DD152072A5 - Sichter fuer rieselfaehiges gut - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Sichter fuer rieselfaehiges Gut mit einem stehenden Gehaeuse und einem von diesem umschlossenen, rohrartigen, in Stroemungsrichtung des Sichtstromes sich verjuengenden Sichtkanal, der unten offen und an einen Luft- bzw. Gasstromerzueger angeschlossen ist u. eine ueber seinen gesamten Innenumfang reichende Guteintrittsoeffnung hat, und mit einem zentralen Zufuehrrohr fuer das zu sichtende Gut, dessen Gutaustrittsoeffnung ein in Abhaengigkeit von seinem Gutinhalt nach Maszgabe eines Kraftspeichers oeffnendes bzw. schlieszendes Abschlieszorgan zugeordnet ist, sowie mit einem zentral unter dem Zufuehrrohr im Gehaeuse angeordneten Leitkoerper mit konischer Leitflaeche, welcher das aus dem Zufuehrrohr ausstroemende Gut in die Guteintrittsoeffnung des Sichtkanals leitet. Es ist das Ziel der Erfindung, einen Sichter fuer rieselfaehiges Gut zur Anwendung zu bringen, der universell einsetzbar ist und auch bei schwierig zu sichtendem rieselfaehigem Gut eine einwandfreie Fraktionierung der einzelnen Gueter ermoeglicht. Erfindungsgemaesz wird dies durch einen Sichter mit stehendem Gehaeuse, einem rohrartigen, in Stroemungsrichtung des Sichtstromes sich verjuengenden und eine ueber den gesamten Innenumfang reichende Guteintrittsoeffnung aufweisenden Sichtkanal, einem zentralen Gutzufuehrrohr mit gutinhaltsabhaengig gesteuertem Abschlieszorgan erreicht. Weiterhin ist ein zentral unter dem Zufuehrrohr im Gehaeuse angeordneter Leitkoerper vorgesehen, wobei die Leitflaeche des Leitkoerpers mit einem senkrecht oder annaehernd senkrecht zur Stroemungsrichtung.
Description
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Berlin, den 29. 12. 1980
AP B 07 B/ 222 623 57 620 24
Sichter für rieselfähiges Gut
Die Erfindung betrifft einen Sichter.für rieselfähiges Gut mit einem stehenden Gehäuse und einem von diesem umschlossenen, rohrartigen, in Strömungsrichtung des Sichtstromes sich verjüngenden Sichtkanal, der unten offen und an einen Luft- bzw» Gasstromerzeuger angeschlossen ist und eine über seinen gesamten Innenumfang reichende Guteintrittsoffnung hat, und mit einem zentralen Zuführrohr für das zu sichtende Gut, dessen Gutaustrittsöffnung ein in Abhängigkeit von seinem Gutinhalt nach Maßgabe eines Kraftspeichers öffnendes bzw. schließendes Abschließorgan zugeordnet ist, sowie mit einem zentral unter dem Zuführrohr im Gehäuse angeordneten Leitkörper mit konischer Leitfläche, welcher das aus dem Zuführrohr ausströmende Gut in die Guteintrittsoffnung des Sichtkanals leitet.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei bekannten Sichtern umgibt ein zylindrisches Gehäuse einen rohrförmigen Sichtkanal, dessen Innenwand ein oben geschlossener, unten jedoch offener Behälter bildet, unter welchem koaxial ein mit einem zentralen Schacht versehener Verteilkörper mit konischer Leitfläche so plaziert ist, daß zwischen ihm und dem Behälter ein Ringspalt für den Eintritt des Gutes in den Sichtkanal entsteht, wobei mit Abstand unter dem Verteilkörper eine zentrale Rohrleitung endet, über die das Sichtgut mittels Druckluft unter Abspaltung eines unter dem Verteilkörper seitlich in den
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Sichtkanal fließenden Sichtluftstromes durch den Schacht des Leitkörpers in den Behälter geblasen wird, und für die Zufuhr zusätzlicher Luft zu dem Sichtkanal ein das abströmseitige Ende der Rohrleitung konzentrisch umgebender, sich konisch zum Verteilkörper hin erweiternder Rohrstutzen im Gehäuse vorgesehen ist, dessen Ausströmöffnung durch den Venteilkörper gegen herabrieselndes Sichtgut abgeschirmt ist und dessen Einströmöffnung an Atmosphäre liegt (DE-PS 1 131 491).
Bei einem anderen bekannten ähnlichen Sichter vom Stande der Technik ist durch eine 'kegelstumpf artige Ausbildung des koaxial im Gehäuse angeordneten Behälters der Sichtkanal in Strömungsrichtung des Sichtluftstromes verjüngt und auf der konischen Leitfläche des Verteilkörpers eine ringförmige Stufe vorgesehen, um das Sichtgut kurzzeitig anzustauen, damit es in annäh-ernd gleichmäßiger Verteilung über den Umfang stetig in den Sichtkanal fließt (DE-PS .1 507 715).
Einem weiteren bekannten Sichter mit in Strömungsrichtung des Sichtluftstromes sich verjüngendem Sichtkanal wird durch eine zentrale, unter dem Verteilkörper im Gehäuse endende Rohrleitung nur die Sichtluft zugeführt, während das Sichtgut von einer in den Behälter im Gehäuse hineingeführten, mit ihrer Austrittsöffnung mittig mit geringem Abstand über dem Verteilkörper angeordneten Rohrleitung eingespeist wird j hierbei sind die von Sichtgut und -luft .beaufschlagten Gehäuseteile an den gefährdeten Stellen gegen Gutanbackungen mit Mitfceln zum Anwenden eines . Spül» bzw, "Blasluftstromes ausgestattet (DE-GM 6 910 093).
Weiterhin ist bei durch ein zentrales Zuführrohr von oben
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mit Sichtgut beschickten Sichtern bekannt, daß der unter der Austrittsöffhung 'des Zuführrohres angeordnete kegelförmige Verteil- oder Leitkörper zur mengenmäßigen Regulierung des in den Sichtkanal geleiteten Sichtgutstromes in seiner "Position relativ zum Zuführrohr gegen die Wirkung eines Kraftspeichers verstellbar ist, indem er in Abhängigkeit von der auf ihm lastenden Gutsäule die Gutaustrittsöffnung des Zuführrohres mehr oder weniger öffnet bzw. schließt (US-PS 1 987 615, GB-PS 715 176).
Sichter mit den erwähnten Ausbildungen, die für verschiedene Zwecke eingesetzt werden, beispielsweise zum Schalenseparieren bei Schälgemischen, zum Entstauben von Getreide und Malz, zum Abziehen von Schmachtkorn aus Getreide, zum Reinigen und Fraktionieren von Granulaten, zum Separieren von Schleifmehl und anderem, zeigen bei schwierig durch Sichten zu separierendem Gut, z. B« bei cerealen Schälgemischen, im praktischen Betrieb einen schlechten
Wirkungsgrad bzw. mäßige Sichtleistung oder sind nur bedingt einsetzbar.; zudem sind sie z. T. mit einem beträchtlichen konstruktiven und baulichen Aufwand behaftet. Schälgemische von Getreide und Hülsenfrüchten, etwa solche von Hafer, Reis, Soja, Erbsen etc., sind deshalb schwer zu separieren, weil Körner bzw. Kerne einerseits und Schalen bzw. Schaltentexle andererseits sehr unterschiedliche Schwebegeschwindigkeiten haben.
Ziel der Ej"finduncj
Es istdas Ziel der Erfindung, einen Sichter für rieselfähiges Gut zur Anwendung zu bringen, der universell einsetzbar ist und auch bei schwierig, zu sichtendem rieselfähigem Gut
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eine einwandfreie Fraktionierung der einzelnen Güter er möglicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sichter für rieselfähige.s Gut mit einem stehenden Gehäuse und einem von diesem umschlossenen, rohrartigen, in Strömungsrichtung des Sichtstromes sich verjüngenden Sichtkanal, der unten offen und an einen luft- bzw* Gasstromerzeuger angeschlossen ist und eine über seinen gesamten Innenumfang reichende Guteintrittsöffnung hat, und mit einem zentralen Zuführrohr für das zu sichtende Gut, deessn Gutaustrittsöffnung ein in Abhängigkeit von seinem Gutinhalt nach Maßgabe eines Kraftspeichers öffnendes bzw« schließendes Abschlußorgan zugeordnet ist, sowie mit einem zentral unter dem Zuführrohr im Gehäuse angeordneten Leitkörper mit konischer Leitfläche, welcher das aus dem Zuführrohr ausströmende Gut in die Guteintrittsöffnung des Sichtkanals ldtet, zu schaffen, der eine einfache Konstruktion aufweist und eine wartungsarme Funktion zuläßt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Leitfläche des Leitkörpers mit einem senkrecht oder annähemd senkrecht zur Strömungsrichtung des Sichtstromes im Sichtkanal gerichteten Abströmrand versehen ist und der Sichtkanal wenigstens unterhalb dieses Abströmrandes mindestens einen zickzackförmigen Umlenkabschnitt aufweist« Durch den quer zum Sichtstrom gerichteten Abströmrand werden Geschwindigkeitskomponenten entgegen der Richtung des Sichtstromes vermieden bzw» auf ein bedeutungsloses Minimum reduziert. Der Effekt dieses Umlenkens bzw,
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Richtens des Gutstromes ist dabei um so stärker, je schwerer das Sichtgut ist, weil mitdem Gewicht die erzeugte Geschwindigkeitskomponente zunimmt. Der zickzackförmige Umlenkabschnitt lenkt den Gutstrom mehrfach um, so daß er mehrfach vom Sichtstrom quer durchströmt wird. Beide Maßnahmen ergeben, wie es sich bei im praktischen Betrieb durchgeführten Vergleichs.messungen gezeigt hat, eine erhebliche Verbesserung der Sichtqualität und Sichtquantität, insbesondere bei den wegen ihres voluminösen Schalenanteils schwer zu sichtenden Schälgemischen. Oe nach dem gewünschten Trenneffekt können dabei mehrere Umlenkabschnitte hintereinander in Strömungsrichtung des Sichtstromes vor dem Abströmrand und auch einer oder mehrere davon hinter dem Abströmrand vorgesehen sein.
Es ist im Sinne der Erfindung, daß der unterhalb des Abströmrandes gelegene Umlenkabschnitt entgegen der Strömungsrichtung des Sichtstromes konisch erweitert ist.
Es ist eine Anwendungsform der Erfindung, daß das Volumen des unterhalb des Abströmrandes befindlichen Umlenkabschnittes um das Volumen des pro Zeiteinheit einströmenden Gutes größer bemessen ist als jenes Volumen, das er zum Erzielen der vorgegebenen Sichtluftstrom- bzw. Sichtgasstromgeschwindigkeit ohne Gut hätte« Es ist vorteilhaft, daß das Nettovolumen bzw. der Nettosichtquerschnitt in einem wichtigen Teil des Sichtkanals durch das hineinfließende Gut nicht •verkleinert wird und die Strömungsverhältnisse im Hinblick auf den Sichtvorgang optimal sind.
Entsprechend einer Ausgestaltungsform der Erfindung ist es vorteilhaft, daß auf dem Leitkörper ein Führungskegel zum Führen des Abschließorgans des Zuführrohres verstellbar
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angeordnet ist. Es ist dabei möglich, bei Fertigungstoleranzen das Abschließorgan des.,Zuführrohres so ein- bzw, nachzustellen, daß die Gutaustrittsöffnung ringsherum den gleichen Querschnitt hat und somit der Gutstrom über den gesamten Umfang in gleichmäßiger Verteilung in den Sichtkanal fließt, was für den Sichtvorgang von ausschlaggebender Bedeutung ist«
In sinnvoller Ausgestaltung der Erfindung ist es ein Vorzug, daß der Leitkörper nacb unten offen gestaltet ist und die Luft- bzw. Gasansaugleitung zum Beaufschlagen des Sichtkanals in ihm mündet* Dabei wird der für eine gleich,* mäßige Luft- bzw« Gasverteilung über den Sichtkanalquerschnitt erforderliche Vorwiderstand erzeugt und ein zweimaliges Umlenken des Sichtstromes bewirkt, so daß der Sichtstrom den Gutstrom abbremsen muß, wodurch eine intensive Sichtung erreicht wird. Durch Verlängern bzwe Verkürzen des in den Leitkörper hineinragenden Teiles der Luft- bzw. Gasansaugleitung kann der Vorwiderstand erhöht bzw. vermindert werden.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen
Fig. 1: einen Längsmittelschnitt durch den Sichter in schematischer Darstellung;
Fig. 2: einen Ausschnitt aus Fig, I im größeren Maßstab«
Der zum Separieren eines Schälgemisches t z„ B« von Hafer, bestimmte Sichter besitzt ein Gehäuse 1, das aus einem
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oberen Gehäuseteil 2, einem mittleren Gehäuseteil 3 und einem unteren Gehäuseteil 4 besteht. Die Gehäuseteile 2; 3; 4 sind durch zwei Spannringe 5; 6 fest, aber lösbar miteinander verbunden. Das zylindrische, nach oben hin verjüngte Gehäuseteil 2 ist durch einen Deckel 7 abgeschlossen, durch welchen gleichachsig mit dem Gehäuse 1 ein Zuführrohr 8 hindurchgeführt und an ihm befestigt ist« Ein am Gehäuseteil 2 vorgesehener Anschlußstutzen 9 ist mit einem nichtdargestellten, den Sichtluftstrom erzeugenden Sauggebläse unter Zwischenschaltung eines Zyklonabscheiders verbunden und weist eine einstellbare Drosselklappe 10 auf, mit deren Hilfe der Sichtluftstrom geregelt werden kann. Zum Beobachten des Sichtvorganges bzw. des in den Sichtkanal fließenden Gutstromes sind an dem unteren Ende des Gehäuseteiles 2 zwei diametral einander gegenüberliegende Fenster vorgesehen. Um den Einfluß unterschiedlicher Fallhöhen bei Eintritt des Haferschälgemisches in den Sichter auszugleichen, ist dem Zuführrohr 8 ein Prallkasten 12 vorgeordnet und durch eine Schelle 13 mit ihm verbunden. Der mattiere Gehäuseteil 3 hat eine zylindrische Form und weist eine zickzackförmige Querschnittsverengung 14 auf. Der untere Gehäuseteil 4 ist nach unten konisch verjüngt und endet in einem Austrittsstutzen 15 für die eine Fraktion. Das Gehäuseteil 4 wird von einem Ansaugrohr 16 schräg durchdrungen, welches dichtend mit ihm verbunden und" an seinem oberen Ende in Richtung der Gehäuselängsachse abgewinkelt ist.
Im Inneren des oberen Gehäuseteils 2 ist achsgleich mit letzterem ein doppelt konischer Einbaukörper 17 angeordnet, welcher mit dem Zuführrohr 8 dichtend verbunden ist und annähernd im Niveau der Gutaustrittsöffnung 18
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des Zuführrohres 8 eine durch eine drehbewegliche Klappe 19 verschließbare Kontrollöffnung 20 hat. durch welche der aus der Gutaustrittsöffnung 18 fließende Schälgemischstrom beobachtet werden kann.
Koaxial unterhalb des Einbaukörpers 17 ist in dem mittleren Gehäuseteil 3 ein doppelt konischer, aus Blech- gefertigter Leitkörper 21 plaziert, welcher einen nach oben sich verjüngenden, kegelstumpfförmigen Abschnitt 22 und einen unmittelbar daran anschließenden, nach unten sich verjüngenden, kegelstumpfförmigen Abschnitt 23 geringer Konizität mit einer Querschnittsverengung 24 aufweist. Dernach unten hin offene Leitkörper 21 ist durch mehrere auf seinem Umfang verteilte Schraubenbolzen 25 und Muttern 26 an dem Gehäuseteil 3 gehalten. Die konische Außenmantelfläche 27 des Leitkörperabschnittes 22 geht radial außen in einen Abströmrand 28 über, der sich annähernd senkrecht zur Längsachse des Sichters bzw. des Gehäuses 1 erstreckt. Die Anordnung des Leitkörpers 21 relativ zum Einbaukörper 17 ist so getroffen, daß zwischen beiden ein Ringspalt besteht, der die Guteintrittsöffnung 29 für den von den Wänden der Gehäuseteile 2; 3 einerseits und der Wand des Einbaukörpers 17 sowie der Wand des Abschnittes 23 des Leitkörpers 21 andererseits umschlossenen Sichtkanals 30 bildet. Wie Fig. 1 zeigt, ist der Sichtkanal 30, vom Abströmrand 28 aus gesehen, nach oben verjüngt und nach unten erweitert, wobei das Volumen des Sichtkanals 30 im Bereich seines von der Querschnittsverengung '14; 24 von Gehäuseteil 3 bzw. Abschnitt 23 geformten, zickzackförmigen Umlenkabschnittes 31 um das Volumen des pro Zeiteinheit in den Sichtkanal 30 einströmenden Schälgemisches größer bemessen ist als jenes Volumen, das zum
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Erzielen der vorgegebenen Sichtluftgeschwindigkeit ohne Gut erforderlich wäre, bezogen auf das hier im Beispiel angenommene Haferschälgemisch um ca. 5 % größer.
Auf der Decke 32 des Leitkörpers 21 ist ein Führungskegel 33 angeordnet und an diese mittels eines an ihn geschweißten, durch eine Bohrung 37 in der Decke 32 gesteckten Gewindebolzens 34, einer Unterlegscheibe 35 sowie einer Mutter 36 fixiert. Die Bohrung 37 ist hierbei so groß bemessen, daß der Führungskegel 33 nach allen Seiten verstellbar ist (Fig. 2). Der Führungskegel 33 weist oben eine Buchse 38 auf, die eine Führungsstange 39 in Längsrichtung des Gehäuses 1 gleitbeweglich aufnimmt, auf welcher ein kegelförmiger Teller 40 als Abschließorgan für die Gutaustrittsöffnung 18 des Zuführrohres 8 befestigt ist. Fig. 2 veranschaulicht in volen Linien die unterste und in Strichtpunktlinien die oberste Arbeitsstellung des Tellers 40.
Die Führungsstange 39 erstreckt sich durch das Zuführrohr 8 und den Prallkasten 12 und ist durch eine Bohrung 41 in letzterem nach außen geführt und steht unter der Wirkung einer zwischen zwei Federtellern 42; 43 angeordneten, mit Hilfe einer auf das mit Gewinde versehene Ende der Führungsstange 39 geschraubten Stellmutter 44 gegen den Prallkasten 12 gespannten Schraubenfeder 45. Die Vorspannung der Schraubenfeder 45 ist so mit Hilfe der Stellmutter 44 eingestellt, daß im Zuführrohr 8 immer ein bestimmter Mindestvorrat an Sichtgut vorhanden ist, um das Einspeisen eines .völlig gleichmäßigen Gutschleiers in den Sichtkanal 30 ringsherum auf dem Abströmrand 28 zu .gewährleisten.
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Arbeitsweise des Sichters
Im Betrieb des Sichters ist das mit dem Anschlußstutzen verbundene Sauggebläse eingeschaltet und saugt atmosphärische Luft durch das Ansaugrohr 16 an, so daß, entsprechend den in Fig« JL in dünnen Linien gezeichneten Pfeilen 47, ein Sichtluftstrom aus dem Inneren des Leitkörpers21 heraus, um seinen unteren Rand herum, in den unten offenen Sicht« kanal 30 hinein, und in diesen nach oben in den oberen Bereich des Gehäuset6ils 2 und von da durch den Anschlußstutzen 9 in den Zyklonabscheider und dann weiter zu dem besagten Sauggebläse fließt.
Das über den Einlaufstutzen 46 des Prallkastens 12 diesem zugeförderte Schälgemisch, z, B. Hafer, bewegt sich durch freien Fall, gemäß den in Fig. 1 in dicken Linien dargestellten Pfeilen 48, im Zuführrohr 8 abwärts und durch die Gutaustrittsöffnung 18 in Form eines Ringspaltes zwischen Zuführrohr 8 und Teller 40, dessen Größe·abhängig vom Gutinhalt im Zuführrohr 8 von der Schraubenfeder 45 bestimmt wird, auf die von der Außenmantelfläche 27 verkörperte Leitfläche des Leitkörpers 21 und strömt von hier in gleichmäßiger Verteilung abwärts und über deren Abströmrand 28, durch welchen.es annähernd senkrecht zum Sichtluftstrom gerichtet wird, in den Sichtkanal 30. Hier wird das als Schleier einströmende Haferschälgeinisch vom Sichtluftstrom beaufschlagt. Die losen Schalen bzw. Schalenteile und der Staub werden vom Sichtluftstrom erfaßt, nach oben mitgenommen und über den Anschlußstutzen 9 als die eine Fraktion, Pfeil 49, in den Zyklonabscheider befördert« Die Schalen bzw. Schalenteile, welche bei Eintritt in den Sichtkanal 30 nicht sofort vom Sichtluftstrom mitgerissen werden, dasselbe gilt für Schmachtkorn und Kornbruch,
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fallen mit den ganzen Haferkörnern in den Umlenkabschnitt 31 des Sichtkanals 30, in welchem das Gemisch mehrmals eine Umlenkung bzw. Richtungsänderung erfährt, wobei es jedesmal quer vom Sichtluftstrom durchströmt wird. Bei dieser mehrfachen Beaufschlagung durch den Sichtluftstrom werden von diesem restliche Schalen bzw. Schalenteile sowie Bruch- und Schmachtkorn und auch leichtere Verunreinigungen erfaßt "Und abgeführt .*! Die guten Haferkörner fallen aus dem Umlenkabschnitt 31 bzw. aus dem Sichtkanal 30 in das konische Gehäuseteil 4 und strömen als zweite Fraktion, Pfeil 50, durch dessen Austrittsstutzen 15 entweder in ein Behältnis, wie Sack od. dgl., oder werden einem Förderer zugeleitet.
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Claims (5)
1. Sichter für rieselfähiges Gut mit einem stehenden Gehäuse und einem von diesem umschlossenen, rohrartigen, in Strömungsrichtung des Sichtstromes sich verjüngenden Sichtkanal, der unten offen und an sinen Luft- bzw« Gasstromerzeuger angeschlossen ist und eine über seinen gesamten Innenumfang reichende Guteintrittsöffnung hat, und mit einem zentralen Zuführrohr für das zu sichtende Gut, dessen Gutaustrittsöffnung ein in Abhängigkeit von seinem Gutinhalt nach Maßgabe eines Kraftspeichers öffnendes bzw. schließendes Abschließorgan zugeordnet ist, sowie mit einem zentral unter dem Zuführrohr im Gehäuse angeordneten Leitkörper mit konischer Leitfläche, welcher das aus dem Zuführrohr ausströmende Gut in die Guteintrittsöffnung des Sichtkanals leitet, gekennzeichnet dadurch, daß die Leitfläche (27) des Leitkörpers (21) mit einem senkrecht oder annähernd senkrecht zur Strömungsrichtung des Sichtstromes im Sichtkanal (30) gerichteten Abströmrand (28) versehen ist und der Sichtkanal (30) wenigstens unterhalb dieses Abströmrandes (28) mindestens einen zickzackförmigen Umlenkabschnitt (31) aufweist.
2. Sichter nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der unterhalb des Abströmrandes (28) gelegene Umlenkabschnitt (31) entgegen der Strömungsrichtung des Sichtstromes konisch erweitert ist·
3. Sichter nach Punk.t ls gekennzeichnet dadurch, daß das Volumen des unterhalb des Abströmrandes (28)
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befindlichen Umlenkabschnittes (31) um das Volumen des pro Zeiteinheit einströmenden Gutes größer bemessen ist als jenes Volumen, das er (31) zum Erzielen der vorgegebenen Sichtluftstrom- bzw. Sichtgasstromgeschwindigkeit ohne Gut hätte.
4. Sichter nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß auf dem Leitkörper (21) ein Führungskegel (33) zum Führen des Abschließorganes (40)des Zuführrohres (8) verstellbar angeordnet ist.
5. Sichter nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß der Leitkörper (21) nach unten offen gestaltet ist und die Luft- bzw. Gasansaugleitung (16) zum Beaufschlagen des Sichtkanals (30) in ihm mündet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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