DD143436B1 - Verfahren zum schmelzspinnen von synthetischen polymeren - Google Patents

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DD143436B1 DD21261379A DD21261379A DD143436B1 DD 143436 B1 DD143436 B1 DD 143436B1 DD 21261379 A DD21261379 A DD 21261379A DD 21261379 A DD21261379 A DD 21261379A DD 143436 B1 DD143436 B1 DD 143436B1
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Wolfgang Kreis
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Wolfgang Kreis
Wolfgang Mueller
Wilhelm Schmidt
Klaus Gentes
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Description

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Titel- der Erfindung
Vorrichtung zum Abkühlen von aus der Schmelze ersponnenen synthetischen Fäden
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abkühlen von aus der Schmelze ersponnenen synthetischen Fäden unter Beibehaltung der bekannten einseitigen Queranblasung.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Beim Erspinnen von Fäden aus Polymerschmelzen, z. B. aus Polyäthylenterephthalat ist für den Übergang aus dem schmelzeflüssigen in den festen Zustand eine. Abkühlung der Fäden für einen schnelleren Wärmeaustausch erforderlich, um sowohl ein Verkleben der Elementarfäden zu vermeiden als auch die Strukturbildung zu unterstützen. Üblicherweise wird diese Abkühlung beim Einsatz von Rechteckdüsen über eine einseitige Queranblasung vorgenommen, indem die Abkühlluft nach dem Passieren eines sogenannten Gleichrichtersystems zum Zwecke des Erreichens einer laminaren Luftströmung über eine Länge von ca. 0,5 bis 2 lieter quer zur Fadenachse geblasen wird. In dem in dieser Weise gestalteten Blasschacht kommt es als Folge der einseitigen Anblasung zu einer mehr oder minder großen Auslenkung der Fadenschar. Besonders ungünstig bei dieser Verfahrensweise ist der ungleiche Effekt der Abkühlung der Fäden innerhalb der Fadenschar von der Anblasseite bis zur gegenüberliegenden letzten Fadenreihe und den dadurch bedingten unterschiedlichen Längen des noch plastischen Bereiches der einzelnen Elementarfäden. Das hat zur Folge, daß es beim Auftreten von lokalen Schwachstellen in den Spinnfäden, z. B.hervorgerufen durch Schmutzpartikel, Gelteilchen u. ä., in Verbindung mit der auftretenden Spinnspannung zu Fadenunterbrechungen kommen kann, die zwangsweise bedingt durch die einseitige Queranblasung zu einem Herauslösen der gebrochenen Elementarfäden aus der Fadenschar führen, die dann aus dem Anblasschacht her-
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austreten oder Undefiniert bzvi. bereits ve-rknäuelt durch die Fadenschar mitgenommen werden und die Ursache von Störungen beim Spinnprozeß selbst oder bei nachfolgenden Prozeßstufen sein können.
Dieser verfahrensbedingte Mangel soll durch eine Anzahl von Erfindungen (z. B. DE-OS 2656000 und PR-PS 2327337) dahingehend eingeschränkt werden, daß durch verschiedene Arten bzw. Kombinationen von Luftleiteinrichtungen im Blasluftzuführungsteil des Anblasschachtes definierte Strömungsprofile zur Steuerung des Verlaufes der Fadenauslenkung erreicht werden. Versuche zeigten jedoch, daß mit derartigen Einrichtungen keine Verbesserungen zu erreichen sind.
Als Gegenmaßnahmen werden in den DD-PS 82530 bis 82533 Verfahren für eine beidseitige Queranblasung beschrieben. Das Prinzip dieser Verfahren besteht darin, daß die Fadenschar nur unmittelbar unterhalb der Düse durch zwei in vertikaler Richtung versetzte Schlitzdüsen angeblasen wird und dadurch eine Auslenkung der Fadenschar nicht mehr auftritt. Eine in dieser Weise praktizierte Fadenabkühlung führt vergleichsweise zur o. a. Queranblasung zu einer wesentlich schnelleren Abkühlung und damit zu einer größeren Vororientierung der Fäden. Gegen eine Einführung .dieser Technologie in bestehenden Anlagen spricht jedoch die aus der höheren Vororientierung resultierende geringere bzw. ungenügende Verstreckbarkeit des Spinnmaterials für den Nachbehandlungsprozeß.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Vergleichmäßigung des Abkühleffektes über die Gesamtheit der Elementarfäden unterhalb der Düse und eine Verringerung der anblasbedingten Auslenkung der Fadenschar im Anblasschacht zu erreichen sowie ein Austreten von Fäden aus der Fadenschar bei noch auftretenden Fadenunterbrechungen zu vermeiden.
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Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Abkühlung der aus der Spinndüse austretenden Fäden σο su verändern, daß die beschriebenen Mängel beseitigt werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß zusätzlich zu der üblichen einseitigen Queranblasung ein Luftstrom geschaffen wird, der den Anblasluft strom so beeinflußt, daß im Anblasbereich dea Anblasschachtes keine Luft mehr aus dem Anblasschacht in den Spinnraum austritt, sondern entgegengerichtet zur Anblasung Luft aus dem Anblasschacht abgeführt wird.
Die Abführung der Luft erfolgt so, daß unmittelbar unterhalb des Anblasschachtes, dt h. im oberen Teil des Spinnßchachtes 0 bis 80 Zentimeter, vorzugsweise 40 Zentimeter vom Abschluß des Anblasschachtes entfernt, von der Anblasseite her mittig zur Fadenschar sowie beidseitig ebenfalls mittig zur Fadenschar über definierte Öffnungen Luft angesaugt wird. Diese Aufteilung der Ansaugung auf 3 Seiten ist notwendig, um eine stabile Laufruhe der Fäden zu gewährleisten. Die Auslegung der Ansaugöffnungen und die angesaugten Luftmengen sind abhängig von den 'Blasschachtabraessungen, der Anzahl der Elementarfäden in der Fadenschar sowie der für die Abkühlung der Fäden notwendigen Anblasluftmenge. Bei einem üblichen Anblasschacht von 0,5 bis 2,0 I.Ieter Länge und einer Breite von 0,2 bis 0,4 Meter sowie einer Fadenschar je nach Elementarfadenfeinheit von 200 bis I5OO Elementarfäden ist dreiseitig eine jeweils mittig zur Fadenschar angeordnete Ansaugöffnung von je
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bis ЗОО cm , vorzugsweise 200 cm , für die seitliche An-
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saugung sowie von 50 bis 100 cm , vorzugsweise 80 cm , für die anblasluftseitig angeordnete Ansaugung erforderlich. Dabei ist für die seitliche Ansaugöffnung ein Verhältnis Breite zu Höhe von 1 : 1,5 bis 1 : 3, vorzugsweise 1 : 2, sowie für die anblasluftseitig angeordnete Ansaugöffnung ein Verhältnis Breite su Höhe von 10 : 1 bis 30 : 1, vorzugsweise 20 : 1, zu wählen. Die anzusaugende Luftmenge ist
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abhängig von den Anblasschachtabmaßen sowie, von der Anzahl der Elementarfädeή und beträgt im Verhältnis zur Anblasluftmenge das 0,8 bis 2,0-fache, vorzugsweise das 1,5-fache.
Ausführungsbeispiel
Eine Polyäthylenterephthalatschmelze mit einer Intrinsic-Viskosität von 0,65 wurde kontinuierlich versponnen, wobei die Anzahl der Elementarfäden je Spinnposition 1000 und die Endfaserfeinheit 0,17 tex betrug. Der Anblasschacht hatte eine Abmessung von 1,8 Meter Länge und 0,4 Meter Breite, die Anblasluftmenge betrug 600 m /h. 40 Zentimeter unterhalb des Anblasschachtes erfolgte im Spinnschacht die erfindungsgemäße Ansaugung der Luft seitlich je über eine Öffnung von 10 χ 20 cm und anblasluftseitig über eine Öffnung von 40 χ 2 cm. Die Ansaugluftmenge wurde auf 900 m /h eingestellt. Während einer Betriebsdauer von 6 Tagen wurden keine Beeinträchtigungen des Spinnprozesses durch Fadenunterbrechungen festgestellt. Das so behandelte Spinnmaterial ließ eich nachfolgend einwandfrei verstrecken und thermisch nachbehandeln.

Claims (1)

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    Brf in dungs ans pr uch
    Vorrichtung zum Abkühlen von aus der Schmelze ersponnenen synthetischen Fäden unter Beibehaltung dar bekannten Vorrichtung zur einseitigen Queranblasung, dadurch gekennzeichnet, daß 0 bis 80 cm, vorzugsweise 40 cm, vom Abschloß des Anblasschachtes entfernt im Spinnschacht mittig zur Fadenschar seitliche Öffnungen von je 100 bis 300 cm , vorzugsweise 200 cm Fläche, mit einem Verhältnis von Breite zu Höhs wie 1 ι 1,5 bis 1 : 3, vorzugsweise 1 : 2, und anblasluftsoitig ebenfalls mittig zur Fadenschar eine Öffnung von 50 bis 100 cm , vorzugsweise 80 cm Fläche, mit einem Verhältnis von Breite zu Höhe wie 10 j 1 bis 30:1, vorzugsweise 20 : 1, angeordnet sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    DE-OS 1435476 (29 a, 6/31)
DD21261379A 1979-05-02 1979-05-02 Verfahren zum schmelzspinnen von synthetischen polymeren DD143436B1 (de)

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