DD148620A1 - Vorrichtung zur kantenkorrektur laufender bahnen,vorzugsweise fuer folien - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung zur Kantenkorrektur fuer Folien und Bahnen aller Art, vorzugsweise fuer Plast- und Elastfolien sowie Gewebebahnen. Die Erfindung bezieht sich auf die Gebiete der Herstellung von Plast- und Elastfolien, auf die Herstellung von Geweben sowie auf Produktionen im Bereich der Polygraphischen und Metallfolienindustrie. Ziel der Erfindung ist es, alle Maengel, die aus einer Bahnkantenabweichung resultieren, zu beseitigen, um technischen und oekonomischen Aufwand zu verringern. Das Wesen der Erfindung, dargestellt in der Fig.1 als Skizze, besteht in der Schaffung einer Vorrichtung, welche direkt und schnell Kantenabweichungen an Werkstoffbahnen korrigiert und dabei nahezu stoerungsfrei arbeitet. Die Vorrichtung ist einfach im Aufbau und erfordert einen geringen Aufwand an Pflege- und Wartungszeit. Die Anwendungsgebiete der Erfindung erstrecken sich auf alle Arten von Kantenkorrekturen an laufenden Werkstoffbahnen bei der Produktion solcher sowie bei der Weiterverarbeitung solcher z.B. in der Verpackungsindustrie, in der Textilindustrie und beim Bedrucken von Papier, Stoff und Folien.
Description
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a) Titel der Erfindung
Vorrichtung zur Eantenkorrektur laufender Bahnen, vorzugsweise für Folien
b) Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung, die im stationären Betrieb an einem Bahnabschnitt Kantenabweichungen der Bahn nahezu ausschließt· Das ist eine Voraussetzung zur Erzielung, von Qualitätswiekeln,-ballen und -bahnen aller Art, welche wiederum Ausgangspunkt zur qualitätsgerechten Weiterverarbeitung sind* So zum Beispiel in der Verpackungsmittelindustrie, in Stoff- und Kleiderwerken sowie beim Bedrucken von Papier, Stoff und Folien·
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c) Charakteristik der bekannten * technischen Lösungen
Die bekannten technischen Lösungen bestehen aus einer Walze oder einem Walzenpaar, optischen oder mechanischen Impulsgebern, die in den meisten Fällen in einem bestimmten Abstand vor der Walze bzw· dem Walzenpaar an beiden Seiten der Werkstoffbahn angebracht sind und einem elektromechanischem Verstellmechanismus, der bei seitenverschobenem Lauf der Werkstoffbahn im stationären Betrieb durch die Auslösung des Impulses ein automatisches Verschieben der Walze bzw. der Walzen und damit der Werkstoff bahn zur Folge hat. Auf diese Art und Weise wird in"einem bestimmten Abschnitt eine Führung der Bahn in engen Grenzen erzielt· Das Verstellen der Walzen erfolgt dabei horizontal und vertikal. In neueren Anlagen sind die Walzen des Walzenpaares auch horizontal und vertikal gegeneinander verstellbar. Hierdurch ist eine noch bessere Führung und größere Empfindlichkeit der Bahn gegenüber Störungen möglich.
Vorstehende Informationen entstammen der Fachliteratur, Firmenschriften wie Prospekten, Angeboten oder Bedienungsanleitungen sowie der Patentliteratur und den praktischen Erfahrungen der Erfinder» Nachteilig bei diesen Lösungen ist der mit den Impulsgebern, dem Verstellmechanismus und der Lagerung der Walzen verbundene große technische und ökonomische Aufwand. Weiterhin erfolgen die Korrekturen zum Lauf der Werkstoffbahn in dem vorgesehenen Abschnitt nicht an der Maßstelle sondern in einem korrekturbedingten Abstand davor.
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Damit ist das Einstellen zur Funktionstüchtigkeit einer solchen Vorrichtung oft sehr kompliziert· Außerdem wirkt sich bei der .korrektur der Abweichungen besonders die Trägheit des Verstellmechanismus aus. Die große Empfindlichkeit dieser Lösungen gegenüber Abweichungen durch die Impulsgeber wird dadurch ebenfalls stark gemindert· Durch eine hohe Verstellfrequenz der Walzen wird die Stabilität der Bahn vor oder nach dieser Vorrichtung beeinträchtigt. Um die Störanfälligkeit gering zu halten, ist eine stetige Wartung und Pflege derselben erforderlich·
d) Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, die Kantenkorrektur laufender Bahnen, vorzugsweise Folien, zu verbessern. Dadurch soll eine Qualitätserhöhung bei Wickeln, Ballen und Bahnen aller Art erreicht werden.
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e) Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Kantenkorrektur laufender Bahnen, vorzugsweise .Folien zu entwickeln, welches es gestattet, Kantenabweichungen direkt und schnell an der gewünschten Stelle der Werkstoffbahn zu korrigieren und dabei nahezu ohne Störungen arbeitet·
Diese Vorrichtung soll einfach in Aufbau und in der Wirkungsweise sein, einen geringen Aufwand an Wartungs- und Pflegearbeit erfordern.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß eine um ihre Achse drehbare Walze in einer räumlich gelenkig gelagerten Pendelgabel derart hängt, daß sich ihre Achse in Ruhestellung parallel zum Erdniveau befindet. Dieser sogenannten Korrekturwalze ist je eine um ihre Achse drehbare Umlenkwalze mit zur Korrekturwalze unterschiedlichem Erdniveau planparallel vor- und nacngeordnet angebracht· Diese Umlenkwalzen können Bestandteil anderer Einrichtungen der Linie bzw. der Maschine sein. Die Größe der axialen Bewegung aer Korrekturwalze um aen Drehpunkt ist abhängig vom Eigengewicht der Korrekturwalze mit der Aufhängeeinrichtung sowie vom Druck der Werkstoffbahn auf diese Walze« Die Größe des Druckes ist von der Zugkraft der Werkstoffbahn an dieser Stelle und dem öffnungswinkel der KoxM?ekturwalze zu den Umlenkwalzen sowie dem Erdniveauunterschied zwischen Korrekturwalze und Umlenkwalzen abhängig. Die Empfindlichkeit dieser Vorrichtung gegenüber Kantenabweichungen der Werkstoffbahn ist abhängig vom Abstand zwischen Korrekturwalze und dem Drehpunkt der Pendelgabel. Je kleiner diese Entfernung ist, um so größer ist die Empfindlichkeit,
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Ist die aus dem Druck der Werkstoffbahn auf die Korrekturwalze resultierende Last gegenüber der Lastverteilung aus dem Eigengewicht der 7/alze relativ klein, so wird die Empfindlichkeit und die Möglichkeit der vollständigen Korrektur der Kantenabweichungen stark beeinträchtigt· In diesem Falle sind Verstärker der Empfindlichkeit vorzusehen· Ein solcher Verstärker ist die zum Teil in Bezug auf den Mittelpunkt der Walze im nichtausgelenkten Zustand symetriscli mit einem beweglichen Medium, vorzugsweise einer Flüssigkeit gefüllte Korrekturwalze· Bei laufender Produktion hat bei kantengeradem Lauf der Werkstoffbahn die Achse der Jiorrekturwälze eine parallele Lage zum Erdniveau. Die Werkstoffbahn hat zum Aufhängepunkt eine mittige Lage und der Schwerpunkt der zum Teil mit einem Medium gefüllten oder nicht gefüllten Jiorrekturwälze liegt senkrecht unter dem Drehpunkt.
Bei einer Kantenabweichung der Werkstoffbahn ist diese zentrale Lage durch die unterschiedlich langen, auf den Mittelpunkt der Walze bezogenen Druckanteile der Werkstofrbahn gestört. Es stellt sich ein neuer Gleichgewichtszustand durch eine Drehbewegung der Walze in axialer Richtung um den Aufhängepunkt derart ein, daß die Ersatzkraft der Lastenverteilung aus dem Druck der Werkstoffbahn auf diese Walze sich senkrecht unter dem Drehpunkt befindet, während das Eigengewicht der Walze und das der Flüssigkeit in Abständen a und b von der Senkrechten des Aufhängepunktes gleich Null ist. Durch die Kantenabweichung der Werkstoffbahn bedingten Neigung aer Walze um den V/inkel Alpha, die von dem Abstand der walze zum Aufhängepunkt abhängt, ist die planparallele Lage dieser Walze zu den Umlenkrollen derart gestört,
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daß die Abstände der Punkte der Walze über deren Länge zu den Umlenkwalzen sich näherungsweise um das Produkt aus dem Winkel und der Länge der Walze, vom Mittelpunkt gerechnet, verlängert bzw· verkürzt· Die Lastverteilung der Werkstoffbahn auf die Walze ist $e nach Größe der. Neigung trapez- bis hyperbelförmig· Diese Lastverteilung der Werkstoffbahn bewirkt ein Hochlaufen der Werkstoffbahn in Verspannrichtung der Walze und damit ein Drehen der Walze in die Ausgangsstellung. Sie ist ein Maß für die Empfindlichkeit dieser Vorrichtung· Die axiale Verschiebung der Walze um den Betrag der Kantenabweichung der Werkstoffbahn Ib um den Drehpunkt wird bei relativ geringer Lastverteilung des Druckes der Werkstoffbahn auf die Walze durch eine bestimmte, dem Eigengewicht der Walze entsprechende Flüssigkeitsmenge im Inneren der Walze erreicht· In der Praxis vereinigt sich das idealisierte Nacheinander von Kantenabweichung der Werkstoffbahn und anschließender Korrektur zu einem einheitlichen Ganzen, so daß Kantenabweichungen bei Einsatz dieser Vorrichtung, übersteigen sie nicht das Maß relativ kleiner Abweichungen, so gut wie ausgeschlossen sind·
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f) Ausführunpsbeispiel
Im folgenden wird die Erfindung an einem Ausrührungsbeispiel erläutert· · Es zeigen:
Figur 1: Schematische Darstellung der zentralen
Lage der Folienbahn, Figur 2: einen Schnitt A-A der Figur 1.
In einer Pendelgabel 1, die im Pendelrollenlager 2 räumlich oder in der Ebene gelenkig aufgehängt ist, befindet sich an den Enden die Lagerung 3 für die Korrekturwalze 4· Me Umlenkwalzen 5 und 6, deren Zapfen sich in Kugellagern 7 befinden, sind schräg unter der Korrekturwalze 4 angeordnet. Die Folienbahn 8 läuft im Normalf all (zentrale Lage) mittig um die Korreirturwalze 4· Der .Neigungswinkel dieser Walze gegen die Horizontale ist in diesem Fall gleich Null und der öffnungswinkel zwischen Umlenk- 5 und und üorrekturwalze 4 ?p = fa · Die Spannkraft der Folie in diesem Beröich beträgt F=F Sp· Sie ergibt über die Breite eine, von der Qualität der Folie abhängende, annähernd gMche Lastverteilung· Bei Kantenabweichungen der Folienbahn von dieser zentralen Lage um den Betrag Ig dreht sich die Korrekturwalze 4 in axialer Richtung um den Betrag I^ um den Aufhängepunkt der Pendelgabol 1* Das Drehen wird durch die unterschiedlichen Lastanteile der Folie auf die Walze in Bezug auf deren Mittelpunkt sowie, wenn notwendig, durch Verstärken dieser Drehbewegung hervorgerufen. Mit dieser Drehung ändern sich neben dem Öffnungswinkel zwischen der Korrektur- 4 und den Umlenkwalzen 5 und 6 auch die Abstände zwischen der Korrekturwalze 4 und den Umlenkwalzen 5 und 6 und damit die Lastverteilung der Folienbahn über deren Breite·
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An der Seite mit dem größten Abstand ist die Lastverteilung am größten. Sie fällt je nach Größe der Neigung der Koi-rekturwalze 4· gegen die Horizontale, die wiederum abhängig von der Größe des Drehradius ist, linear bis hyperbelrörmig zur anderen Seite ab. Dieses seitliche Verspannen der Folie bewirkt ein Hochlaufen der Folie auf den Walzen und damit verbunden ein Drehen der Korrekturwalze 4 in die Ausgangs-
Claims (2)
1· Vorrichtung zur Kantenkorrektur laufender Bahnen, vorzugsweise Folien und Gewebebahnen, gekennzeichnet dadurch, daß einer, um ihre Achse drehbare Walze, sogenannte Korrekturwalze, die in einer räumlich gelenkig gelagerten Pendelgabel hängt, je eine um ihre Achse drehbare Walze, Umlenkwalze, mit zu ihr unterschiedlichem Erdniveau planparallel vor- und nachgeordnet angebracht ist derart, daß Kantenabweichungen, der um diese Walzen laufenden Werkstoffbahnen, durch die Drehung der axial beweglichen Walzen um den Anhängepunkt der Pendelgabel um den Betrag dieser Abweichung, dem anschließenden Hochlaufen der Werkstoffbahn in Verspannrichtung der Walzen und dem damit verbundenen Zurückdrehen der Walze in die Ausgangslage, vermieden werden O
2# Vorrichtung nach Punkt (1) dadurch gekennzeichnet, daß eine zum Teil mit leichtbeweglichem Medium, vorzugsweise mit Flüssigkeit zum Mittelpunkt symetrisch gefüllte Korrekturwalze, die die Verstärkung der Drehbewegung bei relativ zum Eigengewicht dieser Walze geringen Lastverteilung der Werkstoffbahn auf die Walze hervorruft, angeordnet ist.
3β Vorrichtung nach Punkt (1) und (2) dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkwalzen Teil der Vorrichtung der Kantenkorrektur und gleichzeitig Teil anderer Einrichtungen der gesamten Maschine, technologischen Linie oder Anlage sind.
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Priority Applications (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0722899A3 (de) * | 1995-01-20 | 1997-07-02 | Erhardt & Leimer Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Ausgleich von Spannkräften über die Breite einer laufenden Bahn |
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1980
- 1980-01-16 DD DD21848080A patent/DD148620A1/de not_active IP Right Cessation
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