DD157617A1 - Entwaesserungsausbildung mittels dachplatten zur innenentwaesserung von dachflaechen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Entwaesserungsausbildung mittels Dachplatten im Rinnenbereich von nach innen entwaessernden, aus Stahl- oder Spannbetondachplatten bestehenden Daechern, z.B. Produnktionshallen. Bekannt sind eine Vielzahl von technischen Massnahmen zur Loesung des Problems der schad- und gefahrlosen Wasserableitung, die mehr oder minder technische und/oder bautechnologische Nachteile besitzen, in allen Faellen aber besonders kosten- und arbeitszeitsaufwendig sind. D. Erfindung hat das Ziel, die Nachteile zu beseitigen und die Aufgabe, eine leistungsfaehige und funktionssichere Abfuehrung des Niederschlagswassers durch Einsatz sortiments- und rastersystemgerechter Dachplatten bei Vermeidung besonderer konstruktiver Massnahmen, insbesondere zur Erreichung einer durchgehenden Dachhaut, zu bewirken. Die Erfindung loest die Aufgabe durch die Ausbildung des Rinnenbereiches mittels oberflaechenprofilierter und mit einer Einlaufoeffnung versehener Dachplatten, die paarweise gegeneinandergerichtet, parallel zur Gebaeudelaengsachse angeordnet sind und eine v-foermige Oberflaechengestaltung mit sich gefaellegerecht vertiefender Rinnenausbildung in Plattenlaengsrichtung aufweisen, wodurch unabhaengig voneinander in Funktion tretende Abteilungsabschnitte im Rinnenbereich des Daches entstehen.
Description
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Titel der Erfindung
Entwässerungsausbildung mittels Dachplatten zur Innenentwässerung von Dachflächen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Entwässerungsausbildung mittels Dachplatten im Rinnenbereich von nach innen entwässernden, aus Stahl- oder Spannbetondachplätten bestehenden Dächern, vorzugsweise für Industriegebäude, z, B, Produktionshallen,
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Seit langem stellt die schad- und gefahrlose Ableitung des Niederschlagswassers von großflächigen, nach innen entwässernden Dächern, z, B, von Produktionsplänen, ein besonderes Problem dar. Zunehmend wurde versucht, die Dachplatten des jextfeilig zum Einsatz kommenden Sortimentes, z, B, Dachkassettenplatten, in die Wasserableitungsfunktion direkt einzubeziehen. Die Lösung des Problems stellt hohe Anforderungen an die teilweise noch üblichen Ortbetonprozesse, an die Komplettierung vorgefertigter Dachplatten, an die Montage vollständig oder teilkoinplettierter Dachplatten und nicht zuletzt an die Dichtungsarbeiten und an die Ausbildung einer möglichst durchgehenden Dachhaut, Es hat nicht an entsprechenden bauteehnisch-konstruktiven und technologischen Maßnahmen aur Erzielung einer funktionssicheren ¥asserableitung in Verbindung mit einer langlebig-dichten Dachhaut gefohlt, die aber alle mehr oder minder technische
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und/oder bauteciinologische Nachteile besitzen, mindestens jedoch kosten- und arbeitszeitaufwendig sind. So sind, z« B, vielfache technische Lösungen zur Ausbildung des Rinnonbereiches mit Längsgefälle durch Gefällebeton bekannt, der im Ortbetonprozeß mit großer Sorgfalt auf bekannte Dachplatten aufgebracht wird.
Derartige Lösungen verlangen einen hohen Aufwand an Material und Arbeitszeit und behindern einen durchgängigen industriemäßigen Montageprozeß, Hinsu kommt eine unerwünscht hohe Belastung der Dachplatten,
Zur Einschränkung der nachteiligen Ortbetonprozesse schlägt das ¥P 88 999, Kl, 37 a, 7/02 eine Dachausbildung aus vorkoraplettierten kassettierten Dachplatten mit angeformten oder im Rinnenbereich besonders angeordneten Rinnenträgern und einem offenen Fugensystem vor. Die in Richtung Gebäudelängsachse geneigten, sich paarweise gegenüberliegenden Dachplatten entwässern in einen Rinnenträger, der mit entsprechendem Längsgefälle ausgestattet ist und in Gebäudelängsachse jeweils bis zu einem Dacheinlauf verläuft, wodurch jeweils ein zentraler Rinnenbereich entsteht.
Als nachteilig fällt auf, daß der angeformte Rinnenträger einen hohen Vorf er tigungs auf v/and bedingt, xvährend die Variante des gesondert angeordneten Rinnenträgers erheblich montageaufwendig ist und das Elementesortiment vergrößert, Zudem ist keine durchgehende Dachhaut realisierbar, woraus ein zusätzlicher Aufwand für die Erzielung einer absoluten Dichtheit des Daches resultiert.
Im ¥P 96 537, Kl, 37 a, 7/00 wird eine aufgesetzte, großflächige Montagedachplatte mit an einem Ende angeformter Rinne beschrieben. Die Dachplatten sind quer und mit Neigung in Richtung zur Gebäudelängsachse angeordnet. Jeweils paarweise sich gegenüberliegende Platten bilden mit ihren aneinandergrensenden Rinnen den zentralen ¥asserableitungsbereich. Durch die Verlegung so ausgebildeter Dachplatten entsteht eine in Richtung dez1 Gebäudelängsachse verlaufende durchgehende Rinne, die das Wasser bis zu Dacheinläufen führt.
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Bei Anwendung dieser Lösung entstellt neben einem hohen Vorfertigungsauf wand und einer Vielzahl von Querfugen ein nachteilig hoher Montageaufwand zur Erzielung des notwendigen Rinnengefälles, wobei unvermeidbare Nacharbeiten, z, B. für den Toleranzausgleich, eine sofortige Funktionsfälligkeit verhindorn.
Bei Dachkonstruktionen mit in Gebäudelängsachse verlegten Dachplatten erfolgt die Ausbildung des Rinnenbereiches entweder durch die in der Achse v-förmig aneinanderliegenden Platten, mit der nachteiligen Folge eines hohen Aufwandes für die Fugendichtung und Längsgefälleausbildung oder durch Überdeckung der Gebäudelängsachse mit einer Dachplatte, wie sie z. B. die DE OS 1709037, E Ok C, 2/50 beschreibt, wobei die unerwünschte Notwendigkeit eines. Ausgleichsbetons unter und über der Platte sichtbar wird.
Ziel der Erfindung · '
Es ist das Ziel der Erfindung, eine Entwässerungsausbildung im Rinnenbereich für Dächer mit Innenentwässerung zu schaffen, die es neben der Vermeidung der Nachteile der bekannten Lösungen, insbesondere der Ortbetonprozesse, gestattet, einen industriemäßigen Montageprozeß mit sofort anschließend erreichbarer Funktionsfähigkeit zu realisieren. Dabei wird unter Vermeidung unerwünscht hoher Aufwendungen ein maximal großer Vorfertigungsgrad der Dachplatten angestrebt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Zur Erfüllung der Zielstellung ist es Aufgabe der Erfindung, eine Entwässerungsausbildung mittels Dachplatten im Rinnenbereich von nach innen entwässernden und aus in Gebäudelängsrichtung angeordneten Stahl- oder Spannbetondachplatten bestehenden Dächern zu schaffen, die die leistungsfähige und funktionssichere Abführung des Niederschlagswassers im Rinnenbereich garantiert und den Einsatz sortimentsgerechter Dachplatten ermöglicht. Dabei sollen die Dachplatten des Rinnenbereiches in das Maßsystem bzw.· Raster und in die Lagean-
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Ordnung der übrigen Dachplatten bei Vermeidung besonderer konstruktiver Maßnahmen, einordnenbar sein und die Ausbil-1· dung einer durchgehenden Dämmung und Dachhaut ermöglichen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe in der Weise gelöst, daß der Rinnenbereich durch oberflächenprofilierte und mit je einer Einlauföffnung versehene Dachplatten gebildet wird, die den Abmessungen und der Lageanordnung der übrigen Dachplatten, beispielsweise Dachkassettenplatten, entsprechen und die paarweise gegeneinandergerichtet so angeordnet sind, daß jeweils eine ihrer Längsseiten in der Gebäudelängsachse liegt» Die Oberflächenprofilierung der erfindungsgemäßen Dachplatten ist durch eine über die Plattenbreite reichende v-förmige Gestaltung mit sich längsgefällegerecht vertiefender Rinnenausbildung in Plattenlängsrichtung gekennzeichnet, wobei im Rinnentiefstpunkt an einem Plattenende die Einlauföffnung für den Anschluß an einen Dacheinlauf angeordnet ist. Die erfindungsgemäßen Dachplatten weisen somit ein gegenläufiges, zur Plattenlängsachse gerichtetes Quergefälle und· ein in Plattenlängsrichtung verlaufendes Längsgefällo auf. Durch die vorbeschriebene erfindungsgemäße Lageanordnung der Dachplatten ergibt sich der Verlauf der ¥asserableitungsrinne des Daches parallel zur Gebäudelängsachse im Abstand von einer halben Plattenbreite
Die zur Gebäudelängsachse geneigten Dachflächen entwässern somit in Richtung des Rinnenbereiches. Die Wasserableitung erfolgt über die erfindungsgemäß ausgebildeten Dachplatten, wobei deren paarweise gegeneinandergerichtete Lageanordnung die Aufteilung des über die gesamte Dachlänge führenden Rinnenbereiches in unabhängig voneinander in Funktion tretende Ableitungsabschnitte bewirkt.
Ausführungsbeispiel
Nachstehend wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert, ..
In den zugehörenden Zeichnungen zeigen Fig. 1 : Die Draufsicht auf einen Dachabschnitt mit Rinnenbereich und Lageanordnung erfindungsgemäß"er Dachplatten
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Fig. 2 : Don Querscimitt Δ-Α nach. Fig. 1
Fig. 3 : Den Längsschnitt B-B nach. Fig. 1 .
Fig. h : Die Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Dach-
' platte
Fig. 5 : Den Querschnitt C-C nach Fig. k "
Fig. 6 : Den Längsschnitt D-D nach Fig. k
In der Fig. 1 ist ein Abschnitt eines nach innen entwässernden Daches, bestehend aus in Gebäudelängsrichtung angeordneten Dachkassettenplatten 1 und erfindungsgemäßen Dach- platten 2, in der Draufsicht dargestellt. Die Dachflächen 3a; 3b beiderseits der Gebäudelängsachse k sind zu dieser hin geneigt, folglich mit Querneigung der Platten 1 und 2, und entwässern in den Rinnenbereich 5 des Daches. Der Rinnenbereich 5 wird gebildet durch die in den Fig. ht 5 und 6 dargestellten Dachplatten 2, die oberflächenprofir liert. und mit je einer Einlauföffnung 6 versehen sind.'Die Dachplatten 2 entsprechen dabei den Abmessungen und der Lageanordnung der Dachlcassettenplatten 1 und sind paarweise gegeneinandergerichtet auf den Bindern 7 so aufgelagert, daß jeweils eine ihrer Längsseiten 8 in der Gebäudelängsachse h liegt. Die Oberflächenprofiliorung der Dachplatten 2 ist als eine über die gesamte Plattenbreite reichende v-förmige Gestaltung 9 mit sich gefällegerecht vertiefender Rinnenausbildung 10a in Plattenlängsrichtung ausgebildet, Im Rinnentiefstpunkt an einem Ende der Dachplatte 2 ist die Einlauföffnung 6 für den Anschluß an einen Dacheinlauf 11 vorgesehen. Die Dachplatten 2, die eine glatte Unterseite besitzen, erhalten somit ein gegenläufiges, zur Plattenlängs-' achse gerichtetes Quergefälle und ein in Plattenlängsrichtung verlaufendes Längsgefälle, wobei die beschriebene und in Fig. 6 erkennbare v-förmige Gestaltung 9 saa einem Plattenende flach beginnt und am anderen Plattenende im Rinnentief stpunkt die steilste Ausbildung aufweist. Die Längsseiten 8 der Dachplatten 2 sind als·Auflagerränder besonders gestaltet, ura beispielsweise das- sichere Stapeln zu ermöglichen und das Ausbrechen der Längskanten zu vermeiden. Durch die erfindungsgemäße Lageanordnung der Dachplatten er-
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gibt sich der Verlauf der ¥asserableitungsrinne 10b des Daches parallel zur Gebäudelängsachse h im Abstand einer halben Plattenbreite, so daß der Rinnenbereich 5, i*n Gegensatz zu den bekannten Lösungen, neben der Gebäudelängsachse k vorläuft. Die zur Gebäudelängsachse k geneigten. Dachflächen 3a; 3b entwässern großflächig in den Rinnenbereich 5· Die Wasserableitung erfolgt parallel zur Gebäudelängsachse h über die Dachplatten 2, v.Tobei deren paarweise gegeneinandergerichtete Lageanordnung die gegenläufige Wasserableitung in den Rinnen 10a bzw, 10b bis zum Dacheinlauf 11 und d5,e Aufteilung des Rinnenbereiches in unabhängig voneinander in Funktion tretende Ableitungsabschnitte bewirkt. Jeweils einem Dachplattenpaar ist nur ein Dacheinlauf 11 zugeordnet, wobei die nicht benötigte Einlauföffnung 6 einer der Dachplatten 2 verschlossen wird. Nach Belegung des gesaraten Daches mit den Dachkass'ettenplatten 1 und den erfindungsgemäßen Dachplatten 2 in der beschriebenen Lageanordnung und der Abdichtung der Fugen 13 wird die Dachhaut 14 aufgebracht, die nur an den Einlauföffnungen 6 unterbrochen ist,
Die Erfindung läßt eine Reihe bedeutender Vorteile sichtbar werden. Die erfindungsgeraäße Dachplatte wird in der Vorfertigung ohne technische und technologische Mehraufwendungen maximal komplettiert, so daß spätere Nacharbeiten, Anpassungen ©te, entfallen. Durch Beibehaltung eines einheitliehen Rasters für alle Platten wird das Sortiment nicht in unerwünschter Weise vergrößert. Der Montage- und Dacheindeckungsprozeß wird erheblich vereinfacht und verkürzt. Die Entwässerungsausbildung garantiert eine funktionssichere schad- und gefahrlose Wasserableitung, Unerwünschte Belastungen der Dachfläche durch Ortbetonausgleichungen, o, ä, werden vermieden.
Die Auflagerbedingungen der Dachplatten erlauben die Beibehaltung des Riegelsystems ohne konstruktive Änderungen, Die Erfindung ist für Warm- und Kaltdächer gleichermaßen vorteilhaft anwendbar,
Claims (1)
- ErfindungsanspruchEntwäs s erungs aus bildung mittels Dachplatten im Rinnenbereich von nach innen entwässernden, aus in Gebäudelängsrichtung an geordneten Stahl- oder Spannbetondachplatten bestehenden Däehern, vorzugsiiroise für Industriegebäude, z# B. Produktionshallen, dadurch gekennzeichnet, daß der Rinnenbereich (5) de Daches durch oberflächenprofilierte und mit je einer Einlauf öffnung (6) versehene Dachplatten (2) gebildet wird, die paarweise gegeneinandergerichtet, auf Binder (7) aufliegend und mit je einer ihrer Längsseiten (8) in der Gebäudelängsachse (h) liegend, so angeordnet sind, daß sich der Rinnenbe reich (5) in unabhängig voneinander in Funktion tretende Abteilungsabschnitte gliedert, wobei die Oberflächenprofilierung der Dachplatten (2) eine über die Plattenbreite reichen de v-förmige Gestaltung (9) mit einem gegenläufigen, zur ; Plattenlängsachse gerichteten, Quergefälle und einer sich längsgefällegerecht vertiefenden Rinnenausbildung (ioa) in Plattenlängsrichtung bis zur im Rinnentiefstpunkt liegenden Einlauföffnung (6) aufweist.Hierzu „;..3. ...Seiten Zeichnungen
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|---|---|---|---|
| DD22860581A DD157617A1 (de) | 1981-03-26 | 1981-03-26 | Entwaesserungsausbildung mittels dachplatten zur innenentwaesserung von dachflaechen |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT389727B (de) * | 1987-02-18 | 1990-01-25 | Rauch Alfred | Fertigdachkonstruktion mit grossdachelementen |
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1981
- 1981-03-26 DD DD22860581A patent/DD157617A1/de not_active IP Right Cessation
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