DD152950A5 - Spinnanlage - Google Patents
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Abstract
Bei einer Spinnanlage sind mehrere Spinnstellen (1) und eine Aufwickelvorrichtung (2) fuer die gesponnenen Garne (3) vorgesehen, wobei die Spinnstellen (1) jeweils aus zwei eng nebeneinanderliegenden, gleichsinnig rotierenden Saugtrommeln (13) bestehen, deren die Saugzonen aufweisender Zwickelbereich eine von einem Streckwerk (11) an der einen Trommelstirnseite gelieferte und zu einem Abzugwalzenpaar (12) an der anderen Trommelstirnseite gefuehrte, verstreckte Faserlunte durchlaeuft, der im Zwickelbereich zwischen den Saugtrommeln (13) Huellfasern quer zur Trommellaengsrichtung zugefuehrt werden. Um ein Umwickeln der hergestellten Garne (3) zu vermeiden, werden die zu einem Band (6) zusammengefuehrten Garne (3) in der Aufwickelvorrichtung (2) auf einem gemeinsamen, als Schaertrommel, Zettel- oder Kettbaum ausgebildeten Traeger (4) bandweise aufgewickelt.
Description
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Titel der Erfindung
Spinnanlage
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Spinnanlage mit mehreren Spinnstellen und einer Aufwickelvorrichtung für die gesponnenen Garne, wobei die Spinnstellen jeweils aus zwei eng nebeneinanderliegenden, gleichsinnig rotierenden Saugtrommeln bestehen, deren die Saugzonen aufweisender Zwickelbereich eine von einem Streckwerk an der einen Trommelstirnseite gelieferte und.zu einem Abzugwalzenpaar an der anderen Trommelstirnseite geführte, verstreckte Faserlunte durchläuft, der im Zwickelbereich zwischen den Saugtrommeln Hüllfasern quer zur Trommellängsrichtung zugeführt werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Da die verstreckte Faserlunte bei derartigen Spinnanlagen in dem den Saugtrommeln vorgeordneten Streckwerk gegen eine Drehung festgehalten und im Zwickelbereich zwischen den beiden Saugtrommeln auf Drehung mitgenommen wird, ergibt sich zwischen dem Streckwerk und den Saugtrommeln eine
Eindrehung der verstreckten Faserlunte, welche Eindrehung durch die im Zwickelbereich zwischen den Saugtrommeln der Faserlunte quer zur Trommellängsrichtung, vorzugsweise in Form eines verstreckten Faserverbandes zugeführten Hüllfasern gegen ein Aufdrehen im Falschdrahtsinn fixiert wird. Wegen des den Saugtrommeln nachgeordneten Abzugwalzenpaares, das das Garn undrehbar führt, würde sich ohne Ummantelung der verstreckten Faserlunte mit den Hüllfasern eine ein Aufdrehen bewirkende Gegendrehung der Faserlunte zwischen den Saugtrommeln und dem Abzugwalzenpaar ergeben. Auf Grund der Ummantelung der verstreckten Faserlunte mit Hüllfasern wird jedoch ein Garn erhalten, das wegen des Ansaugens in den sich verjüngenden Keilspalt zwischen den Saugtrommeln und des davon abhängigen Reibungsschlusses mit beiden Saugtrommeln mit hohen Drehzahlen eingedreht und folglich auch mit hohen Geschwindigkeiten abgezogen werden kann.. Darüber hinaus ist eine hohe Gleichmäßigkeit des Garnes gewährleistet, weil die Hüllfasern in Form eines· verstreckten Faserverbandes parallelisiert der die Garnseele bildenden Faserlunte zugeführt werden können. Diese Garne werden nun aufgespult, wobei für jedes Garn eine eigene Spule vorgesehen ist, was bei einer Vielzahl von Spinnstellen die Aufwickelvorrichtung aufwendig und teuer macht. Da die Spulen eine vorgegebene Größe aufweisen sollen, die ibzugsgeschwindigkeit gegenüber anderen Spinnmaschinen jedoch wesentlich höher ist, ergibt sich eine kürzere Spinnzeit zwischen zwei Spulenwechseln, wodurch selbstverständlich die Leistungsfähigkeit einer solchen Spinnanlage nicht voll ausgeschöpft werden kann. Dazu kommt noch, daß die Spulen der Aufwickelvorrichtung üblicherweise nur als Zwischenträger für das Garn dienen, das in Webstühlen weiter verarbeitet wird und zu diesem Zweck für die Webkette aufgebäumt werden muß.
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Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Leistungsfähigkeit der Spinnanlage besser auszunützen unddie hergestellten Garne entsprechend den Bedürfnissen ihrer Weiterverarbeitung aufwickeln zu können.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Spinnanlage der eingangs geschilderten Art hinsichtlich ihrer Aufwickelvorrichtung so zu verbessern, daß die als Zwischenträger für das Garn dienenden Spulen entfallen können und ein die spätere Weiterverarbeitung der Garne in Webmaschinen berücksichtigendes Aufwickeln gewährleistet wird.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die zu einem Band zusammengeführten Garne mehrerer Spinnstellen in der Aufwickelvorrichtung auf einem gemeinsamen, als Schärtrommel, Zettel- oder Kettbaum ausgebildeten Träger bandweise aufwickelbar sind. Durch das Zusammenfassen der Garne mehrerer Spinnstellen zu einem Fadenband und durch das Aufwickeln dieses .Fadenbandes auf einer Schärtrommel, einem Zettel- oder Kettbaum entfällt die Notwendigkeit, die Garne jeweils für sich auf als Zwischenträger dienenden Spulen aufzuwickeln, die dann in Spulengattern zusammengefaßt und der Bäumvorrichtung vorgeordnet werden müssen. Damit wird der Konstruktionsaufwand wesentlich verringert und auch der Platzbedarf wesentlich eingeschränkt, was für die Industrie von ausschlaggebender Bedeutung ist. Außerdem können höhere Laufzeiten ohne Unterbrechung des Spinnvorganges erzielt v/erden, so daß die Leistungsfähigkeit der Spinnanlage besser ausgenützt werden kann.
Voraussetzung für das unmittelbare Aufwickeln der Garne auf einerSchärtrommel, einem Zettel- oder Kettbaum ist selbstverständlich, daß eine entsprechende Abzugsgeschwindigkeit für das Garn erraxht werden kann. Diese Voraussetzung wird durch die Spinnanlage der eingangs geschilderten Art erfüllt, weil deren Garnabzugsgeschwindigkeiten in der Größenordnung der Aufwickelgeschwindigkeit üblicher Bäumvorrichtungen liegen. Als weiterer Vorteil kann angegeben werden, daß das Garn praktisch zugspannungsfrei aus dem Abzugwalzenpaar jeder Spinnstelle entnommen werden kann.
Ob wie beim Schären einzelne Bänder einer Kette mit der der Teilung des Webrietes entsprechenden Dichte oder wie beim Zetteln mit einer geringeren Dichte aufgewickelt werden, spielt für die erfindungsgemäße Anlage keine Rolle, da es nur darauf ankommt, von der Spinnanlage unmittelbar in die Kettvorbereitung einzusteigen, wobei alle Möglichkeiten der Kettvorbereitung offenstehen.
Ausführungsbeispiel
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt._ Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Spinnanlage in vereinfachter Draufsicht,
Fig. 2 diese Anlage schematisch in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht in einem größeren Maßstab und
Fig. 3 die Konstruktion einer Spinnstelle in Seitenansicht.
Wie der Fig. 1 entnommen werden kann, besteht die dargestellte Spinnanlage aus mehreren Spinnstellen 1 mit einer Aufwickelvorrichtung 2, die für die Garne 3 mehrerer
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Spinnstellen 1 einen gemeinsamen, walzenförmigen Träger besitzt, der als Schärtrommel, als Zettel-'oder Kettbaum ausgebildet sein kann. Zum gemeinsamen Aufwickeln der Garne 3 auf dem Träger 4 werden die Garne 3 über einen Teilkamm 5 zu einem Band 6 zusammengefaßt, das über eine Führungsrolle 7 und eine Umlenkrolle 8 dem Träger 4 zugeführt wird, wobei die Teilung des Kammes 5 je nach der gewünschten Fadendichte gewählt ist. Damit die Garne 3 bandweise aufgewickelt werden können, ist der Träger 4 in einem Schlitten 9 drehbar gelagert, der auf einer Führungsbahn 10 in axialer Richtung hin- und herverschoben werden kann. Zum Kreuzen der Fadenlagen kann zusätzlich der Teilkamm 5 mit den Rollen 7 und 8 parallel zum Träger 4 hin- und hergeschoben werden. Ein solches Kreuzen der Fadenlagen kann selbstverständlich aber auch durch eine.entsprechende Bewegung des Trägers 4 erreicht werden.
Je nachdem, welches Verfahren bei der Kettbaumherstellung zur Anwendung kommen soll, kann die Aufwickelvorrichtung in Form einer Schär, Zettel- oder Bäummaschine ausgebildet sein. Der wesentliche Vorteil einer solchen Anlage besteht darin, daß die Aufwickelvorrichtung für die Sp'innanlage zugleich ein Teil der Kettbaumherstellung ist, so daß das Aufspulen der gesponnenen Garne auf Einzelspulen und das Abspulen der in entsprechenden Spulengattern zusammengefaßten Einzelspulen entfällt.
Wesentlich für das unmittelbare Anschließen der Kettbaumherstellung an die Spinnanlage ist eine entsprechende Abzugsgeschwindigkeit für die Garne, wobei die Garne möglichst zugspannungsfrei den Spinnstellen 1 entnommen werden sollen. Diese Bedingungen werden durch die Verwendung
von Spinnstellen erfüllt, bei denen zwischen einem aus mehreren Walzenpaaren bestehenden Streckwerk 11 und einem Walzenabzugpaar 12 zwei parallele, eng nebeneinanderliegende Saugtrommeln 13 angeordnet sind, die gleichsinnig rotieren und einen Saugeinsatz 14 aufweisen, wobei die Saugeinsätze 14 im Zwickelbereich zwischen den Saugtrommeln 13 einander zugekehrte Saugzonen bilden. Durch diese Saugzonen im Zwickelbereich wird nämlich die im Streckwerk 11 verstreckte Faserlunte 15 in den Zwickelbereich hineingezogen, so daß sie an den Mänteln beider Saugtrommeln 13 anliegt und von diesen auf Drehung mitgenommen wird. Über den. Saugtrommeln 13 ist ein weiteres Walzenstreckwerk 16 vorgesehen, dessen durch das Austrit'tswalzenpaar 17 gebildeter Ablauf über den Zwickelbereich der Saugtrommeln liegt. Der verstreckten Faserlunte 15 können somit über das Walzenstreckwerk 16 Hüllfasern in Form von verstreckten Faserlunten 18 zugeführt werden, v/obei die durch das Verstrecken parallelisierter Hüllfasern die Eindrehung der Faserlunte 15 durch eine Ummantelung festhalten.Wegen der erreichbaren hohen Eindrehungszahl kann das gesponnene Garn 3 mit großer Abzugsgeschwindigkeit über das Abzugwalzenpaar 12 den einzelnen Spinnstellen 1 entnommen werden, um der Aufwickelvorrichtung 2 zugeführt zu werden.
Claims (1)
- 223 77!ErfindungsanspruchSpinnanlage mit mehreren Spinnstellen und einer Aufwickelvorrichtung für die gesponnenen Garne, wobei die Spinnstellen jeweils aus zwei eng nebeneinanderliegenden, gleichsinnig rotierenden Saugtrommeln bestehen, deren die Saugzonen aufweisender Zwickelbereich eine von einem Streckwerk an der einen Trommelstirnseite gelieferte und zu einem Abzugwalzenpaar an der anderen Trommelstirnseite geführte, verstreckte Faserlunte durchläuft, der im Zwickelbereich zwischen den Saugtrommeln Hüllfasern quer zur Trommellängsrichtung zugeführt werden, gekennzeichnet dadurch, daß die zu einem Band (6) zusammengeführten Garne (3) mehrerer Spinnstellen (1) in der Aufwickelvorrichtung (2) auf einem gemeinsamen, als Schärtrommel, Zettel- oder Kettbaum ausgebildeten Träger (4) bandweise aufwickelbar sind.HierzuJL_Seifen Zeichnungen
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