DD148916A3 - Klemmvorrichtung zum befestigen von kabeln oder dergleichen in schachtroehren - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Klemmvorrichtung zum Befestigen von Kabeln oder dergleichen in Schachtroehren beliebiger Teufe. Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Klemmvorrichtung zu entwickeln, mit der grosze freihaengende Laengen Kabel, Seile oder andere langgestreckte Objekte mit wenigen Befestigungselementen kleiner Baugroesze sicher in Schachtroehren befestigt werden koennen, wobei die dazu erforderlichen Reibkraefte durch das Eigengewicht des zu verklemmenden Objektes selbst erzeugt werden und durch entsprechende Festlegungen der Klemmlaenge die zulaessige Flaechenpressung nicht ueberschritten werden kann, so dasz eine objektive Sicherheit fuer das Halten des Klemmobjektes entsteht und eine Beschaedigung derselben ausgeschlossen wird. Auszerdem soll die Montage ohne zusaetzliches Werkzeug mit wenigen einfachen Handgriffen und ohne schwere koerperliche Arbeit erfolgen, so dasz die Montagezeiten bedeutend verkuerzt und die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Das Wesen der Erfindung ist, dasz die Klemme aus zwei gelenkig miteinander verbundenen kastenfoermigen Backenhaelften besteht, in die dem Kabelradius entsprechend ausgearbeitete Futter eingelegt werden koennen und an deren dem Gelenk gegenueberliegenden Seite sich von oben nach unten keilfoermig verjuengende, halbkreisfoermige Gleitflaechen so angeordnet sind, dasz sich die Kabelachse etwa in der Mitte zwischen dem Drehpunkt des Gelenkes und den ideellen Lagerpunkten der Gleitflaechen befindet.
Description
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Titel der Erfindung
Klemmvorrichtung zum Befestigen von Kabeln oder dergl. in Schachtröhren
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Klemmvorrichtung zum Befestigen von Kabeln oder dergl. in Schachtröhren beliebiger Teufe.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bisher sind viele unterschiedliche Varianten zum Befestigen von Elektrokabeln, Seilen und anderen langgestreckten zylindrischen Elementen in Schächton bekannt. Eine häufig angewandte Methode zum Befestigen von Elektrokaboln in vertikalen Schächton ist das Anschrauben mittels Schellen auf Registern, die an der Schachtwand verankert sind.
Nach TGL 200-0641 wird der Registerabstand (b m) gering gehalten.
Daraus ergibt sich auf die Länge dos Schachtes ein sehr hoher Material- und Mont age avif wand.
Darüber hinaus werden hohe Anforderungen an das Montagepersonal in bezug auf das Aufbringen der erforderlichen Querdruckkräfte zum Halten dos Kabels durch das Verschrauben gestellt.
Weiterhin ist bekannt, dass Kabel mit Keilen an der Schachtwand gehalten werden. Die Keile vierden getrennt in kastenförmigen Vorrichtungen, die an der Schachtwand befestigt sind, geführt. Hier wird die erforderliche Roibkraft zum Halten des Kabels durch zusätzliche Manipulation des Montageporsonals unter Zuhilfenahme von ¥erkzeugen erzeugt«
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Der entscheidende Nachteil dieser Befestigung ist, daß die Reibkraft subjektiv beeinflußt wird rind somit die erzeugte Querkraft zum Halten dos Kabels nicht mehr nachweisbar ist. Hieraus ergibt sich die Unmöglichice it sum sicheren Hängen größerer Kabellängen, da es keine objektiven Sicherheiten gibt«
Ein weiterer entscheidender Nachteil dieser Befestigungsart entsteht durch das Einschlagen der Keile zum Brzerigen der erforderlichen Haltekräfte· Durch diese Ilanipulation des Montagepersonals kommt es zu koinem parallelen Angriff der Keilbacken zum Kabel. Daraus ergibt sich eine nicht vorausbestimmbaro Kleminflache am Kabel. Durch das auftretende Verziehen der Keile zueinander entsteht eine Art Scherwirkung, die eine Zerstörung des Kabelmantels hervorrufen kann.
Bei einer ähnlichen Befestigungsart wird zusätzlich durch Einschlagen einer Paßfeder in der Verkeilobene eine Verspannung der Klemmbacken mit dem Kabel erzeugt und damit eine Bewegung zwischen Kabel und Klemmbacke beim Hängen des Kabels ausgeschlossen.
Der entscheidende Nachteil dieser Methode ist, daß wieder koino parallele für aXJLo Zeiten öjLexuonde Krafteinwirkung auf das Kabel garantiert ist, da an diesor Vorrichtung die Keile nicht miteinander vorbunden sind und damit eine gleichmäßige gemeinsame Bewegung nicht garantiert ist. Es kann zu Beschädigungen dos Kabelmantels kommen. Weiterhin können Seile, Kabel und andere langgestreckte zylindrische Körper durch Vorrichtungen mit einem Verkeileffekt befestigt τ/orden.
Die "Ileuer-Seilklemmo" erzeugt diesen Effekt durch keilförmig gegenüberliegend angeordnete Hollen, zwischen denen sich ein Keilpaar bewegt, welches das Seil in Abhängigkeit der wirkenden Last und Heibpaarungon sicher klemmt. Dvirch die Anordnung der Keile in dei* Seilachse ist es nicht möglich, die Vorrichtung als Kabelklemrae in
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der Schachtröhro zu verwenden, da Kabel meist in Sohlenabständen ausgeschleift v/erden rind die damit der Kabellast entsprechende Seilklemme zu große Dimensionen und mechanischen Aufwand annehmen würde« Es ist bekannt, daß für das Befestigen der Kabel an der Schachtwand nur ein ganz begrenzter Raum zur Vorfügung steht lind die Kons t rule ti on einer starken Korrosion unterliegt. Die Anwendung der "Hetier-Seilklemme" als Kabelklemme in Schachtrühron ist demzufolge unökonomisch und aus Platzgründen nicht zu roalisioren.
Ein weiteres Beispiel, um einen langgestreckten, zylindrischen Körper zu halten, ist die "SeileinspamiVorrichtiuig", Hier bewegen sich die Keilbacken zwischen zwei mit kreisförmiger Oberfläche ausgebildon Spannocken. Dieses Prinzip zu realisieren erfordert einen noch größeren mechanischen Aufwand als bei der "Heuer-Seilklemmo" tind nimmt ebenfalls zu viel Platz ein.
Dieses Prinzip ist als liabelklemmvorrichtung ebenfalls aus ökonomischen und aus Platzgründen in dor Sehachtröhre nicht zu realisieren,
ύχο angeführten Vorrichtungen und Befestigungsarten zeigen, daß es notwendig ist, für das optimale Befestigen von Eloktrokaboln in der Schachtröhre eine neue Vorrichtung zu entwickeln.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist, die genannten Nachteile zu vermoiden.
Darlegung des T/esens der Erfindung
Das Wesen der Erfindung ist es, eine Klemmvorrichtung ζϊι entwickeln, mit der große freihängende Längen Kabel, Seile oder andere langgestreckte Objekte mit wenigen Befestigungselementen kleiner Baugröße sicher in Schachtröhren
!befestigt werden können, wobei die dazu erforderliclien Seibkräf'to durch, das Eigengewicht des zu verklemmenden Objektes selbst cr'zoxigt worden und durch entsprechende Festlegung der Klemmläiige die zulässige Flächenprossung xaiclit überschritten werden, kann, so daß eine objektive Sicherheit für das Halten des Klemniobjektes entsteht sand eine Beschädigxuig desselben ausgeschlossen wird. Außerdem soll die Hontage ohne zusätzliches T/ericzeug Eiit wonigen einfachen Handgriffen und ohne schwere körperliche Arbeit erfolgen, so daß die Montagezeiten be- «leutend verkürzt vind die Arbeitsbedingungen verbessert werden.
Heriaaale der Erfindung
Erfindungsgemäß wird dies dadurch einreicht, daß die Klemnnrorrichtung aus einer Verkeilplatte, die mittels geeignetor Anker in der Schachtröhre befestigt wird, und einer Klemme, die in diese Verkeilplatte eingehängt wird, besteht« Die Klemno besteht aus zwei gelenkig miteinander /verbundenen spiegelbildlichen Backenhälften, von denen Jede eine kastenförmig axisgebildetc Futteraufnähme besitzt, in die dem Durchmesser des Klerumobjektos entsprechend ausgearbeitete Futter eingelegt werden. Die Innenseite der Futteraufnahne ist der äußeren Form des Futters !angepaßt· Zur Übertragung der entstehenden Klemiskräfte sind an der Außenseite der Futteraufnahme geeignete Verstärkungen angebracht, die an den vorderen Rand der kastenförmigen Futteraufnahine als Gelenkaugen ausgebildet sind und an dem hinteren Rand des Kastens fest mit einem in Richtung der Gewichtskraft keilförmig von oben nach ianten verjüngten Blech verbunden sind. Auf der keilförmig verjüngten Fläche dos Bleches ist eine halbkreisförmige Gleitfläche befestigt, die beim Einhängen in die Iferkeilplatte mit einer analogen Führungsschiene in Eingriff gebracht wird. '
Die beiden Backenhälften werden mittels Gelenlcbolzen, deren Achse parallel zur Gewicht skr af trichtung verläuft, miteinander verbunden, so daß sie gegeneinander schwenkbar sind und um das Klonimobjelct gelegt werden können. Die Führungsschienen der Verkeilplatte sind auf einem Grundblech analog zur keilförmigen Verjüngung der Gleitflächon an der Klemme befestigt, so daß die Backenhälften beim Gleiten in Richtung der Gewichtskraft zusammengedrückt werden.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden
In der zugehörigen Zeichnung zeigen
Fig. 1: Vorderansicht der ICLemmvorrichtung Fig. 2: Draufsicht der Klemmvorrichtung
Eine Verkeilplatte 1 weist zwei Ankerhülsen 2 auf, von denen eine in einem Gloitstein 3 geführt ist, so daß Toleranzen beim Ankereinbringen ausgeglichen werden können. Mittels dieser Ankerhülsen wird die Verkeilplatte 1 in die Ankerlocher gestockt und mit entsprechenden Ankern bofestigt. In die keilförmig verjüngten Führungsleisten die fest mit dem Grundblech 5 verbunden sind, wird die Klemme 6 eingehängt· Die Klemme besteht aus zwei spiegelbildlichen Backenhälften 7j die je eine halbkreisförmig ausgebildete Futteraufnahme S besitzen. An der Außenseite der Futteratif nähme 8 sind am oberen und unteren Rand je eine Rippe 9 als Verstärkung angeoracht, die nach vorn als Gelenkauge 10 ausgebildet ist und nach hinten fest mit einem stirnseitig keilförmig von oben nach unten verjüngten Blech 11 verbunden ist. Auf der keilförmig verjüngten Stirnseite des Bleches 11 ist eine halbkreisförmig ausgebildete Gleitfläche 12 aufgesetzt, die in Form xaid Winkel genau und gut gleitend in die Führungsleiste^ auf der Verkeilplatte 1 paßt.
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Durch, vorhandene halbkreisförmige Blecho 13 auf den Stirnseiten der I'Yitteraiafnahno 8 wird ein Kasten gebildet, in den die dem Ka.be!durchmesser entsprechend ausgearbeiteten Futter 1^i- eingelegt werden« Die beiden Backenhälf ten 7 werden durch die drei Zuglaschen 15 pro Rippenpaar -und den Bolzen iö in den Gelenkaugen 10 der Rippen 9 gelenkig miteinander verbunden» Mit Rücksicht auf den Ra^"ιmbodarf in waagerechten Abstand von der Scliachtwand i/erden swei Gelenke pro Verb^ndimg angeordnet. Das Befestigen des Kabels an der Schachtwand geschieht so, daß nach dem Anbringen der VGrkeilplatte1 die Klemme 6 nur von einer Arbeitkraft mit beiden Iländen orfaßt und um das freihängende Kabel gelegt wird» Die Gleitflachen 12 befinden sich dabei auf der Seite der Verkeilplatte 1 und verjüngen sich von oben nach unten. Nach dem Einführen der Gleitflächen 12 der Klemme 6 in die Führungsleisten k der Verkeilplatte 1 beginnt das selbsttätige Festziehen der Klemmvorrichtung« Die Klemme 6 rutscht durch ihr Eigengewicht soweit in den Führungsleisten h nach unten, bis die Futter lh am Außenman— tel des Kabels anliegen und Reibscliluß mit diesem haben, ¥ird die Eigenmasse dos Kabels an der Reibfläche zwischen Futter Ik und Kabelmantel wirksam, so entsteht an der Gloitflache 12 der Klemme 6 dvirch den ReibscliluB zwischen Kabelmantel und Futter 1'4 eine Vertikalkraft, die der Eigenmasse dos Kabels entspricht« Diese Vertikalkraft bewirkt an der keilförmigen Gleitfläche 12 eine Ilorizontalkomponente, die über das Hebelverhältnis von Gleitfläche 12 zu Gelenk und· dem dazwischenliegenden eingeklemmten Kabel eine größere Normalkraft an der Reibfläche zwischen Kabelmantel und Futter 14 erzextgt« Durch die Verlagerung der keilförmigen Gleitführung aus der liirkungslinie der Klemnkraf t heraus tind die Anordnung eines Gelenkes an der der Gleitführung gegenüberliegenden Seite wird die Klemmkraft über die entstehende Hebelwirkung vergrößert*
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Damit wird erreicht, daß für die spezifischen Bedingungen der Kabelbofo st igung in Schachti'öhren der Vorteil der unkomplizierten, raunsparenden Gleitführung bei der Keilmethode angewendet worden kann und kleine, gedrungene mechanisch unkomplisierte Befestigungselemente rait hoher Tragkraft und objektiver Sicherheit für das Halten dos Kabels und der Einhaltung der zulässigen Flächenpressung hergestellt werden können«
Claims (1)
- »IPatentanspruchICLemiavorrxchtung zum Befestigen von Kabeln oder dergl« in Schachtröliren, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung aus einer Klemme (6) und einer Verkeilplatte (i) besteht, wobei die Klemme (6) aus z-wei gelenlcig miteinander vertmndonen spiegelbildlichen Backenhälfton (7) mit kastenförmig ausgebildeten Futteraufnahmen (8) mit an der Axißenseite angebrachten Verstärkungen (9)» deren vorderer Rand als Gelonlcaxigen (10) ausgebildet und an deren dein Gelenk gegenüberliegenden Seite sich von oben nach unten keilförmig verjüngende, halbkreisförmige Gleitflachen (.12) so angeordnet sind, daß sich die Kabelachse etwa in der lütte zwischen dem Drehpunkt des Gelenkes und den ideellen Lagorpunkten der Gleitflächen befindet, xtnd daß die Vexvkeilplatte (i) aus zwei, den Gleitflächen der Klemme (ö) entsprechend halbkreisförmig ausgearbeiteten Führungsleisten (k) besteht und auf einem Grundbloch so befestigt sind, daß sie sich im gleichen Verhältnis wie die Gleitflächen der Klemme (6) verjüngen und somit ein keilförmiges ¥iderlager für die Klemme (6) bilden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD21154579A DD148916A3 (de) | 1979-03-13 | 1979-03-13 | Klemmvorrichtung zum befestigen von kabeln oder dergleichen in schachtroehren |
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