DD143179B1 - Verfahren zur elektronischen thrombozytenzaehlung - Google Patents

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DD143179B1 DD21290179A DD21290179A DD143179B1 DD 143179 B1 DD143179 B1 DD 143179B1 DD 21290179 A DD21290179 A DD 21290179A DD 21290179 A DD21290179 A DD 21290179A DD 143179 B1 DD143179 B1 DD 143179B1
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Inventor
Georg Diederich
Charlotte Neunzling
Peter Grothkopf
Karen Rudolf
Heiko-Gundmar Lestin
Marita Scherdin
Sylvia Michaelis
Original Assignee
Georg Diederich
Charlotte Neunzling
Peter Grothkopf
Karen Rudolf
Lestin Heiko Gundmar
Marita Scherdin
Sylvia Michaelis
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N15/00Investigating characteristics of particles; Investigating permeability, pore-volume or surface-area of porous materials
    • G01N15/10Investigating individual particles
    • G01N15/1031Investigating individual particles by measuring electrical or magnetic effects
    • G01N15/12Investigating individual particles by measuring electrical or magnetic effects by observing changes in resistance or impedance across apertures when traversed by individual particles, e.g. by using the Coulter principle

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Description

Titel der Erfindung
Verfahren zur Probenvorbereitung für die elektronische Thrombozytenzählung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vorbereitung von Thrombozytenzählproben aus verdünntem Venenblut, Kapillarblut oder plattchenreichem Plasma für eiekt-ronische Zählgeräte, die nach dem Coulter-Prinzip arbeiten»
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die elektronische Zählung der Thrombozyten nach dem Coulter-Prinzip wurde anfangs ausschließlich aus verdünntem Blut durchgeführt. Dabei mußte vor der eigentlichen Zählung der Verfahrensschritt Probenvorbereitung erfolgen, der eine von allen störenden Einflüssen (Leukozyten, Erythrozyten) befreite Thrombozytenzählsuspension zum Ziel hato Hierzu entwickelte Verfahren über Sedimentation' (B.S. BULL et al, Amer.JoClin.Pathole 44 (1965), 678-685; J.JÜRGENS, irztloLabo 14 (1968) 3^7~354) oder Zentrifugati on (R.EHSE u. Mitarb., Blut 35 (1977), 253-259) verlangen einerseits einen hohen arbeitszeitmäßigen und verfahrenstechnischen Aufwand, zum anderen werden die sehr empfindlichen Blutzellen auch starker osmotischer und mechanischer Belastung ausgesetzt (Mo des BRUYERE et al, ThrombösoDiathes.haemorrh.(Stuttg.) 32, 232 (1974Oi H0GADNER u." Mitarb., Schweiz.medeWschr. 104 (1974), 138-140), so daß fehlerhafte Zählungen durch Volumenveränderung der Zellen nicht mehr ausgeschlossen
werden können* Um diese Nachteile zu umgehen, wurden •in jüngster Zeit die elektronischen Zählgeräte derart vervollkommnet, daß die Bestimmung der Thrombozytenzahl direkt aus Vollblut möglich ist'(W.ADAM u, Mitarb0» Blut 32. (1976)·, DT-PS 28 12 517)» Der hierzu notwendige apparative Aufwand bedingt aber einen sehr hohen An-Schaffungspreis und ist auch in Wartungs- und Reparaturfragen von den meisten Anwendern nicht mehr zu bewältigen· So werden parallel zu diesen Entwicklungen wieder Anstrengungen unternommen, technisch einfache und leicht zu wartende Zählgeräte zu bauen, mit deren Hilfe eine Bestimmung der Thrombozytenzahl aus verdünntem Untersuchungsgut allgemein möglich ist (DL-PS 6,5 681) o Die Probleme der damit erneut notwendigen, umständlichen Probenvorbereitung blieben aber nach wie vor ungelöst. Beispiel hierfür ist das in der Bedienungsanleitung zum Teilchenzählgerät Picoscale (PS-4-) (MEDICOR-Werke
4-5 Budapest 1976) verfaßte Zollverfahren. Man geht dabei von der falschen Voraussetzung einer möglichen, vollkommenen Spont an se dime nt at ion der iirytb.ro zy ten und Leukozyten bei gleichzeitigem Erhalt der ursprünglichen Thrombozyten- . dichte aus« Das Verfahren liefert so keine akzeptablen, mit der Kammerzählung (H.STOBBE, Z.med,Labortechnik 1 (1960), 79 ff) vergleichbaren Werte. Zudem ist eine Probenvorbereitungszeit von über zwei Stunden im Routinebetrieb eines Labors nicht vertretbar.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist ein Verfahren zur Probenvorbereitung für die elektronische Thrombozytenzählung nach dem Coulter-Prinz-ip, das unter geringster Belastung der zu zählenden Zellen in kürzester Frist Zählproben liefert, aus denen die Konzentration an Thrombozyten auch mit einfachen Teilchenzählgeräten bestimmt werden kann·
Darlegung des Wesens der Erfindung
Das Wesen der Erfindung besteht in der Ausführung des Verfahrens zur Probenvorbereitung als partielle Sedimentation bzw. partielle Zentrifugation von verdünntem Untersu'chungsgute Erfindungsgemäße Voraussetzung ist es, daß eine vollständige Abtrennung der Erythrozyten und • Leukozyten von den zu bestimmenden Thrombozyten ohne hohen technischen und methodischen Aufwand nicht nur nicht möglich, sondern auch in weitem Maße nicht" notwendig ist о
Die zur Anwendung gelangende Probenvorbereitungsart kann in einem sehr unvollkommenen Zustand abgebrochen werden. Dadurch wird bei der Sedimentation eine große Zeitersparnis erzielt, bei der Zentrifugation die sonst notwendige Anwendung spezieller, aufv/endiger Technik umgangeno
Der Zeitpunkt, an dem der Abbruch der Probenvorbereitung gerade schon möglich ist, hängt von der Empfindlichkeit des angewandten Zählgerätes ab, mit der es in der Lage ist, eine kleine Anzahl von Thrombozyten in einer ebenso großen oder größeren Anzahl von größeren Zellen (z.B.
Erythrozyten) quantitativ exakt zu erfassen. Die Gesamtkonzentration aller in der Zählsuspension noch enthaltenen Zellen kann ohne Qualitätseinbuße bei der Zählung so hoch gewählt werden, daß die erzeugte Impulsdichte das maximale Impulstrennvermögen des Gerätes vpll in Anspruch nimmt« .
Es ergeben sich bei der in verdünntem Untersuchungsgut ausgeführten partiellen Sedimentation bzw. partiellen Zentrifugation erfahrungsgemäß keine untersuchungsgut-
-7^ bedingten Ausnahmen, ebenso besteht keine Abhängigkeit von hämatokrit-spezifischen Korrekturfaktorene
Ausführungsbeispiel
Verfahren zur Thrombozytenzählung am ungarischen .Teilchenzählgerät PS-4
- ц. -
Probenvorbereitung:
Zu 6,100 ml filtrierter HPJ-Lösung (MEDICOR-Werke Budapest, Bedienungsanleitung zum Teilchenzählgerät PS-4, 1976), die in einem silikonisiertem Glasröhrchen vorgelegt sind, werden 0.200 ml EDTA-Blut pipettiert„ Wach gründlicher Durchmischung des Inhalts wird das Röhrchen um 45° geneigt und offen zur Sedimentation abgestellt. Ist die Sedimentationszeit von einer halben Stunde abgelaufen, pipettiert man vom klaren Überstand in ein weiteres silikonisiertes Glasröhrchen oder Plastgefäß ab. Hieraus werden zur Messung am PS-4 O.O5O ml entnommen und in 9о950 ml mehrmals filtrierter HPJ-Lösung pipettiert (Endverdünnung 1:6 30O)0
Messung:
Alle Messungen für eine bestimmte Patientenprobe erfolgen aus ein und derselben Endverdünnung und werden mit einer Meßöffnung '(Meßrohr) vom Durchmesser 60yum durchgeführt. In der ErstVerdünnung sind die Thrombczyten mindestens 8 h haltbarβ Innerhalb dieser Frist muß die Messung 'erfolgen,,
Meßvorgang Diskriminator st ellung Meßergebnis
1o Leerwertbestimmung
der Gesamtteilchen- PBC / 400 lwgt7 ' zählung
2. Le'erwertbestimmung der Erythrozytenzählung RBC / 400 LVL117 3o Bestimmung der
Erythrozytenzahl RBC / 400 EZ
4. Bestimmung der mittleren
Gesamtteilchenzahl PBC / 400 GTZ
ІЗО Beide LeerwertbeStimmungen erfolgen bei Einzelbestimmungen generell j bei der Durchführung von Serien entscheidet die Qualität der filtrierten Verdünnungslösung über die notwendige Häufigkeit dieser Meßvorgänge. Zur Bestimmung der mittleren Gesamtteilchenzahl.wird der 4O Meßvorgang solange wiederholt, bis zwei aufeinanderfolgende Werte nicht
mehr als 10 % des kleineren Wertes voneinander abweichen. Diese beiden Werte werden dann zur Mittelwertbildung herangezogen» Berechnung der Thrombozytenzahl:
Die Zahl der Thrombozyten pro 1 Blut (X) wird nach folgender Formel berechnet:
X = GTZ - (EZ - LWBZ) - LWGT2
Eine Berücksichtigung des Hämatokritwertes der Blutprobe ist bei der vorgegebenen Erstverdünnung von І 1:31j5 und dem unvollkommenen Stand der Sedimentation zur Zeit der Überstandsentnahme nicht erforderlich»

Claims (1)

  1. -G-
    Erfindungsanspruch
    Verfahren zur Probenvorbereitung für die elektronische Thrombozytenzählung nach dem Coulter-Prinzip, ^ 50 dadurch gekennzeichnet, daß aus verdünntem Untersuchungsmaterial·, insbesondere Venenblut, Kapillarblut oder platt chenreichem Plasma, die Erythrozyten und Leukozyten lurch partielle Sedimentation, insbesondere partielle Schrägsedimentation oder partielle Zentrifugation soweit abgetrennt werden, daß die durch die Gesamtkonzentration der in der .Zählsuspension enthaltenen Zellen erzeugte Impulsdichte kleiner ist, als es'das Impuisauflösevermögen des angewandten Zählgerätes zuläßto
DD21290179A 1979-05-16 1979-05-16 Verfahren zur elektronischen thrombozytenzaehlung DD143179B1 (de)

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DE19803008118 DE3008118A1 (de) 1979-05-16 1980-03-03 Verfahren zur elektronischen thrombozytenzaehlung
HU75980A HU182113B (en) 1979-05-16 1980-03-31 Process for preparing test samples for counting thrombocytes

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DE3364234D1 (en) * 1982-03-02 1986-07-31 Eisai Co Ltd Antiphlogistic/antipyretic/analgesic pharmaceutical compositions containing theophylline derivatives as active ingredient

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DE3008118A1 (de) 1980-11-27
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