DD151922A1 - Verfahren zur erzeugung von kaliumsulfat ausgehend von einem polyhalit,langbeinit und andere kaliumsalze enthaltenden erz - Google Patents

Verfahren zur erzeugung von kaliumsulfat ausgehend von einem polyhalit,langbeinit und andere kaliumsalze enthaltenden erz Download PDF

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DD151922A1
DD151922A1 DD22245480A DD22245480A DD151922A1 DD 151922 A1 DD151922 A1 DD 151922A1 DD 22245480 A DD22245480 A DD 22245480A DD 22245480 A DD22245480 A DD 22245480A DD 151922 A1 DD151922 A1 DD 151922A1
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potassium
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polyhalite
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DD22245480A
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Antonio Vitellaro
Giovanni Sanfilippo
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Ind Sali Potassici Ed Affini S
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Abstract

Ziel und Aufgabe der Erfindung bestehen darin, ein Verfahren zur Erzeugung von Kaliumsulfat, ausgehend von einem Polyhalit, Langbeinit und andere Kaliumsalze enthaltenden Erz, zu schaffen, das in der Lage ist, aus diesem Erz mit hoher Ausbeute auf industrieller Basis Kaliumsulfat mit handelsueblichen Merkmalen zu erzeugen. Bei dem Verfahren sollen die Mengen der abflieszenden Fluessigkeiten moeglichst gering sein. Das erfindungsgemaesze Verfahren umfaszt folgende Arbeitsstufen: -Loesung von Kainit, Sylvit und Steinsalz; -Loesung von Polyhalit und Langbeinit aus dem von der vorhergehenden Stufe kommenden festen Rueckstand u.Beseitigung d. Inertstoffe aus den Loesungsstufen; -Erhalt eines aus Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat und Steinsalz bestehenden Gemisches aus den von den vorhergehenden beiden Loesungsstufen kommenden Salzlaugen durch verschiedene Kristallisationen; -Abtrennung des Kalium- und Magnesiumdoppelsulfats in Kaliumsulfat.

Description

-A-
Berlxn, den 24.10.1980 57 814 13
Verfahren zur Erzeugung von Kaliumsulfat, ausgehend von einem Polyhalit, Langbeinit und andere Kaliumsalze enthaltenden Erz
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Kaliumsulfat, ausgehend von einem Erz, das Polyhalit, Langbeinit und andere Kaliurasalze, wie beispielsweise Kainit und Sylvit, sowie Inertstoffe, wie beispielsweise Steinsalz, Kieserit, Anhydrit und Ton, enthält.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Ein wohlbekanntes Verfahren zur Erzeugung von Kaliumsulfat ist jenes, bei dem ein Gemisch von Kainit und Steinsalz verarbeitet wird, aus dem das Steinsalz durch Flotation oder durch elektrostatische Abtrennung entfernt wird.
Es wurde versucht, dieses bekannte Verfahren auch bei dem Erz anzuwenden, das Polyhalit, Langbeinit, Kainit und Sylvit enthält, außer Verunreinigungen von Steinsalz, Kieserit, Anhydrit und Ton. Dabei hat sich jedoch herausgestellt, daß es mit diesem Verfahren unmöglich ist, sämtliche Kalium enthaltenden Salze gleichzeitig von den Inertstoffen abzutrennen.
Es gibt nämlich keinen Kollektor, der gleichzeitig für sämtliche kaliumhaltigen Bestandteile selektiv ist
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und somit bei der Flotation die mechanische Abtrennung von den Inertstoffen gestatten würde. Die Gegenwart von Ton, inssbesondere wenn es sich um Mengen von einem bestimmten Wert, wie mehr als 3 bis 4 Gew.-% handelt, stellt ferner ein Hindernis für das Verfahren dar, wobei der Wirkungsgrad der Flotation, auch bei hohem Verbrauch an Kollektor, sehr niedrig ist»
Bei der Anwendung elektrostatischer Abtrennung zeigte sich hingegen, daB wohl eine zufriedenstellende Trennung von Kainit und Steinsalz erhalten wird, daß sich jedoch die anderen kaliumhaltigen Salze zufällig auf das Konzentrat und auf das Abfallprodukt verteilen.
Bei der Bearbeitung des hier in Betracht gezogenen Erzes stößt man ferner auf ein weiteres Problem, das in der Umwandlung von Polyhalit und Langbeinit in Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat besteht, welches im Verfahren zur Erzeugung von Kaliumsulfat aus Kaliumsalzen das Zwischenprodukt darstellt« Die Gegenwart von Polyhalit und Langbeinit in geringen Anteilen (1 bis 2 %) stellt beim bekannten Verfahren an sich kein Hindernis dar. Wenn diese beiden Kaliumsalze aber in erheblichen Anteilen gegenwärtig sind, dann werden sie infolge ihrer geringen Reaktivität nicht in das Zwischenprodukt umgewandelt, sondern verunreinigen das Endprodukt, welches nicht mehr als Kaliumsulfat handelsfähig wird.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die erläuterten Nachteile zu beseitigen und die auftretenden Probleme zu lösen.
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.deS1 Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Erzeugung von Kaliumsulfat, ausgehend von einem Polybalit, Langbeinit und andere Kaliumsalze enthaltenden Erz, zu schaffen, das in der Lage ist, aus dem eingangs definierten Erz mit hoher Ausbeute auf industrieller Basis Kaliumsulfat mit handelsüblichen Merkmalen zu erzeugen. Ferner soUsn bei dem Verfahren die Mengen der abfließenden Flüssigkeiten möglichst gering sein.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ein Verfahren vor, welches im wesentlichen folgende Arbeitsstufen umfaßt:
- Lösung von Kainit, Sylvit und Steinsalz;
- Lösung von Polyhalit und Langbeinit aus dem von der vorhergehenden Stufe kommenden festen Rückstand und Beseitigung der Inertstoffe aus den Lösungsstufen;
- Erhalt eines aus Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat und Steinsalz bestehenden Gemisches aus den von den vorhergehenden beiden Lösungsstufen kommenden Salzlaugen durch verschiedene Kristallisationen;
- Abtrennung des Kalium- und Magnesiumdoppelsulfates vom Steinsalz und Beseitigung des letzteren;
- Umwandlung des Kalium- und Magnesiuradoppelsulfats in Kaliumsulfat«
Die getrennte Lösung von Kainit, Sylvit und Steinsalz einerseits und von Polyhalit und Langbeinit andererseits hat es ermöglicht Salzlaugen zu bekommen, aus denen durch verschiedene Kristallisationen das Kalium- und
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MagnesiuHidoppelsulfat erhalten wird, welches das Zwischenprodukt ist, von dem aus man zum Kaliumsulfat gelangt.
Während beim erfindungsgemäßen Verfahren die Lösung von Kginit, Sylvit und Steinsalz unter Anwendung bekannter Techniken erfolgt, werden Polyhalit und Langbeinit dadurch gelöst, daß der feste Rückstand der ersten Lösung bei erhöhter Temperatur und einer Verweilzeit von mindestens einer Stufe geglüht wird, wobei die Glühtemperatur zweckmäßig zwischen 450 0C und 600 0C gewählt wird.
Die Zusammensetzung der von der Lösung des Kainits, Sylvits und Steinsalzes kommenden Salzlauge wird mittels zweckmäßiger Rückführungen derart verändert, daß sie nur ein aus Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat und aus Natriumchlorid bestehenden Gemisch enthält.
AusfOhrungsbei s pieI
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung, die ein Slockschema zeigt, näher beschrieben«
Oeder in diesem Blockschema mit einem Großbuchstaben bezeichnete Block stellt eine /irbeitsstufe dar. Das Verfahren ucifaßt allgemein die Kombination und Aufeinanderfolge der folgenden Arbeitsstufen:
A) Das zerkleinerte und gemahlene Erz wird mit Wasser behandelt» so daß das in ihm enthaltene Käriit, Steinsalz und gegebenenfalls Sylvit in Lösung überführt wird.
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Auf diese Weise erhält man einen festen Rückstand, der der folgenden Arbeitsstufe B) zugeleitet wird sowie eine Salz lauge, die der Arbeitsstufe E) zugeleitet wird.
B) Der von der Stufe A) kommende feste Rückstand wird beierhöhter Temperatur geglüht und nach Abkühlung mit Wasser behandelt, so daß das in ihm enthaltene Kaliumsulfat und Magnesiumsulfat gelöst und eine Salzlauge erhalten wird, die der folgenden Arbeitsstufe C) zugeleitet wird, während der feste Bestandteil beseitigt wird.
C) Die von der Stufe B) kommende Salzlauge wird mit dem in den Arbe itsstufen D) bis L) erhaltenen Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat umgesetzt, wobei das Kaliumsulfat auskristallisiert, welches von der Salzlauge abgetrennt wird und Mutzprodukt bildet, während die Salzlauge aer folgenden Arbeitsstufe D) zugeleitet wird.
D) Aus der von der Stufe D) kommenden Salzlauge wird ein Teil des in ihr enthaltenden Wassers verdampft, wonach durch Abkühlung die Kristallisation des Kalium- und Magnesiuiiidoppelsulfats herbeigeführt wird, das von öer Salzlauge abgetrennt und zusammen mit dem von der Stufe L) kommenden der Arbeitsstufe C) zugeleitet wird.
E) Die von der Arbeitsstufe A) kommende Salzlauge wird mit einem Teil der in der Stufe F) abgetrennten Salzlauge gemischt, und aus der Mischung wird ein Teil ihres Wassergehaltes verdampft, wonach Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat und Natriumchlorid auskristallisieren, die von der Mischung abgetrennt und der Arbeitsstufe H)
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zugeleitet v/erden, während die Salzlauge der Stufe F) zugeführt wird.
F) Die aus den Arbeitsstufen E) bis G) kommenden Salzlaugen werden mit einem Teil der Endsalzlauge aus dieser Stufe F) verraischt. Aus der Mischung wird ein Teil des Wassergehalts verdampft, wonach Karnilit und Steinsalz auskristallisieren, die von der Salzlauge abgetrennt und der Stufe G) zugeleitet werden, während die Salzlauge teilweise der Stufe E), teilweise dem Beginn der Stufe
F) zugeleitet und teilweise beseitigt wird, da sie nicht vollständig verwendet werden kann.
G) Das in der Stufe F) erzeugte Geraisch aus Karnilit und Steinsalz wird mit der aus der Stufe L) kommenden Salzlauge umgesetzt, wodurch ein aus Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat, Epsomit und Steinsalz bestehender Feststoff und eine Endsalzlauge erhalten werden, Während diese Salzlauge, gemischt mit jeder der Arbeitsstufe E), der Arbeitsstufe F) zugeleitet wird, gelangt der Feststoff, gemischt mit jedem der Arbeitsstufe E), indie Arbeitsstufe H).
H) In dieser Arbeitsstufe wird das Gemisch, bestehend aus Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat, Epsomit und Steinsalz, in Mischung mit den aus den Arbeitsstufen I) bis L) kommenden Salzlaugen unter Verwendung von Aminen von Fettsäuren mit hoher Anzahl Kohlenstoffatomen einer Schwimmaufbereitung (Flotation) unterworfen. Auf diese Weise erhält man ein vorwiegend aus Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat bestehendes Konzentrat und einen vorwiegend aus Steinsalz und Epsomit bestehenden Abfallstoff.
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I) Das aus der vorhergehenden Arbeitsstufe kommende Gemisch aus Salzlauge und Abfallstoff wird mit einer Teilmenge einsr Salzlauge umgesetzt, die durch Mischung der aus den beiden Arbeitsstufen D) und F) kommenden Salzlaugen erhalten wird. Nach Abtrennung des festen Bestandteils, der beseitigt wird, da er nicht anders verwertbar ist, wird die Salzlauge der Arbeitsstufe H) zugeleitet.
L) Die von der Arbeitsstufe H) kommende Mischung von Salzlauge und Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat wird in Fest- und Flüssigteil getrennt, wodurch man erhält: eine Salzlauge, die zusammen mit der aus der Arbeitsstufe I) kommenden der Arbätsstufe H) zugeleitet wird und einen Feststoff, der vorwiegend aus Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat besteht, das in der Arbeitsstufe L') mit einem Teil der aus der Stufe D) kommenden Salzlauge verarbeitet wird und nach Abtrennung des Festteils von der Flüssigkeit zusammen mit dem aus der Arbeitsstufe D) kommenden Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat der Arbeitsstufe C) zugeleitet wird. Die von dieser Arbeitsstufe kommende Salzlauge, teilweise gemischt mit der aus der Arbeitsstufe D) kommenden, gelangt in die Arbeitsstufe G).
Das beschriebene Verfahren wird nun nachfolgend beispielsweise anhand eines Zahlenbeispiels naher erläutert.
100 t/h des Erzes mit einer Zusammensetzung von 22 % Kainit, 11 % Langbeinit, 25 % Polyhalit, 25 % Steinsalz, 2 % Sylvit, 4 55 Kieserit, 4 % Anhydrit, 6 % Ton und 1 % verschiedene Stoffe, werden der Arbeitsstufe A) zugeführt, in der sie zerkleinert und gemahlen werden, bis eine . . - 8 -
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optimale Korngröße erreicht ist, damit die folgenden Auflösungszusammensetzungen stattfinden können« Die Gesamtmenge des zerkleinerten und gemahlenen Erzes wird dann in ein Reaktionsgefäß eingebracht, in dem sie mit 112 t/h Wasser behandelt wird, wodurch 65 t/h eines Feststoffes mit einer Zusammensetzung von 17 % Langbeinit, 34 % Polyhalit, 10 % Ton, 16 % Wasser und 23 % verschiedene Stoffe erhalten werden, die in die Arbeitsstufe B) gelangen sowie 147 t/h einer Salzlauge, bestehend aus 6,8 % MgSO4; 5,3 % KCl; 15,6 % NaCl und 72,3 % H3O, die in die Arbeitsstufe E) gelangen.
In der Arbeitsstufe B) wird der Feststoff im Ofen auf 500 0C erhitzt und nach Abkühlung mit 140 t/h Wasser beispielsweise in einem Reaktionsgefäß beaufschlagt, wodurch man 41 t/h Schlamm mit einer Zusammensetzung von 0,5 % MgSO4; 0,5 % K2SO4; 37 % CaSO4; 16 % Ton; 45 % Wasser und 1 % verschiedene Stoffe sowie 148 t/h Salzlauge mit einer Zusammensetzung von 10 % MgSO4; 8 % K2SO4 und 82 % H2O erhält, die in die Arbeitsstufe C) gelangt.
In der Arbeitsstufe C) werden 110 t/h von dem aus den Arbeitsstufen L) und D) kommenden Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat mit 148 t/h Salzlauge aus der Stufe B) und 33 t/h V/asser beaufschlagt, wodurch man 18,7 t/h K2SO4 erhält, das das Endprodukt mit folgender Zusammensetzung darstellt; 98 % K3SO4 und 2 % verschiedene Stoffe. Ferner werden 272 t/h Endsalzlauge mit einer Zusammensetzung von 17 % MgSO4; 14 % K3SO4 und 69 % Wasser erhalten, die der Verdampfungsstufe D) zugeführt wird. In dieser Stufe werden aus aer Salzlauge 95 t/h Wasser verdampft und durch Abkühlung auf 10 0C kristallisieren 77 t/h Kalium-
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und Magnesiumdoppelsulfat aus, das zusammen mit dem aus der Stufe L) kommenden in die Stufe C) zurückgeführt wird. Die abgetrennte Salzlauge besteht aus 24 % MgSO4;
4 % K2SO4 und 72 % H2O.
Die von der Stufe A) kommende Salzlauge gelangt in die Stufe E), wo sie mit 44 t/h Salzlauge aus der Stufe F) gemischt wird« Aus der Mischung werden 77 t/h Wasser verdampft und nach Abkühlung auf 25 0C werden 34 t/h Feststoff mit einer Zusammensetzung von 30 % Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat, 62 % NaCl und 8 % verschiedene Stoffe erhalten, der in die Stufe H) gelangt, sowie 94 t/h Endsalzlauge mit einer Zusammensetzung von 16 % MgCIp, 6 % MgSO4;
5 % KCl, 4 % NaCl und 69 % H2O, die in die Stufe F) gelangt.
In dieser Stufe wird diese Salzlauge mit 98 t/h Salzlauge aus der Stufe G) und 96 t/h Salzlauge aus der Stufe F) gemischt und es werden 64 t/h Wasser verdampft. Durch Abkühlung auf 30 0C »erden 69 t/h eines Feststoffes mit einer Zusammensetzung von 35 % Karnalit, 30 % Epsorait, 11 % NaCl, 5 % Wasser und 19 % verschiedene Stoffe sowie 155 t/h einer Salzlauge mit einer Zusammensetzung von 30 % MgCl2, 4 % MgSO4, 1 % NaCl, 1 % KCl und 64 % H2O erhalten.
Die Salzlauge wird auf die Stufen E), F) und I) verteilt und 12 t/h von ihr werden als überschüssigbesaitigt.
Das Kristallisationsprodukt gelangt in die Arbeitsstufe G), wo es mit von der Stufe D) und teilweise von der Stufe L') kommender Salzlauge umgesetzt wird, wobei 98 t/h Salzlauge mit einer Zusammensetzung von 16 % mgClp, 7 % MgSO4,
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5 % KCl, 4 % NaCl und 68 % Wasser, die in die Stufe F) zurückgeführt wird, sowie 57 t/h Kristallisationsprodukt mit einer Zusammensetzung von 52 t/h Epsomit, 34 % Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat, 7 % NaCl, 5 % Wasser und 2 % verschiedene Stoffe, das in die Stufe H) geleitet wird, erhalten werden. In dieser Stufe werden die aus den Stufen E) bis G) kommenden Kristallisationsprodukte mit 194 t/h Salzlauge aus den Stufen I), L), F) gemischt, die eine Zusammensetzung von 16 % HgCL2, 7 % MgSO4, 5 % KCl, 4 % NaCl und 68 % HpO besitzt, und sie werden der Schwimmaufbereitung unterworfen. Auf diese Weise erhält man 34 t/h Konzentrat, bestehend aus 85 % Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat, 2 % Epsornit, 2 % NaCl, 8 % HgO und 3 % verschiedene Stoffe sowie 191 t/h Salzlaugenmischung mit Abfallstoffen, die cfer Stufe I) zugeführt wird und aus der 63 t/h eines unverwendbaren Produktes mit einer Zusammensetzung von 39 % NaCl, 47 % Epsomit, 9 % Wasser und 5 % verschiedene Stoffe beseitigt werden.
Das aus der Stufe H) kommende Konzentrat wird in der Stufe L) filtriert und in der Stufe L') mit 50 t/h Salzlauge aus der Stufe D) gewaschen, wobei mit 33 t/h eines Erzeugnisses mit folgender Zusammensetzung erhält: 87 % Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat, 2 % Epsomit, 8 % Wasser und 3 % verschiedene Stoffe, Dieses Produkt wird zusammen mit demjenigen aus der Stufe D) in die Stufe C) geleitet» Ferner werden 51 t/h Salzlauge mit einer Zusammensetzung von 1,5 % MgCl2, 22 % MgSO-, 4 % K2SO4 und 1,5 % NaCl erhalten, welche in die Stufe G) geleitet wird.
Die überschüssige Menge der aus den Stufen D) und F)
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kommenden Salzlaugen, insgesamt 24 t/h, besitzt folgende
Zusammensetzung: 16 % MgCl2, 13 % MgSO4, 2 % KCl + K2SO4, 1 % NaCl und 68 % H2O, Diese Salzläugenmenge wird beseitigt.
Die Ausbeute in KpO der Umwandlung der im Ausgangserz enthaltenen Kaliumsalze in Kaliumsulfat beträgt 95 %,
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Claims (4)

  1. 24. 10. 1980 57 814 13
    Erfindunqsanspruch
  2. 1. Verfahren zur Erzeugung von Kaliumsulfat, ausgehend von einem Erz, das Polyhalit, Langbeinit und andere Kaliumsalze, wie Kainit und Sylvit, sowie Inertstoffe, wie Steinsalz, Kieserit, Anhydrit und Ton, enthält, gekennzeichnet durch die folgenden Arbeitsstufen:
    - Lösung von Kainit, Sylvit und Steinsalz;
    - Lösung von Polyhalit und Langbeinit aus dem von der vorhergehenden Stufe kommenden festen Rückstand und Beseitigung der Inertstoffe aus den Lösungsstufen;
    — Erhalt eines aus Kalium- und Magnesiumdoppelsulfat und Steinsalz bestehenden Gemisches aus den von den vorhergehenden beiden Lösungsstufen kommenden Salz-= laugen durch verschiedene Kristallisationen;
    - Abtrennung des Kalium- und Magnesiumdoppelsulfats vom Steinsalz und Beseitigung des letzteren;
    - Umwandlung des Kalium- und Magnesiumdoppelsulfats in Kaliumsulfat.
    2, Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Lösung des Polyhalits und des Langbeinits durch Glühen des festen Rückstandes, der bei der Lösung des Kainits, Sylvits und Steinsalzes anfällt, bei erhöhter Temperatur und einer Verweilzeit von mindestens einer Stunde durchgeführt wird.
    3, Verfahren nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß das Glühen bei Temperaturen zwischen 450 0C und 600 0C durchgeführt wird.
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  3. 24. 10. 1980 57 814 13
  4. 4. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die bei der Lösung des Kainits, Sylvits und Steinsalzes anfallende Salzlauge in zwei aufeinanderfolgenden Stufen kristallisiert wird, und daß die diesen Kristallisationsstufen zugeleiteten Salzlaugen durch Rückführungen der in der zweiten Kristallisationsstufe anfallenden Endsalzlaugen korrigiert werden.
    Hierzu 1 Seite Zeichnungert
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102007058666A1 (de) * 2007-12-19 2009-06-25 Kali-Umwelttechnik Gmbh Verfahren zur Verarbeitung von Polyhalit zum Zweck der Herstellung von Langbeinit, Kaliumsulfat und Flüssigdünger
EP2895427A4 (de) * 2012-09-12 2016-05-04 Intercontinental Potash Corp Usa Verfahren zur verarbeitung von kaliumsulfat und magnesiumsulfat sowie zugehörige systeme

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