DD146614A1 - Verfahren zur herstellung von dieselkraftstoffen - Google Patents

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DD146614A1
DD146614A1 DD21610479A DD21610479A DD146614A1 DD 146614 A1 DD146614 A1 DD 146614A1 DD 21610479 A DD21610479 A DD 21610479A DD 21610479 A DD21610479 A DD 21610479A DD 146614 A1 DD146614 A1 DD 146614A1
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DD
German Democratic Republic
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biologically treated
fraction
diesel
diesel fuels
fuel
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DD21610479A
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English (en)
Inventor
Markus Kockert
Wolfgang Hieke
Konrad Bormann
Joachim Bauch
Herbert Gentzsch
Heinz Limmer
Original Assignee
Markus Kockert
Wolfgang Hieke
Konrad Bormann
Joachim Bauch
Herbert Gentzsch
Heinz Limmer
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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Liquid Carbonaceous Fuels (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Dieselkraftstoffen mit guenstigen Gebrauchseigenschaften. Gemaesz der Erfindung werden Dieselkraftstoffe unter weitgehender Ausnutzung der im Erdoel enthaltenen Mitteldestillate und unter Zugabe von biolisch behandelten Fraktioen mit einem Siedeende bis 673 K und Zusatz von Flieszverbesserern hergestellt. Den biologisch behandelten Fraktionen wurden durch die biologische Behandlung 30 bis 70 Ma.- % der enthaltenen Paraffine entzogen. Der Anteil der biologisch behanddelten Fraktion im Kraftstoff betraegt 20 bis 80 Ma.-%. Die hergestellten Kraftstoffe besitzen gute Tieftemperatureigenschaften und guenstige Reibungs-, Verschleisz- und Verbrennungseigenschaften.

Description

2161 O
Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von Dieselkraftstoffen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Dieselkraftstoffen mit günstigen Gebrauchseigenschaften.
Die zunehmende Verknappung und Verteuerung des Rohstoffs Erdöl einerseits und der ständig steigende Bedarf an Motortreibstoffen anderseits veranlassen die erdölverarbeitende Industrie zu einer intensiveren und kostengünstigeren Nutzung des zur Verfügung stehenden und für den vorgesehenen Zweck wenig geeigneten Rohstoffs·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Als Einsatzprodukte für die Dieselkraftstofferzeugung besitzen Mitteldestillate auf Grund der Erdölprovenienz und wegen der in ihnen enthaltenen Art und Menge an Paraffinen ein ungünstiges Fließ- und Kälteverhalten. Unter dem Gesichtspunkt einer hohen Ausbeute der nativ im Erdöl enthaltenen Dieselölkomponenteh und der Vermeidung einer Verschlechterung des Verbreiinüngsverhaltens im Motor ist die Anwendung von Verfahren der Additivierung der Kraftstoffe zur Verbesserung des Fließ- und Kälteverhaltens bekannt.
-ft-: 21
Es ist jedoch bekannt, daß die Additive nicht in allen Dieselölen die gleiche Wirksamkeit besitzen und bei Änderung der Siedelage und der Provenienz der Dieselöle Aktivitätsverluste zeigen können (DD-Patent 115 916,)«, Die Effektivität des Additiveinsatzes ist vom Pestparaffingehalt und von der Zusammensetzung des Dieselöls abhängig. Außerdem wird die Wirksamkeit der Additive durch die Siedelage, insbesondere das Siedeende der Dieselöle, beeinflußt. Im allgemeinen haben die Additive bei Dieselölen mit einem Siedeende von etwa 633 K eine bessere Wirkung als bei Produkten mit einem Siedeende von etwa 653 K.
Obwohl die Erhöhung der Siedelage das Kälteverhalten und die Wirksamkeit von Fließverbesserern bei Dieselölen verschlechtert, ist die Erhöhung der Siedelage für die Verbesserung der Viskosität und insbesondere für die Erhöhung der Dieselölausbeute wünschenswert. In der DD-Patentschrift WP C1OL/2O3 191 wird deshalb ein Verfahren zur Verbesserung des Kälteverhaltens durch Zusatz von Additiven und Zugabe einer durch Molsiebentparaffinierung hergestellten, nahezu n-paraffinfreien Komponente, die die Wirksamkeit der Additive verbessern soll, beschrieben.
Das Verfahren besitzt jedoch den Nachteil, daß der Anteil der genannten n-paraffinfreien Komponente im Dieselkraftstoff gemäß der DD-Patentschrift WP C1OL/2O3 191 auf 39»5 % begrenzt ist. Eine derartige Begrenzung ist deshalb erforderlich, weil durch die Abtrennung der n-Paraffine eine Verringerung der Cetanzahl bedingt wird, was zu Schwierigkeiten bei der Einhaltung der gültigen Spezifikationen führt, wenn sehr hohe Anteile an n-paraffinfreier Komponente zugesetzt werden» Außerdem werden die in die Molekülarsieentparaffinierung einzusetzenden Fraktionen erschöpfend hydroraffiniert, was eine entscheidende Verschlechterung der reib'ungs- und verschleißmindernden Eigenschaften zur Folge hat und deshalb auch einem Einsatz beliebig hoher Anteile der n-paraffinfreien
-I- 21 if04
Komponente zum Dieselkraftstoff entgegensteht«
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Erzeugung von Dieselkraftstoffen mit günstigem Gebrauchswert, insbesondere mit günstigen Tieftemperatur-, Reibungs-, Verschleiß- und Verbrennungseigenschaften unter weitgehender Ausnutzung der im Erdöl vorhandenen Mitteldestillate.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Es ist die Aufgabe der Erfindung, Dieselkraftstoffe unter weitgehender Ausnutzung der im Erdöl enthaltenen Mitteldestillate und unter Verwendung solcher Mischungskomponetitreii bereitzustellen, die eine gute Ansprechempfindlichkeit der Dieselkraftstoffe auf Additivzusatz zur Verbesserung der Teiftemperatureigenschaften gewährleisten, die begünstigend auf die Reibungs-, Verschleiß- und Verbrennungseigenschaften der Dieselkraftstoffe wirken und deren maximaler Anteil im Dieselkraftstoff möglichst hoch sein kann.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß den unter weitgehender Ausnützung der im Erdöl enthaltenen Mitteldestillate hergestellten Dieselkraftstoffen zur Verbesserung der Ansprechempfindlichkeit von Additivs zur Verbesserung des Kälteverhaltens der genannten Dieselkraftstoffe eine biologisch behandelte Mitteldestillatfraktion zugesetzt wird. Die zuzumischende, biologisch behandelte Mitteldestillatfraktion besitzt dabei im allgemeinen die gleiche Siedelage wie die zur Dieselkraftstoffherstellung verwendeten Mitteldestillate»
2ί 6ίΟ4
Insbesondere können in der biologisch behandelten Fraktion die bis 673 K siedenden Komponenten enthalten sein. Außerdem kann das Ausgangsmaterial für die biologische Behandlung von der gleichen Provenienz wie die zur Dieselkraftstoffherstellung verwendeten Mitteldestillate sein. ·
Infolge der biologischen Behandlung wurden der Mischungskomponente 30 - 70 % der ursprünglich in der Fraktion enthaltenen Normalparaffine entzogen.
Der Anteil an biologisch behandelter Fraktion im Dieselkraftstoff kann 20 % bis 80 % Ma betragen. Als Additive zur Verbesserung des Tieftemperaturverhaltens sind alle die nach WS-Patent 3„048479 bekannten Additive einsetzbar. Besonders günstige Ergebnisse werden nach DD-Patent WP CIOL/2O3.I9I bei der Anwendung von Copolymerisaten aus niederen Olefinen und ungesättigten Fettsäureestern, beispielsweise aus Ethen und Vinylazetat erzielt.
Der auf diese Weise hergestellte Dieselkraftstoff erfüllt bei einem:guten Ansprechvermögen der Mischung auf Additive zur Verbesserung des Tieftemperaturverhaltens die Forderungen der gültigen Spezifikationen. Der Zusatz der biologisch behandelten Fraktion wirkt sich insbesondere positiv auf die Reibungs-, Verschleiß- und Verbrennungseigenschaften des Kraftstoffs aus. Zur Verminderung des Schwefelgehaltes kann die als Mischungskomponente einzusetzende biologisch behandelte Fraktion einer milden Hydroraffination unterworfen werden.
-? - 2 UI 04
Ausführungabeispiele Beispiel 1
Dieselkraftstoff, der aus Mitteldestillat mit den .Siedegrenzen 527 K (-Siedeanfang) und 641 K (Siedeende) aus einem gemischtbasischen Erdöl hergestellt worden war, hatte einen
CPPP s 268 K.
Nach Zusatz von 0,05 'Ma % des kommerziellen Fließverbesserers PCA 5920 wurde ein CFPP = 267 K festgestellt. Diesem Kraftstoff wurde eine biologisch behandelte Mitteldestillatfraktion der gleichen Provenienz zugesetzt. Unter Verwendung von Hefen der Gattung Candida wurde der n-Paraffingehalt auf 9 Ma % abgesenkte Die Fraktion hatte einen Siedeanfang von '532 K und ein Siedeende von 671 K, Der Anteil der biologisch behandelten Fraktion in der Eraftstoffmischung betrug 50 Ma.%· Bei einem* Gehalt von 0,05 Ma % des Fließverbesserers PCA 5920 in der Mischung wurde ein CFPP von 254- K gemessen» Die Almen - Wieland - Bruchlast betrug 7450 N. Die Kraftstoffmischung wurde in einem 1 - Zylinder Prüfstandsmotor motorisch ausgeprüft. Die nach den Prüfläufen ermittelte Ablagerungsmenge war bei Einsatz der Kraftstoffmischung etwa 20 % geringer.
Beispiel 2
Dieselkraftstoff, der aus Mitteldestillat (mit einem Siedeanfang von 485 K und einem Siedeende von 656 K) eines gemischtbasischen Erdöls hergestellt wurde, hatte einen CFPP = 267 K. Zu diesem Kraftstoff wurde;eine biologisch behandelte Mitteldestillatfraktion mit einem Siedeanfang von 515 K und einem Siedeende von 641 K zugegeben, die unter Verwendung von Hefen der Gattung Candida erzeugt
worden war. Der n-Paraffingehalt dieser Fraktion betrug nach der biologischen Behandlung 10 Ma %· Der Anteil der biologisch behandelten Fraktion in der Kraftstoffmischung betrug 25 Ma % und der Gehalt an Additiv "P 20" 0,05 Ma %.
Der CFPP dieser Kraftstoffmischung war 261 K und die Almen - Wieland - Bruchlast 7400 N0 Die entsprechend Beispiel 1 ermittelte Ablagerungsmenge war ebenfalls um etwa 20 % geringer.
Beispiel 3
Zu dem Dieselkraftstoff aus Mitteldestillat entsprechend Beispiel 2 wurde eine biologisch behandelte Fraktion entsprechend Beispiel 2, die nachfolgend hydroraffiniert wurde, zugesetzt. Der Gehalt der biologisch behandelten und hydroraffinierten Fraktion (mit einem Schwefelgehalt von 0,22 Ma %) in der Kraftstoffmischung betrug 70 Ma %. Es wurden 0,05 Ma % Fließverbesserer "P 20" zur Kraftstoffmischung zugesetzt.
Es wurde ein CFPP von 250 K festgestellt. Die Almen Wieland - Bruchlast war 7550 N.
Die entsprechend Beispiel 1 ermittelte Ablagerungsmenge war etwa 30 % geringer.

Claims (2)

  1. -?- 216104
    Erfindungsanspruch
    1V Verfahren zur Herstellung von Dieselkraftstoffen mit verbesserter Ansprechempfindlichkeit für Fließverbesserer und verbessertem Tieftemperaturverhalten sowie günstigeren Reibungs-, Verschleiß- und Verbrennungseigenschaften unter Ausnutzung der im Erdöl enthaltenen Mitteldestillate
    gekennzeichnet dadurch, daß
    den aus Mitteldestillaten hergestellten Dieselkraftstoffen unter Zugabe von Fließverbesserern biologisch behandelte Fraktionen gleicher oder ähnlicher Siedelage und mit einem Siedeende bis max· 673 K Eugemischt werden, wobei der Anteil der biologisch behandelten Fraktion in der Kraftstoffmischung 20 bis 80 Ma % beträgt und der biologisch behandelten Fraktion durch die biologische Behandlung 30 bis 70 % der ursprünglich enthaltenen Paraffine entzogen werden,
  2. 2· Verfahren nach Pkt, 1 gekennzeichnet dadurch, daß die biologisch behandelte Fraktion der gleichen Provenienz wie das Mitteldestillat ist.
DD21610479A 1979-10-09 1979-10-09 Verfahren zur herstellung von dieselkraftstoffen DD146614A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0967263A1 (de) * 1998-06-22 1999-12-29 Tonen Corporation Dieselbrennölzusammensetzung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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