DD142570A1 - Verfahren zur reduzierung des carbongehaltes cyanidischer baeder - Google Patents

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DD142570A1
DD142570A1 DD21173479A DD21173479A DD142570A1 DD 142570 A1 DD142570 A1 DD 142570A1 DD 21173479 A DD21173479 A DD 21173479A DD 21173479 A DD21173479 A DD 21173479A DD 142570 A1 DD142570 A1 DD 142570A1
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Stephanie Henniger
Joachim Teich
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Stephanie Henniger
Joachim Teich
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reduzierung des Carbonatgehaltes cyanidischer Bäder durch Ausfrieren mit dem Ziel, eine Senkung des Anteils an N^CO^ auf unter 25 g/1 zu erreichen. Das wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das Bad während der gesamten Ausfrierzeit bewegungsfrei gehalten und damit ein an der Gefäßwandung fest haftender kompakter Niederschlag aus hydratisiertem Natriumcarbonat erzeugt wird, worauf Lösung und Niederschlag in an sich bekannter Weise getrennt werden.

Description

Verfahren zur Regenerierung cyanidischer Bäder
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reduzierung des Carbonatgehaltes cyanidischer Bäder durch Badregenerierung. Erforderlich v;ird dies, wenn sich durch Einwirkung des iuftsauerstoffes im Laufe der Zeit und in Abhängigkeit von der Badbewegung und damit von der Höhe des Durchsatzes Carbonate bilden und anreichern, wobei z.B. in Zinkbädern ab 60 bis 70 g/l NapCOo die Schichteigenschaften wesentlich beeinträchtigt werden und die Stromausbeute stark abnimmt.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Nach Dettner/Elze, Handbuch der Galvanotechnik, Band II, Carl Hanser Verlag München 1966 (S. 301) und Galvanotechnik, Band I, Akademische Verlagsgesellschaft Geest und Portik KG., Leipzig 194-9 (S. 265) ist ein Regenerieren durch Ausfrieren bekannt» Dabei wird in Zink-, Silber- oder Kupferbädern unter optimalen Temperaturbedingungen von «Λ 0C je doch nur eine Senkung bis auf 63 g/l Na2COo erreicht, so daß durch die geringe Absenkung ein sehr häufiges Regenerieren notwendig wird.
Es wird deshalb allgemein die Methode des Ausfällens angewendet, z.B. als Calciurnearbonat oder Lithiumcarbonat, wobei zur Verbesserung der Werte die Lösung vor dem Ausfällen etwas eingedampft werden kann. Durch das Ausfällen werden jedoch unerwünschte Fremdionen in das Bad eingebracht. Wei-
terhin muß das Bad filtriert -werden. Beim Eindampfen entsteht darüber hinaus noch ein zusätzlicher hoher Aufwand.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist das Regenerieren cyanidischer Bäder mit einfachen Mitteln und möglichst hoher Senkung des Anteils an N
Wesen der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung eines cyanidischen Elektrolyten aus einer sodareichen Lösung, durch das der Anteil an· Na2CO^, unter 25 g/1 gebracht werden kann.
Das wird nach der Methode des Ausfrierens erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das Bad während der gesamten Ausfrierzeit bewegungsfrei gehalten wird, wodurch überraschenderweise ein an der Gefäßwandung fest haftender kompakter Niederschlag aus hydratisiertem Natriumcarbonat erzeugt wird, so daß danach eine Rückgewinnung der regenerierten Lösung in bekannter Weise erfolgen kanno Der vorteilhafte Temperaturbereich liegt dabei zwischen + 3 0C und - 4 0C, die Zeit~ dauer des Ausfrierens allgemein zwischen 12 und 24- Stunden, Die Rückgewinnung ist durch Abhebern oder Dekantieren möglich. Durch die Bildung des Niederschlages·in der beschriebenen kompakten Form ist damit ein überraschender Abfall des Car-» bonatgehaltes auf unter 25 g/l verbunden. Unter optimalen Bedingungen erreicht man sogar eine Reduzierung auf 16 g/l. Dadurch ist es p_ach einem weiteren Merkmal möglich, immer einen Teil des EIektr9Iyten auszufrieren und im Bad inzwischen die Elektrolyse fortzusetzen* Jeder Carbonatniederschlag 'wird einzeln in wenig heißem Wasser gelöst. Durch erneutes Ausfrieren im einzelnen oder von mehreren Lösungen gemeinsam kann eingeschlossen gewesene Elektrolytxlüssigkeit zur Wiederverwendung freigesetzt werden.
Dadurch spart man Entgiftungen ein, die wegen anhaftenden Cyanids sonst notwendig wären.
Die Erfindung "bietet den Vorteil, daß man cyanidische Bäder mit geringem Aufwand konstant zwischen z.B. 20 und 60 g/l Natriumcarbonat halten kann. Sie führt zur Einsparung von Arbeitszeit und Chemikalien für Badneuansätze, zu einer Erhöhung der Qualität und Zuverlässigkeit der Metallüberzüge und zur Verbesserung des Umweltschutzes, da Arbeiten mit Giften und Entgiftungen eingespart werden.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird nachstehend an zwei Beispielen erläutert.
Beispiel 1
250 1 eines cyanidischen Zinkelektrolyten werden zubereitet. Mit 200 1 davon wird ein galvanisches Bad betrieben, bis der Natriumcarbonatgehalt 58 g/l beträgt. Dann werden 50 1 cLes Bades entnommen und bewegungslos bei 0 0C in einem Kühlschrank 2A- Stunden lang ausgefroren. Die 50 1 werden im Bad durch die carbonatfreie Reservelösung ersetzt. Dadurch sinkt der Carbonatgehalt im Bad auf 4-3»5 g/l· Im Laufe von 24 Stunden Elektrolyse erhöhe er sich auf 50 g/l. Nun werden A-O 1 aus diesem Bad entnommen und ihrerseits ausgefroren, während die überstehende Lösung des 1. Eegenerats, die noch 20 g/l Na^CO^ enthalte, diese 40 1 ersetzen. Der Gehalt im Bad beträgt jetzt 44 g/l NapCO-3 usw. Die Carbonatrückstände werden wie im Beispiel 2 beschrieben weiterverarbeitet.
Beispiel 2
Einem handelsüblichen cyanidischen Kupfer-, Silber- oder Messingbad mit 70 g/l Na9CO- wird mittels Kryostat über Kühlschlangen ohne Badbewegung Wärme entzogen. Innerhalb von 12 Stunden (z0B. über Nacht) kühlt es sich auf ca. - 2 0C ab. An der Gefäßwand und an den Kühlschlangen hat
sich ein fester Kuchen aus Natriumcarbonat gebildet. Die Badflüssigkeit wird in einen anderen Behälter umgepumpt und dort zur Elektrolyse verwendet. Der NapCOQ~Kuchen wird mit heißem Wasser gelöst und der Entgiftung zugeführt. Dabei erfolgt einzeln oder nach Vereinigung mehrerer derartiger Lösungen ein erneutes Ausfrieren, wobei eingeschlossen gewesene Elektrolytflüssigkeiten zur Wiederverwendung frei werden.

Claims (4)

Erfindungsanspruch
1. Verfahren zur Reduzierung des Carbonatgehaltes cyanidischer Bäder durch Ausfrieren, gekennzeichnet dadurch, daß das Bad während der gesamten Ausfrierzeit bewegungsfrei gehalten und damit ein an der Gefäßeandung fest haftender kompakter Niederschlag aus hydratisiertem Natriumcarbonat erzeugt wird, worauf Lösung und Niederschlag in an sich bekannter Weise getrennt werden.
2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch5 daß die Elektrolyse während des Ausfrierens kontinuierlich fortgesetzt wird, indem nur ein Teil des Bades für das Ausfrieren entnommen und sofort durch eine gleiche Menge einer regenerierten Lösung ersetzt wird.
3· Verfahren nach Punkt 1 oder 2? gekennzeichnet dadurch, daß der Niederschlag nach Auslösung in heißem V/asser zur Restgewinnung von Elektrolytflüssigkeit einem erneuten Ausfrieren ausgesetzt wird.
4. Verfahren nach einem der Punkte 1 bis 3» gekennzeichnet dadurch, daß die Rückgewinnung der.Elektrolytflüssigkeit durch Abhebern oder Dekantieren erfolgt o
DD21173479A 1979-03-22 1979-03-22 Verfahren zur reduzierung des carbongehaltes cyanidischer baeder DD142570A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0552128A1 (de) * 1992-01-15 1993-07-21 René Leutwyler Verfahren zum Entfernen von Carbonaten aus galvanischen Bädern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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