DD153395A1 - Verfahren und vorrichtung zum durchlaufbeizen von band - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung beinhaltet ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Durchlaufbeizen von Band und bezieht sich insbesondere auf die Oberflaechenbehandlung von Kupfer und Kupferlegierungen mit dem Ziel, ein intensives Beizen ohne Vorwaermen der Beizfluessigkeit zu gestatten, eine unterschiedliche Beizgeschwindigkeit zuzulassen und mit einem geringen Platzbedarf auszukommen. Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Verfahren zum Beizen von Band im Durchlauf und eine Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens zu entwickeln, die eine Zufuhr von Luft zur Beizfluessigkeit ermoeglichen und ein intensives Beizen in einem verringerten Beizbadvolumen bei geringem Platzbedarf zulaesst. Die Aufgabe wird erfindungsgemaess dadurch geloest, dass das Band eine dem Vorratsbehaelter abgetrennte Beizstrecke durchlaeuft, in der ein Beizfluessigkeits-Luft-Gemisch auf das Band aufgebracht wird und ueber dieses stroemt und danach aus der eigentlichen Beizstrecke in den Vorratsbehaelter zurueckgefuehrt wird. Neben dem Durchlaufbeizen kann die Erfindung beim Spulen und Entfetten Anwendung finden.
Description
Verfahren und Vorrichtung zum Durchlaufbeizen von Band A nweηdu Dgs gebiet der Erf i η dung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Durchlaufbeizen von Band aus insbesondere Kupferwerkatoffen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Ea sind Verfahren zum Beizen von Kupfer und Kupferle— gierungen ira Durchlauf bekannt. Das Beizgut wird üblicherweise in einer 5 bis 20$>igen Schwefelsäurelösung entweder bei Raumtemperatur oder bei etwa 50 C gebeizt. Anschließend an das Beizen wird das Beizgut gespült, getrocknet und aufgehaspelt (W. Machu "Oberflächenvorbehandlung von Eisen- und Nichteisenmetallen", 2, Auflage 1957 Leipzig S. 536), Nachteilig ist jedoch hierbei, daß die erforderliche Verweilzeit des Beizgutes im Beizbad vom Veranderungsgrad des Beizgutes und von der Konzentration und Temperatur der Beislösung abhängt. Stark verzundertes Beizgut erfordert längere Beiszeiten, so daß die Produktivität des Beiaverfahrens verringert ist.
Zur Erhöhung der Beisgeschwindigkeit wird deshalb ein
Erwärmen, Ruhigen oder Bewegen des Beizbades vorgesehen, oder in das Beizbad wird Luft eingeblasen (W# Mactm, a. a, 0. S. 515). Das Erwärmen, Rühren und Bewegen des Beizbades ist energieaufwendig und fördert das unerwünschte Verdampfen von Beizflüssigkeit. Zum wirksamen Einblasen von Luft in das Beizbad muß der Boden des Beizbehälters mit einer Vielzahl von Blasrohren versehen werden. Diese Anordnung erfordert Aufwendungen für die Wartung und die Abdichtung der Blasrohre bzw, des Beizbehälters und verringert die nutzbare Höhe des Beizbades.
Bekannt ist durch die DE-OS 177193*1 eine Vorrichtung zum Durchlaufbeizen von Draht und Band. Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus drei miteinander zusammenhängenden Behältern, die durch Trennwände abgeteilt sind. Für den Kreislauf der Beizflüssigkeit sind Pumpen, Vorratsbehälter und Überstromöffnungen vorhanden. Nachteilig ist das Umwälzen der gesamten Beizbadmenge. Die Überstrb'möffnungen liegen unter dem Flüssigkeitsspiegel, so daß ständig ein beträchtlicher Überschuß an Beizflüssigkeit gefördert werden muß, um eine ausreichende Beizwirkung zu erzielen. Die Vorrichtung erfordert eine relativ große Baulänge, um die erforderliche Verweilzeit des Beizgutes zu gewährleisten. Dadurch kann die Vorrichtung nur in solche Anlagen eingeordnet werden, die ausreichend Platz zur Verfügung haben.
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Durchlaufbeizen von Band aus insbesondere Kupferwerkstoffen zu entwickeln, die ein intensives Beizen ohne Vorwärmen der Beizflüssigkeit gestatten und die eine unterschiedliche Beizgeschwindigkeit zulassen und mit einem geringen Platzbedarf auskommen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Ausgehend von den bekannte» Verfahren zum Beizen von Band im Durchlauf, die für eine intensive Oberflächenbehandlung von einer Erhöhung der Säurekonzentration und/oder der Badtempera tür, oder von einem Einblasen von Luft Gebrauch machen müssen und folglich einen hohen Bedarf an Beizsäure und Energie aufweisen und ausgehend von den bekannten Vorrichtungen zum Beizen von Band im Durchlauf, bei denen ein großer Volumenstrom an Beizsäure in Bewegung gehalten werden muß, um das Beiizverfahr'en durchzuführen und die einen verhältnismäßig großen Platzbedarf benötigen, stellt sich die Erfindung die Aufgabe, ein Verfahren zum Beizen von Band іш Durchlauf und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zu entwickeln, die eine Zufuhr von Luft zur Beizflüssigkeit ermöglichen und ein intensives Beizen in einem verringerten Beizbadvolumen bei geringem Platzbedarf zuläßt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Band eine dem Vorratsbehälter abgetrennte Beizstrecke durchläuft, in der ein Beizflüssigkeits-Luft-Gemisch auf das Band aufgebracht wird und über dieses strömt und danach aus der eigentlichen Beizstracke in den Vorratsbehälter zurückgeführt wird. Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht aus einem Vorratsbehälter, einer dem Vorratsbehälter zugeordneten Beizstrecke, die das durchlaufende Beizgut aufnimmt und die wenigstens mit einem Zulauf zum Zuführen des Beizflüssigkeits-Luft-Gemisches und wenigstens einem Ablauf zum Abführen der Beizflüssigkeit in den Vorratsbehälter versehen ist und aus einer die Beizflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter in den Zulauf der Beizstrecke fördarndon Pumpe.
- Z1 -
In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ivird das Beizflüssigkeits-Luft-Geraisch durch Einleiten von Luft in den Zulauf der Beizstrecke, der mit Beizflüssigkeit gefüllt- ist, erzeugt.
Die Beizstrecke ist vorzugsweise oberhalb des Vorratsbehälters angeordnet, sie kann aber auch neben oder in dem Vorratsbehälter angeordnet sein. Der Zulauf zum Zuführen des Beizflüssigkeits-Luft-Geraisches ist vorzugsweise raittig an der Beizstrecke angeordnet, er kann jedoch auch in Einlaufrichtung oder in Auslaufrichtung des Beizgutes versetzt angeordnet sein und mit der Einlauföffnung oder der Auslauf öffnung der Beizstrecke zusammenfallen. Die Beizstrecke besteht vorzugsweise aus einem Rohr, das mit einem Zulauf versehen ist und eine Einlauf öffnung und eine Auslauf öffnung zum Durchlaufen des Beizgutes aufweist, die gleichzeitig als Ablauf zum Abführen der Beizflüssigkeit dienen.
Die Beizstrecke kann auch wannenförmig ausgebildet sein.
Sofern die Beizstrecke im Vorratsbehälter angeordnet wird, werden der Beizstrecke zweckmäßigerweise Führungsrollen zugeordnet. Unabhängig von der Führungsrolle an der Auslauföffnung kann der Beizstrecke ein Quetschrollenpaar zum Abstreifen der vom Beizgut mitgerissenen Beizflüssigkeit zugeordnet werden. In einer anderen Ausführungsform wird der Führungsrolle eine Quetschwalze zugeordnet, so daß die Führungsrolle außerdem die Funktion einer Quetschwalze erfüllt. Vorratsbehälter und Beizstrecke werden zweckmäßigerweise mit einer Abdeckhaube und einer Absaugung versehen.
Das Erzeugen eines Gemisches aus Beizflüssigkeit und Luft kann in besonders vorteilhafter Weise durch eine Pumpe erfolgen, die die Beizflüssigkeit in <ß.ie Beizstrecke mittels eines Luftstromes fördert, z, B. eine sogenannte Mammutpumpe.
Das Prinzip der Mammutpumpe beruht darauf, daß ein Rohrsenkrecht in die Beizflüssigkeit eingetaucht ist und mittels Luft, die unterhalb des Flüssigkeitsspiegels in das Rohr eingeblasen wird, ein Beisflüssigkeits-Luft-Geraisoh an da3 einlaufende Beisgut gefördert werden kann.
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt in Fig. 1 die erfindungsgemäPe Vorrichtung in Betrieb beim Beizen eines Bandes im Durchlauf.
Die dargestellte Vorrichtung zum Durchlaufbeizen eines Bandes 1 besteht aus einem Vorratsbehälter 2, der mit Beizflüssigkeit gefüllt ist. In die Beizflüssigkeit taucht eine Mammutpumpe, bestehend aus dem Forderrohr 3» eiern Anschlußrohr k für Luft und dem Ausflußtrichter 5 ein. Über dem Beizflüssigkeitsspiegel und unter dem Ausflußtrichter 5 ist der Beizkanal 6 angeordnet, der das durchlaufende Band 1 umschließt und der am Bandeinlauf und ara Bandauslauf mit Führungsrollen 7 versehen ist. Auslaufseitig be-, finden sich am Vorratsbehälter 2 Abquetschrollen 8 für die auf dem Band 1 befindliche Beizflüssigkeit, Die gesamte Vorrichtung ist mit einor Abdeckhaube 9 einschließlich Absaugung versehen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende. Das Band 1 wird mittels der Führungsrollen 7 durch den Beizkanal б geleitet.
Aus dem gefüllten Vorratsbehälter 2 gelangt die Beizflüssigkeit über die sogenannte Mammutpumpe in den Beizkanal 6 und damit an das zu beizende Band 1. Das Heben der Beizflüssigke.it erfolgt mittels Luft über das AnschluBrohr k, wobei im Förderrohr 3 ein Beizflüssigkeits-Luft-Gemisch entsteht, welches über den Ausflußtrichter 5 den direkten Beizvorgang bewirkt. Mitgerissene Beizflüssigkeit am Band wird durch die Abquetschrollen 8 in den Vorratsbehälter 2 zurückgeleitet. Durch die Turbulenz des Beizflüssigkeits-Luft-Gemisches wird mit dieser Vorrichtung eine hervorragende Beizwirkung erzielt.
Claims (2)
- - 7 Erf indungsanspruoh1, Vorfahren zum ,Dur-chlauf beizen von ВапД aus insbesondere Kupferwerkstoffen mittels eines bewegten Beinbades und in das Beizbad eingeblasener Luft, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Beizbad ein Beisflüssigkeitsteilstrom abgezweigt, mit Luft vermischt und das Beizflüssigkeits-Luft-Gemisch auf das eine Beizstrecke durchlaufende Beizgut gefördert und naoh der Einwirkung wieder dem Beizbad zugeführt wird.2» Verfahren nach Punkt 1, d. g., daß der Beizflüssigkeitsteilstrom mittels Luft gefördert wird.3, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1, d. g, , daß sie aus einem Vorratsbehälter (2) für die Beizflüssigkeit, einem Beizkanal (6) mit den Führungsrollen (7) sowie aus einer Beizflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter (2) fordernden Mammutpumpe besteht.k. Vorrichtung nach Punkt 3, d., g,, daß die Mammutpumpe aus dem Förderrohr (З), dem Anschlußrolir (U) für Luft und dem Ausflußtrichter (5) besteht.5. Vorrichtung nach Punkt 3, d. g, , daß Abquetschrollen (8) für mitgerissene Beizflüssigkeit am Bandauslauf des Vorratsbehälters (2) angeordnet sind.6. Vorrichtung nach Punkt 3» el. g# > daß der Beizkanal (6) in seiner Querschnittsfогщ dam jeweiligen Beizgut angepaßt ist,
- 7. Vorrichtung nach Punkt 3» <j· g» » daß zura VerschJ-uß eine Abdeckhaube (9) mit Absaugung angebracht ist.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3629894A1 (de) * | 1986-08-29 | 1988-03-03 | Mannesmann Ag | Anlage zur oberflaechenbehandlung von kontinuierlich durchlaufenden baendern, insbesondere beizanlage |
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1980
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