DD156549A1 - Verfahren und vorrichtung zum pruefen von faserverbaenden - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum pruefen von faserverbaenden Download PDF

Info

Publication number
DD156549A1
DD156549A1 DD22763181A DD22763181A DD156549A1 DD 156549 A1 DD156549 A1 DD 156549A1 DD 22763181 A DD22763181 A DD 22763181A DD 22763181 A DD22763181 A DD 22763181A DD 156549 A1 DD156549 A1 DD 156549A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
fiber
thick
fiber structure
counting
item
Prior art date
Application number
DD22763181A
Other languages
English (en)
Inventor
Lothar Hoffmann
Heinz Boenitz
Original Assignee
Lothar Hoffmann
Heinz Boenitz
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lothar Hoffmann, Heinz Boenitz filed Critical Lothar Hoffmann
Priority to DD22763181A priority Critical patent/DD156549A1/de
Publication of DD156549A1 publication Critical patent/DD156549A1/de

Links

Landscapes

  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Abstract

Verfahren und Vorrichtung zum Pruefen von Faserverbaenden, vorzugsweise an Karden oder Krempeln der Textilindustrie. Ziel ist die Qualitaetsverbesserung und Arbeitsproduktivitaetssteigerung durch kontinuierliches, objektives Zaehlen anormaler, kompakter Dickstellen in Faserverbaenden unmittelbar an faservlies- oder faserflorerzeugenden oder verarbeitenden Maschinen. Ein schmaler Streifen des Faserverbandes wird kurvenfoermig optisch abgetastet. Die eine Ansprechgrenze ueberschreitenden Abtastsignale werden gezaehlt. Die Gesamtanzahl der Dickstellen wird aus den Zaehlimpulsen ueber die Zaehlwahrscheinlichkeit berechnet. Die Zaehlwahrscheinlichkeit ist das Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten der Verteilungsfunktion der Dickstellenhaeufigkeit ueber der Dickstellengroesse und der Verteilungsfunktion der Ungleichmaessigkeiten des Faserverbandes. Der Faserverband wird durch eine stabfoermige Leuchtstoffroehre und einen ueber die Breite des Faserverbandes changierenden Fotovervielfacher abgetastet. Durch ein Walzenpaar wird der Faserverband faltenfrei gehalten. Die Erfindung ist anwendbar zum Zaehlen von kompakten Dickstellen in Faserverbaenden, von Verunreinigungen u.ae. in Papierbahnen, in Foliebahnen, in Fluessigkeiten und zum Bestimmen von Ungleichmaessigkeiten in flaechenfoermigen Gebilden mit genuegender Transparenz.

Description

-1-227631 7
Titel der Erfindung
Verfahren und Vorrichtung zum Prüfen von Faserverbänden
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ist anwendbar zum Zählen von anormalen, kompakten Dickstellen wie Nissen und Verunreinigungen in !Faserverbänden, vorzugsweise in Faservliesen und Faserfloren.
Weiterhin können Verunreinigungen in Papier- und i'oliebahnen sowie in Flüssigkeiten gezählt werden. Auch das Bestimmen von Ungleichmäßigkeiten, z. B. von Schwankungen der Masseverteilung flächenförmiger Gebilde, ist möglich, sofern sie eine in Abhängigkeit von Masse, Dichte, Dicke usw„ genügend große Differenz in der Lichtdurchlässigkeit besitzen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
In Faserverbänden sind sowohl Nissen als auch Verunreinigungen enthalten, deren Zahl die Verarbeitbarkeit der Faserverbände beeinflußt.
Bei einer bekannten und in Textile Research Journal 26 (1956) S. 579 ··· 596 beschriebenen Prüfeinrichtung wird das Faservlies bzw. der Faserflor streifenweise mittels eines Strahlenbündels abgetastet. Die durch das Faservlies hindurchgehende Strahlung wird dabei geschwächt und beaufschlagt einen fotosensitiven Meßgrößenaufnehmer. Jl's können mittels einer Auswertvorrichtung Nissen und Verunreinigungen gemeinsam gezählt werden.
Da die auf dem Vlies oder Flor zu jedem Zeitpunkt ausgeleuchtete Fläche verhältnismäßig groß ist, rufen auch nur verhältnismäßig große Nissen und Verunreinigungen ein Meßgrößenauf-
*- Ssb iaa f \J ^J | g
nehmersignal hervor, welches sich von dem durch die Vlies-Florstruktur hervorgerufenen Signal unterscheidet»
Die genannte Prüfeinrichtung hat daher den Nachteil, daß nur verhältnismäßig große Nissen erfaßt und die Vielzahl kleiner Nissen nicht gezählt werden kann. Der Anwendungsbereich dieser Prüfeinrichtung ist sehr beschränkt.
Um diesen Nachteil zu beheben, wird bei einer anderen in Textile Research Journal 32 (1962) 5, S. 428 e.. 430 und 33 (1963) S.411 beschriebenen Prüfeinrichtung zwischen Vlies bzw. Flor und Meßgrößenaufnehmer eine rotierende Lochblende geschaltet. Als Meßgrößenaufnehmer wird eine Fotokathode verwendet. Die Lochblende wird synchron zur Vliesvorschubgeschwindigkeit angetrieben, so daß quer zur Vorschubrichtung des Vlieses ein schmaler Vliesstreifen abgetastet wird, dessen Breite annähernd dem Durchmesser der Lochblende entspricht. Der Durchmesser der Lochblende kann so klein gewählt werden, daß auch kleine Nissen gezählt werden können. Die Prüfeinrichtung hat u. a. den Nachteil, daß nur eine Laborvliesprobe geprüft werden kann und die Synchronisation zwischen Vliesvorschub und Lochblendendrehzahl sehr genau sein muß.
Bei einer weiteren bekannten und in der DE-OS 1473726 beschriebenen Prüfeinrichtung wird das Faservlies streifenweise durch eine Vorrichtung abgetastet, die eine Vielzahl von Einzelmeßgrößenaufnehmern besitzt. Die Vorrichtung ist zur vergrößerten Abbildung des Abtastfeldes mit einer Projektionsvorrichtung versehen. Das Abtastfeld ist auf dem Vlies mit einer vorbestimmten Relativgeschwindigkeit verschiebbar. Jedem Einzelmeßgrößenaufnehmer ist ein Kontrastverstärkungsglied nachgeordnet. Die kontrastverstärkten Einzel-Meßgrößenaufnehmersignale werden von einem Summationsglied summiert und einer Auswertevorrichtung zugeführt. Die Vielzahl der Einzel-Meßgrößenaufnehmer gestattet es, zwischen dem von der Vliesstruktur stammenden Signaluntergrund und dem von Nissen und Verunreinigungen stammenden Signal zu unterscheiden. Auf Grund des komplizierten Aufbaus ist die Meßeinrichtung jedoch nicht für den Einsatz unmittelbar an der vlies- oder florerzeugenden bzw. weiterverarbeitenden Produktionsmaschine geeignet.
Z I D 1 1 / Sao I W \& β ff
Bei einer anderen bekannten und in DE-OS 1648430 vorgestellten Prüfeinrichtung wird das Faservlies streifenweise mittels fotosensitiver Meßgrößenaufnehmer abgetastet, wobei mit reflektierter und durch das Vlies hindurchgehender Strahlung gearbeitet wird. Auf Grund des unterschiedlichen Reflexionsgrades kann bei Beaufschlagung mit kurzwelliger sichtbarer und/oder ultravioletter elektromagnetischer Strahlung zwischen Nissen und Verunreinigungen unterschieden werden. Eine getrennte Zählung ist möglich.
Der Nachteil des Verfahrens liegt darin, daß sich die Priif- und Zählvorrichtung nur als Labormethode eignet. Unter Praxisbedingun^en ist der konstruktive Aufwand des Prüfens unmittelbar an flor- bzw. vlieserzeugenden Maschinen zu groß. Außerdem wurden die unterhalb des Vlieses befindlichen Meßgrößenaufnehmer für die durch das Vlies hindurchgehende Strahlung unter diesen Bedingungen stark verschmutzen.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, die Qualität von Faserverbänden zu verbessern und die Arbeitsproduktivität zu erhöhen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine einfache Vorrichtung zu entwickeln, mit denen auch kleine Dickstellen wie Nissen und Verunreinigungen in einem Faserverband unter Praxisbedingungen unmittelbar an vlies- bzw. florerzeugenden oder weiterverarbeitenden Maschinen, vorzugsweise an Karden, gezählt bzw. erfaßt' werden können. Dabei sollen die unterschiedlichen Flor- bzw. Vliesstärken sowie die verschiedenen Flor- bzw. Vliesgeschwindigkeiten Berücksichtigung finden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein sehr schmaler Streifen des Faserverbandes unmittelbar an der Karde kurvenförmig abgetastet wird. Die das Abtastsignal beinhaltenden Spannungsabfälle setzen sich aus denen der Flor- oder Vliesungleichmäßigkeit und denen der Nissen und Verunreinigungen zusammen. Überschreitet der Gesamtspannungsabfall eine bestimmte Ansprechgrenze, so wird der Impuls gezählt. Die Ansprechgrenze
inuß so eingestellt werden, daß nur Nissen und Verunreinigungen einen Zählimpuls ergeben? während durch Florungleichmäßigkeiten hervorgerufene Spannungsabfälle unterhalb der Ansprechgrenze bleiben. Große Nissen und Verunreinigungen mit einem durch sie hervorgerufenen hohen Spannungsabfall überschreiten in jedem Falle die Ansprechgrenze, auch wenn sie sich an einer dünnen Florstelie befinden. Bei kleinen Nissen hingegen kann es vorkommen, daß sie trotz gleicher Große einmal gezählt werden, sofern sie sich an einer dicken Florstelle befinden und der Gesamtspannungsabfall die Ansprechgrenze überschreitet, und ein anderes mal nicht gezählt werden, sofern sie sich an einer dünnen Florstelle befinden. Im letzteren Fall ist der durch die Nisse und die Florungleichmäßigkeit zusammen hervorgerufene Gesamtspannungsabfall kleiner als die Ansprechgrenze.
Besonders bei dicken Floren ragen durch kleine Nissen hervorgerufene Spannungsabfälle nicht aus denen der Florungleichmäßigkeit hervor, so daß nur Nissen von einer bestimmten Größe an gezählt werden können* Die Gesamtanzahl der Nissen wird in diesem Fall über die Zählv/ahrscheinlichkeit P berechnet.
Um feststellen zu können, von welcher Nissengröße an ein Zählimpuls ausgelöst wird, ist der durch Nissen verursachte Spannungsabfall in Abhängigkeit von der Nissengröße bestimmbar» Er gehorcht der Funktion mit
Da für die Beurteilung der Qualität die tatsächliche Anzahl von anormalen kompakten Dickstellen im gesamten Faserverband von Interesse ist, erfolgt die Bestimmung der vorhandenen Dickstellenanzahl je.Zeiteinheit nach folgender Gleichung!,
Z (2) Z3 =
Dabei bedeuten:
Zg = vorhandene Anzahl Dickstellen je Zeiteinheit
Zo„ = am Zählgerät abgelesene Anzahl Dickstellen je Zeitas
einheit
Damit kann unter Berücksichtigung der abgetasteten Fläche die
Anzahl von Dickstellen je 100 cm berechnet werden.
227631 7
- 5 'Die Berechnung der Anzahl Dickstellen je Gramm erfolgt nach
Z . 60 . b
(3) Z = ρ08
vBand · TtBand · dA
Darin bedeuten:
Z = Nissenanzahl je Gramm m
b = Flor- oder Vliesbreite in mm v-o , = Bandgeschwindigkeit in m . min" Tt-n j = Kardenbandfeinheit in ktex d. = Durchmesser der abgetasteten Fläche in mm R = Verhältnis der Abtastlänge je Changierung zur Florlänge je Changierung
Die Zählwahrscheinlichkeit P ergibt sich aus dem Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten der Verteilungsfunktion der Nissenhäufigkeit über der Nissengröße und der Verteilungsfunktion der Florungleichmäßigkeiten.
Die Verteilungsfunktion der Florungleichmäßigkeiten gehorcht der Normalverteilung.
Für die Verteilungsfunktion der Nissenhäufigkeit über der Nissengröße wird die Weibuliverteilung mit
F (x) = Λ
J* - *o
- eVT - X0/
angesetzt» wobei für die untere Schranke der Nissengröße ein Nissen-Kerndurchmesser von xQ = 0,2 mm gilt. Zur Realisierung des Verfahrens wird erfindungsgemäß eine Vorrichtung vorgeschlagen, die aus einem fotosensitiven Meßgrößenaufnehmer hoher Empfindlichkeit und hohen Frequenzbereiches und einer Lichtquelle, vorzugsweise einer stabförmigen Leuchtstoffröhre, besteht, um im Flor bzw. Vlies zwischen Untergrund und Nissen sowie Verunreinigungen unterscheiden zu können.
Die Lichtquelle wird so an der Karde fest installiert, daß der faltenfreie Flor bzw. das faltenfreie Vlies zwischen der Lichtquelle und dem über die Flor- bzw. Vliesbreite changierenden fotosensitiven Meßgrößenaufnehmer hindurch gleitet.
Zum faltenfreien Glatthalten des Flors bzw. Vlieses wird vorzugsweise ein zusätzliches Walzenpaar benutzt.
'Zum Changieren des Meßgrößenaufnehmers wird eine Changierein- richtung üblicher Bauart verwendet. Als Meßgrößenaufnehmer wird vorzugsweise ein Fotovervielfacher· benutzt. Er ist mit einer Blende versehen, deren öffnung so klein ist, daß auf dem Flor nur eine sehr kleine Fläche abgetastet wird. Die kleine Abtastflache gestattet die Erkennung auch kleiner Nissen.
Erst nach Passieren der Abtasteinrichtung wird der Flor zu einem Band vereinigt·
Der Abstand zwischen Lichtquelle und Blende des Büeßgrößenaufnehmers ist so klein zu wählen, daß der Flor bzw. das Vlies gerade noch störungsfrei zwischen Lichtquelle und Blende hindurch geführt werden kann.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigens
Fig. 1: das Diagramm für den Spannungsabfall in Abhängigkeit von der Florfeinheit,
Fig. 2; das Diagramm für den Spannungsabfall in Abhängigkeit von der Nissenfläche und
Fig. 3* das Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Von allen für die Messung in Frage kommenden Florfeinheiten sind, ohne Berücksichtigung von Nissen und Verunreinigungen, die maximalen und minimalen Spannungsabfälle des Floruntergrundes zu erfassen und in Kurven darzustellen. Ihr Abstand ?i/ird 6 CT gesetzt.
Aus Sicherheitsgründen wird die Ansprechgrenze 30 % oberhalb der maximalen Spannungsabfälle angeordnet (s. Fig. 1)·
Entsprechend der an der Karde verarbeiteten Flor- bzw. Vliesfeinheit wird mit Hilfe eines Äquivalents die Ansprechgrenze eingestellt.
Der vom Faserverband verursachte Spannungsabfall setzt sich aus den durch Nissen und Verunreinigungen bedingten und von Florungleichmäßigkeiten hervorgerufenen Spannungsabfällen zusammen.
-227631 7
Der durch Nissen hervorgerufene Spannungsabfall in mV in Ab-
2 hängigkeit von der Nissenfläche in mm wird z. B. bei Baumwoll-, Viskosefaser- und Polyesterfasernissen nach (1) zu
y =
0,000328 + 0,0060? χ
ermittelt«,
Nach (4) wurde die Verteilungsfunktion der Nissenhäufigkeit über dem Nissendurchmesser in mm gemeinsam für Baumwoll-, Viskosefaser- und Polyesterfasernissen mit
fx - 0.20 ί (χ) = 1 - β "I
ermittelt.
λ 0'
°·20/
Berechnungsbeispiel: .
Florfeinheit: 8,50 ktex
Entsprechend Fig. 1 führen alle Nissen, deren Spannungsabfall größer ist als 126 mV - 16,5 niV = 109,5 mV zum Überschreiten der Ansprechgrenze, selbst wenn sie sich an der dünnsten Florstelle befinden.
Entsprechend Fig. 2 findet man die zugehörige Nissenfläche, mit
2 0,105 mm bzw. den Nissendurchmesser mit 0,37 mm.
Für alle kleineren Nissen hängt die Wahrscheinlichkeit der Überschreitung der Ansprechgrenze, also die Zählwahrscheinlichkeit P ab von dem Produkt der Einzelwahrscheinlichkeit der Verteilungsfunktion der Nissenhäufigkeit über der Nissengröße und der Verteilungsfunktion der Florungleichmäßigkeiten (Fig.1).
Teilt man die Nissendurchmesser in Klassen ein und summiert die Zählwahrscheinlichkeiten über alle Klassen zu einer Gesamtzählwahrscheinlichkeit, so erhält man z. B. P = 0,7288. D.h. es werden nur etwa 73 % der vorhandenen Nissen gezählt»
Wenn z. B. 1,60 Zählimpulse je Sekunde abgelesen wurden, so ergibt sich nach (2) die vorhandene Anzahl Dickstellen je Sekunde zu
Δ3 - 0,7288
Mit b = 960 mm; TtBand = 4,1 ktex; dA = 0,90 mm; R = 1,18;
v-n , = 150,0 m « min~^ ergibt sich nach (3) die Anzahl Nissen je Gramm zu
7 _ 1,60 . 60 . 960
0,7288 . 150,0 . 4,1 . 0,90 . 1,18 ~
Zur Durchführung dieses Verfahrens wird eine Vorrichtung verwendet, bei der das Licht einer aus einer Gleichspannungsquelle 1 gespeisten stabförmigen Leuchtstoffröhre 2 den Flor 3 durchdringt, dabei geschwächt wird und in einen aus einer Spannungsquelle 6 gespeisten Fotovervielfacher 4 mit Blende 5 gelangt (s. Fig. 3)· Der Flor wird in einem Winkel so über die Leuchtstoffröhre geführt, daß er auf dieser aufliegt und sie ständig selbsttätig reinigt. Der Fotovervielfacher changiert zwischen der Florabnahmevorrichtung und einem zusätzlichen Walzenpaar, welches dem faltenfreien Glatthalten des Flors dient, über die gesamte Florbreite hinweg. Erst hinter dem Walzenpaar und nach der Abtastung durch den Fotovervielfacher wird der Flor zu einem Band zusammengeführt. Im Fotovervielfacher 4 wird ein von der Helligkeit abhängiger Spannungsabfall hervorgerufen. Dieses Eingangssignal gelangt in den Verstärker 7 und danach in den Begrenzer 8. Der Begrenzer 8 arbeitet so, daß nur bestimmte, von der Größe des Spannungsabfalls abhängige Spitzen einen Zählimpuls hervorrufen. Die Ansprechgrenze läßt sich mit einem Regler 11 einstellen. Zum Einmessen des Begrenzers 8 werden vorzugsweise Drähte unterschiedlicher Dicke verwendet, die im Fotovervielfacher 4 den der Ansprechgrenze entsprechenden Spannungsabfall hervorrufen. Auf diese Weise werden nur die von Nissen und Verunreinigungen verursachten Impulse weiterverarbeitet, während die durch Florungleichmäßigkeiten hervorgerufenen Spannungsabfälle unterhalb der Ansprechgrenze bleiben. Der nachgeschaltete Impulsformer 9 bringt die vom Begrenzer 8 kommenden Impulse in eine Rechteckt'orm mit konstanter Höhe und Breite. Dadurch bleibt die Größe der Nissen ohne Einfluß auf das Zählergebnis. Die geformten Impulse können einen externen Zähler bekannter Bauart ansteuern oder, wie in Fig. 3 dargestellt, einem Stromspeicher zugeführt werden. Der Stromspeicher integriert die Impulsfläche und zeigt letztere auf einem Zeigerinstrument 10 an. Am Zeigerinstrument
227631 7
10 kann die Anzahl der Zählimpulse je Zeiteinheit abgelesen werden.
Das Zählverfahren gestattet in Verbindung mit der Vorrichtung das Zählen und Berechnen von Kissen und Verunreinigungen kontinuierlich, objektiv und zerstörungsfrei unmittelbar an Flore bzw. Vliese erzeugenden oder verarbeitenden Maschinen. Desgleichen gestattet die erfindungsgemäße Lösung das Zählen von in Bahnen befindlichen Verunreinigungen uo ä., z. B. in Papierbahnen. Foliebahnen usw. Ohne Changiereinrichtung läßt sich die Vorrichtung zum Zählen von Verunreinigungen in Flüssigkeiten verwenden» welche z. B. eine Küvette durchströmen.
Ohne Impulsformung läßt sich die Vorrichtung zum Bestimmen der Ungleichmäßigkeiten, z. B. der Schwankungen der Masseverteilung flächenförmiger Gebilde einsetzen, sofern diese Gebilde eine in Abhängigkeit von der Masse, Dichte, Dicke usw. genügend große Differenz in der Lichtdurchlässigkeit besitzen.
Die erfindungsgemäße Lösung hat eine Einsparung von Arbeitskräften zur Folge, gestattet einen sofortigen Überblick über die Nissenzahl an allen Maschinen und ermöglicht ein schnelles Eingreifen bei Abweichungen von Normalwerten. Der technische und manuelle Aufwand ist geringer als bei Laborprüfvorrichtungen.

Claims (10)

  1. Erfindungsanspruch.
    1c Verfahren zum Prüfen von Faserverbänden, vorzugsweise von Faservliesen und Faserfloren, die auf anormale, kompakte Dickstellen wie Nissen und Verunreinigungen abgetastet werden, gekennzeichnet dadurch, daß der Faserverband in seiner ganzen Breite durchstrahlt und die Abtastung auf fotometrischem Weg objektiv, kontinuierlich und unmittelbar an der flor- oder vlieserzeugenden bzw. -verarbeitenden Maschine, vorzugsweise an der Karde, kurvenförmig in einem schmalen Streifen vorgenommen wird, aus dadurch entstehenden Spannungsabfällen Abtastsignale gebildet werden, die . nach Überschreiten einer einstellbaren Ansprechgrenze als Impulse gezählt v/erden und die tatsächlich vorhandene Anzahl von Dickstellen aus den pro Zeiteinheit ermittelten Dickstellen und der Zählwahrscheinlichkeit bestimmbar ist.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß sich die Zählwahrscheinlichkeit aus dem Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten der Verteilungsfunktion der Häufigkeit anormaler Dickstellen über der Größe dieser Dickstellen und der Verteilungsfunktion der Ungleichmäßigkeit des Faserverbandes ergibt ο
  3. 3. Verfahren nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Verteilungsfunktion der Häufigkeit anormaler Dickstellen über der Größe dieser Dickstellen nach der leibullverteilung mit
    F (x) = 1
    ermittelbar ist.
  4. 4. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die durch kompakte, anormale Dickstellen hervorgerufenen Spannungsabfälle in Abhängigkeit von der Größe der Dickstellen nach der Funktion mit
    y a -f bx
    ermittelbar sind. ,
    22 7 63
  5. 5· Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß unmittelbar an der Karde unterhalb des Faserverbandes (3) eine Lichtquelle (2), die vorzugsweise als stabförmige Leuchtstoffröhre ausgebildet ist und von einer Gleichspannungsquelle (1) gespeist wird, und oberhalb des Faserverbandes ein fotosensitiver Meßgrößenaufnehmer (4), der eine Lochblende (5) enthält und der an eine Spannungsquelle (6) angeschlossen ist, angeordnet sind, und daß der fotosensitive Meßgrößenaufnehmer (4) weiterhin mit einer Auswerte- und Steuereinheit, die aus einem Verstärker (7)> einem Begrenzer (8), einem Impulsformer (9)> der Zählimpulse in Rechteckform mit konstanter Höhe und Breite formt, einem Impulsflächenintegrator und einem Zeigerinstrument (10) besteht, verbunden ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Punkt 5> gekennzeichnet dadurch, daß zum Ausblenden der vom Flor- bzw. Vliesuntergrund stammenden Signale der mittels Regler (11) stufenlos einstellbare Begrenzer (8) angeordnet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Punkt 5 und 6, gekennzeichnet dadurch, daß der Meßgrößenaufnehmer (4) changierend angeordnet ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Punkt 5 bis 7i gekennzeichnet dadurch, daß zum Einmessen des Begrenzers (8) ein Äquivalent einsetzbar ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Punkt 5 bis 8» gekennzeichnet dadurch, daß zum faltenfreien Glatthalten des Faserverbandes (3) ein Walzenpaar so angeordnet ist, daß der Meßgrößenaufnehmer (4) zwischen der Florabnahmevorrichtung und dem Walzenpaar changiert.
  10. 10. Vorrichtung nach Punkt 5 bis 9> gekennzeichnet dadurch, daß der Faserverband (3) über die'Lichtquelle (2), die vorzugsweise als stabförmige Leuchtstoffröhre ausgebildet ist, so in einem Winkel hinweg geführt wird, daß er auf der Lichtquelle aufliegt und diese ständig selbsttätig reinigt.
DD22763181A 1981-02-16 1981-02-16 Verfahren und vorrichtung zum pruefen von faserverbaenden DD156549A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD22763181A DD156549A1 (de) 1981-02-16 1981-02-16 Verfahren und vorrichtung zum pruefen von faserverbaenden

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD22763181A DD156549A1 (de) 1981-02-16 1981-02-16 Verfahren und vorrichtung zum pruefen von faserverbaenden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD156549A1 true DD156549A1 (de) 1982-09-01

Family

ID=5529110

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD22763181A DD156549A1 (de) 1981-02-16 1981-02-16 Verfahren und vorrichtung zum pruefen von faserverbaenden

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD156549A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE10214955B4 (de) Spinnereivorbereitungsmaschine
DE3834110A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur bewegungserfassung von textilfaserbaendern, z. b. kardenbaendern
CH683293A5 (de) Fremdfasererkennung in Garnen.
CH627498A5 (de) Verfahren und vorrichtung zur ausregulierung von bandgewichtsschwankungen an karden, krempeln und strecken.
WO1997036032A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur qualitätsüberwachung von garnen
EP0331039A2 (de) Vorrichtung zum Detektieren von Nissen in kardiertem, textilen Fasermaterial
DE102019115138B3 (de) Karde, Vliesleitelement, Spinnereivorbereitungsanlage und Verfahren zur Erfassung von störenden Partikeln
EP0631136B1 (de) Vorrichtung zur Messung der Masse oder des Substanzquerschnitts von Faserbändern und Verwendung der Vorrichtung
DE3803353A1 (de) Vorrichtung zur gewinnung von messgroessen, die der dicke von in der spinnereivorbereitung anfallenden faserverbaenden, z.b. kardenbaendern o. dgl. entsprechen
CH672323A5 (de)
DE102012008931B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Einstellung der Faserorientierung an Krempelanlagen
DE69400015T2 (de) Sensor zur Messung der Eigenschaften eines linearen Produktes grosser Länge im Vergleich zu seinen anderen Dimensionen, auf einer Produktionsmaschine oder ähnlichem.
EP1316630B1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Erfassung der Masse und des Feuchtegehaltes des Fasermaterials in einer Spinnereivorbereitungsmaschine
EP0485881B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer Karde
DE2331545A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur bestimmung der laenge von stapelfasern
DE102005009159B4 (de) Vorrichtung an einer Spinnereivorbereitungsmaschine zur Überwachung mindestens eines Faserbandes
DE19651891A1 (de) Verfahren und Vorrichtung an einer Karde, Krempel o. dgl. zur Verarbeitung von Textilfasern, z. B. Baumwolle, Chemiefasern o. dgl.
WO1982003915A1 (fr) Procede et dispositif pour la mesure de la tension d'un fil se deplacant
EP0483607B1 (de) Verfahren zum Feststellen einer Eigenschaft eines Faserverbandes
CH680536A5 (de)
DD156549A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum pruefen von faserverbaenden
DE102005019760B4 (de) Spinnereimaschine mit einem Streckwerk zum Verstrecken eines Faserverbandes und entsprechendes Verfahren
DE19943079A1 (de) Vorrichtung an einer Karde oder Krempel, bei der ein Faserflor aus Textilfasern, z.B. Baumwolle, Chemiefasern u.dgl., gebildet ist
CH695501A5 (de) Vorrichtung am Ausgang einer Strecke zur Erfassung eines Faserverbands.
DE102019115143A1 (de) Karde mit einer Vorrichtung zum Erkennen von störenden Partikeln

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee