DD153681A5 - Verfahren zur herstellung von 5-(halogenphenyl)-salicyl-saeureverbindungen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 5-(halogenphenyl)-salicyl-saeureverbindungen Download PDF

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DD153681A5
DD153681A5 DD80224759A DD22475980A DD153681A5 DD 153681 A5 DD153681 A5 DD 153681A5 DD 80224759 A DD80224759 A DD 80224759A DD 22475980 A DD22475980 A DD 22475980A DD 153681 A5 DD153681 A5 DD 153681A5
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, bei dem ein neues Palladiumkatalysatorsystem verwendet wird, das enthaelt Palladium zusammen mit C tief1-tief2 COO&-Liganden, und Halogenliganden, wobei die Molekulargewichtsprozente, bezogen auf das gesamte Ligandemolekulargewicht d. C tief1-2COO&-Liganden 30 bis 60 % betragen, und worin das Verhaeltnis des Gesamtmolekulargewichts der Liganden zu dem Molekulargewicht des verwendeten Palladiums 4:1 bis 10:1 betraegt, und einen Katalysatorregenerationsanteil, enthaeltend 0,1 bis 8,0 Teile Phosphomolybdaenvanadinsaeure pro Teil Palladiumkatalysator und mindestens 20 Teile eines loeslichenmachenden Mittels, ausgewaehlt aus Aethylencarbonat, Propylencarbonat und Sulfolan, pro Teil Palladiumkatalysator.

Description

AP C 07 C/224 759
(58 262/12)
Die Erfindung betrifft ein neues Verbessertes Verfahren zur Herstellung von 5i-(Halogenphenyl)-salicylsäure-Verbindungen„ bei dem eine Halogenbenzolverbindung oxidativ an einen Alkylester der Salicylsäure gekuppelt wird, gefolgt von der Hydrolyse des EsterSe '
InBbesondere betrifft die Erfindung die Herstellung von 5-(2r 4~Bi'fluorphenyl^salicylsäure, einem wichtigen antiinflammatoriachen und anaigetischen therapeutischen Mittel«
Charakt er istikτ der bekannt en t echn i s chen Lös ungen
Die frühe Verwendung von Palladiumchloridkatalysatoren bei der Oxidation von Olefinen führte. Van Helden et al., zu einem Verfahren zur ox^dativen Kupplung von aromatischen Verbindungen mit Palladiumsalzen0 Vgl» Smidt Chemo and Ind., Jane 13s 1962, Seiten 54 - 61| und Van Helden und Verberge Recueil, 84S Seiten 1263 - 1273 (1965)«. Verschiedene Modifikationen dieser oxjfdativen Kupplungsverfahren und verwandter Kuppl längsverfahren, wurden zur Debatte g.estell.-te Vgl« Stephen-Bon et al·, J« Chenu SocOJ Seiten 3632 - 3640 (1965)* Iataaki und Yoshimoto, Je0rge Chein*,. Band 38^ Hre .1, Seiten 76 - 79 (1973)$ Pujiuara et ale? Bulle Cheine Soc« Jap., Band 43s Ir* 3, Seiten 863 - 867 (1970) j Arzournanidis und Rauchs Chemiechif November 1973S Seiten 700 - 702j und Rudenkov et al*j Kinetika i Kataliz, Band .18, Nr.. 4, Seiten 915.-920 (IST?)! Davidson und Triggs, J* Chenu Soc4> Seiten 1331 ~ I334 (196s)* Jedoch erwiesen sich die Verfahren des Stands der Technik bei der Anwendung auf die Herstellung von 5-(Halogenphenyl)-salicylsäureverbindungen nicht nur als stöchiometrischg de h* nicht-katalytischj sondern auch als unselektivj d* h·^ sie führten zu "dem.· gewünschten Produkt in geringex'i
. -2-- · 27.4.1931
AP O 07 C/224 (58-262/12)
Anteilen im Vergleich mit anderen unerwünschten Produkten,» So haben sich die Verfahren des Stands der Technik als unbrauchbar erwiesen«, Das zu überwindende, der Herstellung von 5-(Halogenphenyl)~salicylsäureverbindungen durch direkte Kupplung einer Halogenbenaolverbindung und eines Alkylesters der Salicylsäure, beispielsweise Methylsalicylat, innewohnende Problem liegt in der sehr geringen Reaktionsfähigkeit der Halogenbenzolverbindung im Vergleich mit der sehr großen Reaktionsfähigkeit des Alkylesters der Salicylsäure« So ist das vorliegende Produkt der Kupplungsreaktion beispielsweise Bis-(tnethylsalicylat )e " .
Ziel der Erfindung ' ' . ·
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines verbesserten Verfahrens zur Herstellung von 5~(Halogenphenyl^salicylsäure verbindungen mit dem hohe Ausbeuten und ein hoher Katalysatsrumsatz erzielt v/erden können*
Darlegung; des ,Wesens der. Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe !zugrunde, eine stark ver-. besserte ProduktSelektivität durch eine neue Kupplungsverfahrensweise j insbesondere durch eine neue Katalysator-Zusammensetzung zu erreichen^
AP C 07 C/224 759 (58 262/12)
Durch die Erfindung wird ein neues verbessertes Verfahren zur Herstellung von 5~(Halogenphenyl)-salicylsäureverbindungen der Formel ' . .
(I6)
•GOOH
bereitgestellt j worin
η 1 oder 2 ist ι and
Σ Chlor" oder Fluor darstellte
Insbesondere wird durch die. Erfindung ein neues verbessertes Verfahren zur Herstellung der Verbindung 5-(2,4-Difluorphenyl) salicylsäure bereitgestellt, die die folgende Strukturformel aufweist:
OH
Ie Ausgangsmaterialien für das neue, verbesserte erfindungsgemässe"Verfahren sind Alkylester der Salicylsäure der Formel
worin R C, C.-Alkyl ist; und Halogenbenzolverbindungen der Formel
(IV.)
worin X und η , wie vorstehend beschrieben sind.
Ist· gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die hergestellte Verbindung 5- (2,4-Difluorphenyl)-salicylsäure, so
• - 3 -
16304 #% m, Ά *® &* g^ „5
sind die Ausgangsmaterialien Methylsalicylat und m-Difluorbenzol.
Die neue verbesserte Methode gemäss der Erfindung ist ei« Zweistufenverfahren, bei dem in der ersten Stufe die Ausgangsmaterialien oxidativ gekuppelt werden mittels eines Palladiumkatalysatorsystems, das zu einem hohen Umsatz und einer guten Selektivität führt. In der zweiten Stufe wird das Alkylesterprodukt hydrolysiert, unter Bildung des Endprodukts der Formel I.
Das eigene-jbei der neuen erfindungsgemässen Methode verwendete Paiiadiumkatalysatorsystem führt, wie angegeben,zu einer guten Selektivität und einem hohen Umsatz. Zusammen führen diese Charakteristika zu einem Verfahren mit wesentlich verbesserter Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit.
Die Selektivität bezieht sich auf die Fähigkeit des Katalysatorsystems, das gewünschte Endprodukt im höchstmöglichen Anteil im Vergleich mit der Erzeugung anderer unerwünschter Endprodukte zu erzeugen. Bei der Herstellung von -5-(Halogenphenyl)-salicylsäureverbindungen ist dies ein wesentliches Charakteristikum des Katalysatorsystems, da, wie bereits vorstehend beschrieben, die 5-(Halogenphenyl)-salicylsäureverbindung gewöhnlich nur in geringen Anteilen erzeugt wird, wohingegen der Bis-(salicylsäurealkylester) das vorherrschende Produkt ist, zusammen mit anderen unerwünschten Endprodukten.
Der Umsatz bezieht sich auf die Anzahl der Maie, die ein Katalysatorsystem fähig ist, die Reaktionskomponenten in Endprodukte umzuwa.nde.ln, bevor es inaktiviert wird. Wie bereits vorstehend beschrieben, wurde gefunden, dass die Palladiumkatalysatorsysterne des Stands der Technik bei der Anwendung auf die Herstellung von 5-(Halogenphenyl)-salicyisä-ureverbindungen wie bei dem erfindungsgemässen Verfahren nur einen Umsatz' ergeben. Im Gegensatz hierzu ist das erfindungsgeiaässe Verfahren dazu geeignet,
•,. ' '' '.*
*# -J- · . 27.4.1961
. . AP C 07 C/224 759
(58 262/12)
von 200 Umsätzen aufwärts von einer evtl. Inaktivierung zu. ergebene '
Es ist ersichtlich, daß die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens verbessert werden, wenn entweder die Selektivität allein oder der Umsatz oder beide zusammen des Katalysatorsystems vergrößert werden. Tatsächlich sind die gesamten Mole des gewünschten Endprodukts, die pro Mol Katalysator gebildet werden, was einen Ausdruck für die Gesamtleistungsfähigkeit des Katalysatorsystems darstellt s das Produkt der Selektivität, multipliziert mit der Anzahl der Umsätze* .
Im Einklang mit den Verfahrensweisen des neuen verbesserten erfindungsgemäßen Verfahrens.umfaßt der Katalysatoranteil des Palladiumkatalysat er syst ems Palladium, Pd+"1", zusammen mit Cj o^OO"4·» d» h. Acetat- oder Propionat-, Trifluoracetat-, Trichloracetat-, Pentafluorpropionat-, oder andere geeignet substituierte CLo Carboxylate, vorzugsweise Acetatliganden und .Halogenliganden, ausgewählt aus Br", Cl~ und P~, vorzugsweise Chlorliganden« _ .
Man nimmt an, daß die Selektivität des Katalysators dadurch verbessert wird, daß die geeignete Elektrophilität des Katalysators durch Erzielung eines geeigneten Verhältnisses der Liganden erreicht wird. Es wurde gefunden, daß die Molekular« gewichtsprozente des C1_2^0(->'°'-Ligangen 30 bis 60 % des gesamten Liganden-Molekulargewichts betragen müssen, um die gewünschte Selektivität zu ergeben« Die Molekulargewichtsprozente des Acetatliganden beispielsweise erhält man, wenn der andere Ligand Chlor ist, aus der folgenden Formel?
Mol CPi3COO"
Mol CH3COO"* + Mol Cl~
χ 100
Die Molekulargewichtsprozente des Halogenliganden betragen
100 % minus die C. „C00 -Liganden-Molekulargewichtsprozent und'
sind so 40 bis 70 %. Vorzugsweise beträgt das Molekulargewichtsverhältnis von C1-COO - und Halogenliganden 1:1, '
Der C, 2C00 -Ligand wird am wirksamsten bereitgestellt unter Verwendung von Palladiumacetat, Pd (.CH^COO) ~ oder Palladium-' propionat in dem System. Alkalimetallacetat oder -propionat, vorzugsweise Natriumacetat, CH-COONa,wird anschliessend verwendet, um zusätzliche Mengen an C1 -COO-Ligand bereitzustellen. Der Halogen-, vorzugsweise Chlorligand wird unter Verwendung des geeigneten Halogensalzes von Lithium, Natrium oder Tetra-(alkyl)-ammonium, vorzugsweise Natrium, bereitgestellt. So ist es bevorzugt, Natriumchlorid, NaCl,-zu verwenden, um den zweiten Liganden bereitzustellen. Im Gegensatz hierzu ist es jedoch auch möglich, Palladiumchlorid, Pd(Cl)9 und Natriumacetat zu verwenden, um die notwendigen Liganden bereitzustellen. So ist das Gleichgewichtsverhältnis der Liganden wichtiger als ihre ursprüngliche Quelle.
Durch Verwendung eines geeigneten Ligandengleichgewichts, wie vorstehend beschrieben, wurde es möglich, die Selektivität des Katalysatorsystems von etwa 15 %,gemäss 'der Lehre des Stands der Technik, auf etwa 20 % anzuheben.
Die Molekulargewichtsanteile der C1-COO und Halogenliganden wurden vorstehend beschrieben. Es ist jedoch auch wichtig, das richtige Molekulargewichtsverhältnis von Liganden zu Palladium zu verwenden. So sollte das Verhältnis der gesamten Molekulargewichtsmenge der Liganden, d. h. die Summe von C1-9COO und Halogen zu der Molekulargewichtsmenge des verwendeten Palladiums 4:1 bis 10:1 betragen und· liegt vorzugsweise in der Nähe von 4:1.. Sind, so die Liganden Acetat und Chlor, so sind die bevorzugten Gesamtverhältnisse von -Palladium:Acetat:Chlor 1:2:2.
Die Menge des verwendeten Palladiumkatalysators, vorzugsweise als Acetat, beträgt 0,1 bis 4,0 Teile für jede 500 Teile auf molekularer Basis der als Ausgangsmaterial verwendeten Halogenbenzolverbindung. Wie jedoch verständlich, ist die Verwendung grösserer oder geringerer Mengen an' Katalysator nicht kritisch, und die Wahl der Menge richtet sich in erster Linie nach wirtschaftlichen Gründen« Dies ist vom Wesen der vorliegenden Erfindung zu unterscheiden, in der Bereitstellung eines Palladiumkatalysatorsystems, dass per se eine stark verbesserte Leistungsfähigkeit besitzt. Die Ausgangsmaterialien selbst, die Halogenbenzolverbindung und der Salicylsäurealkylester, werden in etwa stöchiometrischen Mengen verwendet, d..h. auf einer Molpro-Mol-Basis, obwohl die Reaktionskinetiken, insbesondere da diese durch das Palladiumkatalysatorsystem beeinflusst werden, das bevorzugte Verhältnis der Ausgangsmaterialien vorschreiben. Es hat sich auch als günstig erwiesen, dieses erwünschte Verhältnis von Ausgangsmaterialien während des Verlaufs der Reaktion durch kontinuierliche Beschickung des Salicylsäurealkylester-Ausgangsmateriaüs zu erhalten .
Eine weitere bedeutende Komponente des Katalysatoranteils des Palladiumkatalysatorsystems gemäss der Erfindung ist eine die Reaktion fördernde. Säure. Diese Säure sollte eine organische Säure anstelle einer Mineralsäure sein, und geeignete Säuren sind.beispielsweise Ameisensäure; Essigsäure; Propionsäure; Buttersäure; Mono-, Di-, und Trichloressigsäure; Mono-, Di- und Trifluoressigsäure; Perchlorsäure; und Methansulfonsäure. Die die Reaktion fördernde Säure wird in Mengen von 10 bis 100 Teilen pro Teil auf molarer Basis des Palladiumkatalysators verwendet.
Im Hinblick auf die verbesserten Umsatzzahlen für das Katalysator.systein wird, wenn die Umsatzzahl 1 ist und die Reaktion eher stöchiometrisch als katalystisch abläuft, wie bei einigen Methoden des Stands der Technik, gefunden, dass das Palladium
.16304 * ^
gewöhnlich als Palladium-Schwarz ausgefallen ist und so nicht länger als Katalysator funktionieren kann. Im Gegensatz hierzu ermöglicht das neue erfindungsgemässe verbesserte Verfahren eine Regenerierung des Katalysators viele Male vor einer evtl. Inaktivierung, wodurch man eine sehr hohe Umsatzzahl erhält.
So enthält gemäss den Arbeitsgängen des erfindungsgemässen Verfahrens der Katalysator-Regenerationsteil des Palladiumkataly-' 'satorsystems
a) ein löslichmachendes Mittel, das Äthylencarbonat, Propylen-
. oarbonat oder Sulfolan, vorzugsweise Äthylencarbonat enthält; und
b) ein Oxidationsmittel, das eine Phosphomolybdänovanadinsäure enthält.
Phosphomolybdänovanadinsäuren sind Heteropolysäuren der Formel H3 / PMo12_ V 0. 7, worin η 1 bis 4 bedeutet. Eine bevorzugte Säure dieses Typs ist die, worin η die Bedeutung von 2 hat mit der folgenden Formel: H1-PMo1nV5O4n. Für Einzelheiten, die die Herstellung von Verbindungen dieses Typs betreffen, vgl. Kokorin, Zh. Obshch. Khim., 24, 966 (1954). Säuren dieser Art wurden bisher verwendet, um Palladiumkomplexe zu regenerieren; vgl. Matveev et al., Kinetika i Kataliz, Vol. 18, Nr. 2, Seiten 380 - 386 (1977) und Rudenkov et al., wie vorstehend genannt. Jedoch findet sich im Stand der Technik keine Lehre über das einzigartige Katalysatorregenerationssystem, das beim erfindungsgemässen Verfahren verwendet wird, das eine wesentlich •verbesserte /anzahl von Umsätzen ergibt.
Die Menge an Phosphomolybdänvanadinsäure, die verwendet wird, liegt bei 0,1 bis 3,0 Teilen pro Teil -auf Molbasis des verwendeten Paliadiumkatalysators, obwohl Mengen im Überschuss von 3,0 Mol bis zu 8,0 Mol oder, mehrere Mole verwendet werden können,
16304· 9OA III 9 -ίο-
ohne die Regeneration des Palladiumkatalysators nachteilig zu beeinflussen. Vorzugsweise wird die Phosphomolybdänvanadinsäure auf einer Mol-pro-Mol-Basis verwendet.
Die verbleibende Komponente des Katalysatorregenerationsahteils des Palladiumkatalysatorsystems, das beim erfindungsgemässen Verfahren verwendet wird, das löslichmachende Mittel, vorzugsweise Äthylencarbonat, wird in Mengen von mindestens 20 Teilen pro'Teil auf Molbasis des verwendeten Palladiumkatalysators verwendet. Jedoch fungiert das löslichmachende Mittel im wesentlichen als ein Lösungsmittel und dementsprechend können Mengen, die beträchtlich über 20 Teilen pro Teil des Palladiumkatalysators liegen, ohne Nachteil verwendet werden.
Die erste Stufe des neuen verbesserten Verfahrens gemäss der Erfindung wird bei einer Temperatur von 80 bis 1500C, vorzugsweise von 90 bis 120C durchgeführt. Die Reaktion wird in einer Sauerstoffatmosphäre bei einem Druck im Bereich von Atmosphärendruck bis zu einem Überdruck von 51,7 bar (bzw. Druck von 750 p.s.i.g.) durchgeführt.
In der zweiten Stufe des erfindungsgemässen Verfahrens wird der in der ersten Stufe des Verfahrens erhaltene Alkylester der 5-(Halogenphenyl)-salicylsäureverbindung hydrolysiert unter Bildung der entsprechenden Salicylsäure. Diese zweite Stufe wendet die bekannten Hydrolysetechniken an. So kann beispielsweise der Alkylester zuerst unter Rückfluss· mit wässrigem Natriumhydroxid behandelt, gekühlt, angesäuert, mit Toluol extrahiert und schliesslich kristallisiert werden unter Bildung des endgültigen Säureprodukts.
Im folgenden wird eine Liste der Bestandteile und Mengen aufgeführt, die in einer typischen Erststufenreäktion für das erfindungsgemässe Verfahren verwendet werden:
Verbindung
27.4.1981.
AP C 07 C/224
(58 262/12)
Menge
m^Pifluorbenzol . 510 mMol
Methylsalicylat 389 mMol
Palladiumacetat T mMol
Natriumchlorid " 2 mMol
Phosphomoiybdänvanadin-· säure
.1 ωΜοΙ 227 mMol 33 mMol
Äthylencarbonat Essigsäure
Zusammenfassend läßt sich das neue erfihdungsgemäße Verfahren als ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel beschreiben, das folgende Stufen umfaßtϊ
a) Kombination in Anwesenheit eines Palladiumkatalysatorsystems und bei einer Temperatur von 80 bis I50 0C und unter einer Sauerstoffatmosphäre bei einem Druck von Atmosphärendruck bis zu einem Überdruck von 51$7 bar (bzw* Druck von 750 p«.seieg»)j einer Halogenbenzol verbindung der Formel
Xn
' (IV)
worin X Chlor oder Fluor ist und η 1 oder 2 bedeutet$ mit einem Salioylsäureester der Formel
OH
COOR
(III)
worin R C1-4-AlJCyI bedeutet; worin dieses Palladiumkatalysatorsystem umfasst:
A) ein Katalysatorteil, umfassend
1, 0,1 bis 4,0 Teile Palladium für jede 500 Teile, auf molekularer Basis, der genannten Hälogenbenzolverbin dung; zusammen mit
2. C1-PCOO -Liganden und Halogenliganden, ausgewählt aus der Gruppe von Brom, Chlor und Fluor, derart,dass die ·· Molekulargewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtligandenmolekulargewicht, der C1 oC00 -Liganden 30 bis 60
ι —/
beträgt, wobei die C. oC00 -Liganden bereitgestellt werden als Palladium- oder Alkalimetall-acetat oder -propionat, und diese Halogenliganden bereitgestellt werden als das entsprechende Halogensalz von Palladium, Lithium, Natrium oder Tetra-(alkyl)-ammonium;
wobei das Verhältnis der gesamten Molekulargewichtsmenge der Liganden zu der Molekulargew'ichtsmenge des verwendeten Palladiums 4:1 bis 10:1 beträgt; und
3. von 10 bis 100 Teile einer'die Reaktion fördernden · Säure pro Teil auf molekularer Basis des Palladiumkatalysators; und
B) einen Katalysatorregenerationsanteil, umfassend
1. 0,1 bis 8,0 Teile Phosphomolybdänvanadinsäure pro Teil auf molekularer Basis des Palladiumkatalysators; und
2. mindestens 20 % eixies löslichmachenden Mittels, ausge-
~t8~ 27.4.1981
' AP G 07 0/224"759 (58 -262/12)
wählt aus der Gruppe von Athylencarbonat, Propylencarbonat und Sulfolan, pro Teil auf molekularer Basis des Palladiumkatalysatorsy
unter Bildung einer Verbindung der Formel
00OR
b) Hydrolyse des Produkts der Stufe a) unter Bildung der Ver bindung der Formel I0
Ausführungsbeispiel
Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Art und Weise, wie das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden kann» . ·
Beispiel 1
Herstellung von 5- (2,4-Difluorphenyl)~salicylsäure
Bin mit Glas ausgekleideter Autoklav wird mit 224,5 mg (ImMoI) Palladiumacetat$ 292?3 mg (5,0 mMol) .%triumchlorid» 131s3 mg (1,6 mMol) Natriumacetat, 3,5 g HnPMo10V2O40 (2,0 m Mol)j 10 g Äthylencarbonat, 5,0 ml Essigsäure, 60 ml (466 l) Methylsalicylat und 50.ml (510 mMol) m-Difluorbenzol
beschickt. Das Gemisch wird 48 .ti"bei 90 0C und einem Sauerstoifdruck von 13j8 bar (200 pva«i«) gerührte'Die Lösung
wird auf 25°C gekühlt, und überschüssiges m-Difluorbenzol wird durch Destillieren entfernt. 50 ml Wasser und 150 ml Toluol werden anschliessend zu dem Rückstand gefügt. Der pH-Wert wird mit wässrigem Natriumhydroxid (80 mMol) auf 7-8 'eingestellt. Die Schichten" werden getrennt, und die wässrige Lösung wird mit 150 ml Toluol extrahiert. Das Toluol und anschliessend das Methylsalicylat (192 mMol) werden durch Destillieren entfernt. Der Rückstand wird in 60 ml heissem n-Propanol aufgenommen und beim Kühlen kristallisiert Methyl-5-(2,4-difluorphenyl)-salicylat aus. Die Filtration ergibt 7,92 g (30 mMol) Produkt, eine 3000 %ige Ausbeute, basierend auf Palladiumacetat.
B) 5-(2,4-Difluorphenyl)-salicylsäure
Das Produkt der vorstehenden Stufe A) wird in 80 ml wässrigem Natriumhydroxid (5 %) suspendiert und 30 Min. unter Rückfluss gehalten. Das Gemisch.wird mit wässriger Chlorwasserstoff säure angesäuert und dreimal mit 150'ml Toluol extrahiert. Die vereinten Toluolextrakte werden konzentriert und die 5-(2,4-Difluorphenyl)-salicylsäure kristallisiert aus. Durch Filtrieren erhält man 29,4 mMol des Endprodukts, eine-98 %ige Ausbeute.
Beispiele' 2.-13
Die Verfahrensweise der Stufe A) des vorstehenden Beispiels 1 wurde in 12 verschiedenen Ansätzen durchgeführt, wobei die Mengen der Reagentien und Katalysatorkomponenten sowie die Zeit, Temperatur und die Druckparameter der Reaktion variiert wurden.Die bei diesen verschiedenen Ansätzen erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden· Tabelle aufgeführt.
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IiII I I I I 1!Il
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V- CNJ
f " »—
Beispiel Nr.
Sauerstoffüberdruck bar . (Druck. p..s..i..g..).
13,8 200
13,8 200
13,8 . 200
41 ,4 600
5,5 80
41 ,4 600
13,8 200
41,4' 600
41 ,4 600
41 ,4 600
41 ,4 600
13,8 200
Zeit h
72
42
18
1.7
17,3
70,5
18
18
65
62
24
Mol-Produkt d \ Mol Palladium
19,2 30,1 24,3 30,8 22,5 13,5 32,6 24,9 23,4 27,2 18,4 19,9
.16304 & Ä.^1 ι
Anmerkungen zur Tabelle ... .
a) - Die verwendeten Abkürzungen haben folgende Bedeutung:
Pd (OAc)2 = Palladiumacetat 'NaOAc = Natriumacetat '
NaCl = Natriumchlorid · .
PMV = Phosphomolybdänvanadinsäure
EC = Äthylencarbonat .
AcOH = Essigsäure
DFB = m-Difluorbenzol 'MS = Methylsalicylat
b) = Tetraäthylammoniumfluorid wurde statt Natriumchlorid ver
wendet.
c) = Trifluoressigsäure wurde anstatt von Essigsäure verwendet,
d) = Produkt = Methyl-5-(2,4-difluorphenyl)-salicylat ·

Claims (5)

• 27*4.1981 AP G 07 C/224 759 (58 262/12). Erfindungsansprach
1« 0,1 bis 8,0 Teile Phosphomolybdänvanadinsäure pro· Teil auf molarer Basis des Palladiumkatalysators; θ und
1» Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Formel I
GOOH
worin η 1 oder 2 ist j und X Chlor oder Fluor ist, gekennzeichnet dadurch, daß man
a) in Anwesenheit eines Palladiumkatalysatorsystems und bei einer Temperatur von 80 bis 150 0C und 'unter einer Säuerstoffatmosphäre bei einem Druck von Atmosphärendruck bis zu einem Überdruck von 5197 bar (Druck von 750 p»sei»ge) eine Halogenbenzolverbindung"der
Formel
ty. i\ £ -* n. f, η
worin X Chlor oder Fluor ist und' η 1 oder 2 ist, mit einem Salicylsäureester der Formel
worin R C, .-Alkyl darstellt, kombiniert; wobei das Palladiumkatalysatorsystem enthält A) einen Katalysatoranteil, enthaltend 1. Palladium zusammen mit
2» Verfahren nach Punkt 1S gekennzeichnet dadurch, daß man bei einer Temperatur von 90 bis 120 0C arbeitet,
2„ mindestens 20 Teile eines löslichmachenden Mittels $ ausgewählt aus der Gruppe von Äthylencarbonatj Propylencarbonat und Sulfolanj pro Teil auf molarer Basis des Palladiumkatalysatorsi
unter Bildung einer Verbindung der Formel
GOOR
b) das Produkt der Stufe a) unter Bildung 'der Verbindung der Formel I hydrolysiert*
2. C1-PCOO -Liganden und Halogehliganden, ausgewählt aus der Gruppe von Brom, Chlor und Fluor, derart, dass die Molekulargewichtsprozente, bezogen auf das gesamte Ligandenmolekulargewicht der C1 Liganden 30 bis 60 % betragen, wobei die C1-2 Liganden bereitgestellt werden als Palladium- oder Alkalimetall-acetat oder -propionat, und die Halogenliganden bereitgestellt werden als entsprechendes Halogensalz von Palladium, Lithium, Natrium oder Tetra-(alkyl)-ammonium;
wobei das Verhältnis der Gesamtmolekulargewichtsmenge der Liganden und der Molekulargewichtsmenge des verwendeten Palladiums 4:1 bis 10:1 beträgt, und ·
3« Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß. man als Ausgangsmaterialien m-Difluorbenzol und Methylsalicylat einsetzte
-|- 27.4.1981
. . AP C O? C/224 759 ' ·
(58 262/12)
3. 10 bis 100 Teile einer die Reaktion fördernden Säure
. -*-
. -I- 27.4.1981
AP C 07 C/224 (58 262/12)
pro Teil auf molarer Basis Palladiumkatalysator; und
B) einen Katalysatorregenerat ionsanteil'j·. enthaltend
4« Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Katalysatoranteil Palladiumacetat, Natriumchlorid und Essigsäure enthält, und der Katalysatorregenerationsanteil
* Phosphomolybdänvanadinsäure und Äthylencarbonat enthält©
5« Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß
.man eine Menge an Palladiumkatalysator von 0,1 bis 4$0 : T.eile pro 5D0 Teile auf molare- Basis der Halogenbenzolverbindung verwendet«,
6C Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurchs daß das Molekulargewichtsverhältnis der. Liganden zu Palladium 4 i 1 beträgt«
Verfahren nach Punkt 1f gekennzeichnet dadurch, daß man die die Reaktion fördernde Säure auswählt aus der Gruppe von Ameisensäure, Essigsäure, -propionsäure, Buttersäure^ Mono-, Di~ und Trichloressigsaure, Mono-, Di- und Trifluoressigsäure, Perchlorsäure und Methan« sulfonsäuree
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