DD150837A1 - Steuereinrichtung fuer den melkpulsator - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf die Steuereinrichtung fuer den Melkpulsator zur Durchfuehrung des Druckluftstimulationsverfahrens waehrend der gesamten Melkzeit.Bei Rohrmelkanlagen sind die bekannten Schalteinrichtungen nicht einsetzbar,da sie fuer den transportablen Einsatz zu schwer sind.Eine auf der LFM 1980 gezeigte zentrale Steueranlage ist fuer diesen Zweck geeignet,da sie intervallmaeszig die Melkanlage mit Druckluft bzw.Luftatomosphaerischen Druckes versorgt.Bei groeszeren Anlagen wird diese jedoch unoekonomisch,weil das intervallmaeszig zu fuellende und entleerende Rohrvolumen zu grosz ist.Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, am Melkplatz den intervallmaeszigen Wechsel von Druckluft und Luft atmosphaerischen Druckes zu erzeugen,um nur soviel Druckluft zu verbrauchen, wie fuer die Versorgung der Melkbecher erforderlich ist. Erfindungsgemaesz wird die Aufgabe dadurch geloest, indem jedem Wechseltaktpulsator ein Schaltventil mit Eigen- oder Fremdsteuerung vorgeschaltet ist, das intervallmaeszig Druckluft bzw. Luft atmosphaerischen Druckes dem Wechseltaktpulsator liefert, welcher wiederum im Wechsel in ueblicher Frequenz Druckluft und Vakuum bzw. atmosphaerischen Luftdruck und Vakuum an die Melkzeuge abgibt. Das Gewicht des Melkzeuges erhoeht sich dadurch unbedeutend.
Description
Steuereinrichtung für den Melkpulsator
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für den Melkpulsator, insbesondere zur Erzeugung von Druckwechselimpulsen für den Anrüsteffekt und Druckwechselimpulsen für den Melkprozeß.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen*. Zur Steigerung der Milchleistung und Intensivierung der Milchabgabegeschwindigkeit ist es bekannt, die Zitzen durch Druckbeaufschlagung zu stimulieren. Dies geschieht nach einem älteren Verfahren vor dem eigentlichen Melkprozeß, d.h. bis zum Einschießen der Alveolarmilch in die Zisternen des Euters. Dieses Verfahren wird in stationären Anlagen schon seit mehreren Jahren praktiziert und bringt gute Erfolge. Die Stimulation beträgt in der Regel 60 Sekunden, wonach die Automatik auf Melken umschaltet. Der Pulsator wird dann von Druckluft auf Atmosphärendruck umgeschaltet. Diese Anlage eignet sich nicht für Anbindestalle, weil die damit verbundene technische Ausrüstung an Hilfsenergie (elektrische Energie) gebunden ist und die Ventile und die Steuereinrichtung zu schwer sind, um sie gemeinsam mit dem. Melkzeug von Standplatz zu Standplatz der Kühe tragen zu können. Um die Ausrüstung am Melkplatz zu vereinfachen und leichter zu machen, um sie dadurch tragbar zu gestalten, wurde ein zentrales Steuersystem für Stallmelkanlagen eingeführt, das stationär untergebracht ist und das intervallmäßig Druckluft
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in eine durch den Stall geführte Rohrleitung abgibt. An dieser Rohrleitung werden die Pulsatoren angeschlossen. Bei Stallnielkanlagen,, insbesondere Rohrnielkanlagen, werden die Melkzeuge zu unterschiedlichen Zeitpunkten an die Rohrleitung angeschlossen, so daß eine einheitliche Steuerung der Stimulationsphase nicht möglich ist. Nach einem bekannten Verfahren wird durch die zentrale Steuereinrichtung eine zyklische Beaufschlagung der Rohrleitung mit unterschiedlichen Drücken vorgenommen, wobei in der einen Periode, die in der Regel kurzzeitiger ist, Druckluft in die Rohrleitung eingespeist und in der anderen, der 'längeren Periode, atmosphärischer Druck in der Rohrleitung erzeugt, d.h.., der Überdruck wird abgelassen. Dieser Zyklus wiederholt sich während der gesamten MeIkzeit. An diese Rohrleitung und die Vakuumleitung werden die Pulsatoren angeschlossen, welche entsprechend des angebotenen Druckes im Melkbecherzwischenraum durch den Zitzengummi eine Massagewirkung bzw. einen Melkeffekt erzielen.
Dieses Verfahren erzielt gute Melkergebnisse..Die verwendete zentrale Steuerung hat jedoch entscheidende Nachteile, die darin bestehen, daß lange Rohrleitungen plötzlich mit überdruck gefüllt und diese wieder plötzlich entspannt werden müssen. Eine Rohrleitung der üblichen Größenordnung faßt 35 Liter Luft, die einem Vorratsbehälter entnommen werden muß. An dieser Rohrleitung werden maximal 12 Melkzeuge angeschlossen. Da jedoch die Melkzeuge gewechselt werden, ist die Anzahl der ständig im Einsatz befindlichen Melkzeuge geringer. Es nutzen also nur die im Betrieb befindlichen Melkzeuge die durch die Rohrleitung zugeführte Druckluft. Beim Druckwechsel geht die in der Rohrleitung befindliche Druckluft verloren. Bei kurzen Druckintervallen geht also mein? Druckluft durch Ablassen in die Atmosphäre verloren als durch die Pulsatoren zum Einsatz kommt. Neben dem hohen elektrischen und mechanischen Aufwand, der durch den Programmgeber, das Umschaltventil·, den Reservebehälter und mehrere Druckverdichter hervorgerufen wird, entstehen noch hohe Betriebs-
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kosten durch den hohen Luftverbrauch. In Kleinanlagen ist die Einrichtung energiemäßig noch rentabel.
Ziel der Erfindung:
Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine gut transportable Steuereinrichtung mit schnellem Druckwechsel zu schaffen, die wesentlich.billiger und sparsam im Energieverbrauch ist.
Darlegung des Wesens der Erfindung:
Die technische Aufgabe besteht darin, den Melkpulsator mit einer Zusatzvorrichtung auszurüsten, die es ermöglicht, eine zyklische Stimulation durchzuführen, γ/obei der Pulsator zeitweilig an Druckluft und zeitweilig an Luft atmosphärischen Druckes angeschlossen ist. Der andere AnschluB-stutzen bleibt in bekannterweise ständig mit der Vakuumleitung verbunden, so daß zeitweilig ein Druckwechsel zwischen Über- und Unterdruck und zeitweilig ein Wechsel zwischen atmosphärischen Druck und Unterdruck erfolgen kann.
Das Merkmal der Erfindung besteht darin, daß dem Melkpulsator ein Steuerventil mit Phasenverschiebung vorgeschaltet ist, das eine Eigensteuerung besitzt und das jeweilige Druckmedium dem Melkpulsator zuführt. Dieses Steuerventil kann sowohl ein pneumatisches, als auch ein individuell oder zentral gesteuertes elektromagnetisches Schaltelement sein. -
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Das mit Phasenverschiebung arbeitende Steuerventil ent-' nimmt die Druckluft der Druckluftleitung und versorgt für die vorgegebene Zeit den Melkpulsator mit Druckluft, der während dieser Zeit an die Melkseuge wechselweise in der eingestellten Frequenz Druckluft und Unterdruck abgibt (Stimulationsphase). Nach Umschaltung des Steuerventils gibt der Melkpulsator mit gleicher Frequenz atmosphärischen Luftdruck und Untex-drück an die Melkzeuge ab (Melkphase). Dieser Vorgong wiederholt sich während der gesamten'Melkzeit.
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Der Vorteil dieser Erfindung besteht darin, daß mit weniger mechanischem Aufwand und vor allem mit sehr geringem Energieaufwand die in Betrieb befindlichen Melkzeuge intervallmäßig mit Luft bzw. Druckluft versorgt werden können und die Geräte durch Fertigung aus Plaste leicht und tragbar sind. Durch den unmittelbaren Druckwechsel vordem Pulsator wird der langsame Druckaufbau vermieden und die Stimulationswirkung erhöht.
Ausführungsbeispiel:
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel und der dazugehörigen Zeichnung näher erläutert werden.
An den Wechseltaktpulsator 1 ist an der Luftzuführung 2 ein Steuerventil 3» (las aus dem Gehäuse 4-, der Membran 5, dem Ventil 6* dem Ventilstößel 7» dem Ventilsitz 8, dem Druckluftanschluß 10 und dem Anschluß 11 für atmosphärische Luft besteht, angeflanscht. Der an die Luftzuführung 2 angrenzende Raum 12 ' steht über die Leitung 13, die Drossel 14· mit der Arbeitskammer 15 in Verbindung. Durch unterschiedliche Flächen der Ventilsitze 8;9 und in Zusammenarbeit mit der Membran 5 und der Arbeitskammer 15 arbeitet das Steuerventil mit einer Phasenverschiebung. Beispielsweise kann das Verhältnis 1:2 gewählt werden. Die Drossel 14 bestimmt die Frequenz. Bei diesem Flächenverhältnis und einer Schaltzeit von 5 Sekunden für die Druckluftzufuhr ergibt sich eine Zeit von 10 Sekunden für die Frischluftzufuhr. Dem.Wechseltaktpulsator 1 wird dann beispielsweise 5 Sekunden Druckluft zugeführt, welche in pulsierende Druckluft von ca. 50 Wechseln pro Minute umgewandelt wird. Die andere Phase erzeugt Unterdruck, so daß eine kurze kräftige. Stimulation an den Zitzen eintritt. Nach Umschalten des Steuerventils erzeugt der Wechseltaktpulsator 1 in gleicher Frequenz Wechsel von atmosphärischer Luft und Unterdruck. Es wird also 10 Sekunden gemolken, bis das Steuerventil wieder umschaltet. Bei dieser Schaltung wird nur soviel Druckluft der Druckleitung entnommen wie für die Stimulierung notwendig ist.
Das Zusatzgerät ist klein und leicht und läßt sich bequem mit dem Melkzeug transportieren. ' Anstelle dieses pneumatisch betriebenen Steuerelementes kann ebensogut ein elektrisch einzeln oder zentral ge~ steuertes elektromagnetisches Schaltelement eingesetzt werden, welches im Aufbau allgemein bekannt ist und keiner weiteren Erläuterung bedarf. Das Schaltelement weist zwei Zugänge für Druckluft und Luft atmosphärischen Druckes sowie eine Verbindung zum Melkpulsator auf.
Claims (3)
1. Steuereinrichtung für den Melkpulsator, insbesonde- ; re zur Erzeugung von Druckwechselimpulsen für den Anrüsteffekt und Druckwechselimpulsen für den Melkprozeß mit unterschiedlichen Zeitintervallen gekennzeichnet dadurch, daß diese aus einem an den Lufteintrittsstutzen des Melkpulsators angeflanschten Steuerventil besteht, welches eine Phasenverschiebung besitzt, mit der Druckluftleitung und der Atmosphäre in Verbindung steht und'eine Eigen- oder Fremdsteuerung besitzt.
2. Steuereinrichtung nach Punkt 1 gekennzeichnet dadurch, daß als Steuerventil ein pneumatisches Schaltelement mit Eigensteuerung dient.
3· Steuereinrichtung nach Punkt 1 gekennzeichnet dadurch, daß ein elektromagnetisches Schaltelement mit individueller oder zentraler Steuerung dient.
rzu 1 Seile Zeichnungen
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