DD152800A5 - Niedrigviskose ungesaettigte polyesterharze - Google Patents

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DD152800A5
DD152800A5 DD80221353A DD22135380A DD152800A5 DD 152800 A5 DD152800 A5 DD 152800A5 DD 80221353 A DD80221353 A DD 80221353A DD 22135380 A DD22135380 A DD 22135380A DD 152800 A5 DD152800 A5 DD 152800A5
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styrene
polyester resins
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unsaturated polyester
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DD80221353A
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Giovanni Corrado
Elvio Bertotti
Bruno Sopino
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Snia Viscosa
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Abstract

Die Erfindung betrifft niedrigviskose ungesaettigte Polyesterharze fuer die Herstellung von Produkten aus Polyesterharzen nach ueblichen Verfahrenstechniken. Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung von Polyesterharzen mit niedrigerer Viskositaet und niedrigerem Styrolgehalt als bekannte Harze aufweisen. Die erfindungsgemaessen Polyesterharze enthalten: (A) ein Alkyd, hergestellt durch Veresterung von (a) Maleinsaeureanhydrid und/oder -Saeure und/oder Fumarsaeure alleine oder in Verbindung mit Phthalsaeureanhydrid und/oder Saeure mit (b) einem oder mehreren Glykolen, insbesondere im wesentlichen Dipropylenglykol und mindestens (B) ein aethylenisch ungesaettigtes Monomer, das mit dem Alkyd (A) copolymerisierbar ist und im wesentlichen aus Styrol u./oder Vinyltoluol ausgewaehlt ist, in einer Menge von 27 bis 34 Gewichtsprozent der Gesamtmenge von (A) + (B), wobei das Alkyd (A) einen Molgewicht/ Doppelbindungsfaktor zwischen 200 und 360 und einen Anteil an freien funktionellen Gruppen (in Form von Hydroxylgruppen und Carboxylgruppen) besitzt, der ausgedrueckt in mg K O H /g Alkyd (A), zwischen 80 und 100 einschliesslich liegt.

Description

Berlin, den 8β10.1980. AP C 08 Ρ/221 353 (57 492/11)
liiedrigviskose ungesättigte Polyesterharze
Anwendungsgebiet der Erfindung
iritTii-Miwi -> M-M-H-IM Μ-II.M.,.-. [ 1.,M^IlV-.!. LIt iiifiii ιιι-ΙΓ.,ιιιιιπ ii.H.i IM H,-.11. al. ι.. H-. I., I il-S-li
Die Erfindung betrifft niedrigviskose ungesättigte Polyesterharze im wesentlichen aus einem ungesättigten Polyester™ Alkyd und einem äthylenisch, ungesättigten Monomer, das mit dem Alkyd copolymerisierbar ist«, Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf glasfaserverstärkte Produkte, welche aus den Polyesterharzen durch bei Polyesterharzen übliche Techniken wie Vakuum-Spritzformen, Spritzen zwischen zusammengesetzte Formen, Vakuumformen, Formen bei niedrigem Druck, Faser-Wickeln und Anwendung von Hand und durch Aufsprühen erhält-» lieh
Charakteristik der- bekannten technischen Lösungen
Industrielle Produkte, die als "ungesättigte Polyesterharze" bezeichnet und durch Vermischen eines ungesättigten PoIyesteralkyds mit einem copolymerisierbaren Monomer erhalten Yieraeiit sind bekannte Solche bekannte Polyesterharze besitzen jedoch eine verhältnismäßig hohe Viskosität«
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung von Polyesterhar zen, bei denen die Viskosität niedriger liegt, wobei der · Monomergehalt, der Elastizitätsmodul und die Wärmever™ formungstemperatur (HDT) des gehärteten reinen Harzes den bekannten Harzen gleich sind«=
Λ I.V.: 1.
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Darlegung des V/es ens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, niedrigviskose ungesättigte Polyesterharze mit einem niedrigen Styrolgehalt zu schaffen, die zur Verarbeitung durch die oben genannten bei ungesättigten Polyesterharzen üblichen Techniken geeignet sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch niedrigviskose ungesättigte Polyesterharze zur Herstellung von glasfaserverstärkten Produkten durch Vakuumspritzformen, Spritzen zwischen zusammengesetzte Formen, Vakuumformen, Druckformen bei niedrigem Druck, Paser-Wickeln, Aufbringen von Hand oder durch Sprühen und dgl·, enthaltend im wesentlichen:
(A) ein Alkyd, das durch Veresterung von (a) Maleinsäureanhydrid und/oder -Säure und/oder Fumarsäure alleine oder in Verbindung mit Phthalsäureanhydrid und/oder «Säure mit (b) einem oder mehreren Glykolen, insbesondere im wesentlichen Dipropylenglykol hergestellt ist und mindestens
(B) ein äthylenisch ungesättigtes Monomer, das mit dem Alkyd (A) copolymerisierbar ist und im wesentlichen aus Styrol und/οder Vinyltoluol ausgewählt ist, in einer Menge von 27 bis 34 Gewichtsprozent bezogen auf die Gesamtmenge von (A) + (B), wobei das Alkyd im ungesättigten Polyesterharz einen 'Molgewicht/Doppelbindungsfaktor zwischen 200 und 360 und eine Menge an freien funktioneIlen Gruppen (in Farm von Hydroxylgruppen und Carboxylgruppen) besitzt, die, ausgedrückt als mg KOH/g Alkyd, zwischen 80 und 100 einschließlich liegt.
Der Ausdruck "im wesentlichen" wird gemäß der Erfindung so
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verstanden, daß er einen Gehalt von mehr als 90 Gewichtsprozent bedeutet«
Als Komponente (a) ist vorzugsweise Maleinsäureanhydrid gemischt mit Phthalsäureanhydrid vorgesehen, als Komponente (b) vorzugsweise 1,2 -Dipropylenglykol und als Komponente (B) vorzugsweise Styrole
Die Berechnung des Paktors von Molgewicht pro Doppelbindung (PoMe/C=C~), auf den in der Beschreibung und in den Ansprüchen bezug genommen wird* wird nachfolgend anhand des ungesättigten Polyesters nach Beispiel 1 erläutert, de h, eines Polyesters auf Basis Maleinsäureanhydrid,· Phthalsäureanhydrid und Dipropylenglykole Das Molgewicht von Maleinsäureanhydrid ist 98 χ 0,6 Hol = 78; das Molgewicht von Phthalsäureanhydrid ist 148 χ 0,2 Mol = 30; das Molgewicht von Dipropylenglykol ist 134 χ 1,0 = 134·
Die Summe der drei Zahlen ergibt 242 (78 + 30 + 134); durch Abziehen des Gewichts von einem Mol V/asser (18) erhält man 224« Das Verhältnis von 224 zu 0,8 (entspricht der Molzahl an Doppelbindungen) ist 280, welches der gesuchte Wert ist (PeM»/C=C-Paktor).
Der niedrigere Styrolgehalt der erfindungsgemäßen Harze im Vergleich zu herkömmlichen Harzen, wobei der Elastizitätsmodul und die Wärmeverformungstemperatur (HDT) des gehärteten reinen Harzes- gleich sind, bringt nicht nur ökologische Vorteile, sondern in Verbindung mit der besonderen Zusammensetzung bzwβ Struktur der erfindungsgemäßen Harze insbesondere noch folgende Vorteile:
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a) Während der Formung:
a. 1) weniger "Auswaschen" der Glasfasern; unter "Auswaschen" ' ist eine übermäßig schnelle Entfernung des Bindemittels und eine teilweise Entfernung des Oberflächeninaterials zu verstehen;
a«. 2) bessere Benetzbarkeit der Glasfasern; a. 3) geringerer chemischer Angriff an der Formoberfläche; a. 4) geringere Wärmeentwicklung während des Aushärtens; a* 5) geringere Schrumpfung während des Aushärtens0
b) Bessere mechanische Eigenschaften des fertigen Produkts, insbesondere
bo 1) geringere innere Spannungen; b» 2) höhere Ermüdungsbeständigkeit; b« 3) höhere Schlagfestigkeit«
Das Verfahren zur Herstellung der ungesättigten Polyester nach der Erfindung unterscheidet sich nicht wesentlich von den bekannten Verfahren, wobei jedoch darauf zu achten ist, daß die Mengen der für die Herstellung des Alkyds verwendeten Reagentien so zu wählen sind, daß ein Alkyd mit einem Molgewicht/Doppelbindungsfaktor zwischen 200 und 360 erhalten wird und mit einer Menge an freien funktioneilen Gruppen (in Form von Hydroxylgruppen und Carboxylgruppen), die ausgedrückt als mg KOH/g Alkyd, zwischen 80 und 100 einschließlich liegt» Die Veresterungsreaktion wird -wie üblich bei Temperaturen zwischen 150 und 250 0G in Abwesenheit oder in Gegenwart von aromatischen Lösungsmitteln v/ie Xylol, Toluol uswej die die Punktion eines azeotropen Mittels be-
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sitzen, und in einer Inertgasatmosphäre, wie Stickstoff, Kohlendioxid uu dgl» durchgeführt,
©
Bei Temperaturen zwischen 30 und 190 0C, d„ tu nach Kühlen der Reaktionsmischung, nachdem die vorbestimmte Säurezahl erreicht ist, werden übliche Mengen an herkömmlichen Ver~ n.etzungsinhibitorens v/ie Chinone, Hydro chinone, quaternare Ammoniumsalze, Nitrophenole, Sulphonsäuren ue dgl0 alleine oder in Mischung untereinander zugegeben·
Insbesondere bei dem nicht beschränkenden Fall, in dem Styrol als copolymerisierbares .Monomer.verwendet wird, werden die folgenden Viskositätswerte, ausgedrückt als cps bei 25 C, als eine Punktion des Styrolgehalts in der Gesamtmenge von Alkyd + Styrol erhalten?
Gewichtsprozent Styrol in Viskosität ί 10 % bei 25 °C
der Gesamtmenge
27 650 cps
28 550 cps 31 365 cps 34 200 cps
Gegenstand der Erfindung sind weiterhin Produkte, die aus den vorbeschriebenen ungesättigten Polyesterharzen durch, bei ungesättigten Polyesterharzen herkömmliche Techniken, wie Vakuumspritzforinen, Spritzen zwischen zusammengesetzte Formenj Vakuumformen, Preßformen bei niederem Druck, PaserWicke In, Auftragen von Hand oder durch Sprühen hergestellt v/erden können* Für die offene Verarbeitung, ze Be beim Fadenwickeln und bei Anwendungen von Hand und durch Sprühen, kann
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es vorteilhaft sein, dem erfindungsgemäßen ungesättigten Polyesterharz eine Komponente zuzusetzen, welche das Härten des Harzes auch in Gegenwart von Luftsauerstoff ermöglicht, wie z. B, mindestens eine der Komponenten, die in der italienischen Patentanmeldung U 26 109 A/78, angemeldet am 26«, Juli 1978, offenbart sind (DE-OS 29 29 440)· '
Was das Vakuumspritzformen "betrifft, so hat der Anmelder eine besondere Technik gefunden, welche zur Herstellung von Gegenständen aus dem erfindungsgemäßen ungesättigten Polyesterharz besonders geeignet ist» Bei diesem Verfahren, das ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist, wird das flüssige Polyesterharz, das das Alkyd (A) das copolymerisiernare Monomer (B) sowie herkömmliche Beschleuniger und Katalysatoren enthält, unter mäßigem Druck, vorzugsweise bis zu 12 atm in die Höhlung einer Porm eingeführt, in die bereits ausgewählte Pasern eingebracht sind, worauf man die Polymerisation entsprechend herkömmlicher Verfahrensweisen stattfinden läßt·
Diese Spritztechnik wird vorzugsweise in der folgenden Weise durchgeführt:
Zwei Schichten von Glasfasermatten werden auf die männliche Halbform einer Hännlich/Weiblich-Porm aus glasfaserverstärktem Harz aufgelegt, auf welche eine Wachsschicht aufgebracht ist, um die Bildung und Entnahme des fertigen Produktes zu erleitern* Nach Schließen der beiden Halbformen durch Verbinden der v/eiblichen und der männlichen Form und Verschließen der Kontur (was mit Hilfe von mechanischen Klammern erfolgt), wird das Spritzen durch eine im Mittelabschnitt des Bodens der v/eiblichen Halbform vorgesehene Bohrung durchgeführt» Das Spritzen wird'.vorzugsweise unter Verwendung
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von Dosierpumpe*! durchgeführt, welche sowohl das Harz als auch den Katalysator dosieren« Um optimale mechanische Eigenschaften zu erzielen, sollte das Polyesterharz zweckmäßigerweise eine niedrige Viskosität besitzen und dementsprechend sollte der Gehalt an Monomer (z0 Be Styrol) im Harz so niedrig wie möglich seins aber in jedem Falle zwischen den hier beanspruchten Prozentsätzen (27 bis 34 Gewichtsprozent) liegen©
Der Spritzvorgang wird zweckmäßigerweise während einer Zeitdauer durchgeführt (20 Sek« bis 2 Std), der ausreicht, um gleichzeitig die in der Form eingeschlossene Luft durch geeignete Auslaßbohrungen entweichen zu lassen©
Nachdem das Harz auf herkömmliche Weise geliert ist und nach einer Zeitdauer von ca. 2 Miru bis 6 Stdej, wird die Form geöffnet und das geformte Material entnommene
Die Erfindung wird nachstehend an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert«
Die Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von bevorzugten Ausführungsforraen in Verbindung mit den Ansprüchen· Die angegebenen Teile und Proζentangaben beziehen sich auf Gewichtsmengenρ
64 Teile Maleinsäureanhydrid und 52 Teile Phthalsäureanhydrid werden mit 133 Teilen 1,2-Lipropylenglykol auf herkömmliche Weise bei 200 C in einer Inertgo.satmosphäre umgesetzt«
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Die Reaktion wird gestoppt, wenn eine Säurezahl von 40 mg KOH/g Alkyd erreicht ist. Auf diese Weise wird ein Alkyd mit einem Molgewicht pro Doppelbindungs-Faktor von 357 und einer Menge an freien funktionellen Gruppen von 80,mg KOH/g Alkyd erhalten« 20 Teile dieses Alkyds werden mit 10 Teilen Styrol, das 0,05 Teile Toluo!-Hydrochinon enthält, vermischt» Die Viskosität des Harzes bei 25 0C beträgt 200 cps. Die Wärmeverformungstemperatur (entsprechend ASTM D 648) beträgt beim gehärteten Harz 74 0
Beispiel 2
Durch Spritztechnik wird eine offene Wanne mit einem Durchmesser von 126 cm und einer durchschnittlichen Tiefe von 60 cm und einem Aufnahmevermögen von 0,6 m hergestellt«
Zu diesem Zweck wird eine Männlich/weiblich-Form aus glasfaserverstärktem Kunststoff verwendet. Es wird eine Wachsschicht auf die Form aufgetragen, um die Entnahme des fertigen Produktes zu erleichtern«. Zwei Schichten aus Glasfaser-
matten mit einem Gewicht von 450 g/m werden auf die männliche Form aufgelegte Das Gesamtgewicht der Glasfasern beträgt 5 kg· .
Die beiden Halbformen werden dann geschlossen, indem die weibliche und die männliche Form miteinander verbunden und der Außenrand mit Hilfe von mechanischen Klammern abgedichtet wird* Zu diesem Zeitpunkt wird das Einspritzen durch eine Bohrung vorgenommen, welche im zentralen Bereich der weiblichen Halbform vorgesehen ist»
Das Spritzen erfolgt unter Verwendung von Dosierpumpen, welche sowohl das Harz als auch den Katalysator dosieren.
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Das Polyesterharz sollte für den Spritzvorgang eine niedrige Viskosität besitzen, während zur Erzielung optimaler mechanischer Eigenschaften der Gehalt an Styrolmonomer im Harz so niedrig wie möglich sein sollte«
Deshalb wird das im Beispiel 1 beschriebene Harz verwendet,
eine für den Spritzguß optimale Viskosität besitzt, ne Viskosität von 200 ep be: der Styrolgehalt 33 Gewichtsprozent,
do Iu eine Viskosität von 200 cp bei 25 0C0 Dabei beträgt
Pur den Spritzvorgang wurden 11 kg des Harzes verwendet., dem 0,6 % Cobaltoctoat mit einem Anteil von 6 % Cobaltmetall als Polymerisationsbeschleuniger und 2 % Methyläthylketonperoxyd als Härter zugesetzt wurden«
Der Spritzgußvorgang dauerte etwa 4 Min«, während die in der Form eingeschlossene Luft durch geeignete Aus laßboliruiigen gleichzeitig ausgetrieben wurde«, Das Harz gelierte in etwa 10 bis 11 Mine und nach einer Stunde konnte die fertige Wanne nach öffnen der Porm entnommen werdenβ Von der Wanne wurde eine Anzahl Proben genommen, um die mechanischen Eigenschaften zu bestimmen* Die erhaltenen Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle 1 aufgeführt:
Wanne: Jiergest eilt aus dem ...Harz nach dem Beispiel J1
Gewichtsprozent Glas 30
Zugfestigkeit -Bruch (ASTIv! D 790) 1 «300 kg/cm2
Biegefestigkeit-Bruch (ASTLi D 790) 2«35O kg/cm2
Schlagfestigkeit-Izod (ASSLI D 256) 230 kg/cm/cm
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Beispiel 3
Dieses Beispiel zeigt, daß ein handelsübliches herkömmliches Harz nicht'.zum Zwecke der vorliegenden Erfindung verwendbar ist·
Ein handelsübliches herkömmliches ungesättigtes Polyesterharz, das auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 beschrieben aber unter Verwendung von 0,4 Mol Maleinsäureanhydrid, 0,6 Mol Phthalsäureanhydrid und 1,1 Mol Propylenglykol hergestellt wurde, wurde für den gleichen Einsatzzweck wie in Beispiel 2 verwendet* Die Reaktion wurde gestoppt als eine Säurezahl von 40 mg KOH/g Alkyd erreicht war«
20 Gewicht steile dieses Alkyds wurden wie in Beispiel 2 mit 10 Gewichtsteilen Styrol, das 0,05 Teile Toluol-Hydrochinon enthielt, gemischt. Die Viskosität des so erhaltenen Harzes lag bei 600 cp bei 25 0C,
Es wurden Versuche unternommen, das Harz in die in Beispiel 2 beschriebene Form mit der dort beschriebenen Technik zu spritzen. Das Harz konnte jedoch nicht gespritzt v/erden, da seine Viskosität zu hoch war,
Beispiel 4
Dieses Beispiel zeigt, daß ein herkömmliches übliches Harz, das in geeigneter V/eise modifiziert ist, um seine Viskosität auf den Wert des Harzes nach Beispiel 1 zu bringen, zwar für die Spritzgußtechnik verwendbar ist, jedoch zu Produkten führt, deren Eigenschaften vergleichsweise schlecht sind.
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Es wurde das in Beispiel 3 "beschriebene herkömmliche Alkyd verwendet, "bei dem jedoch 20 Gewichts'teile mit 15,1 Gewichtsteilen Styrol, das 0,05 Teile Toluol-Hydrochinon enthielt, verdünnt waren« Das so erhaltene Harz hatte einen Styrolgehalt von 43 % und eine Viskosität von 200 cp bei 25 0C0
Dieses Harz wurde in dieselbe Porra nach Beispiel 2, welche dasselbe Glas enthielt, unter Anwendung der dort beschriebenen Technik gespritzte Die mechanischen Eigenschaften wurden anhand von Proben des erhaltenen Produkts bestimmt und sind in der folgenden Tabelle 2 aufgeführt?
Wanne .hergestellt ^ausjiem i jrlarz.„nach Beispiel ^4
Gewichtsprozent Glas 30
Zugfestigkeit-Bruch (ASTM D 790) . 1«000 kg/cm2
Biegefestigkeit-Bruch (ASTH D 790)· 1*700 kg/cm2
Schlagfestigkeit-Izod (ASTLI D 256) 150 kg cm/cm
Durch Vergleich der Werte der Tabellen 1 und 2 ist deutlich, daß das aus dem erfindungsgemäßen Harz hergestellte Produkt (Beispiele 1 und 2) mechanische Festigkeitswerte besitzt, die um 30 bis 50 % höher sind als diejenigen der Produkte, die aus dem herkömmlichen Harz nach Beispiel 4 erhalten wurden«
Das Harz nach Beispiel 1 wird verwendet, um bei Raumtemperatur eine Tür für ein Lastkraftwagenfahrerhaus, die mit 33 % Glasfasern aus einer Liatte mit kontinuierlichen Fäden verstärkt ist, durch die in Beispiel 2 beschriebene Spritz
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gußtechnik zwischen miteinander verbundene Formen herzustellen· Die Bestimmung der mechanischen Eigenschaften wurde entsprechend der ASTM-Horm an Testproben durchgeführt, die von dem Produkt genommen wurden, wobei folgender Wert'erhalten wurde:
Biegefestigkeit-Bruch (ASTM D 790) 2.200 kg/cm2·
Beispiel 6
780 Teile Maleinsäureanhydrid und 300 Teile Phthalsäureanhydrid werden mit 1.360 Teilen 1,2 Dipropylenglykol auf herkömmliche Weise bei 190 0C in einer Inertgasatmo'sphäre umgesetzt* Die Reaktion wurde bei Erreichen einer Säurezahl des Alkyds von 45 mg KOH/g Alkyd gestoppt. Auf diese Weise wurde ein Alkyd mit einem Paktor von Molgewicht pro Doppelbindung von 280 und einer Menge an freien funktioneilen Gruppen von 90 mg KOH/g Alkyd erhalten.
2000 Teile dieses Alkyds wurden mit 900 Teilen Styrol, das 0,6 Teile Hydrochinon enthielt, vermischt. Die Viskosität dieses Harzes lag bei 340 cps bei 25 G·
Die Wärmeνerformungstemperatur des gehärteten Harzes lag, gemessen entsprechend der ASTM-Horm D 648, bei 90 C.
Beispiel 7
Das nach Beispiel 6 erhaltene Harz wurde verwendet, um durch herkömmliche kalte Vakuumformtechnik eine Sandwichplatte mit einer Gesamtdicke von 100.mm aus zwei äußeren Schichten aus glasfaserverstärktem Harz mit 30 % Glasfaser in Form von Stapelfasermatten mit einem Gewicht von 450 g/m
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und einer Dicke von 3 mm und 94 mm expandiertem Polyurethan mit einer Dichte von 40 kg/m herzustellen»
Die mechanischen Eigenschaften wurden anhand von Testproben durchgeführt j die den glasfaserverstärkten Schichten des Produktes entnommen wurden, wobei sich folgende Werte ergaben:
Biegefestigkeit-Bruch (ASTM D 790) 2,300 kg/cm2 Schlagfestigkeit (ASTM D 256) 280 kg/cm/crn.
Be_isj)ie 1 „ „§
71 Gewichtsteile Maleinsäureanhydrid und 42 Gewichtsteile Phthalsäureanhydrid werden mit 134 Gewichtsteilen 1,2 Dipropylenglykol auf herkömmliche Weise bei 195 0C in einer Iner tgasatrno Sphäre (Stickstoff) umgesetzt e Die Reaktion wurde nach Erreichen einer Säurezahl von 43 rag KOH/g Alkyd gestoppte Auf diese Weise wurde ein Alkyd mit einem Paktor von Molgewicht pro Doppelbindung von 332 und einer Menge an freien funktioneilen Gruppen von 86 mg KOH/g Alkyd erhalten» 50 Teile dieses Alkyds wurden mit 23 Teilen Styrol, das 0,01 Teile Toluo!-Hydrochinon enthielt, vermischt« Die Viskosität des Harzes bei 25 0C lag bei 350 cps„ Die Wärme« verformungstemperatur (ASTM D 648) betrug 85 °C«
Beispiel 9
Das nach Beispiel 8 erhaltene Harz wurde verwendet, um bei Raumtemperatur eine Kraftfahrzeugstoßstange5 die mit 35 % Glasfasern aus einer Matte mit kontinuierlichen Fäden verstärkt war? unter Verwendung der im Beispiel 2 beschriebenen Süritztechnik zwischen zusammengefügte Pornen herzustellen«.
221 353
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AP C 08 P/221' (57 492/11)
Die Bestimmung der mechanischen Eigenschaften erfolgte entsprechend der ASTH-Norm anhand von vom Produkt genommenen Proben und führte zu folgenden Y/erten:
Biegefestigkeit-Bruch (ASTM.D 730) 2.500 kg/cm2 Izod-Schlagfestigkeit (ASiM D 256) 220 kg/cm2.
Beispiel 10
780 Teile Maleinsäureanhydrid und 300 Teile Phthalsäureanhydrid wurden mit 1.360 Teilen 1,2 Dipropylenglykol auf her-, kömmliche Weise bei 190 0C in einer InertgasatmoSphäre umgesetzt« Mach Erreichen einer Säurezahl des Alkyds von 45 mg KOH/g Alkyd wurde die Reaktion gestoppt« Auf diese Weise wurde ein Alkyd mit einem Paktor von Molgewicht pro Doppelbindung in Höhe von 280 und einer Menge an freien funktioneilen Gruppen von 90 mg KOH/g Alkyd erhalten«
2000 Teile dieses Alkyds wurden mit 900 Teilen Styrol, das 0,6 Teile Hydrochinon enthielt, gemischt. Die Viskosität des Harzes bei 25 0C lag bei 340 cps. Die Wärmeverformungstemperatur (HDT) des gehärteten Harzes wurde entsprechend
C.
ASTM-Uorm D 648 gemessen und lag bei 90 °n
Beispiel 10 a
Das entsprechend Beispiel 10 erhaltene Harz wurde verwendet, um auf herkömmliche Weise in der Kälte durch Vakuumformtechnik eine Sandwich-Platte mit einer Gesamtdicke von 100 mm herzustellen, die aus zwei äußeren Schichten aus glasfaserstärkt em Harz, das 30 % Stapelfasermatten mit einem Gewicht von 450 g/m und einer Dicke von 3 min enthielt und 94 mm expandiertem Polyurethan mit einer Dichte von 40 kg/nr bestand.
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AP C 08 P/221 353 (57 492/11)
An Testproben, die von den glasfaserverstärkten Schichten des Produktes genommen wurden, wurden mechanische Prüfungen durchgeführt und führten zu folgenden Ergebnissen: ' ·
Elastischer Biegemodul (ASTM D 790) 67*000 kg/cm2
Biegefestigkeit-Bruch (ASTM D 790) 2*300 kg/cm2 ·
Schlagfestigkeit (ASTMD 256) 100 kg cm/cm« """"
Das nach Beispiel 10 erhaltene Harz wurde verwendet, um nach Zugabe von 5 Teilen Cetylalkohol und 5 Teilen Stearinsäure/ 100 Teilen Harz unter Anwendung der herkömmlichen Faser-Wickeltechnik einen Tank herzustellens der mit 50 % Glasfasern in Form von Endlosgarnen mit einem Wickelwinkel von 50° verstärkt war«
Mechanische Eigenschaften wurden entsprechend den ASTM-ITormen an Testproben durchgefülirt, die dem so erhaltenen Produkt entnommen wurden und führten zu den folgenden Ergebnissen:
Elastischer Biegemodul (ASTII D 790) 15O6OOO kg/cm2 Biegefestigkeit-Bruch (ASTH D 790) 4.000 kg/cm2.

Claims (1)

  1. 221 353
    -16- 8.10,1980
    AP C 08 P/221 (57 492/11)
    Erfindungsanspruch
    · Efiedrigviskose ungesättigte Polyesterharze zur Herstellung von glasfaserverstärkten Produkten durch Techniken wie Spritzguß zwischen gekoppelte Formen, Vakuumformen, Vakuumspritzformen, Formen bei niedrigem Druck, Faser-Y/ickeln, Auftragen von Hand und durch Aufsprühen, gekennzeichnet dadurch, daß sie im wesentlichen ent—
    ^ halten:
    (A) ein Alkyd, hergestellt durch Veresterung von
    (a) Maleinsäureanhydrid und/οder -Säure und/oder Fumarsäure alleine oder in Verbindung mit Phthalsäureanhydrid und/oder -Säure mit
    (b) einem oder mehreren Glykolen, insbesondere im wesentlichen Dipropylenglykol und mindestens
    (B) ein äthylenisch ungesättigtes Monomer, das mit dem Alkyd (A) copolymerisierbar ist und im wesentlichen aus Styrol und/oder Vinyltoluol ausgewählt ist, in einer Menge von 27 bis 34 Gewichtsprozent der Gesamtmenge' von (A) + (B),
    wobei das Alkyd (A) einen Molgewicht/Doppelbindungsfaktor zwischen 200 und 360 und einen Anteil an freien funktioneilen Gruppen (in Form von Hydroxylgruppen und Carboxylgruppen) besitzt, der ausgedrückt in mg KOH/g Alkyd(A), zwischen 80 und 100 einschließlich liegt*
    '21 -3
    -17-. 8.10.1980-
    AP C 08 P/221 (57 492/11)
    2β Ungesättigte Polyesterharze nach Punkt 1, bei denen das copolymerisierbaro Monomer Styrol ist, gekennzeichnet dadurch 5 daß sie die folgenden Viskositätsv/erte, ausgedrückt als epr? bei 25 °C als eine Punktion des Styrolgehaltes in der Gesamtmenge von Alkyd und Styrol besitzen
    ' Gev/ichtsprozent Styrol in der Viskosität *~ 10 % bei 25°0
    27 650 cps
    28 550 cps 31 365 cps 34 .200 cps
    3s Ungesättigte Polyesterharze nach Punkt 1 oder 2S gekennzeichnet dadurch, daß die Komponente (a) Maleinsäureanhydrid gemischt mit Phthalsäureanhydrid ist, die Komponente (b) 1,2 Dipropylenglykol ist und die Komponente (B) Styrol ist«
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