DD143436A1 - Verfahren zum schmelzspinnen von synthetischen polymeren - Google Patents

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Wolfgang Kreis
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Wolfgang Kreis
Wolfgang Mueller
Wilhelm Schmidt
Klaus Gentes
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schmelzspinnen von synthetischen Polymeren mit anschließender Fadenabküh.lung unterhalb der Spinndüse. Ziel der Erfindung ist es, eine Vergleichmäßigung des Abkühleffektes über die Gesamtheit der Elementarfäden unterhalb der ,Düse und eine Verringerung der anbiasbedingten Auslenkung der Fadenschar im Anblasschacht zu erreichen sowie ein Austreten von Fäden aus der Fadenschar bei noch auftretenden Fadenunterbrechungen zu vermeiden. Die erfindungsgemäße Fadenabkühlung ist dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu der bekannten einseitigen Queranblasung unmittelbar unterhalb des Anblasschachtes im Spinnschacht von der Anblasseite her mittig zur Fadenschar sowie beidseitig ebenfalls mittig zur Fadenschar über definierte Flächen Luft angesaugt wird. Die Anblasflächen sind in einer Entfernung vom Abschluß des Anblasschachtes von 0 bis 80 cm, vorzugsweise 40 cm, angeordnet, v/obei die seitlichen Ansaugflächen je 100 bis 300 cm^, vorzugsweise 200 cm, mit einem Verhältnis von Breite zu Höhe von 1 : 1,5 bis 1 : 3, vorzugsweise 1 : 2, betragen, und die anbiasluftseitig angeordnete Ansaugfläche 50 bis 100 cra^, vorzugsweise 80 cmmit einem Verhältnis von Breite zu Höhe Wie 10 : 1 bis 30 : 1, vorzugsweise 20 : 1, beträgt. Die anzusaugende Luftmenge beträgt das 0,8- bis 2,0fache, vorzugsweise 1,5fache, gegenüber der Anblasluftmenge.

Description

Verfahren zum Schmelzspinnen von synthetischen Polymeren
Anwendungsgebiet der ,Erfindung ' .
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schmelzspinnen von synthetischen Polymeren mit anschließender Fadenabkühlung unterhalb der Spinndüse*.
Charakteristik der^.bekannten technischen Lösungen
B&im Erspinnen von Fäden aus Polymerechmelzen, ze B· aus Polyalkylenterephthalat ist für den Übergang aus dem schmelzeflüssigen in den festen Zustand eine Abkühlung der Fäden für einen schnelleren Wärmeaustausch erforderlich, um sowohl ein Verkleben der Elementarfäden zu vermeiden als auch die Strukturbildung au unterstützen. Üblicherweise wird diese Abkühlung beim Einsatz von Rechteckdüsen über eine einseitige Queranblasung vorgenommen, indem die Abkühlluft nach dem Passieren eines sogenannten Gleichrichtereysteras zum Zwecke des Erreichens einer laminaren Luftströmung über eine Länge von ca* 0,5 bis 2 Meter quer zur Fadenachse geblasen wird*
In dem in dieser V/eise gestalteten Blasschacht kommt es als Folge der einseitigen Anblasung zu einer mehr oder minder großen Auslenkung de*1 Fadenschar,. Besonders ungünstig bei dieser Verfahrensweise ist der ungleiche Effekt der Abkühlung der Fäden innerhalb der Fadenschar von der Anblasseite bie zur gegenüberliegenden letzten Fadenreihe und den dadurch bedingten unterschiedlichen Längen des noch plastischen Bereiches der einzelnen Elementarfäden· Das hat zur Folge, daß es beim Auftreten von lokalen Schwachstellen in den Spinnfäden, z, B, hervorgerufen durch Schmutzpartikel, Gelteilchen u«. ä·, in Verbindung mit der auftretenden Spinnspannung zu Fadenunterbrechungen kommen kann, die zwangsweise bedingt durch die einseitige Queranblasung zu einem Eorsuslösen der gebrochenen Elementarfäden aus der Fadenschar führen, die dann aus dem Anblaaschacht her-
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austreten oder Undefiniert bzw· bereits verknäuelt durch die Fadenschar mitgenommen werden und die Ursache von Störungen beim Spinnprozeß selbst oder bei nachfolgenden Prozeßstufen sein können* :
Dieser verfahrensbedingte Mangel soll durch eine Anzahl von Erfindungen (z. B. DE-OS 2656000 und FR-PS 2327337) dahingehend eingeschränkt werden, daß durch verschiedene Arten bzw, Kombinationen von luftleiteinrichtungen im Blasluftzuführungsteil des Anblasschachtes definierte Strömungsprofile zur Steuerung des Verlaufes der Fadenauslenkung erreicht werden·
Versuche zeigten jedoch, daß mit derartigen Einrichtungen keine Verbesserungen zu erreichen sind,
Als Gegenmaßnahmen werden in den DD-PS 82530 bis 82533 Verfahren fUr eine beidseitige Queranblasung beschrieben. Das Prinzip dieser Verfahren besteht darin, daß die Fadenschar nur unmittelbar unterhalb der Düse durch zwei in vertikaler Richtung versetzte Schlitzdüsen angeblasen wird und dadurch eine Auslenkung der Fadenschar nicht mehr auftritt. Eine in dieser Weise praktizierte Fadenabkühlung führt vergleichsweise zur o, a, Queranblasung zu einer wesentlich schnelleren Abkühlung und damit zu einer größeren Vororientierung der Fäden, Gegen eine Einführung dieser Technologie in bestehenden Anlagen spricht jedoch die aus der höheren Vororientierung resultierende geringere bzw, ungenügende Verstreckbarkeit des Spinnmaterials für den EFachbehandlungsprozeße
Ziel, der, Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, Vergleichmäßigung des Abkühleffektes über die Gesamtheit der Elementarfäden unterhalb der Düse und eine Verringerung der anblasbedingten Auslenkung der Fadenschar im Anblasschacht zu erreichen sowie ein Austreten von Fäden aus der Fadenschar bei noch auftretenden Fadenunterbrechungen zu vermeiden«
Darl.egung; ,des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Anblasung der aus der Spinndüse austretenden Fäden so zu verändern, daß die be-
— 3 ~ &s β schriebenen Mängel beseitigt werden· ...;
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß zusätzlich zu der üblichen einseitigen Queranblasung ein Luftstrom geschaffen wird, der den Anblasluftstroin so beeinflußt, daß im Anblasbereich des Anblasschachtes keine Luft mehr aus dem Anblasschacht in den Spinnraum austritt, sondern entgegengerichtet zur Anblasung Luft aus dem Spinnraum in den Anblasschacht ge» führt wird*
Die Aufteilung der Ansaugung erfolgt so, daß unmittelbar unterhalb des Anblasschachtes, d· h· im oberen Teil des Spinnschachtes 0 bis 80 Zentimeter, vorzugsweise 40 Zentimeter vom Abschluß des Anblasschachtes entfernt, von der Anblasseite her mittig zur
SO Fadenschar sowie beidseitig ebenfalls mittig zur Fadenschar über definierte Flächen Luft angesaugt wird· Diese Aufteilung der Ansaugung auf 3 Seiten ist notwendig, um eine stabile Laufruhe der Fäden zu gewährleisten» Die Auslegung der Ansaugflächen und die angesaugten Luftmengen sind abhängig von den Blasschacht» abmessungen, der Anzahl der Elementarfäden in der Fadenschar sowie der für die Abkühlung der Fäden notwendigen Anblaöluftmenge, Bei einem üblichen Anblasschacht von 0,5 bis 2,0 Meter Länge und einer Breite von 0,2 bis 0,4 Meter sowie einer Fadenschar je nach Elementarfadenfeinheit von 200 bis 1500 Elementarfäden ist
dreiseitig eine jeweils inittig zur Fadenschar angeordnete Ansaugfläche von je 100 bis 300 cm2, vorzugsweise 200 cm2 für die seitliche Ansaugung bei einer Blasschachtgestaltung von Länge zu Breite wie 1,85 zu 0,36 Meter sowie von 50 bis 100 cm2, vorzugsweise 80 cm2 für die anblasluftseitig angeordnete Ansaugung bei
vorstehend genannten Blasschachtabmaßen, erförderlich*
Dabei ist für die seitliche Ansaugfläche ein Verhältnis Breite zu Höhe von 1 : 1,5 bis 1:3, vorzugsweise 1:2, sowie für die anblasluftseitig angeordnete Ansaugfläche ein Verhältnis Breite zu Höhe von 10 : 1 bis 30 : 1, vorzugsweise 20 : 1, zu wählen· Die anzusaugende Luftmenge ist abhängig von den Anblasschachtabmaßen sowie von der Anzahl der Elementarfäden und beträgt im Verhältnis zur Anblasluftmenge das 0,8 bis 2,0-fache, vorzugsweise das 1,5-fachec
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Ausführungsbeispiel
Eine Polyäthylenterephthalatschmelze mit einer Intrinsic-Viskosität von 0,65 wurde kontinuierlich versponnen, wobei die Anzahl der Eleiaentarfäden je Spinnposition 1000 und die Endfaserfeinheit 0,17 tex betrug· Der Spinnschacht hatte eine Ab-. messung von 1,8 Meter Länge und 0,4 Meter Breite, die Anblasluftinenge betrug 600 m^/h· 40 Zentimeter unterhalb des Anblasschachtes erfolgte im Spinnschacht die erfindungsgemäße Ansaugung der Luft seitlich je über eine Fläche von 10 χ 20 cm und anblasluftseitig über eine Fläche von 40 χ 2 cm. Die Ansaugluftmenge wurde auf 900 m^/h eingestellt· Während einer Betriebsdauer von 6 Tagen wurden keine Beeinträchtigungen des Spinnprozesses durch Fadenunterbrechungen festgestellt· Das so behandelte Spinnmaterial ließ sich nachfolgend einwandfrei verstrecken und thermisch nachbehandeln·

Claims (3)

1· Verfahren zum Schmelzsäpinnen von synthetischen Polymeren, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Abkühlung der Fäden zusätzlich zu der bekannten einseitigen Queranbiasung unmittelbar unterhalb des Anbla.sschachtes im Spinnschacht von der Anblasssite her mittig zur Fadenschar sowie beidseitig ebenfalls mittig zur Fadenschar über definierte Flächen Luft angesaugt wird·
2» Verfahren nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Aneaugung 0 bis 80 cm, vorzugsweise 40 cm vom Abschluß des Anblasschachtes entfernt im Spinnschacht angeordnet ist und die seitlichen Ansaugflächen je 100 bis 300 cm2, vor-
ρ
zugsweise 200 cm mit einem Verhältnis von Breite zu Höhe wie 1 : 1,5 bis 1 : 3» vorzugsweise 1 : 2, betragen, und die anblasluftseitig angeordnete Ansaugfläche 50 bis 100 cm vorzugsweise 80 cm2, mit einem Verhältnis von Breite zu Höhe von 10 : 1 bis 30 : 1, vorzugsweise 20 : 1, beträgt*
3* Verfahren nach Punkt 1 und 2 dadurch gekennzeichnet? daß im Verhältnis zur Anblasluftmenge die anzusaugende Luftmenge das 0,8 bis 2,0-fache, vorzugsweise das 1,5-fache, beträgt*
DD21261379A 1979-05-02 1979-05-02 Verfahren zum schmelzspinnen von synthetischen polymeren DD143436B1 (de)

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DD143436B1 DD143436B1 (de) 1981-07-29

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5178814A (en) * 1991-08-09 1993-01-12 The Bouligny Company Quenching method and apparatus

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US5178814A (en) * 1991-08-09 1993-01-12 The Bouligny Company Quenching method and apparatus

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DD143436B1 (de) 1981-07-29

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