DD157779A1 - Verfahren und vorrichtung zur optimalen zumessung des feuchtmittels - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur optimalen zumessung des feuchtmittels Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur optimalen Zumessung des Feuchtmittels in Offsetdruckwerken, mit einer in nur einem aus Farbe oder Feuchtmittel gebildeten Medienstrom liegenden Signalwalze, auf der bei reduzierter Feuchtmittelfuehrung das Tonen frueher sichtbar wird als auf der Druckplatte. Mit der Erfindung wird das Ziel erreicht, schnell das optimale Farbe = Feuchtmittelgleichgewicht herzustellen. Erfindungsgemaess wird dies dadurch erreicht, dass durch Sensoren bei einer bestimmten Farbabdeckung auf der Signalwalze ein Signal an die Feuchtmitteldosierung weitergeleitet wird und zusaetzlich Feuchtmittel dem Druckwerk zugefuehrt wird. Anwendungsgebiet: Druckwerk.
Description
~7- 226 339
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur optimalen Zumes.sung des Feuchtmittels in Offsetdruckwerken, mit einer in einem Medienstrom liegenden Meßwalze.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die Leistungsfähigkeit moderner Offsetdruckmaschinen hängt in hohem Maße von der Beschaffenheit des Färb= und Feuchtwerkes ab« Es ist deshalb von großer Bedeutung, daß zum jeweiligen Druckauftrag schnell das erforderliche Farbe= Feuchtmittelgleichgewicht hergestellt v/erden kann« Es sind zahlreiche Lösungen bekannt geworden, mit denen die manuelle Einstellung des Farbe= Feuchtmittelgleichgev/ichtes verbessert wird« -
Durch die DE-OS 2 736 663 wird eine Lösung bekannt gemacht, bei der mittels einer durchsichtigen Walze, die gleichzeitig oder korrespondierend an einer färb= und einer feuchtigkeitsführenden Walze anliegt, die Färb= und die Feuchtigkeitsfilmdicke gemessen wird. Die Umfangsfläche der durchsichtigen Walze ist dabei, in Achsrichtung gesehen, zur Hälfte mit hydrophilen und zur anderen Halfte.mit oleophilen Material versehen« Der Innenraum der durchsichtigen. Walze ist mit einer Strahlungsquelle ausgestattet* Außerhalb der Walze aber im Bereich der Strahlungsquelle ist zur Messung der Feuchtfilmdicke ein Infrarotdetektor und zur Messung der Filmdicke ein Fototransistor vorgesehen«
Mit dieser Lösung wird ein meßtechnisch interessanter Weg aufgezeigt« Mit den erhaltenen Meßwerten ist aber eine direkte Beeinflussung der Feuchtmittelführung als Anpassung an die jeweilige Farbführung nicht möglich*
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Feuchtwerk zu schaffen,' mit dem sehr schnell das optimale Farbe= Feuchtmittelgleichgewicht hergestellt werden kann.
C —
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zur optimalen'Feuchtmittelzuführung in Druckwerken von Offsetdruckwerken zu schaffenj, bei der auf einer Signalwalze durch zweckmäßige Ausbildung und Anordnung in einem aus Farbe oder Feuchtmittel gebildeten Medienstrom durch reduzierte Feuchtmittelführung das Tonen früher sichtbar wird als auf der. Druckplatte»
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß durch Sensoren bei einer bestimmten Farbabdeckung auf der Signalwalze ein Signal an die Feuchtmitteldosierung weitergeleitet wird und zusätzlich Feuchtmittel dem Druckwerk zugeführt wird«. Der Signalpunkt ist für unterschiedliche Farbabdeckungen auf der Signal walze einstellbar,, Die Signalwalze ist dabei nur in einem Medienstrom angestellte Ihre Oberfläche ist in ihrem Verhalten zum Wasser entgegengesetzt dem des jeweiligen Medienstromes« Das hydrophile Verhalten der an eine Farbauftragwalze angestellten Signalwalze ist umso stärker* je weiter sie von der Feuchtmittelauftragwalze entfernt ist« Die Signalwalze ist so angeordnet, daß sie leicht ausgewechselt werden kann gegen eine mit anderem hydrophilen Verhalten«
Die Sensoren bilden die Signalaufnahme und sind mit einer Signalverarbeitung verbunden, denen eine Steuerung des Feuehtmittelsystemes.nachgeschaltet ist« Anstelle der Steuerung kann auch eine Regelung des Feuchtmittelsystems vorgenommen werden* Das Regelsystem ist dann eingangsseitig mit der Signalverarbeitung und ausgangsseitig mit dem Feuchtmittelsystem verbunden«
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Pig. 1: schematische Darstellung des Farbwerkes, Signalwalze ist an erste Farbauftragwalze angestellt
Pige 2: v/ie Fig, 1, Signalwalze ist an letzte Farbauftragwalze angestellt
Fig· 3: wie Fig« 1, Signalwalze ist an Feuchtauf tragwalze angestellt.
Fig» 4: Steuerung des Feuchtmittelsystems als Blockschaltbild
Fig«, 5: Regelung des Feuchtmittelsystems als Blockschaltbild
Die Druckplatte 1 befindet sich auf dem Plattenzylinder 2 und wird durch die Farbauftragwalzen 3» 4» 5» 6 die mit den Reibzylindern 7, 8 zusammenwirken eingefärbt«, Die Feuchtmittelversorgung der Druckplatte 1 erfolgt durch die Feuchtmittelauftragwalze 9» die über den Feuchtreiber 10 mit dem Peuchtduktor 11 in Verbindung steht» Der Peuchtduktor 11 taucht in das Feuchtmittel .12, welches sich im Feuchtmittelbehälter 13 befindet, ein* In einer ersten Variante nach Fig» 1, ist die Signalwalze 14 an die erste Farbauftragwalze 3 angestellt. Der Grad der FarbabdQckung auf der Signalwalze 14 wird durch den Sensor 15 ermittelt. In einer zweiten Variante nach Fig. 2, ist die Signalwalze 14 an die letzte Farbauftragwalze β angestellt« Der Sensor 15;stellt den Grad der Farbabdeckung auf der Signalwalze 14 feste Die Oberflächen der Signalwaisen 14 und 14 sind dabei hydrophil. Erfindungsgemäß ist das hydrophile Verhalten der Signalwalze 14 stärker als das der Signalwalze .14, da der Abstand zur Peuchtmittelauftragwalae 9 größer ist und demzufolge auch die Peuchtmittelanteile auf der Farbauftragwalze 6 geringer sind als auf der Farbauftragwalze 3« In einer dritten Variante nach Fig. 3, ist die Signalwalze H* an die
Feuehtmittelauftragwalze 9 angestellt» In diesem Falle weist die Oberfläche der Signalwalze 14 ein oleophiles Verhalten auf»' Durch den Sensor 14 wird der Grad der Farbabdeckung auf der Signalwalze 14 ermittelt. Die Wirkungsweise ist so, daß von der Signalaufnahme 16, die durch den Sensor 15/ 15 oder 15 gebildet wirdg bei Erreichen eines einer bestimmten Farbabdeckung entsprechenden Signal punkte's, ein Signal an die Signalverarbeitung 17 weitergeleitet wird.
In einer ersten Variante nach Fig* 4 ist die Signalverarbeitung 17 über ein Steuersystem 18 mit dem Feuchtrnittelsystem 19 verbunden» Das Feuchtini tt el sy stem 19 wirkt so, daß beispielsweise die Duktordrehzahl über eine definierte Zeitdauer erhöht wird und dadurch mehr Feuchtraittßl 12 der Druckplatte 1 zugeführt wird« Gleichzeitig wird dadurch die Farbabdeckung auf der Signalwalze 14/ 14 oder 14 geringer und liegt unterhalb des Signalpunktes« lach einer kurzen Zeit tritt abermals eine Verknappung des Feuchtmittels 12 ein, so daß die Farbabdeckung auf der Signalwalze 14; 14 oder 14 zunimmt und dem eingestellten Signalpunkt entspricht« Dieser Signalpunkt ist verstellbar^ liegt aber in jedem Fall so, daß die Scluniergrenze auf der Druckplatte 1 nicht erreicht wird« Dieser Zyklus wiederholt sich ständige
In einer zweiten Variante nach Fig« 5 ist die Signalverarbeitung 17 über ein Regelsystem 20 mit dein Feuchtmittelsystem 19 verbunden« Die der Druckplatte 1 z.ugeführte Feuchtmittelmenge ist in diesem Falle so bemessen, daß die Signalwalze 14/ H oder 14 auf die dem Signalpunkt entsprechende Farbabdeckung gleichmäßig gehalten· wird«, Da die Feuchtmittelmenge auf der Signalwalze 14, 14 oder 14 zu der auf der Druckplatte 1 eine feste Beziehung bildet, ist die Druck-.platte 1 gleichbleibend mit der optimalen Feuchtmittelmenge versorgte
Claims (1)
- _ 5_12 4 3 3 9Erfindungsanspruch1, Verfahren zur optimalen Zumessung des Feuchtmittels in Offsetdruckwerken, mit einer in einem aus Farbe oder Feuchtmittel gebildeten Medienstrom liegenden Signalwalze, auf der bei reduzierter Feuchtmittelführung das Tonen früher sichtbar wird als auf der Druckplatte, dadurch gekennzeichnet, daß durch Sensoren ( 15, 15 15) bei einer bestimmten Farbabdeckung auf der Signalwalze ( 14; 14y 14 ) ein Signal an die Feuchtmitteldosierung weitergeleitet v/ird und zusätzlich Feuchtmittel (12) dem Druckwerk zugeführt wird,2e Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalpunkt für unterschiedliche Farbabdeckungen auf der Signalwalze ( 14/ 14, 14 ) einstellbar ist.3. Vorrichtung zur optimalen Zumessung des Feuchtmittels in Off setdruckv/erken j mit einer in. einem Medienstrom liegenden Signalwalze, auf der bei reduzierter Feuchtmittelfuhrung das Tonen früher sichtbar wird als auf der Druckplatte nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalwalze (14, 14/ 14 ) in nur einem Medienstrom angestellt ist und ihre Oberfläche in ihrem Verhalten zum Wasser entgegengesetzt dem des jeweiligen Medienstromes ist.4# Vorrichtung nach Punkt 3, dadurch gekennzeichnet,'daß das hydrophile Verhalten der an eine Farbauftragwalze ( 3, 6 ) angestellten Signalwalze ( 14/ 14 ) umso stärker ist, je weiter sie von der Feuchtmittelauftragwalze ( 9 ) entfernt ist*5« Vorrichtung nach Punkt 4» dadurch gekennzeichnet, daß • die Signalwalze ( 14/ 14/ H ) so angeordnet ist, daß sie leicht gegen eine .mit anderem hydrophilen Verhalten ausgetauscht werden kanne~ 6 - S9 / ο6, Vorrichtung zur optimalen Zumessüng des Feuchtmittels in Offsetdruckwerken mit einer im Medienstrom liegenden Signalwalze nach Punkt 1,·dadurch· gekennzeichnet, daß Sensoren ( 15; 15j 15 ) als Signalaufnahme ( 16 ) ' mit einer Signalverarbeitung ( 17 ) verbunden sind,
'denen ein Steuersystem ( 18 ) des Peuchtmittelsystems ( 19 ) nachgeschaltet ist«7» Vorrichtung nach Punkt 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Regelsystem ( 20 ) vorgesehen ist, welches eingangsseitig mit der Signalverarbeitung ( 17 ) und ausgangsseitig mit dem Peuchtmittelsystem ( 19 ) verbunden ist«
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