DD147940A1 - Verfahren zur herstellung von 1,1-bis-(p-fluorphenyl)-4-chlor-buten-1 - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 1,1-bis-(p-fluorphenyl)-4-chlor-buten-1 Download PDF

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Egon Kretzschmar
Peter Meisel
Gunter Laban
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Egon Kretzschmar
Peter Meisel
Gunter Laban
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Abstract

1,1-Bis-(p-fluorphenyl)-4-chlor-buten-1 kann in einfacher und leicht beherrschbarer Weise ohne Verwendung von Thionylchlorid in guter Qualitaet und hoher Raum-Zeit-Ausbeute aus 1,1-Bis-(p-fluorphenyl)-cyclopropyl-carbinol erhalten werden, wenn man das letztere mit einer Loesung von Chlorwasserstoff in einem niederen Alkohol oder mit Salzsaeure im Molverhaeltnis 1:1 bis 1:6 bei Temperaturen zwischen Raumtemperatur und der Siedetemperatur des Reaktionsgemischtes umsetzt.

Description

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Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von 1,i-Bis-(p-fluorphenyl)-4--C hlo r-but en-1
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 1,1~Bis-(p-fluorphenyl)~4— chlor-buten-1, das ein wichtiges Zwischenprodukt zur Herstellung pharmazeutischer Produkte wie z. B. 1-^~1-!/~4,4-Bis-(p-fluorphenyl)· butyl 7-4-piperidyl/ -benzimidazolin-2-on darstellt·
Charakteristik der bekannten technischen Lösung
Es ist bereits bekannt, 1,1-Bis-(p-fluorphenyl)-4-chlor-buten-1 durch Beaktion von 1,1-Bis:-(p-fluorphenyl)· cyclopropyl-carbinol mit Thionylchlorid in benzolischer Lösung herzustellen^US-P. 3 196 157)· Dieses Verfahren besitzt den Nachteil, daß nach einem verzögerten lieaktionsbeginn eine exotherme Reaktion einsetzt, wobei nicht nur große Mengen Schwefeldioxid und Chlorwasserstoff, sondern auch Nebenprodukte wie 1,1-Bis-(pfluorphenyl)-2,4-dichlorbuten-1 und 2-(2-Chloräthyl)-3-p~fluorphenyl-6-fluor-benzo/b/thiophe.n entstehen, deren Bildung die Ausbeute an 1,i-Bis-(p-fluorphenyl)-4-chlor-buten-1 beeinträchtigt und die sich auf Grund ihrer ähnlichen chemischen Eigenschaften nur unter
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hohem Aufwand abtrennen lassen. Eine Abtrennung dieser Nebenprodukte ist jedoch erforderlich, da sie ebenfalls Chloride sind, die auf Grund ihrer ähnlichen chemischen Reaktivität analog dem 1,1-Bis-(p-fluorphenyl)-4—chlorbuten-1 reagieren und bei der folgenden Stufe der N-Alkylierung schwer abtrennbare Verunreinigungen bilden· Die Bildungsweise der Nebenprodukte folgt dem von BLATT, Aust. J· Chem. 2%, 883 (1976) angegebenen Schema.
Ziel- der Erfindung
Durch die Erfindung wird es möglich, die Herstellung von 1,1-Bis-(p-fluorphenyl)-4-chlor-buten-1 aus 1,1-Bis-(pfluorphenyl)-cyclopropyl-carbinol zu vereinfachen, den Reaktionsablauf leichter beherrschhar zu gestalten, die Verwendung von Thionylchlorid und damit die SOp- und ,HCl-Emission zu vermeiden und eine hohe Raum-Zeit-Ausbeute bei guter Qualität und minimalem Reinigungsaufwand zu erzielen. '
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Erfindung hat die Aufgabe, das Verfahren zur Herstellung von 1,1-Bis-(p-fluorphenyl)-4-chlor-buten-1 aus 1,1-Bis-(p-fluorphenyl)-cyclopropyl-carbinol zu vereinfachen, den Reaktionsablauf leichter beherrschbar zu gestalten, die Verwendung von Thionylchlorid und damit die SO2- und HCl-Emission zu vermeiden und eine hohe Raum-Zeit-Ausbeute 'bei guter Qualität und minimalem Reinigungsaufwand zu erzielen.
Entsprechend der Erfindung wird das dadurch erreicht, daß man 1,1-Bis-(p-fluorphenyl)-cyclopropyl-carbinol mit einer Lösung von Chlorwasserstoff in einem niederen Al-
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kohol γ/ie Methanol, Äthanol oder Isopropanol, oder mit Salzsäure, vorzugsweise konzentrierter Salzsäure, im MolVerhältnis von Λ i 1 bis 1 : 6 bei Temperaturen zwischen Raumtemperatur und der Siedetemperatur des Reaktionsgemisches reagieren läßt. Nach beendeter Reaktion kann das Reaktionsgemisch entweder destillativ aufgearbeitet oder unmittelbar für weitere Umsetzungen, z. B. Hydrierungen eingesetzt werden, da bei der erfindungsgemäßen Umsetzung keine Nebenprodukte gebildet .werden·
Dabei ist es gleichgültig, ob man Chlorwasserstoff vorher in einem niederen Alkohol löst und in dieser Form mit dem 1,1-Bis-(p-fluorphenyl)-cyclopropyl-carbinol, das gegebenenfalls auch bereits in einem niederen Alkohol gelöst ist, reagieren läßt, oder ob man in eine Lösung von 1,1-Bis-(p-fluorphenyl)-cyclopropyl-carbinol in einem niederen Alkohol den Chlorwasserstoff in entsprechender Menge einleitet.
Der Erfolg des erfindungsgemäßen Verfahrens war nicht zu erwarten. Obwohl bekannt ist, daß man Cyclopropylringsysteme durch alkoholische Salzsäure zu den entsprechenden Alkylhalogeniden aufspalten kann (C. A. 8j?, 94068 h), war nicht zu erwarten, daß gleichzeitig unter Austritt von Wasser die Buten-Doppelbindung entsteht. Vielmehr war aus Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, 5/1b, Seite 913 bekannt, daß Cyclopropylcarbinole mit methanolischer Salzsäure zu den entsprechenden Methoxyallylverbindungen reagieren.
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Anwendungsbeispiele
Beispiel 1
Zu 3,9 kg (15 Mol) 1,1-Bis-(p-fluorpbenyl)-cyclopropylcarbinol werden unter Kühren 4,6 1 isopropanolische Salzsäure (22,5 Mol HGl) in einer Stunde zugesetzt, wobei die !Temperatur auf 4-0° C ansteigt. Man läßt 1 Stunde bei 60° C nachreagieren. Anschließend wird das Isopropanol abdestilliert. Der Rückstand kann als Rohprodukt weiterverarbeitet oder destilliert werden. Kp 165 - 167° G
Ausbeute* 3*97 kg 1,1-Bis-(p-fluorphenyl)-4-chlor-buten-1 (95 % der Theorie).
Beispiel 2
260 g (1 Mol) 1,1-Bis-(p-fluorphenyl)-cyclopropyl-carbinol werden bei Raumtemperatur und starker Rührung mit 0,5 1 (ca. 6 Mol) konzentrierter Salzsäure versetzt. Nach 3 Stunden Nachrührzeit wird die organische Phase durch Zusatz von 0,25 1 Chloroform gelöst, die Chloroformschicht abgetrennt und das Chloroform abdestilliert. Das Produkt kann als Rohprodukt weiterverarbeitet oder destilliert v/erden. Kp5 165 - 167° G. Ausbeute: 266,9 g 1,1-Bis-(p-fluorphenyl)~4-chlor-buten-1 (96 % der Theorie).

Claims (2)

  1. - 5. - 217 4 47
    Patentansprüche .
    1· Verfahren zur Herstellung von 1,1-Bis-(p-fluorphenyl)-4-chlor-buten~1, dadurch gekennzeichnet, daß man 1,1-Bis-(p-fluorphenyl)~cyclopropyl-carbinol mit einer. Lösung von Chlorwasserstoff in einem niederen Alkohol oder mit Salzsäure, vorzugsweise konzentrierter Salzsäure, im Molverhältnis 1 : 1 bis 1 : 6 bei Temperaturen.zwischen Raumtemperatur und der Siedetemperatur des Reaktionsgemisches umsetzt.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß Chlorwasserstoff in eine Lösung von 1,1-Bis-(pfluorphenyl)-cyclopropyl-carbinol in einem niederen Alkohol eingeleitet wird·
DD21744779A 1979-12-07 1979-12-07 Verfahren zur herstellung von 1,1-bis-(p-fluorphenyl)-4-chlor-buten-1 DD147940B1 (de)

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