconditioners Gmb Luftverteilerkasten für deckenmontage zur luftzuführung von steriler luft zum operationsbereich in operationsräumen

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