DD150918A5 - Dacheindeckungsplatte mit waermeleitvorrichtung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Dacheindeckungsplatte, insbesondere aus Beton oder keramischen Werkstoffen, mit einer an der Plattenunterseite vorgesehenen Waermeleitvorrichtung. Ziel und Aufgabe der Erfindung bestehen darin, bei einfacher Verlegbarkeit der Dacheindeckungsplatten einen guten Waermeuebergang auf ein Waermetraegermedium zu gewaehrleisten. Die Dacheindeckungsplatte mit Waermeleitvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dasz zur waermeuebertragenden seitlichen Anlage an ein ein Waermetraegermedium fuehrendes Rohr, das in Dachneigungsrichtung verlaufend auf der Dachkonstruktion befestigt ist, die Waermeleitvorrichtung zumindest zwei im wesentlichen ebene Blechstreifen aufweist, die einander gegenueberliegend angeordnet von dieser nach unten abstehen. Die Waermeleitvorrichtung ist aus Waermeleitblechen gebildet, von denen die Blechstreifen schenkelartig abstehen. Die Erfindung geht somit davon aus, das das Waermetraegermedium fuehrende Rohr von der Dacheindeckungsplatte zu trennen. Beim Eindecken des Daches koennen die von der Waermeleitvorrichtung abstehenden Blechstreifen auf die Rohre aufgesteckt werden. Die Blechstreifen spreizen sich beim Aufstecken auf das jeweilige Rohr federelastisch und kommen so klemmend am Rohr zur Anlage.
Description
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Dacheindeckungsplatte mit Wärmeleitvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Dacheindeckungsplatte, insbesondere aus Beton oder keramischen Werkstoffen, mit einer an der Plattenunterseite vorgesehenen Färmeleitvorrichtung.
Bei einer bekannten Dacheindeckungsplatte dieser Art (DE-GM 75 25 656) soll an der Unterseite eine homogene oder genügend engmaschige Schicht aus gut wärmeleitendem Material, vorzugsweise Metall, angeordnet sein, welche die durch Sonneneinstrahlung entstehende Wärme mit geringem Wärmewiderstand an ein wärmeabführendes Medium abgibt. Das wärmeabfuhrende Medium wird hierbei durch einen von dem gut wärmeleitenden Material umschlossenen Kanal geleitet. Damit gehört zu jeder Dacheindeckungsplatte ein Kanalabschnitt, der am eingedeckten Dach mit den Kanalabschnitten der kopf- und fußseitig benachbarten Dacheindeckungsplatte dicht verbunden werden muß, was ersichtlich aufwendig ist, so daß eine einfache Verlegbarkeit derartiger Dacheindeckungsplatten nicht gegeben ist.
Es ist an sich bekannt, daß ein Wärmeträgermedium führende Rohre von den ^acheindeckungsplatten getrennt an der Dachkonstruktion zu befestigen(DE-OS 27 32 758). Hierbei dienen
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zur dacheindeckung plattenförmige Elemente aus Metall, die mindestens eine in Längsrichtung verlaufende Sicke zur Aufnahme der Rohre aufweisen· Die Sicke ist U-förmig ausgebildet und steht über die Oberseite des plattenförmigen Elementes vor und weist dabei über den größten füeil ihrer Länge in ihrem oberen Bereich eine Krümmung auf, die der Krümmung des von ihr aufgenommenen Rohres entspricht, sowie Schenkel, die zueinander geneigt verlaufen und hierdurch federnd an dem Rohr zur Anlage kommen, wodurch eine Klemmverbindung zwischen Element und Rohr erzielt wird. Die Höhe der Sicke ist dabei nur etwa größer als der durchmesser des Rohres, was in diesem Fall keine Probleme mit sich bringt, da auch bei einer in Dachneigungsrichtung gesehen einander überlappenden bzw» überdeckenden Anordnung derartiger Elemente wegen derem geringer Dicke nur geringfügige Abstandsänderungen von den Elementen zu den Rohren auftreten.
Eine solche Ausführung läßt sich jedoch auf Dacheindeckungsplatten aus Beton oder keramischen Werkstoffen nicht übertragen, da wegen der größeren Dicke solcher Dacheindeckungsplatten und der in Abhängigkeit von der Dachneigung unterschiedlichen überdeckung deutliche Unterschiede im Abstand zwischen den Dacheindeckungsplatten vom überdeckten zum überdeckenden Bereich und den auf der Dachkonstruktion auftreten« Pur solche Anwendungsfälle war es daher erforderlich, eine andere Anordnung zur Wärmeübertragung zu entwickeln.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die Verlegbarkeit von Dacheindeckungsplatten mit Wärmeleitvorrichtung zu vereinfachen. > ·
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer hinsichtlich der Oberseite von herkömmlichen Dacheindeckungsplatten nicht zu unterscheidenden Dacheindeckungsplatte ohne nennenswerte .Beeinträchtigung der Verlegbarkeit einen guten Wärmeübergang auf ein Wärmeträgermedium zu gewährleisten.
Die Aufgabe wird bei einer Dacheindeckungsplatte, insbesondere aus Beton oder keramischen Werkstoffen mit einer an der Plattenunterseite vorgesehenen Wärmeleitvorrichtung erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur wärmeübertragenden seitlichen Anlage an ein ein Wärmeträgermedium führendes Rohr, das in •^achneigungsrichtung verlaufend auf der Dachkonstruktion befestigt ist, die Wärmeleitvorrichtung zumindest zwei im wesentlichen ebene Blechstreifen aufweist, die einander gegenüberliegend angeordnet von dieser nach unten abstehen. Die Blechstreifen verlaufen beiderseits der Mittelachse der Wärmeleitvorrichtung, in gleichem Abstand zu dieser und erstrecken sich im wesentlichen über deren gesamte Länge.
Vorteilhaft ist die dem Fußbereich der Dacheindeckungsplatte zugewandte öeite der Blechstreifen gegenüber dem entsprechenden Wärmeleitblechrand zurück versetzt. Die Blechstreifen weisen Trapezform auf, und die längere der beiden parallen Seiten ist dem Pußbereich der dacheindeckungsplatte benachbart. Zum ufstecken auf das das Wärmeträgermedium führende Rohr sind zumindest die unteren Bereiche der Blechstreifen federelastisch abspreizbar.
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Der dem Kopfbereich der Dacheindeckimgsplatte benachbarte untere Eckbereich jedes Blechstreifens ist nach außen abgebogen·
Die Wärmeleitvorrichtung ist aus Wärmeleitblechen gebildet, von denen die Blechstreifen schenkelartig abstehen.
Die Wärmeleitbleche weisen an einer Längsseite einen im Querschnitt viertelkreisförmigen Wulst auf, von dessen hochliegendem Rand der Blechstreifen absteht.
Der von den Blechstreifen entfernte Längsrand der Wärmeleitbleche weist in gleichmäßigen abständen Vorsprünge bzw· Einbuchtungen auf« In den Wärmeleitblechen ist eine Anzahl Öffnungen vorgesehen.
Zur Befestigung der Wärmeleitbleche an der Unterseite der Dacheindeckungsplatte sind die äußeren Ränder und gegebenenfalls die Ränder der Öffnungen der Wärmeleitbleche oder aus den Wärmeleitblechen teilweise ausgestanzte und aufgebogene Verankerungsabschnitt in dem Material der Dacheindeckungsplatte eingebettet.
Die Erfindung geht somit' davon aus, die das Wärmeträgermedium führenden Rohre von den Dacheindeckungsplatten zu trennen. Dabei sind die auf der Dachkonstruktion befestigten und in dichtung der Dachneigung verlaufenden Rohre derart parallel zueinander anzuordnen, daß darauf beim Eindecken des Daches mit den erfindungsgemäßen dacheindeckungsplatten die von der Wärmeleitvorrichtung abstehenden Blechstreifen aufgesteckt werden können. Die Blechstreifen sind vorzugsweise derart angeordnet und ausgebildet, daß sie sich beim Auf-
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stecken auf das jeweilige Rohr federelastisch abspreizen und so klemmend am Rohr zur Anlage kommen.
Ein gegebenenfalls mehrteilige Wärmeleitvorrichtung aus gut wärmeleitendem Material, wie z. B. Kupfer oder Aluminium, bedeckt vorzugweise einen möglichst großen Teil der unterseitigen Fläche der Dacheindeckungsplatte. Dadurch ist auch bei Dacheindeckungsplatten aus schlecht wärmeleitendem Material eine gute Wärmeableitung von der infolge Sonneneinstrahlung und der Umgebungsluft erwärmten dacheindeckungsplatte auf die «ärmeleitvorrichtung gegeben·
Die Erfindung bringt hier mit dem Vorschlag, zur "ärmeübertragung von der Wärmeleitvorrichtung auf das das Wärmeträgermedium führende Rohr im wesentlichen ebene Blechstreifen vorzugehen, zwischen denen das -ßohr eingeklemmt wird, eine überraschend einfache und wirkungsvolle Lösung, die auch bei unterschiedlichen Abständen von der Dacheindeckungsplatte zum Rohr sicher arbeitet.
Die erfindungsgemäeßn Dacheindeckungsplatten können in gleicher Weise wie herkömmliche Dacheindeckungsplatten verlegt werden. Um das Verlegen noch weiter zu erleichtern, kann der dem Kopfbereich einer Dacheindeckungsplatte benachbarte untere Eckbereich jedes Blechstreifens nach außen abgeoogen sein, so daß ein trichterförmiger Einführbereich entsteht, der beim Verlegen ein leichtes Einfädeln des das Wärmeträgermedium führenden Rohres zwischen die Blechstreifen und ein gleichmäßiges Abspreizen dieser Blechstreifen gewährleistet.
Die erfindungsgemäß ausgebildete wärineleitvorrichtung erfordert keine nennenswerte Abänderung der herkömmlichen Dach-
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eindeckungsplatten, beispielsweise der bekannten Betondachsteine. Dabei ist insbesondere die Oberseite der erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatten von der Oberseite entsprechender herkömmlicher Dacheindeckungsplatten nicht zu unterscheiden, so daß die Ableitung und Ausnutzung der bei Sonneneinstrahlung und durch die Umgebungsluft an der Dacheindeckung auftretenden wärme ohne irgendwelche ästhetische Beeinträchtigung erfolgen kann, Ferner ist es ohne weiteres möglich, die erfindungsgemäßen dacheindeckungsplatten gemeinsam mit herkömmlichen dacheindeckungsplatten ohne Wärmeleitvorrichtung zu verlegen, beispielsweise wenn eine Wärmeabführung nur von bestimmten Abschnitten der Dacheindeckung angestrebt wird, wie dem in Abhängigkeit vom überwiegenden Sonnenstand stärker erwärmten f±'eil eines Schrägdaches,
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezugnahme auf die Pig· 1 bis 6 im einzelnen erläutert. Es zeigen:
Pig· 1 eine erfindungsgemäße Dacheindeckungsplatte in perspektivischer Darstellung;
Pig. 2 eine Ansicht der Unterseite der Dacheindeckungsplatte nach Fig. 1;
Fig. 3 und 4 zv/ei Dacheindeckungsplatten entsprechend Pig. im Querschnitt mit daran unterschiedlich befestigten Wärmeleitvorrichtungen;
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Pig· 5 einen ^eil eines Schrägdaches mit Dacheindeckungsplatten gem. Pig, 1 oder 4 im Längsschnitt und einem darunter angeordneten Rohr für ein Wärmeträgermedium und
Pig· 6: in schematischer perspektivischer Darstellung ein teilweise mit Dacheindeckungsplatten gem. Pig, 1 oder 4 eingedecktes Dach sowie Pührung und Anschluß der Rohre für das Wärmeträgermedium.
Als Dacheindeckungsplatte 10 dient bei den Ausführungsbeispielen ein Betondachstein, wie er in der deutschen Patentschrift DE-PS 1 609 924 beschrieben ist und der, wie am besten Pig. 1 entnommen werden kann, einen in Längsrichtung verlaufenden Mittelwulst 11 sowie im Bereich des linken Längsrandes einen Wasserfalz 12 und im Bereich des rechten Längsrandes einen -^eckfalz 13 aufweist. Beim Verlegen derartiger Dacheindeckungsplatten 10 werden diese mit ihren unterseitig an einer Aufhängeleiste 14 befindlichen Hasen 15 an Dachlatten 50 angehängt (vgl. Pig. 5); der mit einer unterseitigen Verrippung versehene Pußbereich 16 einer Dacheindeckungsplatte überdeckt dann den Kopfbereich 17 der sich in Richtung Traufe unmittelbar anschließenden Dacheindeckungsplatte. Seitlich benachbarte Dacheindeckungsplatten sind über ihren 7/asserfalz 12 und Deckfalz 13 miteinander verbunden.
Wie am besten aus i'ig. 2 ersichtlich ist, befindet sich die Warmeleitvorrichtung 20 mit ihren Wärmeleitblechen 20a und 20b außerhalb der Bereiche von Wasser- und Deckfalz 12, 13 sowie der Aufhängeleiste 14 und des Pußbereiches 16, so daß
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die Anwesenheit der Wärmeleitvorrichtung die Verlegbarkeit solcher Dacheindeckungsplatten nicht beeinträchtigt.
Die "Verwendung von erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatten, die einen Mittelwulst aufweisen, ist besonders zweckmäßig, da das das Wärmeträgermedium führende Rohr unterhalb des Mittelwulstes verlaufen kann, ohne die Anordnung der Dacheindeckungsplatten zu behindern oder Aussparungen an den Dachplatten zu erfordern. Andererseits ist die Erfindung nicht auf diese Ausführungsform beschränkt und kann auch bei anderen Dacheindeckungsplatten, wie Betondachsteinen anderer Form, Tonziegeln, Asbestzementplatten, Eindeckungsplatten aus Kunststoff und dgl. vorgesehen werden.
am besten den Pig. 3 und 4 zu entnehmen ist, stehen von den die Wärmeleitvorrichtung 20 bzw. 20* bildenden Wärmeleitblechen 20a, 20b bzw. 20a·, 20bf ebene Blechstreifen 30a, 30b ab. -^iese Blechstreifen dienen zur Wärmeübertragung auf das das Wärmeträgermedium führende Rohr 40 und sind im Bereich des Mittelwulstes 11 der Dacheindeckungsplatte an den Y/ärmeleitblechen angeordnet, wodurch sich eine einfache Verbindung zu dem Rohr herstellen läßt. Dabei verlaufen die Blechstreifen 30a und 30b beiderseits der Mittelachse der Wärmeleitvorrichtung 20 bzw. 20* in gleichem Abstand zu dieser und im wesentlichen über die gesamte Länge der WärmeleitVorrichtung, wodurch eine gleichmäßige Wärmeableitung erzielt wird« Wie den Fig· 1, 2 und 5 entnommen werden kann, ist lediglich die dem Fußbereich 16 der Dacheindeckungsplatte 10 zugewandte ^eite 31 der Blechstreifen gegenüber dem entsprechenden Wärmeleitblechrand 21 zurück-
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versetzt, so daß beim Auflegen einer Dacheindeckungsplatte auf die nächstuntere Dacheindeckungsplatte ein Verbiegen der Blechstreifen in diesem Bereich vermieden wird·
Die Blechstreifen 30a, 30b können aus dem gleichen Material wie die Wärmeleitbleche 20a, 20b bestehen oder aus einem anderen gut wärmeleitenden Material. Vorzugsweise bestehen die Blechstreifen aus 0,4 bis 0,6 mm dicken Kupferblech.
Fig. 5 zeigt, daß die dem ^ußbereich 16 der Dacheindeckungsplatte 10 zugewandte Seite 31 der Blechstreifen 30a, 30b eine größere Höhe aufweisen muß als die dem Kopfbereich 17 der Dacheindeckungsplatte zugewandte seite 32, um ein sicheres Anliegen der Blechstreifen im Bereich ihrer Längskanten 33 am Rohr 40 zu gewährleisten. Dementsprechend weist jeder Blechstreifen 30a, 30b Trapezform auf, wobei die längere der beiden parallelen öeiten dem Fußbereich der Dacheindeckungsplatte benachbart ist.
Den Fig. 3 und 4 ist zu entnehmen, daß die Wärmeleitbleche 20a, 20b bzw. 20a1, 20b1 im bereich des Hittelwulstes 11 der Dacheindeckungsplatte 10 einen im Querschnitt viertelkreigförmigen Wulst aufweisen, von dessen hochliegendem Rand ein Blechstreifen 30a oder 30b nach unten absteht. Wärmeleitblech und zugehöriger Blechstreifen sind jeweils einteilig ausgebildet und können durch Abbiegen aus Blechteilen in einfacher Weise hergestellt werden· Da die Wärmeleitbleche auch im Mittelwulst an der Unterseite der Dacheindeckungsplatten anliegen, wird überall eine gut wärmeleitende Verbindung zwischen diesen Teilen erzielt·
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Wie bereits ausgeführt, dienen die erfindungsgemäß vorgesehenen Blechstreifen 30a, 30b zur Färmeübertragung von den zugehörigen Wärmeleitblechen 20a, 20b bzw, 20af, 20b1 auf ein ein Wärmeträgermedium führendes Rohr 40, Solche Rohre haben in der Praxis einen durchmesser zwischen 6 und 12 mm· Die Blechstreifen sind klemmenartig auf dem Rohr 40 aufgesteckt. Dabei ist die Anordnung so zu treffen, daß die Blechstreifen dauerhaft und fest an der Rohraußenwand anliegen, damit ein guter Färmeübergang gewährleistet ist· Hierzu können die beiden Blechstreifen 30a und 30b mit nur geringer Abspreizung weitgehend parallel zueinander verlaufen, wie das in den Fig· 3 und 4 für den kleineren Rohrdurchmesser dargestellt ist· Der Abstand zwischen den beiden Blechstreifen im Bereich der Verbindung mit den v/ärmeleitblechen soll nicht mehr als 5 nun betragen, vorzugsweise weniger, so daß auch bei den kleinsten üblicherweise vorkommenden Rohren ein gutes Anliegen an der Rohraußenwand gewährleistet ist· Auch auf Rohre mit größerem Außendurchmesser lassen sich die Blechstreifen ohne weiteres aufstecken, da im Bereich der Verbindung der Blechstreifen mit dem zugehörigen Wärmeleit~ blech leicht ein Abbiegen erfolgen kann, wie das mit Strichlinien angedeutet ist·
Alternativ könnten in Abwandlung der in den Pig· 3 und 4 dargestellten Anordnung sich die beiden Blechstreifen 30a, 30b im Bereich ihrer Verbindung mit den Wärmeleitblechen 20a und 20b bzw«, 20a' und 20b1 auch bcxühren, während ihre unteren Abschnitte voneinander weggerichtet sind* In jedem Falle sind zumindest die unteren Bereiche der Blechstreifen 30a, 30b federelastisch abspreizbar auszubilden.
Wie den Fig. 1 und 2 entnommen werden kannj ist zur Erleich-
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terung des Aufsteckens der Blechstreifen 30a, 30b auf das •Kohr 40 weiterhin vorgesehen, den dem Kopfbereich 17 der Dacheindeckungsplatte 10 benachbarten unteren Eckbereich jedes Blechstreifens nach außen abzubiegen. Hierdurch wird eine Art Einfädelhilfe geschaffen, die beim Verlegen der Dacheindeckungsplatten ein leichtes Einführen des Rohres zwischen die beiden Blechstreifen erlaubt.
Hinsichtlich der Befestigung der Wärmeleitbleche an der Unterseite der erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatten kann beispielsweise bei der Herstellung von Betondachsteinen in einfacher Weise eine Verankerung der Wärmeleitbleche unmittelbar am Dachstein erreicht v/erden, wenn, wie bei der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform, die außerdem Ränder 21, 23, 27 der Wärmeleitbleche 20a, 20b in Beton eingebettet sind. Hierau spart man in der zur Herstellung des Betondachsteins benutzten Form bzw. dem Pallet unterhalb der äußeren Ränder der Wärmeleitbleche Vertiefungen aus. Hach dem Einlegen der Wärmeleitbleehe in eine derart modifizierte Form fließt der in die Form eingefüllte und verdichtete Frischbeton auch in die Aussparungen unterhalb der Ränder der Wärmeleitbleche, so daß diese Ränder von einem Betonband 18 eingepaßt bzw. in diesem eingebettet sind. Nach dem Abbinden und Aushärten des Betons liegen die Y/ärmeleitbleche fest und dauerhaft an der Unterseite der Dacheindeckungsplatte 10 an.
Den Fig. 1 und 2 ist zu entnehmen, daß der von den Blechstreifen 30a, 30b entfernte Längsrand der Wärmeleitbleche 20a, 20b aufeinanderfolgend trapezförmige Vorsprünge 22 und entsprechende Einbuchtungen 24 aufweist. Bei der Erprobung
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der Erfindung hat sich gezeigt, daß unter gewissen ungünstigen Umständen über einen geradlinigen Bereich ein Abplatzen des den Rand eines Wärmeleitbleches einhüllenden Betonbandes 18 auftreten kann. Sofern ein solches Abplatzen bei der vorgesehenen Ausführung noch auftritt, wird es aufgrund der wechselnden Linienführung auf jeweils kurze geradlinie Bereiche beschränkt.
Ferner ist vorgesehen, die Wärineleitbleche 20a, 20b nicht nur längs ihrer äußeren Ränder 21, 23, 27 an der Dacheindeckungsplatte 10 zu befestigen, sondern auch im Bereich der Wärmeleitblechflächen. Hierzu sind in den Wärmeleitblechen eine Änzahl runder Öffnungen 25 vorgesehen, deren Ränder 26 aufgrund entsprechender Aussparungen in der Form ebenfalls von Betonbändern 19 eingefaßt sind, wodurch eine insgesamt sichere und hinsichtlich des Wärmeübergangs günstige Befestigung der Wärmeleitbleche an der Unterseite der Dacheindeckungsplatte erzielt wird.
Mit Pig. 4 ist eine weitere Möglichkeit der befestigung der Wärmeleitbleche 20a1, 20bf an der Dacheindeckungsplatte 10 dargestellt, Hierbei sind in den Wärmeleitblechen teilweise ausgestanzte und aufgebogene Verankerungsabschnitte vorgesehen, die nach dem Einlegen der Färmeleitbleche in eine normale Form vom eingefüllten Beton umgeben werden und nach dem Aushärten des Betons dauerhaft darin eingebettet sind.
Die beiden erläuterten, beispielhaften Möglichkeiten zur Befestigung der Wärmeleitbleche an der Dacheindeckungsplatte erfordern entweder überhaupt keine oder lediglich geringfügige Abänderungen der Formen zur Betondachsteinherstellung,
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so daß die erfindungsgemäßen, mit einer Wärmeleitvorrichtung versehenen Dacheindeckungspiatten mit den herkömmlichen Fertigungsanlagen hergestellt werden können.
Pig. 5 zeigt im Längsschnitt die befestigung der Dacheindeckungsplatten 10 an einer Dachkonstruktion. Hierzu sind Dachlatten 50 über Konterlatten 51 an Dachsperren 52 befestigt. Auf den Dachlatten sind die in ^achneigungsrichtung verlaufenden Rohre 40 für das ^'ärmeträgermedium in Abständen mit Schellen befestigt. Die Dacheindeckungsplatten liegen in üblicher Weise mit ihren an Aufhängleisten 14 befindlichen Nasen 15 an den Dachlatten 50 an. Der unterseitige Fußbereich 16 der Dacheindeckungsplatten liegt auf dem oberseitigen Kopfbereich 17 der nächstunteren Dacheindeckungsplatte auf und dichtet dort gegen das Eindringen von Wasser, Schnee und ütaub ab. Von dem an der Unterseite der Dacheindeckungsplatten 10 anliegenden Wärmeleitblechen 20a, 20b bzw. 20a1, 20b' stehen trapezförmige Blechstreifen 30a, 30b nach unten ab und liegen etwas oberhalb ihrer Längskanten 33 beidseitig am Rohr 40 an.
In Fig. 6 ist schematisch die Anordnung der Rohre 40 an der Dachkonstruktion eines Schrägdaches dargestellt. Hierbei sind jeweils acht parallel zueinander angeordnete in Dachneigungsrichtung verlaufende Rohre 40 zu einem Rohrregister 41 zusammengefaßt und mit entsprechenden parallel zur Traufe bzw. zum First verlaufenden Querrohren 42 verbunden. Die Querrohre 42 sind ihrerseits traufseitig mit dem Zuführleitungen 43 und firstseitig mit den Rückführleitungen f&r das Wärmeträgermedium verbunden. Die Breite und die Länge der einzelnen Rohrregister 41 sind variabel und können
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nach dem Engergiebedarf sowie den örtlichen Gegebenheiten ausgewählt werden. Im oberen linken Bereich der Darstellung nach Fig· 6 ist die Eindeckung mit erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatten 10 angedeutet. Wie unter Bezugnahme auf die Fig. 5 erläutert wurde, kann die Dacheindeckung mit den erfindungsgemäßen Eacheindeckungsplatten in üblicher weise erfolgen. Sofern der Abstand^wisehen zwei benachbarten Rohren 40 an den Abstand der Blechstreifen 30a, 30b zwischen benachbarten Dacheindeekungsplatten 10 angepaßt ist, wird beim Verlegen der Dacheindeekungsplatten das betreffende Rohr 40 zwischen die Blechstreifen eingeklemmt, wodurch der Wärmeübergang auf das das Wärmeträgermedium führende Rohr gewährleistet ist.
Die Erfindung ist anhand bevorzugter Ausführungsformen erläutert worden. Ersichtlich können von Fachleuten Änderungen und Modifizierungen vorgenommen werden, ohne vom Kern der Erfindung abzuweichen, der mit dem Erfindungsanspruch umrissen ist.
Claims (13)
1. Dacheindeckungsplatte mit Wärmeleitvorrichtung, insbesondere aus Beton oder keramischen Werkstoffen, wobei die Wärmeleitvorrichtung an der Plattenunterseite vorgesehen ist, gekennzeichnet dadurch, daß zur wärmeübertragenden seitlichen Anlage an ein ein Färmeträgermedium führendes Hohr (40), das in Dachneigungsrichtung verlaufend auf der Dachkonstruktion befestigt ist, die Wärmeleitvorrichtung (20; 20') zumindest zwei im wesentlichen ebene Blechstreifen (30a, 30b) aufweist, die einander gegenüberliegend angeordnet von dieser nach unten abstehen·
2. Dacheindeckungsplatte nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Blechstreifen (30a, 30b) beiderseits der Mittelachse der Wärmeleitvorrichtung (20; 20') und in gleichem Abstand zu dieser verlaufen.
3. Dacheindeckungsplatte nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß sich die Blechstreifen (30a, 30b) im wesentlichen über die gesamte Länge der Wärmeleitvorrichtung (20; 20') erstrecken·
4. Dacheindeckungsplatte nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß die dem -B'ußbereich (16) der Dacheindeckungsplatte (10) zugewandte Seite (31) der Blechstreifen (30a, 30b) gegenüber dem entsprechenden Wärmeleitblechrand (21) zurückversetzt ist.
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5· Dacheindeckungsplatte nach einem der Punkte 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Blechstreifen (30a, 30b) Trapezform aufweisen und die längere der beiden parallelen Seiten (31; 32) dem Fußbereich (16) der Dacheindeckungsplatten (10) benachbart ist.
6. Dacheindeckungsplatte nach einem der Punkte 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß zumindest die unteren Bereiche der Blechstreifen (30a, 30b) zum -Aufstecken auf das Wärmeträgermedium führende Rohr (40) federelastisch abspreizbar sind.
7· Dacheindeckungsplatte nach einem der Punkte 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß der dem Kopfbereich (17) der Dacheindeckungsplatte (10) benachbarte untere Eckbereich (34) 3edes Blechstreifens (30a, 30b) nach außen abgebogen ist.
8. Dacheindeckungsplatte nach einem der Punkte 1 bis 7, gekennzeichnet dadurch, daß die Wärmeleitvorrichtung (20; 20«) aus Wärmeleitblechen (2OA, 20b; 20a1, 20bf) gebildet ist, von denen die Blechstreifen (30a, 30b) schenkelartig abstehen.
9, Dacheindeckungsplatte nach Punkt 8, gekennzeichnet dadurch, daß die Wärmeleitbleche (20a, 20b; 20a1, 20bf) an einer Längsseite einen im Querschnitt viertelkreisförmigen Wulst aufweisen, von dessen hochliegendem Rand der Blechstreifen (30a bzw. 30b) absteht.
10. Dacheindeckungsplatte nach Punkt 8 oder 9, gekennzeichnet dadurch, daß der von den Blechstreifen (30a, 30b) entfernte Längsrand der Wärmeleitbleche (20a, 20b) in gleich-
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mäßigen Abständen Vorsprünge (22) bzw. Einbuchtungen (24) aufweist.
11. Dacheindeckungsplatte nach einem der Punkte 8 bis 10, gekennzeichnet dadurch, daß in den Wärmeleitblechen (20a, 20b) eine Anzahl Öffnungen (25) vorgesehen ist.
12· Dacheindeckungsplatte nach einem der Punkte 8 bis 11, gekennzeichnet dadurch, daß zur Befestigung der Wärmeleitbleche (20a, 20b) an der Unterseite der Dacheindeckung platte (10) die äußeren Ränder (21, 23, 27) und gegebenenfalls die Ränder (26) der Öffnungen (25) der ISärmeleitbleche in dem Material der Dacheindeckungsplatte eingebettet sind«
13© Dacheindeckungsplatte nach einem der Punkte 8 bis 11,, gekennzeichnet dadurch, daß zur Befestigung der Wärmel ei t bleche (20a1, 20bf) an der Unterseite der Dacheindeckungsplatte (10) aus den wärmeleitblechen teilweise ausgestanzt und aufgebogene Verankerungsabschnitte (28) in dem Material der Dacheindeckungsplatte eingebettet sind.
Hierzu...^Seiien Zeichnungen
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