DD145488A1 - Vorrichtung zum verdichten,vorzugsweise fuer halmerntegut - Google Patents
Vorrichtung zum verdichten,vorzugsweise fuer halmerntegut Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verdichten, vorzugsweise von Halmgut geringer Dichte zu hochverdichtetem großvolumigem Stückgut. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, eine neuartige Gestaltung der Vorrichtung zum Verdichten zu schaffen, die eine kontinuierliche Zuführung während des Verdichtungsvorganges ermöglicht und die bisherige relativ hohe Verdichtungsgeschxzindigkeit des Preßorgans verringert. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, indem ein oder mehrere zinkenförmig ausgebildete Verdichtungsorgane, welche über Steuerelemente an einem Führungsgestell befestigt sind, während des Arbeitsprozesses in den mit Schlitzen versehenen Preßkanäl eintauchen, als Preßorgan wirkend den Verdichtungsprozeß ausführen und ohne den zwischenzeitlich weitergehenden Zuführungsprozeß zu beeinflussen, nach Beendigung des Arbeitshubes aus dem Preßkanal austauchen und den neuen Arbeitsprozeß vorbereiten.
Description
2.1.4 985 -"-
a) Titel der Erfindung
Vorrichtung gum Verdichten, vorzugsweise für Halmerntegut
b) Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verdichten, vorzugsweise für Halmerntegut geringer Dichte,zu hochverdichteteia großvolumigem Stückgut»
e) Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
In der Praxis sind zahlreiche.. Beispiele von Verdichtungseinrichtungen bekannt ^geworden, bei welchen ein oder mehrere Kolben als Verdichtungselement Anwendung finden und ein hin- und hergehendes flächenhaftes Gebilde darstellen, Stjsllvertretende Lösungen dieser Art sind z. B. in der DT OS Hr. 2748594, der DT OS Nr. 2710412, der DL PS Nr0 62596, der DT OS Nr· 252369 und der DL PS Nr. 96045 beschrieben» Ein wesentlicher Nachteil dieser Ver-•dichtüngsvorrichtungen besteht darin, daß keine kontinuierliche Zuführung des zu verdichtenden Gutes in den Verdichtungsraum während des Arbeitsprozesses erfolgen kann, sondern eine Befüllung des Verdichtungsraumes erst nach völligem Rückgang des Verdichtungskolbens erfolgt. Während de:r Zeit der Befüllung des Verdichtungsraumes muß der Kolben.entweder angehalten werden, was insbesondere bei mechanischem Kolbenantrieb kompliziert und aufwendig ist, oder aber der Kolben bleibt in Be\vegung ' und legt einen zusätzlichen Weg zurück. Die Zeit, die·
für die Befüllung des Yerdichtungsraumes benotigt wird, verringert die eigentliche Verdichtungszeit,.weil sie sich von dieser subtrahiert. Soll diese Verlustzeit so gering wie möglich gehalten werden, ergeben sich hohe Verdichtungsgeschwindigkeiten und hohe Antriebsspitzen, weil die Antriebsleistung der Verdichtungsgeschwindigkeit proportional ist. Die Erhöhung der Verdichtungsgeschwindigkeit führt aber gleichzeitig zu einem erhöhten Energiebedarf· Der Ausgleich der genannten Leistungsspitzen entwickelt sich mit zunehmender Durchsatzleistung bei Verdichtungseinrichtungen, die großvolumiges hochverdichtetes Stückgut herstellen zum Hauptproblem und führt dazu, daß der Antrieb der massen- und kostenintensivste Teil der Maschine wird. · Ein weiterer Mangel des bekannten Standes der Technik ist, daß bei hochleistungsfähigen Verdichtungseinrichtungen für Stückgut hoher Dichte eine Vorverdichtung in einem gesonderten Vorverdichtungsraum erfolgen maß und die Förderung des Gutes in den Endverdichtungsraum ein gesondertes, sehr aufwendiges Mörderorgan erforderte
d) Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die -vorstehend genannten Mangel zu beseitigen und insbesondere eine Reduzierung von Verlustzeiten bei der Ausführung des Verdichtungsprozesses zu erreichen, wobei die antriebstechnischen Aufwendungen für das Verdichten, die zu den größten Aufwendungen zählen, auf ein Minimum gesenkt werden.
e}·Darlegung des Wesens der Erfindung
- Die technische Aufgabe, die durch die- Erfindung gelöst wird
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch eine neuartige Gestaltung der Vorrichtung zum Verdichten großvolumiger Stückgüter hoher Dichte eine kontinuierliche Zuführung des Gutes auch während des Verdichtungsvorganges zu gewährleisten, eine zusätzliche Vorverdichtungseinrichtung einzusparen und die Verdichtungsgeschwindigkeit und -antriebsleistung gegenüber den
konventionellen Lösungen zu senken« - Merkmale der Erfindung
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein oder zwei aus zinkenförmigen VerdichtungsOrganen bestehende Sektionen schwenkbar an einem translatorisch hin- und herbewegtem Gestell so gelagert werden, daß sie in geschwenktem Zustand während der Vorwärtsbewegung durch Schlitze in den Verdichtungsraum hineinragen und einen Verdichtungskolben bilden· Beim Ausschwenken während der Rückwärtsbewegung treten diese Verdichtungselemente aus den Verdichtungsraum, so daß sie bereits während der Vorwärtsbewegung nachgefülltes Gut nicht behindern. Deshalb kann bereits während des Vor- und Bückhubes die erneute Befüll ung des Verdichtungsraumes erfolgen· Der Endverdichtungsraum stellt somit gleichzeitig den Vorverdichtungsraum dar. Ein zusätzlicher Vorverdichtungsraum und das ansonsten übliche Förderorgan zum Einschieben der vorverdichteten Gutschicht können eingespart werden, weil das Vorverdichtungsorgan direkt in den Endverdichtungsraum fördern kann. Bei der Gutzuführung von unten (üblicher Fall) ergibt sich daraus eine tiefere"Schwerpunktlage der Gesamtmaschine als zusätzlicher Vorteil.
Dem Gestell, in dem das Verdichtungsorgan schwenkbar gelagert ist, sind vorzugsweise rollende oder gleitende Führungselemente zugeordnet, die die vertikale und horizontale Führung gewährleisten* Des weiteren wird in das Gestell an dafür vorgesehenen Angriffspunkten die zur Verdichtung benötigte Kraft vorzugsweise durch ein mechanisches Antriebssystem eingeleitet.
Das Ein- und Ausschwenken des Verdichtungsorgans erfolgt vorzugsweise mittels Steuerhebel, die beweglich am Führungsgestell angebracht sind und durch dessen·Bewegung ein zeitweiliges, das Ein- und Ausschwenken erzeugendes Zusammenwirken der Steuerhebel mit Elementen entsteht, die sich fest am Maschinengrundrahmen befinden. Der mögliche Verdichtungsprozeß kann in vertikaler als auch in horizontaler Ebene erfolgen. '
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f) Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem bevorzugten Ausführungsbeispiel näher erläutert werden· Die zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig, 1: Die Draufsicht der Vorrichtung zum Verdichten mit Führungsgestell und Verdichtungsorgan,
Fig. 2: Die Seitenansicht zur Draufsicht von Fig. 1,
Fig. 3: Die Draufsicht der Vorrichtung zur Steuerung des Ein- und Ausschwenkens des Verdichtungsorgans·
Eingeschlossen in den Grundrahmen der Verdichtungsmaschine 2 gemäß Fig. 1 und 2, horizontal und vertikal geführt durch Führungsrollen 5, befindet sich das Führungsgestell 3» Iei Drehpunkt 10 ist das Verdichtungsorgan gelenkig mit dem Führungsgestell 3 verbunden und kann um diesen das Aus- und Einschwenken vollziehen. Der Preßraum 9 ist seitlich mit Schlitzen 7 versehen, so daß in ihn die zinkenförmig gestalteten Verdichtungselemente eindringen und eine Hubbewegung ausführungen können. Unterhalb bzw. oberhalb des Preßraumes 9 ist der Einführungskanal 6 angeordnet. Am Führungsgestell 3 gemäß Fig. 3 sind die Steuerhebel 4 angebracht, die über die Übertragungsstange 12 auf das Verdichtungs organ 1 zum Zweck des Ein- und Ausschwenkens wirken· Die Steuerhebel 4 -werden durch die Bewegung des Führungsgestells 3 mit • den Steuerelenenten 8 in Wirkung gebracht·. Über den Angriffs- und Lagerungspunkt 11 des Pleuels einer Kurbelwelle wird die zur Verdichtung benötigte Kraft in das Führungsgestell 3 eingeleitet und von diesem auf das Verdichtungsorgan 1 übertragen.
Claims (1)
- "Erf indun^sanspruch;Punkt 1Vorrichtung zum Verdichten, vorzugsweise für Halmerntegut mit einem Preßraum, gekennzeichnet dadurch, daß ein oder mehrere ainkenförmig ausgebildete Verdichtungsorgane (1) jeweils über einen Steuerhebel (4) und einen Übertragungsstempel (12) mit einem Führungsgestell (3) beweglich verbunden sind, ¥/obei das Führungsgestell (3) einem mit Schiit«* zen (7) versehenen Preßraum (9) so zugeordnet ist, daß das oder die Verdichtungsorgane (1) in den Preßraum hineinragen können·Punkt 2Vorrichtung zum Verdichten nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß dem Führüngsgestell (3) zur horizontalen und vertikalen Führung Führungsrollen (5) zugeordnet sind·Punkt 3Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß am Grundrahmen (2) der Vorrichtung Steuerelemente (8) angeordnet sind·Hierzu .j-5 .„Seiten Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21498579A DD145488A1 (de) | 1979-08-15 | 1979-08-15 | Vorrichtung zum verdichten,vorzugsweise fuer halmerntegut |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21498579A DD145488A1 (de) | 1979-08-15 | 1979-08-15 | Vorrichtung zum verdichten,vorzugsweise fuer halmerntegut |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD145488A1 true DD145488A1 (de) | 1980-12-17 |
Family
ID=5519680
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD21498579A DD145488A1 (de) | 1979-08-15 | 1979-08-15 | Vorrichtung zum verdichten,vorzugsweise fuer halmerntegut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD145488A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102016118985A1 (de) * | 2016-10-06 | 2018-04-12 | Dieter Schuster | Reisigpresse |
-
1979
- 1979-08-15 DD DD21498579A patent/DD145488A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102016118985A1 (de) * | 2016-10-06 | 2018-04-12 | Dieter Schuster | Reisigpresse |
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