DD142968A1 - Vorrichtung zum breitbehandeln von vorzugsweise textilen stoffbahnen z.b.in einer dampfatmosphaere - Google Patents
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Vorrichtung zum Breitbehandeln von vorzugsweise textilen Stoffbahnen ζ, B. in einer Dampfatmosphäre
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Breifbehandeln von vorzugsweise textlien Stoffbahnen z« B. in einer Dampfatmosphäre. Die Stoffbahnführung geschieht sowohl fest, als auch lose abgelegt, kann aber ohne Neueinzug der Stoffbahn wahlweise auch nur fest erfolgen. Derartige Vorrichtungen sind auch zum Breitbehandeln anderer flexibler Stoffbahnen Z0 B. Kunststoffen, Papier oder dgl. einsetzbar«.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Vorrichtungen mit verfahrenstechnologisch bedingter teils fester, teils loser Stoffbahnführung, bei denen auch wahlweise eine nur feste Stoffbahnführung ohne Neueinzug der Stoffbahn möglich ist, weisen für die feste Stoffbahnführung Umlenkwalzen auf, über die die Stoffbahn läuft» Nachfolgend, in Stoffbahnlaufrichtung, ist die Stoffbahnfüh« rung in loser Ablage vorgesehene Hierfür sind Einrichtungen mit einem U-förmigen Schacht, einem sog· Rollenbett oder einem Transportband bekannt.
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Obwohl die lose Ablage und Führung der Stoffbahn in einem U-förmigen Schacht den Vorteil der geordneten, in Schlaufen erfolgenden Ablage, einer nahezu I800-igen Wendung der Stoffbahn während des lose geführten Durchlaufs und demzufolge einen problemlosen Abzug der Stoffbahn aufweist, treten doch bedeutende Nachteile auf· Die Stoffbahn ist durch ihr Eigengewicht einem hohen Stapeldruck ausgesetzt, der bei empfindlichen Stoffbahnen zu bleibenden Markierungen der Bruchstellen führto Auch kann es durch die Reibung an Ί0 den Schachtwänden zu Scheuerstellen auf der Stoffbahn kom* men« Alle diese Nachteile engen das Anwendungsgebiet derartiger Vorrichtungen erheblich ein·
Bei Rollenbett- und Transportbandablagen wird die in Schlaufen abgelegte Stoffbahn weniger stark zusammengepreßt· Die Schlaufen liegen lose nebeneinander. Duroh diese Ablagen sind derartige Vorrichtungen universeller einsetzbar, also auch für empfindliche Stoffbahnen. Die Ablage der Stoffbahn erfolgt zwar in kurzen Schlaufen, jedoch am Anfang ohne Führung und deshalb weniger regelmäßig. Wenn auch die Ablagen an ihrem Anfang und Ende mitunter leicht geneigt bzw. ansteigend verlaufen, so wird trotzdem kein V/enden der abgelegten Stoffbahnschlaufen erreicht. Es entstehen Schwierigkeiten beim Abziehen der Stoffbahn am Ende der Ablage. Die Schlaufen liegen meistens übereinander und müssen unter der folgenden hervorgezogen werden. Bei den üblich hohen Durchlaufgeschwindigkeiten der Stoffbahn werden diese Schlaufen teilweise mit hoch gerissen.
Die lose Ablage auf dem Rollenbett hat zusätzlich den Nachteil, daß die abgelegten Stoffbahnschlaufen von einer Rolle zur nächsten übergeben werden müssen. Dabei kommt es oft zu einem Schlupf, der über die Stoffbahnbreite vielfach unterschiedlich ist. Es entsteht eine Schräglage der Schlaufen auf dem Rollenbett« Weiterhin besteht die Gefahr, daß sich einzelne Schlaufen zwischen den Rollen des Rollenbettes verklemmen.
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Bekannte Vorrichtungen zum kontinuierlichen Behandeln von Textil- oder Gewebebahnen (DE-OS 1 410 076) vermeiden das Entstehen einer ungeordneten Ablage während der losen Führung der Stoffbahn auf dem Transportband durch am Anfang und am Ende des Transportbandes" vorgesehene, als Scheiben gestaltete, seitliche Führungsmittel φ Am Beginn der in mehrere Abschnitte unterteilten losen Ablage kommt diese Vorrichtung jedoch auch nicht ohne einen annähernd U-förmigen Stapelschacht und am Ende der Ablage ohne Rollenbett aus. Neben den bereits genannten Nachteilen dieser Art der Stoffbahnführung besteht noch der empfindliche Nachteil, daß ein wahlweiser Übergang von teils fester, teils loser Stoffbahnführung auf nur feste Stoffbahnführung ohne Neueinzug der Stoffbahn nicht möglich ist0
Ziel der Erfindung
ist es, eine Vorrichtung anzugeben, die eine sowohl feste, als auch lose Führung der Stoffbahn aufweist» Wahlweise soll aber auch eine nur feste Stoffbahnführung ohne Neueinzug der Stoffbahn erfolgen können. Die Beanspruchung der Stoffbahn ist während des Durchlaufs so gering als möglich zu halten.
Merkmale der Erfindung
Die technische Aufgabe besteht darin, die wahlweise lose Stoffbahnführung so zu gestalten, daß die bekannten Nachteile vermieden werden.
Die technische Aufgabe wird gelöst, indem am Anfang und Ende der Stoffbahnführung mit loser Ablage axial drehbare ümlenktrommeln vorgesehen sind, deren Trommelmantel erfindungsgemäß zumindest teilweise aus axial drehbaren Leitwalzen besteht·
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Nach einer erfindungsgemäßen Variante besteht der Trommelmantel dieser Umlenktrommeln ca· au einem Viertel aus axial drehbaren Leitwalzen.
Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung werden problemlos nachstehende Forderungen an die betreffende Vorrichtung erfüllt:
*· Im ersten Teil der Vorrichtung Durchlauf der Stoffbahn in fester Stoffbahnführung;
- in derem zweiten Teil geordnete und lose geführte Ablage der Stoffbahn in kurzen Schlaufen;
- zwangsläufiges Wenden der lose geführt abgelegten Stoffbahn um ca» je 90 am Anfang und Ende der losen Ablage;
- sicherer Transport der in kurzen Schlaufen lose. . abgelegten Stoffbahn zur Abzieheinrichtung; - sicheres Abziehen der lose abgelegten Stoffbahn auch bei höheren Durchlaufgeschwindigkeiten;.
- Möglichkeit des Durchlaufs der Stoffbahn in nur fester Stoffbahnführung ohne zeitaufwendigen Neueinzug der Stoffbahn«
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Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben»
Es zeigen
Pig· 1 im Längsschnitt einen Kombinationsdämpfer zum Breitbehandeln textiler Stoffbahnen und
Fig· 2 eine Variante der erfindungsgemäßen Umlenktrommeln am Ein- bzw. Auslauf der unteren Stoffbahnführung bei wahlweise fester Führung
In einem bis auf den Stoffbahnein- und -auslaß 1,2 geschlossenen Gehäuse 3 sind in dessem oberen Teil gemäß Fig. 1 eine Anzahl antreibbare Umlenkwalzen 4 für eine vertikale, feste Führung der Stoffbahn 5 angeordnet. Zwischen den Umlenkwalzen 4 sind mehrere Pendelwalzen 6 als Organe zur Regelung der Stoffbahngeschwindigkeit entsprechend der Stoffspannung vorgesehen. Unmittelbar unter den Umlenkwalzen 4 befinden sich eine Anzahl Leitwalzen 7· Der untere Teil des Gehäuses 3 weist ein Transportband 8 für die lose Stoffbahnführung auf. Am Anfang der losen Stoffbahnführung sind eine axial drehbare Umlenktrommel 9 mit Stirnscheiben 10 und an derem Ende eine Umlenktrommel 11 mit Stirnscheiben 12 angeordnet. Die Umlenktrommeln 9, 11 sind breiter als die Stoffbahn 5. Anstelle des Trommelmantels sind axial drehbare Leitwalzen 13 bzw. 14 vorgesehen. Das Transportband 8 liegt auf den paarigen Stirnscheiben 10 bzw. 12 auf. Das Transportband 8 stützt sich außer auf den Stirnscheiben 10, 12 auf links der Stirnscheibe 10 bzw. rechts der Stirnscheibe 12 angebrachte Umlenkwalzen 15, 16, 17, 18 und mit seinem unteren Trum auf
"30 Rollen 19, 20, 21 ab.
Die Arbeitsweise des Kombinationsdämpfers läßt sich wie folgt darstellen:
Die Stoffbahn 5 tritt über den Stoffbahneinlaß 1 in das Gehäuse 3 und erreicht über Leitwalzen 22, 23, 24 die durch die Umlenkwalzen 4 bewirkte feste Stoffbahnführung
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mit den Pendelwalzen 6e Über eine weitere Umlenkwalze und Leitwalzen 7 wird die Stoffbahn 5 unter der festen Stoffbahnführung zurückgeführte Wach dem Passieren der Zugwalzen 26 und der Haspeln 27 wird die Stoffbahn 5 in einem kurzen, durch das Transportband 8 und die Umlenktrommel 9 mit den Stirnscheiben 10 gebildeten Schacht in Schlaufen abgelegt· Die Umlenktrommel 9 mit den Stirn~ scheiben 10 und mit ihr das Transportband 8, werden entsprechend der Geschwindigkeit des Stoffbahndurchlaufs angetrieben· Die lose in Schlaufen abgelegte Stoffbahn 5 wird von dem Transportband 8 und der Umlenktrommel 9 mit*· genommen, dabei um-ca· 90° gewendet und vom oberen Trum des Transportbandes 8 weitertransportiert zur Umlenktrommel 11 mit den Stirnscheiben 12. Die Umlenktrommel 11 mit den Stirnscheiben 12 bilden zusammen mit dem Transportband 8 wie beim Ablegen der Stoffbahn 5 auf das Transportband 8 einen mit der Stoffbahn 5 mitlaufenden Schacht· Die abgelegten Stoffbahnschlaufen werden am Ende des Transportbandes 8 nochmals um ca· 90 gewendet. Um eine etwaige Überfüllung der losen Stoffbahnführung signalisieren zu können, sind ausgangs dieser Stoffbahnführung links und' rechts Über der Umlenktrommel 11 Je eine Klappe als Überfüllungssicherung 28 vorgesehen, die durch die sich evtl· stauende Stoffbahn 5 betätigt werden«. Die Überfüllungssicherung 28 wirkt auf den Antrieb des Kombinationsdämpfers. Die Stoffbahn 5 wird über eine weitere Leitwalze 29 und eine Pendelwalze 30 abgezogen· Die Pendelwalze 30 steht mit 2 wahlweise einschaltbaren Endschaltern in Wirkverbindung. Zufolge der gewählten, teils festen, teils losen Stoffbahnführung ist ein Endschalter eingeschalten und die Pendelwalze 30 arbeitet als Kurzfahrsicherung der Stoffbahn 5· Die Stoffbahn 5 gelangt über einen Ausbreitstab 31 zu einem Drehspanner mit einem geraden und einem gebogenen Stab 32 bzw· 33, um dann über Zugwalzen 34, eine Umlenkwalze 35 und den Stoffbahnauslaß 2 den Kombinationsdämpfer zu verlassen.
Kann eine ζ«. B. "besonders knitterempfindliche Stoffbahn 5 in nur fester Führung im Kombinationsdämpfer behandelt werden, dann durchläuft die Stoffbahn 5 auch den unteren Teil des Kombinationsdämpfers in fester Stoffbahnführung 5 ohne Ablage auf dem Transportband 8. Dazu werden die Haspeln 27 abgeschalten· Das Transportband 8 wird angehalten· Die Umlenktrommeln 9, 11 bleiben stehen. Die Stoffbahn 5 nimmt ab den Zugwalzen 26 den in der Darstellung durch eine unterbrochene Linie und mit 5' bezeichneten Weg über die Leitwalzen 13 der Umlenktrommel 9, die Leitwalzen 36, 37 und die Leitwalzen 14 der UmlenktrommelH. Die Pendelwalze 30 regelt bei dieser Art der Stoffbahnführung die Durchlaufgeschwindigkeit der Stoffbahn 5. Hierzu sind beide Endschalter eingeschalten.
Nach einer Variante des Erfindungsgedankens (Fig. 2) wur~ de der Mantel der Umlenktrommeln 9, 11 nur ca. zu einem Viertel seines Umfangs durch axial drehbare Leitwalzen 13' bzw, 14' ersetzt. Beim Übergang von teils fester, teils loser auf nur feste Stoffbahnführung wird das Transportband 8 durch eine nicht dargestellte Einrichtung automatisch so angehalten, daß die Leitwalzen 13', 14' im Einlauf- bzw· Auslaufbogen der unteren nunmehr festen Stoffbahnführung sich befinden.
Claims (1)
- Erfindungsanspruch1# Vorrichtung zum Breitbehandeln von vorzugsweise textlien Stoffbahnen mit einer, vorteilhafterweise in einem gemeinsamen Gehäuse angeordneten, teils festen, teils losen Stoffbahnführung, wobei die Stoffbahn wahlweise und ohne Heueinzug der Stoffbahn auch nur fest führbar ist und die lose Stoffbahnführung über antreibbare Umlenktrommeln mit . Stirnscheiben und vorzugsweise ein Transportband erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß der Trommelmantel der Umlenktrommeln (9; 11) zumindest teilweise aus axial drehbaren Leitwalzen (13; 14) bestehte2· Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Trommelmantel der Umlenktrommeln (9; 11) ca<> zu einem Viertel seines Umfangs aus axial drehbaren Leitwalzen (13'J 14·) besteht.Hierzu» JLSeiien Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21254579A DD142968A1 (de) | 1979-04-27 | 1979-04-27 | Vorrichtung zum breitbehandeln von vorzugsweise textilen stoffbahnen z.b.in einer dampfatmosphaere |
| RO100911A RO85014B (ro) | 1979-04-27 | 1980-04-21 | INSTALATIE PENTRU TRATAREA îN LATIME A UNOR MATERIALE îN FORMA DE FOAIE, îN SPECIAL TEXTILE |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21254579A DD142968A1 (de) | 1979-04-27 | 1979-04-27 | Vorrichtung zum breitbehandeln von vorzugsweise textilen stoffbahnen z.b.in einer dampfatmosphaere |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD142968A1 true DD142968A1 (de) | 1980-07-23 |
Family
ID=5517887
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD21254579A DD142968A1 (de) | 1979-04-27 | 1979-04-27 | Vorrichtung zum breitbehandeln von vorzugsweise textilen stoffbahnen z.b.in einer dampfatmosphaere |
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| DD (1) | DD142968A1 (de) |
| RO (1) | RO85014B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3508062A1 (de) * | 1985-03-07 | 1986-09-11 | Babcock Textilmaschinen GmbH, 2105 Seevetal | Anordnung zur fuehrung von breitgefuehrten warenbahnen durch behandlungsvorrichtungen |
-
1979
- 1979-04-27 DD DD21254579A patent/DD142968A1/de not_active IP Right Cessation
-
1980
- 1980-04-21 RO RO100911A patent/RO85014B/ro unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3508062A1 (de) * | 1985-03-07 | 1986-09-11 | Babcock Textilmaschinen GmbH, 2105 Seevetal | Anordnung zur fuehrung von breitgefuehrten warenbahnen durch behandlungsvorrichtungen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| RO85014A (ro) | 1984-08-17 |
| RO85014B (ro) | 1984-09-30 |
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