DD149405B1 - Fangeinrichtung fuer handfeuerwaffengeschosse - Google Patents

Fangeinrichtung fuer handfeuerwaffengeschosse

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DD149405B1
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Description

Fangeinrichtung Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung bezieht sich auf eine Fangeinrichtung für Handfeuerwaffengeschosse, die sowohl für Luftgewehranlagen,als auch für Schießanlagen größerer Kaliber anwendbar ist.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
Zur Vernichtung der kinetischen Energie eines aus einer Handfeuerwaffe abgegebenen Geschosses nach dem Auftreffen im Ziel sind bereits Aufschlagbleche mit federnder Aufhängung bekannt, die die Energie des Geschosses teilweise in Arbeitsenergie umwandcln-DE-OS-245 2155·
Die Trägheit der Aufschlagbleche bei der punktförnigen Belastung durch das Geschoß ist so groß, daß die Aufschlagenergie nicht vollständig in Arbeitsenergie und Verformungsenergie des Geschosses, sondern in nachteiliger Verformungsenergie des Aufschlagbleches umgewandelt wird. Die federnden Aufschlagbleche sind zudem noch sehr kostenaufwendig. Da mit dem federnden Auf-
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schlagblech nur ein Teil der Geschoßenergie aufgezehrt werden kann, muß, um die Verformung des /rnfschlagbleches zu verhindern, die Restenergie durch eine Zusatzeinrichtung vernichtet v/erden.
Ferner sind bereits Kugelfangvarianten - USA 3.602.511; DE-AS 2847 742; DE-OS 2б2 3810 - bekannt, in denen das Geschoß unter einen Winkel an ein gerades Leitblech umgelenkt und in ein nachfolgend, gleichmäßig nach innen gegen das Leitblech gebogenen Innenradius gelenkt wird. Danach wird das Geschoß erneut gegen das Leitblech geschleudert.
Nachteile dieser Variante sind, daß das Leitblech nach mehrmaliger Uutzung verformt v/ird. Uaeh. Durchlaufen des Radiusses und erneutem .Auftreffen des Geschosses auf das Leitblech werden Geschoßreste unkontrolliert aus dem Fangsystern geschleudert. Die im unteren Bereich vom Umlenkradius angehäuften Geschoßreste werden durch die Gleitbahn der immer wieder neu einlaufenden Geschosse getroffen und aus dem Kugelfang geschleudert. V/ird dieser Kugelfang in Verbindung mit Schießwettkämpfen (Schießscheiben) genutzt, können die Schießscheiben durch Bleisplitter beschädigt werden.
Der gegen das heranfliegende Geschoß gekrümmte Radius (Kugelfang) kann während des Schießens nicht entleert werden.
Aus der DR-PS 134 010 ist eine' Vorrichtung zum Auffangen von Geschossen mit schräg liegender, die Geschosse ablenkender Prallfläche bekannt, wobei die Prallfläche an ihrem unteren Ende in eine Spirale ausläuft. An der tiefsten Stelle der spiralförmig auslaufenden Prallfläche ist eine Rinne ausgebildet, in der sich die aufgefangenen Geschosse sammeln.
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Der DR-PS 134 010 liegt der Gedanke zugrunde, die kinetische Geschoßenergie durch Gleitreibung innerhalb der Spirale aufzuzehren. Dazu ist jedoch der auf der Spirale zurückzulegende Weg des Geschosses viel zu kurz, d.h., das Geschoß läuft sich nicht "tot", sondern wird gegen die gegenüberliegende Wand geschleudert und zerstört diese im Laufe der Zeit. Außerdem wird die gedachte Wirkungsweise der Spirale auch durch die sich in der Rinne ansammelnden Geschosse beeinträchtigt, v/obei die neu eintretenden über eine hohe kinetische Energie verfügenden Geschosse auf die abgelagerten Geschosse auftreffen und die vorstehend aufgezeigten Hänge1 eintreten. Pur Schießwettbewerbe (nationale und internationale Meisterschaften), in denen eine exakte Trefferanzeige gefordert wird, sind diese Kugelfangeinrichtungen nicht einsetzbar·
Ziel der Erfindung:
Durch die Erfindung wird eine einfache wirtschaftlich herstellbare Fangeinrichtung vorgeschlagen, die eine vollständige Vernichtung der kinetischen Geschoßenergie gewährleistet und eine Verfälschung des Trefferbildes durch im Innern der Fangeinrichtung entstehende Geschoßßplitter ausschließt» Die Erfindung gestattet eine Reinigung des Kugelfanges während des Schießens.
ung des Wesens der Er fin dünn:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fangeinrichtung mit mehreren Aufschlagpunkten zu entwickeln, in der die kinetische Geschoßenergie durch Verformung des Geschosses ohne Deformation der Fangeinrichtung oder Beschädigungen der Schießscheibe auf kürzestem Wege aufgezehrt wird
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß
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einem an sich bekannten geschoßablenkenden Leitblech ein weiteres Leitblech zugeordnet ist und beide Leitbleche an ihren Enden mit unterschiedlichen Radien halbkreisförmig abgebogen sind, wobei das untere Leitblech verlängert ist und eine abgekantete Umlenknase aufweist, während auf der Rückseite des geschoßablenkenden Leitbleches eine weitere Anschlagfläche angeordnet ist.
Die Umlenknase zeigt in ihrer verlängert gedachten Leitlinie auf die Anschlagfläche, während sich darunter der Kugelfang zur Aufnahme der Geschosse befindet. Gegenüber bekannten Kugelfangeinrichtungen besteht der Vorteil der Erfindung darin, daß infolge der ständigen Veränderung der Bewegungsrichtung des Geschosses die kinetische Energie verringert und das Geschoß nach Auftreffen auf der Anschlagfläche keine Zerstörungen hervorruft und im Kugelfang ruhig zu liegen kommt. Die Geschoßaufnahme ist hinter das Leitblech verlegt. Eine direkte Beeinflussung des Einschußbereiches (Schießscheiben) durch bereits gesammelte: Geschoßreste ist nicht gegeben. Die Reinigung des Kugelfanges kann ohne Unterbrechung des Schießens erfolgen. Die im Kugelfang zur Ruhe gekommenen Geschosse erhalten durch neu ankommende Geschosse keinen neuen Impuls. Die unerwünschten Bleispritzer werden vermieden.
Ausführunpsbeispiel;
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die dazugehörige Zeichnung zeigt die Fangeinrichtung nach der Erfindung. Die erfindungsgemäße Fangeinrichtung besteht in an sich bekannter \7eise aus einem unter einem bestimmten Winkel angestelltes Leitblech (Prellplatte) 1, der ein weiteres Leitblech (Prellschräge) 5 mit Radiusübergang zugeordnet ist. Die Enden beider Loitbleche 1 ; 5 sind mit unter-
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schiedliehen Radien IL; R2 halbkreisförmig gbgebogen. Das Leitblech 5 ict gegenüber dem Leitblech 1 verlängert, wobei die Verlängerung zu einer Uralenknase 8 abgekantet ict. Die außen liegende Seite des Leitbleches ißt mit einer Anschlagfläche 9 versehen, auf die die verlängert gedachte Linie der Umlenknase 8 gerichtet ist.
Nach den Aufprall des Geschosses auf dem Leitblech 1 wird das Geschoß unter einem Ablenkwinkel abgelenkt und schlägt mit bereits verringerter Energie (ein Teil der kinetischen Energie wird in Wärme- und Verformungsenergie umgewandelt) auf das Leitblech 5 im Bereich der EinlaufÖffnung 3 auf. Das Geschoß wird durch den Einlaufradius 4 in den Gleitkanal 6 geleitet und durchläuft den Gleitkanal 6, v/o es durch die Zwangsumlenkung am Umlenkradius 7 bei weiteren Energieverlucten durch die Zentrifugalkraft (Reibung) weiter abgebremst wird.
Nach Durchqueren des Gleitkanals 6 schlägt das Geschoß an der Unlenknase 8 an, v/ird hier noch einmal in Richtung der .Anschlagfläche 9 abgelenkt und prallt gegen die Anschlagfläche 9· Von der Anschlagfläche 9 fallt das Geschoß auf die Rückseite des Leitbleches und rutscht praktisch energielos in den Kugelfang 10.
Durch die mehrfache Umlenkung des Geschosses und den damit verbundenen Aufschlag an mindestens 6 Prellpunkten der erfindungsgemäßen Fangeinrichtung wird die Geschoßenergie vollständig aufgezehrt und keine Impulse an bereits abgelegte Geschosse abgegeben. Die Geschosse verbleiben bis zur Entnahme in der Auffangvorrichtung. Die besonderen Winkelstellungen zu den Aufprell punkten berücksichtigen, daß eine Zerstörung der Pangeinrichtung nicht auftritt.
In der Umlaufbahn v/erden Geschosse mit kinetischer Energie durch Geschosse mit potentieller Energie nicht
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behindert.
Die grundlegend neue rückwärtige Anordnung der Fangeinrichtung gestattet den Prozeß der Reinigung auch während des Beschüsses.
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Claims (2)

  1. _Erfindimf.:sa_n e Dr 1 ^
    1. Fangeinrichtung für Handfeuerwaffengcschosse bestehend aus einer unter einem bestimmten Winkel angeordneten Prallfläche, an die sich eine Umlenkbahn anschließt, wobei die auf der Prallfläche auftreffenden Geschosse in das Innere der Fangeinrichtung abgelenkt, in der Fangeinrichtung mehrmals umgelenkt und schließlich in einer Annahme abgelegt werden, gekennzeichnet dadurch, daß dem an sich bekannten geschoßablenkenden Leitblech (1) ein weiteres Leitblech (5) zugeordnet ist und die Enden der Leitbleche (1; 5) mit unterschiedlichen Radien halbkreisförmig abgebogen sind, wobei das Leitblech (5) verlängert und die Verlängerung zu einer Umlenknase (8) abgekantet ist, während auf der Rückseite des Leitbleches (1) eine v/eitere Anschlagfläche (9) angeordnet ist.
  2. 2. Fangeinrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Umlenknase (8) in ihrer verlängert gedachten Leitlinie auf den Anschlag (9) zeigt und sich darunter der Kugelfang (10) zur Aufnahme der Geschosse befindet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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