DD153032A1 - Dichtungsmuffe fuer kabeleinfuehrung in elektrische geraete - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Dichtungsmuffe aus elastischem Material fuer wasserdichte Kabeleinfuehrung, insbesondere von unrunden, drallmarkierten Kabeln, in elektrische Geraete, wie Feuchtraumschalter, -steckdosen und -abzweigdosen. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, eine einteilige Dichtungsmuffe so zu gestalten, dass ohne erhoehten Aufwand stets eine sichere Abdichtung der Dichtungsmuffe mit einem drallmarkierten Kabel gewaehrleistet ist. Erfindungsgemaess ist die Kabeldurchlassoeffnung der Dichtungsmuffe im Einfuehrungskonus oval ausgebildet und mit konzentrisch verlaufenden, abgerundeten Zungen versehen, deren Anzahl groesser als die Zahl der Einschnuerungen am Kanal ist.
Description
Dichtungsmuffe für Kabeleinführung in elektrische Geräte
%s Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Dichtungsmuffe aus elastischem Material für wasserdichte Kabeleinführung elektrischer Geräte, insbesondere von unrunden drallmarkierten Kabeln, z.B. in Installationsgeräten wie Feuchtraumschalter, - steckdosen und - abzweigdosen.
Charakteristik der bekannten, technischen Lösungen
Dichtungsmuffe aus elastischem Material sind in verschiedenen Formen bereits bekannt. Ihre wesentlichen Merkmale liegen in der Abdichtung mit der Gehäusewand des elektrisehen Gerätes und in der dichten Umschließung des Kabels durch einen Exnführungskonus, dessen Kabeldurchlaßöffnung kleiner als der kleinste einzuführende Kabeldurchmesser gehalten ist. Alle bekannten Leitungseinführungen sind jedoch mehr oder weniger nur für runde Kabel geeignet. Die Entwicklung und Herstellung von drallmarkierten, unrunden Kabeln aus materialökonomischen Gründen brachte Probleme der Abdichtung bei der Einführung dieser Leitungen in ein Gehäuse. Diese Kabel sind dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebsisolierung der einzelnen Adern in einem neuen Verfahren mit einer Schutzisolierung von gleichbleibender Dikke überzogen wurde, wodurch das Kabel keinen kreisförmigen Querschnitt mehr besaß, sondern Einschnürungen, die dem Drall der Adern folgten.
Eingehende vorläufige Untersuchungen ergaben, daß die eingangs genannten Dichtungsmuffen die geforderte Abdichtung drallmarkierter Leitungen nicht mehr gewährleisten und wieder an sich bekannte mehrteilige- Kabeleinführungen mit weichem Gummidichtring und zwei dem Leitungsdurchmesser angepaßten Druckringen eingesetzt werden tnüssen. Als praktikabelste Lösung wurde sogar die Anwendung eines Dichtmittels, z.B. Gurokitt, Wasserkitt,oder Chemieplast vorgeschlagen. Bekannt sind auch Dichtungsvorrichtungen gemäß DE-OS 1515 oder DE-AS 1540 424, nach denen das eingeschobene Kabelende in Form einer durch die axiale Verschiebung des Kabelendes hervorgerufenen Ausstülpung an zwei oder mehr Stellen dichtend umfaSt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die aus einem Membrannippel bestehende Dichtungsvorrichtung außer an der oberen Stirnfläche auch am unteren Rand eine elastische Dichtungsmembran mit zentrischer Bohrung besitzt. Durch die Hintereinanderanordnung zweier membranartiger Wände soll eine doppelte Sicherung gegen Eindringen von Wasser oder dergleichen erreicht werden. Diese Lösung ist jedoch preßtechnisch nicht unproblematisch bzw. verlangt eine aufwendigere mehrteilige Ausführung. Außerdem werden die Einschnürungen von den Dichtungsmembranen überspannt, sodaß Öffnungen bleiben, durch die Wasser eindringen kann. Das gilt auch für die Lösung der Europäischen PA 78 101.771.0 (0 002 789). Hier besteht der Dichtungskörper aus lamellenförmigen, in Achsrichtung unmittelbar hintereinanderliegenden Abdichtungselementen, in welche Kabeleinführungsöffnungen nach Bedarf eingeschnitten und die durch zwischengesetzte halbkreisähnliche Scheiben gegen starke mechanische Beanspruchung geschützt werden.
Ziel der Erfindung ist die Beibehaltung der wirtschaftlichen Vorteile an sich bekannter einteiliger Dichtungsmuffen und
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Vermeidung der o.g. Nachteile für Kabeleinführungen von drallmarkierten Leitungen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elastische, einteilige Dichtungsmuffe für wasserdichte Kabeleinführungen so zu gestalten, daß ohne zusätzlichen oder erhöhten Aufwand stets eine sichere Abdichtung der Dichtungsmuffe mit einem drallmarkierten, unrunden Kabel
AO gewährleistet wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Kabeldurchlaßöffnung der Dichtungsmuffe im Einführungskonus oval ausgebildet ist und konzentrisch verlaufende Zungen besitzt. Nach einem weiteren Merkmal ist der kleinste Radius der ovalen Kabeldurchlaßöffnung kleiner als der Einschnürungsradius des Kabels und der größte Radius der Kabeldurchlaßöffnung kleiner als der Radius des vollen Kabelumfanges. Die Zungen sind gerundet und ihre Anzahl ist größer als die Anzahl äer Einschnürungen am Kabei.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen
25. zeigen
Fig. l: Die Vorderansicht einer Dichtungsmuffe Fig. 2: Die Seitenansicht einer Dichtungsmuffe im Schnitt
A-A der Fig. 1 und
Fig. 3: Die Schnittdarstellung eines drallmarkierten Kabels
Nach Fig. 1 und 2 ist die Kabeldurchlaßöffnung 3 im Einführungskonus 2 der elastischen Dichtungsmuffe 1 oval ausgebildet und besitzt konzentrisch verlaufende Zungen 4. Der kleinste Radius r der ovalen Kabeldurchlaßöffnung 3
ist kleiner als der Einschnürungsradius r. des Kabels 5 und öer größte Radius R der KabeldurchlaSöffnung 3 kleiner als der Radius R. des vollen Kabelumfanges. Die Zungen 4 sind gemäß Fig. 1 abgerundet. Schließlich ist aus der Fig# 1 deutlich zu erkennen, daß die Anzahl der Zungen 4 größer als die Anzahl der Einschnürungen 6 am Kabel 5 ist φ Die abgerundeten Zungen 4 lagern sich abdichtend in die Einschnürungen 6 des drallmarkierten Kabels 5 ein, sodaß kein Wasser mehr ins Innere des Gerätes eindringen kann. Durch die gegenüber der Anzahl der Einschnürungen 6 vergleichsweise größere Anzahl von Zungen 4 ist gewährleistet, daß in jeder Lage des Kabels 5 innerhalb der Dichtungsmuffe mindestens eine Zunge 4 in unmittelbarer Nähe einer Einschnürung 6 liegt.
Claims (4)
1. Dichtungsmuffe aus elastischem Material fur wasserdichte Kabeleinführungen in elektrischen Geräten, z.B. in Installationsgeräten, insbesondere von unrunden, drallmarkierten Kabeln, mit einem membranartigen Einführungskonus, dadurch gekennzeichnet, daß die Kabeldurchlaßöffnung (3) im Einführungskonus (2) oval ausgebildet ist und konzentrisch verlaufende Zungen (4) besitzt.
2. Dichtungsmuffe nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der kleinste Radius (r) der Kabeldurchlaßdffnung (3) kleiner als der Einschnürungsradius (r.) des Kabels (5) und der größte Radius (R) der Kabeldurchlaßöffnung (3) kleiner als der Radius (Ri4) des vollen Kabelumfanges ist.
3. Dichtungsmuffe nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zungen (4) gerundet sind.
4» Dichtungsmuffe nach Punkt 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Zungen (4) größer als die Anzahl oer Einschnürungen (6) am Kabel (5) ist.
Hie*?.u/1 Seite Zeichnung
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1980
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