DE2929672C2 - Sichter für rieselfähiges Gut - Google Patents
Sichter für rieselfähiges GutInfo
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Description
55
Gegenstand der Erfindung ist ein Sichter entsprechend dem Gattungsbegriff des Patentanspruches 1.
Bei einer bekannten Sichtvorrichtung umgibt ein 6"
zylindrisches Gehäuse einen rohrförmigen Sichtkanal, dessen Innenwand ein oben geschlossener, unten jedoch
offener Behälter bildet, unter welchem koaxial ein mit einem zentralen Schacht versehener Leitkörper mit
konischer Leitfläche so plaziert ist, daß zwischen ihm und dem Behälter ein Ringspalt für den Eintritt des
Gutes in den Sichtkanal entsteht. Mit Abstand unter dem Leitkörper endet eine zentrale Rohrleitung, über
die das Sichtgut mittels Druckluft unter Abspaltung eines unter dem Verteilkörper seitlich in den Sichtkanal
fließenden Sichtluftstromes durch den Schacht des Leitkörpers in den Behälter geblasen wird Für die
Zufuhr zusätzlicher Luft zu dem Sichtkanal ist ein das abströmseilige Ende der Rohrleitung konzentrisch
umgebender, sich konisch zum Verteilkörper hin erweiternder Rohrstutzen im Gehäuse vorgesehen,
dessen Ausströmöffnung durch den Verteilkörper gegen herabrieselndes Sichtgut abgeschirmt ist und
dessen Einströmöffnung an Atmosphäre liegt (DE-PS 11 31491).
Bei einer anderen bekannten Sichtvorrichtung ist durch kegelstumpfartige Ausbildung des koaxial im
Gehäuse angeordneten Behälters der Sichtkanal in Strömungsrichtung des Sichtluftstromes verjüngt und
auf der konischen Leitfläche des Leitkörpers ist eine ringförmige Stufe vorgesehen, um das Sichtgut kurzzeitig
anzustauen, damit es in annähernd gleichmäßiger Verteilung über den Umfang stetig in den Sichtkanal
fließt(DE-PS15 07 715).
Einer weiteren bekannten Sichtvorrichtung mit in Strömungsrichtung des Sichtluftstromes sich verjüngendem
Sichtkanal wird durch eine zentrale, unter einem Leitkörper im Gehäuse endende Rohrleitung nur die
Sichtluft zugeführt, während das Sichtgut von einer in das besagte Gehäuse hineingeführten, mit ihrer
Austrittsöffnung mittig mit geringem Abstand über dem LeitkörpiT angeordneten Rohrleitung eingespeist wird;
hierbei sind die von Sichtgut und -luft beaufschlagten Gehäuseteile an den gefährdeten Stellen gegen
Gutanbackungen mit Mitteln zum Anwenden eines Spül- bzw. Blasluftstromes ausgestattet (DE-GM
69 10 093).
Stand der Technik ist außerdem eine Sichtvorrichtung für körniges Gut mit einem stehenden Gehäuse,
das ein zentrales Gutzuführrohr und einen unter dessen Gutaustrittsöffnung koaxial angeordneten Leitkörper
mit kurvenförmiger, horizontal auslaufender Leitfläche umschließt und mit diesen einen nach unten offenen und
nach oben hin sich erweiternden Sichtkanal bildet, der einen zickzackförmigen Umlenkabschnitt hat, in welchen
der Sichtstrom durch über den Umfang des Gehäuses verteilt angeordnete Schlitze einströmt
(GB-PS 7 26 480, Fig. 3).
Stand der Technik ist ferner ein Sichter, bei dem in einem stehenden Gehäuse ein zentrales, von einem
Vibrator in Schwingungen versetztes Gutzuführrohr mit einem kegelstumpfförmigen Leitschirm an seinem
unteren Ende vorgesehen ist. Unter dem Leitschirm ist koaxial ein zickzackförmige Einschnürungen aufweisender
Einbaukörper angeordnet, der oben als kegelförmiger, in den besagten Leitschirm hineinragender
Leitkörper abschließt und unter, offen ist, aber in einem gewissen Abstand von seinem unteren Ende durch einen
gewölbten Umlenkboden abgeschlossen ist. Der Einbaukörper und das entsprechend zickzackförmig
gestaltete Gehäuse in Verbindung mit dem Gutzuführrohr samt Leitschirm bilden einen zickzackförmigen,
unten offenen, nach oben hin sich erweiternden Sichtkanal, dem der Sichtstrom unten durch eine in den
Einbaukörper mündende Rohrleitung zugeführt wird (BE-PS 6 48 363).
Zum Stand der Technik gehört es bei einer durch ein zentrales Zuführrohr von oben mit Sichtgut beschickten
Sichtvorrichtungen schließlich auch noch, daß der unter der Austrittsöffnung des Zuführrohres angeordnete,
kegelförmige Leitkörper zur mengenmäßigen Regulie-
rung des in den Sichtkanal geleiteten Sichtgutstromes in seiner Position relativ zum Zuführrohr gegen die
Wirkung eines Kraftspeichers verstellbar ist, indem er in Abhängigkeit von der auf ihm lastenden Gutsäule die
Gutaustrittsöffnung des Zuführrohres mehr oder weniger öffnet bzw. schließt (US-PS 19 87 615, GB-PS
7 15 176).
Sichter mit den vorerwähnten Ausbildungen, die für verschiedene Zwecke eingesetzt werden, beispielsweise
zum Schalenseparieren bei Schälgemischen, zum Entstauben von Getreide und Malz, zum Abziehen von
Schmachiicorn aus Getreide, zum Reinigen und
Fraktionieren von Granulaten, zum Separierren von Schleifmehl und anderem, sind zum Teil mit einem
beträchtlichen konstruktiven und baulichen Aufwand behaftet und zeigen bei schwierig durch Sichten zu
separierendem Gut, zum Beispiel bei zerealen Schälgemischen, im praktischen Betrieb einen schlechten
Wirkungsgrad bzw. mäßige Sichtleistung oder sind hierfür nur bedingt einsetzbar. Schäl^emische von
Getreide und Hülsenfrüchten, etwa solche von Hafer, Reis, Soja, Erbsen etc., sind deshalb schwer zu
separieren, weil bei ihnen der Volumenanteil der Schalen und Schalenteile extrem hoch ist und überwiegend
die Körner bzw. Kerne in den Schalen liegen oder die Schalen über die Körner bzw. Kerne gestülpt auf
diesen hängen bzw. haften und sich ganz schlecht voneinander trennen.
Ein besonders ins Gewicht fallender Mangel der bekannten Sichterkonstruktionen besteht darin, daß bei
ihnen die Leitfläche ihres Leitkörpers eine schiefe Ebene ist, die bis an die Abströmkante, das heißt dort,
wo das Gut in den Sichtkanal einströmt, reicht und folglich der Gutstrom beim Auftreffen auf den
Sichtstrom schräg nach unten gerichtet ist und somit j5
eine vertikale, dem Sichtstrom entgegenwirkende Geschwindigkeitskomponente hat. die in bezug auf den
Sichteffekt und hinsichtlich des erforderlichen Luftbedarfes des Sich52rs insofern nachteilig ist, als sie ersteren
beeinträchtigt und dadurch zur Erhöhung des letzteren zwingt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Sichtern der eingangs zitierten Art das Gut ohne
nachteilige Geschwindigkeitskoniponenten in den Sichtkanal einzubringen sowie das Trennen der «
Fraktionen und die Sichtleistung zu verbessern.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Leitfläche des Leitkörpers mit einem kreisringförmigen,
horizontal gerichteten Abströmrand versehen ist, der unmittelbar an den Sichtkanal angrenzt und das
in den Sichtkanal einströmende Gut senkrecht oder annähernd senkrecht zum Sichtstrom ausrichtet, wodurch
Geschwindigkeitskomponenten entgegen der Richtung des Sichtstromes vermieden oder nahezu
vermieden werden, und daß der Sichtkanal wenigstens unterhalb dieses Abströmrandes mindestens einen im
Längsquerschnitt zickzackförmigen Umlenkabschnitt aufweist. Durch das praktisch völlige Ausschalten
vertikaler bzw. dem Sichtstrom entgegengerichteter Geschwindigkeitskomponenten kann dieser voll zur
Wirkung kommen und braucht nicht mehr verstärkt zu werden. Die Richtwirkung des Abströmrandes auf den
Gutstrom ist dabei um so stärker, je schwerer das Sichtgut ist, weil mit dem Gewicht die Geschwindigkeitskomponenten
zunehmen. Der zickzackförmige b5 Umlenkabschnitt lenkt den Gutstrom mehrfach um, so
daß er mehrfach vom Sichtstrom quer durchströmt wird. Beide Maßnahmen ergeben, wie es sich bei im
praktischen Betrieb durchgeführten Vergleichsmessungen gezeigt'hat eine erhebliche Verbesserung der
Sichtqualität und Sichtquantität, insbesondere bei den wegen ihres voluminösen Schalenanteils schwer zu
sichtenden .Schälgemischen.
Je nach dem gewünschten Trenneffekt können dabei mehrere Umlenkabschnitte hintereinander in Strömungsrichtung
des Sichtstromes vor dem Abströmrand und auch einer oder mehrere davon hinter dem
Abströmrand vorgesehen sein.
Weiterausbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Mit der Ausbildung nach dem Merkmal des Patentanspruches 2 wird die Sichtqualität weiter verbessert.
Die Bemessungsregel gemäß Patentanspruch 3 gewahrleistet,
daß der Netto-Sichtquerschnitt in einem wichtigen Teil des Sichtkanals durch das hineinfließende
Gut nicht verkleinert wird und die Strömungsverhältnisse im Hinblick auf den Sichtvorgang optimal sind.
Die Ausgestaltung nach Patentanspruch 4 ermöglicht es, bei Fertiglingstoleranzen das Abschließorgan des
Zuführrohres so ein- bzw. nachzustellen, daß die Gutaustrittsöffnung ringsherum den gleichen Querschnitt
hat und somit der Gutstrom über den gesamten Umfang in gleichmäßiger Verteilung in den Sichtkanal
fließt, was für den Sichtvorgang von ausschlaggebender Bedeutung ist.
Durch das Merknul des Patentanspruches 5 wird der
Sichtstrom mehrmals umgelenkt und auf diese Weise ein Vorwiderstand erzeugt, der für gleichmäßige
Verteilung des Sichtstromes über den ganzen Sichtkanalquerschnitt sorgt Durch Verlängern bzw. Verkürzen
des in den Leitkörper hineinragenden Teils der Luftbzw. Gasansuugleiiung kann der Vorwiderstand erhöht
bzw. vermindert v. erden.
Weitere Einzelheiten des Sichlers nach der Erfindung sind nachfolgend anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeig!
Fig. 1 einen Längsmittelschnitt durch den Sichler in
schematischer Darstellung und
Fig. 2 einen Ausschnitt aus Fig. 1 im größeren Maßstab.
Der zum Separieren eines Schälgemisches, z. B. von Hafer, bestimmte Sichter besitzt ein Gehäuse 1, das aus
einem oberen Gehäuseteil 2, einem mittleren Gehäuseteil 3 und einem unteren Gehäuseteil 4 besteht. Die
Gehäuseteile 2,3,4 sind durch zwei Spannringe 5,6 fest,
aber lösbar miteinander verbunden. Das zylindrische, nach oben hin verjüngte Gehäuseteil 2 ist durch einen
Deckel 7 abgeschlossen, durch welchen gleichachsig mit dem Gehäuse 1 ein Zuführrohr 8 hindurchgeführt und
an ihm befestigt ist. Ein am Gehäuseteil 2 vorgesehener Anschlußstutzen 9 ist mit einem nichtdargestellten, den
Sichtluftstrom erzeugenden Sauggebläse unter Zwischenschaltung eines Zyklonabscheiders verbunden und
weist eine einstellbare Drosselklappe 10 auf, mit deren Hilfe der Sichtluftstrom reguliert werden kann. Zum
Beobachten des Sichtvorganges bzw. des in den Sichtkanal fließenden Gutstronies sind an dem unteren
Ende des Gehäuseteils 2 zwei diametral einander gegenüberliegende Fenster 11 vorgesehen. Um den
Einfluß unterschiedlicher Fallhöhen bei Eintritt des Har_Tschälgemisches in den Sichter auszugleichen, ist
dem Zuführrohr 8 ein Prallkasten 12 vorgeordnet und durch eine Schelle 13 mit ihm verbunden.
Der mittlere Gehäuseteil 3 hat zylindrische Form und weist eine zickzackförmige Querschnittsverengung 14
auf. Der untere Gehäuseteil 4 ist nach unten konisch
verjüngt und endet in einem Austrittsstut/cn 15 für die schwerere Fraktion. Das Gehäuseteil 4 wird von einem
Ansaugrohr 16 schräg durchdrungen, welches dichtend mil ihm verbunden und an seinem oberen linde in
Richtung dcrGchüusclängsaclise abgewinkelt ist.
Im Inneren des oberen Gehäuseteil* 2 ist achsgleich
mti letzterem ein doppelt konischer Einbaukörper 17 angeordnet, welcher mit dem Zuführrohr 8 dichtend
verbunden ist und annähernd im Niveau derGutaustrittsöffnung 18 des Zuführrohres 8 eine durch eine
drehbewegliche Klappe 19 verschließbare Kontrollöffnung 20 hat, durch welche der aus der Gutaustrittsöffnung
18 fließende Schälgemischstrom beobachtet werden kann.
Koaxial unterhalb des Einbaukörper 17 ist in dem mittleren Gehäuseteil 3 ein doppell konischer, aus Blech
gefertigter Leitkörper 21 plaziert, welcher einen nach oben sich verjüngenden, kegelstumpfförmigen Abschnitt
22 und einen unmittelbar daran anschließenden, nach unten sich verjüngenden, kegelstumpfförmigen
Abschnitt 23 geringer Konizität mit einer Querschnittsverengung 24 aufweist. Der nach unten hin offene
Leitkörper 21 ist durch mehrere auf seinem Umfang verteilte Schraubenbolzen 25 und Muttern 26 an dem
Gehäuseteil 3 gehalten. Die konische Außenmantelfläche 27 des Leitkörperabschnittes 22 geht radial außen in
einen Abströmrand 28 über, der sich senkrecht zur Längsachse des Sichters bzw. des Gehäuses 1 erstreckt.
Die Anordnung des Leitkörpers 21 relativ zum Einbaukörper 17 ist so getroffen, daß zwischen beiden
ein Ringspalt besteht, der die Guteintrittsöffnung 29 für den von den Wänden der Gehäuseteile 2, 3 einerseits
und der Wand des Einbaukörpers 17 sowie der Wand des Abschnittes 23 des Leitkörpers 2t andererseits
umschlossenen Sichtkanals 30 bildet. Wie F i g. 1 zeigt, ist der Sichtkanal 30 — vom Abströmrand 28 aus
gesehen — nach oben verjüngt und nach unten erweitert, wobei die Querschnitisfläche des Sichtkanals
30 im Bereich seines von der Querschnittsverengung 14 bzw. 24 von Gehäuseteil 3 bzw. Abschnitt 23 geformten,
zickzackförmigen Umlenkabschnitts 31 um die vom in den Sichtkanal 30 hineinströmenden Schälgemischstrom
beaufschlagte Querschnitisfläche größer bemessen ist als jene Querschnittsfläche, die der Umlenkabschnitt
31 zum Erzielen der vorgegebenen Sichtstromgeschwindigkeit ohne Gut hätte, bezogen auf das hier
im Beispiel angenommene Haferschälgemisch um ca. 5% größer. Auf der Decke 32 des Leitkörpers 21 ist ein
Führungskegel 33 angeordnet und an diese mittels eines an ihn geschweißten, durch eine Bohrung 37 in der
Decke 32 gesteckten Gewindebolzens 34. einer Unterlegescheibe 35 sowie einer Mutter 36 fixiert. Die
Bohrung 37 ist hierbei so groß bemessen, daß der Führungskegel 33 nach allen Seiten verstellbar ist
(Fig. 2). Der Führungskegel 33 weist oben eine Buchse
38 auf. die eine Führungsstange 39 in Längsachsrichtung des Gehäuses 1 gleitbeweglich aufnimmt auf welcher
ein kegelförmiger Teller 40 als Abschließorgan für die Gutaustrittsöffnung 18 des Zuführrohres 8 befestigt ist.
F i g. 2 veranschaulicht in vollen Linien die unterste und in Strichpunktlinien die oberste Arbeitsstellung des
Tellers 40.
Die Führungsstange 39 erstreckt sich durch das Zuführrohr 8 und den Prallkasten 12 und ist durch eine
Bohrung 41 in letzterem nach außen geführt und steht unter der Wirkung einer /wischen zwei Federtellern 42,
43 angeordneten, mit Hilfe einer auf das mit Gewinde versehene Ende der Führungsstange 39 geschraubten
Slcllmuttcr 44 gegen den Prallkasten 12 gespannten Schraubenfeder 45. Die Vorspannung der Schraubenfeder
45 ist so mit Hilfe der Stellmutter 44 eingestellt, daß κι im Zuführrohr 8 immer ein bestimmter Mindestvorrat
an Sichtgut vorhanden ist, um das Einspeisen eines völlig gleichmäßigen Gutschleiers in den Sichtkanal 30
ringsherum auf dem Abströmrand 28 zu gewährleisten.
Arbeitsweise des Sichters
Im Betrieb des Sichters ist das mit dem Anschlußstutyen
9 verbundene .Sauggebläse eingeschaltet und saugt atmosphärische Luft durch das Ansaugrohr 16 an, so
daß — entsprechend den in Fig. 1 in dünnen Linien gezeichneten Pfeilen 47 — ein Sichtluftstrom aus dem
Inneren des Leitkörpers 21 heraus um seinen unteren Rand herum in den unten offenen Sichtkanal 30 hinein
und in diesen nach oben in den oberen Bereich des Gehäuseteils 2 und von da durch den Anschlußstutzen 9
in den Zyklonabscheider und dann weiter zu dem besagten Sauggebläse fließt.
Das über den Einlaufstutzen 46 des Prallkastens 12 diesem zugeförderte Schälgemisch, z. B. Hafer, bewegt
sich durch freien Fall — gemäß den in F i g. 1 in dicken Linien dargestellten Pfeilen 48 — im Zuführrohr 8
abwärts und durch die Gutaustrittsöffnung 18 in Form eines Ringspaltes zwischen Zuführrohr 8 und Teller 40,
dessen Größe abhängig vom Gulinhalt im Zuführrohr 8 von der Schraubenfeder 45 bestimmt wird, auf die von
der Außenmantelfläche 27 verkörperte Leitfläche des Leitkörpers 21 und strömt von hier in gleichmäßiger
Verteilung abwärts und über deren Abströmrand 28, durch welchen es senkrecht zum Sichtluftstrom
gerichtet wird, in den Sichtkanal 30. Hier wird das als
Schleier einströmende Haferschälgemisch vom Sichtluftstrom
beaufschlagt. Die losen Schalen bzw. Schalenteile und der Staub werden vom Sichtluftstrom erfaßt,
nach oben mitgenommen und über den Anschlußstutzen 9 als die eine Fraktion (Pfeil 49) in den Zyklonabscheider
befördert. Die Schalen bzw. Schalenteile, welche bei Eintritt in den Sichtkanal 30 nicht sofort vom
Sichtluftstrom mitgerissen werden, dasselbe gilt für Schmachtkorn und Kornbruch, fallen mit den ganzen
Haferkörnern in den Umlenkabschnitt 31 des Sichtkanals 30, in welchem das Gemisch mehrmals eine
Umlenkung bzw. Richtungsänderung erfährt wobei es jedesmal quer vom Sichtluftstrom durchströmt wird. Bei
dieser mehrfachen Beaufschlagung durch den Sichtluftstrom werden von diesem restliche Schalen bzw.
Schalenteile sowie Bruch- und Schmachtkorn und auch leichtere Verunreinigungen erfaßt und abgeführt Die
guten Haferkörner fallen aus dem Umlenkabschnitt 31 bzw. aus dem Sichtkanal 30 in das konische Gehäuseteil
4 und strömen als zweite Fraktion (Pfeil 50) durch dessen Austrittsstutzen 15 entweder in ein Behältnis wie
Sack oder dergL oder werden einem Förderer zugeleitet
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
- Patentansprüche:'. Sichter für rieselfähiges Gut, insbesondere zereale Schälgemische, mit einem stehenden Gehäuse und einem von diesem umschlossenen, rohrartigen, in Strömungsrichtung des aufsteigenden Sichtstromes sich verjüngenden Sichtkanal, der unten offen ist und eine über seinen gesamten Innenumfang reichende ringspaltförmige Guteintrittsöffnung hat und mit einem zentralen Zuführrohr für das sich darin im freien Fall abwärts bewegende Gut, dessen Gutaustrittsöffnung ein in Abhängigkeit von seinem Gutinhalt nach Maßgabe eines Kraftspeichers öffnendes bzw. schließendes Abschließorgan zugeordnet ist, sowie mit einem zentral unter dem is Zuführrohr im Gehäuse angeordneten Leitkörper mit konischer Leitfläche, welcher das aus dem Zuführrohr ausströmende Gut in die Guteirtrittsöffnung des Sichtkanals leitet, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitfläche (27) des Leitkörpers (21) mit einem kreisringförmigen, horizontal gerichteten Abströmrand (28) versehen ist, der unmittelbar an den Sichtkanal (30) angrenzt und das in den Sichtkanal (30) einströmende Gut senkrecht oder annähernd senkrecht zum Sichtstrom ausrichtet, wodurch Geschwindigkeitskomponenten entgegen der Richtung des Sichtstromes vermieden oder nahezu vermieden werden, und daß der Sichtkanal(30) wenigstens unterhalb dieses Abströmrandes (28) mindestens einen im Längsquerschnitt zickzackför- so migen Umlenkabschnitt (31) aufweist.
- 2. Sichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der unterhalb des Abströmrandes (28) gelegene Umlenkabschnitt (31) entgegen der Strömungsrichtung des Sichtstromes konisch erweitert ->5 ist.
- 3. Sichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche des unterhalb des Abströmrandes (28) befindlichen Umlenkabschnittes(31) um die vom hineinfließenden Gutstrom «> beaufschlagte Querschnittsfläche größer bemessen ist als jene Querschnittsfläche, die der Umlenkabschnitt (31) zum Erzielen der vorgegebenen Sichtstromgeschwindigkeit ohne Gut hätte.
- 4. Sichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Leitkörper (21) ein Führungskegel (33) zum Führen des Abschließorgans (40) des Zuführrohres (8) verstellbar angeordnet ist.
- 5. Sichter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitkörper (21) nach unten offen so gestaltet ist und die Luft- bzw. Gasansaugleitung (16) zum Beaufschlagen des Sichtkanals (30) in ihm mündet.
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